USAErmittler: Nur die Wiederwahl ersparte Trump Verurteilung
SDA
14.1.2025 - 12:08
ARCHIV - Der designierte US-Präsident Donald Trump. Foto: Evan Vucci/AP/dpa/Archivbild
Keystone
Dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump ist nach Überzeugung des gegen ihn eingesetzten Sonderermittlers Jack Smith nur dank der Wiederwahl eine Verurteilung wegen Wahlbetrugs erspart geblieben.
Keystone-SDA
14.01.2025, 12:08
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Sein Büro sei zu dem Schluss gekommen, dass «die zulässigen Beweise ausreichten, um eine Verurteilung vor Gericht zu erreichen und aufrechtzuerhalten», schreibt Smith in einem Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
Das rund 130 Seiten starke Dokument sowie ein beigefügtes Schreiben sind an Justizminister Merrick Garland adressiert und wurden laut US-Medien dem Kongress übergeben.
Smith verteidigt die Anklage gegen Trump. Sein Team habe sich für die Rechtsstaatlichkeit eingesetzt. «Der rote Faden aller kriminellen Bemühungen Herrn Trumps war Täuschung – wissentlich falsche Behauptungen über Wahlbetrug – und die Beweise zeigen, dass Herr Trump diese Lügen als Waffe einsetzte (...)», heisst es weiter. Als «lächerlich» bezeichnet Smith in einem beigefügten Brief die Vorwürfe Trumps, er sei aus politischen Gründen und auf Anweisung des scheidenden Präsidenten Joe Biden gegen den Republikaner vorgegangen.
Trump weist Vorwürfe zurück
Trump wies den Bericht auf der von ihm mitbegründeten Plattform Truth Social zurück und schrieb, er sei «vollkommen unschuldig». Smith bezeichnete er als «schwachsinnigen Staatsanwalt».
Trump war in Washington auf Bundesebene im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug und dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 angeklagt worden. Es handelte sich um die schwerwiegendsten Vorwürfe gegen den 78-Jährigen. Im Falle einer Verurteilung hätte ihm eine jahrzehntelange Haftstrafe gedroht. Smith überarbeitete die Anklage im Sommer, nachdem das Oberste Gericht US-Präsidenten weitreichende Immunität für Amtshandlungen bescheinigt hatte.
Verfahren nach Wiederwahl Trumps eingestellt
Angesichts der Wiederwahl Trumps hatte Sonderermittler Smith im November unter anderem die Einstellung des Verfahrens wegen versuchten Wahlbetrugs beantragt. Smith begründete die Entscheidung mit der Gepflogenheit, dass das Justizministerium nicht gegen amtierende Präsidenten vorgehe. Trump zieht am 20. Januar wieder ins Weisse Haus ein und löst dann den scheidenden Amtsinhaber Joe Biden ab.
Mit der Entscheidung kam das Justizministerium Trump wohl nur zuvor. Weil es sich um ein Verfahren auf Bundesebene handelt, hätte der designierte US-Präsident die Ermittlungen nach Amtsantritt wohl ohnehin gestoppt und die Einstellung des Verfahrens durchgesetzt. Smith hat das Justizministerium inzwischen verlassen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
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