«Mit 13 ihm vorgestellt»Zeugin belastet Trump in neu veröffentlichten Epstein-Akten
Sven Ziegler
6.3.2026
Jeffrey Epstein und Donald Trump kommen in den Akten vor.
Keystone/blue News Bildmontage
Das US-Justizministerium hat weitere Dokumente aus den Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein veröffentlicht. In den neu freigegebenen FBI-Unterlagen wird auch US-Präsident Donald Trump erwähnt.
Agence France-Presse
06.03.2026, 10:53
06.03.2026, 15:05
Sven Ziegler
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Das US-Justizministerium hat weitere FBI-Dokumente aus den Epstein-Ermittlungen veröffentlicht.
In den Protokollen erhebt eine Zeugin schwere Vorwürfe gegen Jeffrey Epstein und US-Präsident Donald Trump.
Trump bestreitet Fehlverhalten, und bislang gibt es keinen Beweis für eine strafbare Handlung.
Das US-Justizministerium hat weitere Dokumente aus den Ermittlungen gegen den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht. Die Unterlagen wurden am Donnerstag (Ortszeit) freigegeben und enthalten unter anderem Protokolle von FBI-Befragungen.
In ihrer Aussage berichtet die Frau, Trump habe versucht, sie zu Oralsex zu zwingen. Sie habe sich gewehrt und ihn dabei gebissen. Zudem erklärte sie laut den FBI-Unterlagen, sie und ihr Umfeld hätten über Jahre hinweg Drohanrufe erhalten, damit sie über die Vorfälle schweige.
Epstein und Trump hatten immer wieder Kontakt
Das US-Justizministerium erklärte, die Dokumente seien bereits früher Teil der Ermittlungsakten gewesen, seien jedoch irrtümlich als Dubletten gekennzeichnet worden. Deshalb seien sie erst jetzt öffentlich gemacht worden.
Die Veröffentlichung der Epstein-Unterlagen ist politisch umstritten. US-Präsident Donald Trump hatte sich im vergangenen Jahr über Monate gegen eine Freigabe der Akten ausgesprochen. Der US-Kongress setzte die Veröffentlichung schliesslich auch mit Stimmen von Trumps Republikanern durch.
Bislang wurde dem Präsidenten im Zusammenhang mit den Epstein-Ermittlungen kein Fehlverhalten nachgewiesen.
Fall Epstein gibt weiterhin viel zu reden
Demokratische Politiker werfen der Regierung allerdings vor, Informationen aus den Ermittlungen zurückgehalten zu haben, die politisch heikel sein könnten. Ein Ausschuss des Repräsentantenhauses beschloss deshalb am Mittwoch, Justizministerin Pam Bondi vorzuladen. Sie soll Fragen zum Umgang des Ministeriums mit den Epstein-Akten beantworten.
Der Finanzinvestor war 2008 wegen der Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen verurteilt worden und verbrachte nach einem umstrittenen Vergleich mit der Staatsanwaltschaft rund 13 Monate im Gefängnis.
2019 wurde Epstein erneut festgenommen. Kurz darauf wurde er tot in seiner Gefängniszelle in New York gefunden. Nach offiziellen Angaben nahm er sich dort das Leben.
Trump will Epstein-Akten nach Kongressbeschluss freigeben
Der US-Präsident wolle das Gesetz unterzeichnen, wenn es seinen Schreibtisch erreiche, teilte ein hochrangiger Regierungsvertreter mit. Zuvor hatten der Senat und das Repräsentantenhaus eine Freigabe von Akten über den verurteilten Sexualstraftäter