Coronavirus Erstmals sterben an einem Tag rund 100 Menschen am Virus

SDA

10.2.2020 - 02:56

Eine Frau misst in der Millionenstadt Guangzhou die Temperatur eines Boten, bevor sie ihn einlässt.
Eine Frau misst in der Millionenstadt Guangzhou die Temperatur eines Boten, bevor sie ihn einlässt.
Source: Keystone

In China sind inzwischen mehr als 900 Menschen an dem neuartigen Coronavirus verstorben. Die Zahl der in Festlandchina registrierten Krankheitsfälle steigt auch rasant an, derzeit auf über 40'000.

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Seit dem Vortag sind weitere 97 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben – so viele wie noch nie an einem Tag. Allein 91 Todesfälle wurden in der Provinz Hubei verzeichnet, dem Zentrum der Epidemie. Von der dortigen Millionenmetropole Wuhan hatte das neuartige Virus seinen Ausgang genommen.

Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina nahm damit auf 908 zu. Hinzu kommen zwei weitere Verstorbene in Hongkong und den Philippinen. Bereits am Wochenende hatte die Zahl der Todesopfer jene der Sars-Epidemie der Jahre 2002 und 2003 überschritten.

Die Zahl der in Festlandchina registrierten Krankheitsfälle durch das Virus stieg der neuen Zwischenbilanz zufolge um mehr als 3000 weitere Fälle. Die Gesamtzahl der Erkrankten gab der Gesundheitsausschuss der Regierung nun mit 40'171 an.

Die chinesische Zentralbank kündigt an, den Kampf gegen die Epidemie mit umgerechnet rund 39 Milliarden Euro unterstützen. Unternehmen, die zur Prävention und Eindämmung der Krankheit beitragen, sollen demnach mit Krediten unterstützt werden. Das Geld fliesst an landesweit tätige Banken und kleinere Geldinstitute in zehn Provinzen und Städten, die dann über die Vergabe der Darlehen entscheiden sollen.

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