New Mexico Staatsanwaltschaft prüft Vorwurf vergrabener Leichen auf Epstein-Ranch

Redaktion blue News

20.2.2026 - 05:58

Die Zorro Ranch des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. (Bild vom 8. Juli 2019)
Die Zorro Ranch des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. (Bild vom 8. Juli 2019)
Bild: Keystone/KRQE via AP

Nach der Veröffentlichung unzähliger Epstein-Akten durch das US-Justizministerium meldet sich nun die Staatsanwaltschaft in New Mexico zu Wort. Worum geht es?

DPA, Redaktion blue News

Keine Zeit? blue New fasst für dich zusammen

  • Die Staatsanwaltschaft von New Mexico will strafrechtliche Ermittlungen zu möglichen illegalen Aktivitäten auf einer Ranch des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wieder aufnehmen.
  • In einer anonymen E-Mail, die in den Ende Januar veröffentlichten Epstein-Files enthalten ist, behauptet der Verfasser, dass zwei Mädchen auf der Ranch getötet und ihre Leichen auf Anweisung von Jeffrey Epstein versteckt worden seien.

Die Staatsanwaltschaft von New Mexico will strafrechtliche Ermittlungen zu möglichen illegalen Aktivitäten auf einer Ranch des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wieder aufnehmen. Diese waren ursprünglich 2019 auf Antrag der Staatsanwaltschaft des Southern Districts in New York eingestellt worden.

Eine Sprecherin des Justizministeriums von New Mexico, sagte: «Die Enthüllungen in den zuvor versiegelten FBI-Akten rechtfertigen eine weitere Untersuchung.» Die Behörde werde Zugang zu den ungeschwärzten Akten beantragen und mit der «Sammlung und Aufbewahrung aller noch verfügbaren relevanten Beweise» fortfahren.

Dies geschah einen Tag, nachdem Raúl Torrez, der Generalstaatsanwalt des Teilstaats, bekannt gegeben hatte, dass er Behauptungen untersuche, wonach zwei Leichen auf der Ranch begraben worden seien.

Im Zentrum der Ermittlungen steht die 3000 Hektar grosse «Zorro-Ranch», die Epstein im Jahr 1993 dem ehemaligen Gouverneur New Mexicos, Bruce King, abkaufte.

Anonyme E-Mail mit Hinweis auf Leichen

Medienberichten zufolge soll es dort zu sexuellem Missbrauch und Menschenhandel gekommen sein. Das «Time»-Magazin berichtete jüngst über zahlreiche Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Ranch, die in den Epstein-Akten zu finden sein sollen.

Die Vorwürfe tauchten in einer E-Mail von jemandem auf, der behauptete, ein ehemaliger Mitarbeiter der Ranch zu sein. Die anonyme E-Mail ist in den 3,5 Millionen Dokumenten enthalten, die das US-Justizministerium im Rahmen des «Epstein Files Transparency Act» am 30. Januar veröffentlichte.

Die Person, deren Name vom Justizministerium geschwärzt wurde, schickte im November 2019 – mehrere Monate nach Epsteins Tod in einem New Yorker Gefängnis – eine E-Mail an Eddy Aragon, einen konservativen Talkshow-Moderator und ehemaligen Bürgermeisterkandidaten von Albuquerque. Der Verfasser der Mail behauptet, dass zwei «ausländische Mädchen» während «groben Fetisch-Sex» durch Strangulation starben und später auf «Befehl von Jeffrey und Madam G.» begraben wurden, berichtete die Londoner Zeitung «Times».

Mit «Madam G.» könnte hier Epsteins langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell gemeint gewesen sein. Epsteins Vertraute und Komplizin wurde 2021 wegen Beihilfe zum sexuellen ‌Missbrauch an minderjährigen Mädchen durch Epstein verurteilt und verbüsst eine 20-jährige Haftstrafe. Beweise für die in der E-Mail genannten Vorwürfe gibt es bislang nicht.

Direkte Mails an Jeffrey Epstein Amtsmissbrauch-Vorwürfe: Diese E-Mails stehen im Visier

Direkte Mails an Jeffrey Epstein Amtsmissbrauch-Vorwürfe: Diese E-Mails stehen im Visier

Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor ist verhaftet – und der Fall könnte die britische Monarchie in ihrer schwersten Krise seit Jahrzehnten stürzen.

19.02.2026