PolitikErneute Gefechte in Syrien trotz Waffenstillstand
SDA
19.1.2026 - 13:32
dpatopbilder - Syrische Regierungssoldaten und Einheimische tragen den Leichnam eines toten Zivilisten. Foto: Ghaith Alsayed/AP/dpa
Keystone
Trotz eines angekündigten Waffenstillstands kommt es in Syrien weiterhin zu Kämpfen. Die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) warfen den mit der Regierung in Damaskus verbündeten Fraktionen vor, ihre Stellungen angegriffen zu haben.
Keystone-SDA
19.01.2026, 13:32
SDA
Dabei sei es um Ain Issa, Al-Schaddadi und in al-Rakka gegangen. Aus Kreisen der syrischen Armee hiess es dagegen, die Streitkräfte seien selbst erneut von den SDF angegriffen worden. Demnach ist es zu einem Angriff im Bereich des Tischrin-Staudamms gekommen. Dabei seien drei Soldaten getötet worden. Weitere sollen verletzt worden sein.
Die Armee hatte zuvor angekündigt, mit der Stationierung von Truppen in der betroffenen Region zu beginnen. Sie machte die SDF laut Armee-Quellen für den tödlichen Angriff auf ihre Soldaten verantwortlich. Terroristische Gruppen wie die kurdische Arbeiterpartei PKK sowie Überreste der gestürzten Assad-Regierung probierten die Umsetzung des getroffenen Abkommens zum Waffenstillstand zu behindern, hiess es.
Kämpfe bei IS-Gefängnissen
Die SDF warnten vor einer deutlichen Verschärfung der Sicherheitslage. Im Umfeld des Gefängnis al-Akttan komme es derzeit zu schweren Kämpfen, teilten sie in einer Pressemitteilung. In dem Gefängnis sind Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) untergebracht. Die Regierungstruppen und ihre Verbündeten probierten das Gefängnis unter ihre Kontrolle zu bringen. Die SDF warnten vor «katastrophalen Folgen.» Es besteht die Sorge, dass bei Kämpfen oder einem Abzug der SDF auch IS-Angehörige aus dem Gefängnis freikommen könnten.
Die Regierung von Interimspräsident Ahmed al-Scharaa hatte nach erneuten Gefechten am Sonntagabend einen Waffenstillstand angekündigt im Konflikt zwischen den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und den Regierungstruppen.
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
06.02.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump
Tödliche Schüsse bei einem Einsatz von ICE-Beamten in Minneapolis lassen die Wut auf Präsident Donald Trump und das Vorgehen seiner Regierung gegen ihre eigenen Landsleute hochkochen.
25.01.2026
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump