Trump-Regierung setzt «Weltuntergangs»-Flugzeug ein
Über Los Angeles wurde das berüchtigte «Doomsday Plane» der US-Luftwaffe gesichtet. Bestätigt ist: Verteidigungsminister Pete Hegseth befand sich an Bord der E-4B Nightwatch. Weshalb ausgerechnet dieses Flugzeug eingesetzt wurde, bleibt offen.
09.01.2026
Über Los Angeles wurde die berüchtigte «Doomsday Plane» der US-Luftwaffe gesichtet. Bestätigt ist: Verteidigungsminister Pete Hegseth befand sich an Bord der E-4B Nightwatch. Weshalb ausgerechnet dieses Flugzeug eingesetzt wurde, bleibt offen.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Über Los Angeles wurde die E-4B Nightwatch, das fliegende Kommandozentrum der USA, gesichtet und sorgte für Spekulationen.
- US-Verteidigungsminister Pete Hegseth befand sich an Bord, das Pentagon nennt bisher keinen Grund für die Wahl dieses Flugzeugs.
- Die Nightwatch dient als Kommandozentrale für den Extremfall und wurde bislang nur einmal im Ernstfall eingesetzt – nach 9/11.
Über Los Angeles ist am Donnerstag die E-4B Nightwatch gesichtet worden – besser bekannt als das sogenannte «Doomsday Plane». In sozialen Netzwerken sorgte der Auftritt des fliegenden Kommandozentrums für Spekulationen. Bestätigt ist inzwischen: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth befand sich an Bord. Weshalb er ausgerechnet dieses Flugzeug nutzte, ist jedoch unklar.
Videos und Livestreams zeigten die Maschine beim Anflug auf den Flughafen Los Angeles (LAX). Innerhalb kurzer Zeit verbreiteten sich die Aufnahmen auf X, begleitet von Fragen wie: «Warum jetzt?» oder «Was ist der Grund für diesen Flug?»
Mehrere US-Medien und Flugtracking-Daten bestätigten später, dass sich Verteidigungsminister Hegseth auf dem Flug befand. Die Maschine startete demnach auf der Joint Base Andrews nahe Washington und landete in Los Angeles. Berichten zufolge nahm Hegseth in Kalifornien an verteidigungsrelevanten Terminen teil.
Flugzeug basiert auf Boeing 747
Offen bleibt jedoch, weshalb dafür die E-4B eingesetzt wurde. Das US-Verteidigungsministerium äusserte sich bislang nicht dazu, warum der Minister nicht mit einem regulären Regierungsflugzeug reiste.
Die E-4B Nightwatch ist eines der geheimnisvollsten und zugleich zentralsten Flugzeuge der US-Streitkräfte. Offiziell dient sie als National Airborne Operations Center – also als fliegende Kommandozentrale für den Ernstfall.
Das Flugzeug basiert auf einer Boeing 747, ist gegen elektromagnetische Impulse geschützt und verfügt über eingebaute Kommunikations- und Lagezentren. Laut US-Luftwaffe kann die Maschine durch Luftbetankung mehrere Tage in der Luft bleiben. Mindestens eine der vier E-4B steht jederzeit in Bereitschaft.
Bislang erst ein Einsatz im Ernstfall
Ihr Zweck: Die politische und militärische Führung der USA auch dann handlungsfähig zu halten, wenn Bodeninfrastruktur zerstört oder nicht mehr erreichbar ist. Bis zu 110 Personen können sich gleichzeitig an Bord aufhalten – darunter Präsident, Verteidigungsminister, Generalstab und Kommunikationsteams.
Bislang wurde die E-4B erst einmal im Ernstfall eingesetzt. Nach den Terroranschlägen von 9/11 wurde ein «Weltuntergangs»-Flugzeug aktiviert und startete als fliegende Kommandozentrale, um die Handlungsfähigkeit der US-Regierung sicherzustellen.
Ob der Einsatz der E-4B in Los Angeles reine Logistik, Sicherheitsvorsorge oder ein politisches Signal war, ist derzeit offen. Laut Flugzeug-Spottern wurde das «Doomsday»-Flugzeug seit Jahren nicht mehr öffentlich gesehen und lediglich an speziellen Militär-Anlässen zu Showzwecken vorgeführt.