IranDutzende Verletzte in Kuwait nach neuer Eskalation am Golf
SDA
3.6.2026 - 14:57
ARCHIV – Rauch steigt aus dem internationalen Flughafen von Kuwait nach einem Drohnenangriff auf ein Treibstofflager auf. Foto: Uncredited/AP/dpa
Keystone
Bei der schwersten Eskalation seit Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg sind Dutzende Menschen verletzt worden. Am Flughafen von Kuwait wurden durch einen iranischen Angriff mindestens 63 Menschen verletzt, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte.
Keystone-SDA
03.06.2026, 14:57
SDA
Unter den Verletzten seien Reisende, Mitarbeiter des Flughafens und andere Zivilisten. Mindestens ein Mensch sei getötet worden.
In der Nacht feuerten Irans Revolutionsgarden ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain, das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Gheschm in der Strasse von Hormus an.
Ziel der iranischen Angriffe waren nach Angaben aus Teheran US-Militärstützpunkte in den Staaten am Persischen Golf. Ausgelöst wurde die jüngste Eskalation nach Darstellung der Revolutionsgarden durch einen US-Angriff auf einen iranischen Öltanker nahe der Strasse von Hormus.
Dramatische Szenen am Flughafen in Kuwait
Es waren nicht die ersten gegenseitigen Angriffe seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 8. April, aber mit jeder neuen Attacke steigt die Furcht vor einer erneuten Eskalation des Kriegs.
Der jüngste Schlagabtausch erfolgte vor dem Hintergrund stockender Verhandlungen um ein Rahmenabkommen, mit dem der Krieg beendet und die Strasse von Hormus wieder für die Schifffahrt geöffnet werden soll.
Der Flughafen geriet bereits mehrmals unter Beschuss und wurde nun erneut schwer getroffen. Aufnahmen nach dem Angriff zeigten eine zerstörte Halle des Flughafens sowie dichten Qualm und Feuer.
Einige Opfer des Angriffs hatten Behördenangaben zufolge Gliedmassen verloren, andere hätten Hirnblutungen oder Knochenbrüche erlitten. Sieben der Verletzten seien bisher notoperiert worden.
Am Flughafen seien zwei Dutzend Krankenwagen im Einsatz gewesen, um die Opfer zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Kuwaits Streitkräfte fingen nach eigenen Angaben 13 iranische Raketen und 17 iranische Drohnen ab.
Iran meldet Vergeltung nach US-Angriff auf Öltanker
Am Dienstag hatten US-Streitkräfte vor der für Irans Ölexport wichtigen Insel Charg nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker angegriffen. Dieser soll versucht haben, trotz der US-Blockade einen iranischen Hafen anzulaufen.
Das Schiff habe Warnungen ignoriert und sei letztlich mit einer Rakete ausser Gefecht gesetzt worden, hiess es. Die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, bestätigten ihre Vergeltungsschläge.
Man habe gewarnt, «dass jede Aggression eine andere und entschiedenere Reaktion nach sich ziehen würde», hiess es in einer Mitteilung. Jede Bedrohung der Sicherheit der Strasse von Hormus werde das US-Militär «teuer zu stehen kommen», warnten sie.
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die Meerenge übernommen, die als Exportroute für Dünger, Öl und Flüssiggas für die Weltwirtschaft von grosser Bedeutung ist. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade verhängt, um den Iran am Export von Öl zu hindern.
Die USA wollen eine uneingeschränkte Wiederöffnung der Strasse von Hormus erreichen.
Irans Streitkräfte teilten mit, auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait und das Hauptquartier der US-Marine in Bahrain gezielt zu haben. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) dementiert dies. Dies sei falsch. Alle iranischen Angriffe auf US-Streitkräfte seien gescheitert.
Man bleibe bereit, sich gegen «unprovozierte iranische Aggressionen zu verteidigen», hiess es.
Trump: Gespräche mit Teheran laufen weiter
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran bekräftigt, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Iran-Krieg andauern.
«Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Gespräche liefen ununterbrochen weiter.
«Wohin sie führen, weiss man nie», schrieb Trump weiter. Aber er habe dem Iran gesagt, es sei an der Zeit, «auf die eine oder andere Weise einen Deal abzuschliessen».
Vor Trumps Post hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, berichtet, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt.
Bereits am Montag hatte die iranische Agentur Tasnim ähnlich berichtet und das Ende der indirekten Verhandlungen mit dem andauernden Krieg Israels gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon begründet.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
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Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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