Wahlen 2023Erste Meldungen zu Kampagnenbudgets sind öffentlich
su, sda
12.7.2023 - 15:29
Geld für den Wahlkampf: Erste Organisationen haben ihre Kampagnenbudgets für die nationalen Wahlen im Herbst veröffentlicht. (Themenbild)
Keystone
Für die eidgenössischen Wahlen im Oktober gelten neue Vorschriften: Ab einer bestimmten Höhe müssen Kampagnenbudgets und Zuwendungen offengelegt werden. Auf der Webseite der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) sind die ersten Budgets veröffentlicht worden.
Keystone-SDA, su, sda
12.07.2023, 15:29
SDA
Spätestens 45 Tage vor dem Wahltag – also bis zum 7. September – müssen Kampagnenbudgets von über 50'000 Franken sowie Zuwendungen von über 15'000 Franken mit den Namen des Spenders oder der Spenderin offengelegt werden. Die Meldungen nimmt die EFK entgegen, kontrolliert und veröffentlicht sie.
Paganinis Budget
Als erste Einzelperson hat Nationalrat Nicolò Paganini (Mitte/SG) sein Wiederwahl-Budget bekanntgegeben, wie die Zeitung «Blick» am Mittwoch meldete. Paganini hat bisher 54'000 Franken angemeldet. Die Zahlen sind vorläufig, da das Wahlbudget ja noch ändern kann.
Nach den Wahlen muss dann eine Schlussabrechnung vorgelegt werden. Im Gegensatz zum Nationalrat müssen im Ständerat nur die Gewählten die Transparenzvorschriften einhalten, indem sie nach dem Amtsantritt die Schlussabrechnung einreichen.
Auch vier Organisationen, die amtierende Ratsmitglieder und neue bürgerliche Kandidierende unterstützen, legten Budgets offen. Es sind die Zuger und die jurassische Mitte-Partei, der kantonale Gewerbeverband St. Gallen und der Thurgauer Gewerbeverband. Zusammen haben sie 525'000 Franken angemeldet.
Rekordspende der Grünen
Eine Rekordspende gaben kürzlich die Grünen bekannt: eine Million Franken, die grösste Einzelspende in ihrer Geschichte. Eine Erbin der Gründerfamilie des Baustoffkonzerns Sika hatte den Betrag überwiesen.
In den Räten vertretene Parteien müssen ihre Finanzen im Juni 2024 ein erstes Mal offenlegen, und zwar für das Wahljahr 2023. Sie müssen Rechenschaft ablegen über Beiträge von Mitgliedern und Mandatsträgern, weitere Einnahmen und Spenden ab 15'000 Franken. Parteilose Ratsmitglieder müssen Spenden ab 15'000 Franken ausweisen.
Die neuen Transparenzvorgaben für die Politikfinanzierung sind im Gesetz über die politischen Rechte verankert. Sie sind ein indirekter Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Transparenz-Initiative.
Rassistische Krawalle in Belfast: Starmer «schockiert»
Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
11.06.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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