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Jetzt meldenDie Veröffentlichung eines internen Justiz-Memos bringt Donald Trumps treueste Anhänger gegen ihn auf. Statt Enthüllungen über Jeffrey Epsteins prominente Kontakte gab es nur alte Erkenntnisse. Die Maga-Bewegung ist empört.
Die Epstein-Akten hätten für Donald Trump ein Triumph werden sollen – nun drohen sie zum Bumerang zu werden. Anfang der Woche veröffentlichten US-Justizministerin Pam Bondi und FBI-Chef Kash Patel ein Memo, in dem sie festhalten: Es gebe keine belastbaren neuen Erkenntnisse im Fall Jeffrey Epstein. Weder eine «Kundenliste» noch Hinweise auf prominente Mittäter.
Auch der Suizid des verurteilten Sexualstraftäters in einer Gefängniszelle 2019 werde nicht weiter angezweifelt. Ein Schlussstrich – zumindest aus Sicht der Regierung.
Doch statt Aufklärung provozierte das Papier eine Revolte. Im Lager von Trumps Maga-Bewegung (Make America Great Again) ist die Enttäuschung gross. Viele hatten gehofft, das Justizministerium würde geheime Netzwerke pädophiler Eliten offenlegen – ein Mythos, der seit Jahren durch rechte Kreise geistert.
Die Empörung liess nicht lange auf sich warten. Der ultrarechte Radiomoderator Alex Jones sprach auf X (ehemals Twitter) von einem «widerlichen Verrat», Influencerin Laura Loomer forderte gar die Entlassung Bondis. Der Präsident habe seine Basis «belogen».
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Nicht alle schenkten den Worten der Regierung zudem Glauben. Der bekannte US-Verschwörungsblogger Matt Wallace etwa postete noch in der gleichen Nacht: «Es gibt Gerüchte, dass die Liste im Darknet aufgetaucht ist. Mein Team und ich werden danach suchen.»
Trump selbst reagierte sichtlich genervt. «Redet ihr immer noch über diesen Epstein-Typen?», fragte er bei einer Kabinettssitzung eine Reporterin. Am Tag darauf stellte er sich demonstrativ hinter seine Ministerin. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: «Was ist mit meinen Jungs los? […] Pam Bondi macht einen fantastischen Job.»
Für zusätzlichen Zündstoff sorgt Elon Musk. Der einstige Trump-Verbündete und mittlerweile politische Rivale veröffentlichte am Wochenende eine Reihe brisanter Aussagen auf X. «Er sagt ständig ‹Epstein›, während er alle auffordert, nicht mehr über Epstein zu reden», spottete Musk in Richtung Trump. Und forderte: «Veröffentliche die Akten – wie versprochen.»
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In einem weiteren Post fragte Musk: «Was ist das für ein System, in dem tausende Kinder missbraucht wurden, es Videoaufnahmen der Täter gibt – und keiner von ihnen wird angeklagt?» Es sei «eine verdammt grosse Sache». Die Anspielung: Trumps Regierung verschleppe mutwillig eine Aufklärung.
Musk geht noch weiter: Bereits Anfang Juli behauptete er, Trump selbst tauche in den Epstein-Akten auf. «Das ist der wahre Grund, warum sie nicht veröffentlicht werden», schrieb Musk – und setzte hinzu: «Markiert diesen Post für später. Die Wahrheit wird rauskommen.»
Obwohl er diesen Beitrag inzwischen gelöscht und sich entschuldigt hat («Ich bin zu weit gegangen»), bleibt die politische Bombe scharf. Denn Musk verfolgt längst eine eigene Agenda: Mit seiner «Amerika-Partei» will er 2026 bei den Zwischenwahlen Sitze gewinnen – und Trumps Machtbasis unterwandern.
Der Epstein-Fall begleitet Trump seit Jahren wie ein Schatten. 2002 hatte er den Milliardär in einem Interview als «tollen Typen» bezeichnet – mit «Vorliebe für junge Frauen». In Palm Beach waren sie Nachbarn, auf Fluglisten und Fotos tauchten sie gemeinsam auf. Zwar wurde Trump nie ein Fehlverhalten nachgewiesen, doch das Misstrauen in Teilen seiner eigenen Anhängerschaft wächst.