PolitikErdogan droht mit Einsatz gegen Kurdenmilizen in Syrien
SDA
6.1.2025 - 19:31
ARCHIV - Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei. Foto: Khalil Hamra/AP/dpa
Keystone
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat indirekt mit einem neuen Militäreinsatz gegen die Kurdenmiliz YPG in Syrien gedroht. Man werde Terror in der Region nicht zulassen, sagte Erdogan mit Blick auf die YPG nach einer Kabinettssitzung in Ankara. Die Türkei habe vielfach unter Beweis gestellt, dass sie kompromisslos bereit sei, ihr Überleben zu sichern – wenn es soweit sei, könne man eines Nachts kommen, fügte er hinzu. Mit diesem Ausdruck hatte Erdogan schon in der Vergangenheit gedroht, militärisch im Nachbarland einzugreifen.
Keystone-SDA
06.01.2025, 19:31
SDA
Die Türkei hat bereits mehrere Militäreinsätze gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien durchgeführt und hält dort mit Unterstützung von Rebellen Grenzregionen besetzt. Ankara sieht die Miliz als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK – und damit als Terrororganisation.
Seit dem Sturz des syrischen Langzeitmachthabers Baschar al-Assad Anfang Dezember rücken protürkische Kämpfer weiter in von Kurdenmilizen kontrollierte Gebiete in Nordsyrien vor. Zurzeit gibt es in der nordsyrischen Region Manbidsch heftige Gefechte.
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Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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