GesellschaftEhrenamtliche Arbeit steigert laut Umfrage das eigene Wohlbefinden
SDA
19.8.2025 - 08:44
In Altersheimen arbeiten Menschen teilweise ehrenamtlich. (Archivbild)
Keystone
Ehrenamtliche Arbeit kann sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken. Denn wer sich für andere einsetze, stärke auch sich selber, so das Ergebnis eine Umfrage, die in der Schweiz, Deutschland und Österreich durchgeführt wurde.
Keystone-SDA
19.08.2025, 08:44
SDA
Wer sich freiwillig engagiere, sei zufriedener, optimistischer und resilienter als der Durchschnitt, denn Gutes zu tun sei eng mit dem eigenen Wohlbefinden verbunden, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Marketagent. So seien 78 Prozent der sozial engagierten Personen mit ihrem Leben zufrieden. Damit lägen sie deutlich über dem Bevölkerungsdurchschnitt von 65 Prozent.
Während 57 Prozent der Gesamtbevölkerung ihr Leben als sinnvoll und erfüllend empfänden, liege der Wert bei den ehrenamtlich Aktiven mit 70 Prozent auffallend höher. Rund zwei Drittel der sozial Engagierten bestätigten, dass ihre sozialen Aktivitäten ihrem Leben einen tieferen Sinn verleihen würden.
Auch die Fähigkeit, mit Stress und schwierigen Lebenssituationen umzugehen, steige. Knapp 70 Prozent der Befragten bezeichneten sich selbst als resilient, während es im Bevölkerungsdurchschnitt 55 Prozent sind.
Glücklicher und optimistischer
Knapp 8 von 10 befragten Ehrenamtlichen bezeichneten sich selbst im Allgemeinen als glücklich – im Vergleich zu 6 von 10 in der gesamten Bevölkerung. Knapp zwei Drittel aller ehrenamtlich Aktiven hätten neue Freundschaften geknüpft und neue Fähigkeiten entwickelt.
Neben der besseren mentalen Gesundheit teilten sich sozial engagierte Menschen weitere Eigenschaften. So finden sich unter ihnen mit 72 Prozent besonders viele Optimisten (Gesamtbevölkerung: 57 Prozent), wie es weiter hiess. Rund 44 seien extrovertierte Personen. In der Gesamtbevölkerung bezeichne sich hingegen nur rund ein Drittel als extrovertiert.
Soziales Engagement korreliere auch mit der körperlichen Verfassung. Über die Hälfte der sozial Engagierten führe einen aktiven Lebensstil mit viel Bewegung und Sport, während der Durchschnittswert bei 40 Prozent liege, heisst es in der Studie.
Für die Umfrage wurden vom 18. März bis 2. April 3143 Personen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren befragt. Aus der Schweiz nahmen 1010 Menschen teil.
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