EuropaEU arbeitet an 20. Paket mit Russland-Sanktionen
SDA
14.11.2025 - 15:59
Pawel Zalewski (l-r), Staatssekretär des Polnischen Verteidigungsministeriums, Guido Crosetto, Italienischer Verteidigungsminister, Kaja Kallas, Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, Catherine Vautrin, Französische Verteidigungsministerin, John Healey, Britischer Verteidigungsminister, nehmen an einer Pressekonferenz des Group of Five-Treffen im Verteidigungsministerium teil. Der Verteidigungsminister trifft auf Amtskolleginnen und Amtskollegen aus Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen, sowie die Hohe Vertreterin der Europäischen Union. Foto: Fabian Sommer/dpa
Keystone
Die Europäische Union hat angesichts des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mit Arbeiten an einem neuen Sanktionspaket begonnen.
Keystone-SDA
14.11.2025, 15:59
SDA
Das kündigte EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas nach einem Treffen mit den Verteidigungsministern mehrerer Länder in Berlin an. Kallas sagte: «Kriege werden von demjenigen verloren, dem zuerst das Geld oder die Soldaten ausgehen.» Deswegen müssen man weiterhin mit Sanktionen auf Russland Druck ausüben.
Die frühere estnische Regierungschefin lobte in diesem Zusammenhang auch die jüngsten von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump verhängten Strafmassnahmen gegen russische Ölkonzerne. «Sanktionen funktionieren besser, wenn sie durch die Unterstützung der internationalen Partner ergänzt werden», sagte sie. Die neuen US-Sanktionen entzögen Russland bereits Ressourcen für den Krieg gegen die Ukraine.
19. Sanktionspaket ist seit Oktober in Kraft
Das nächste EU-Sanktionspaket wäre bereits das 20. wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Das 19. trat im Oktober in Kraft und zielt wie die US-Sanktionen insbesondere darauf ab, Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und Öl weiter zu reduzieren. Dazu gilt ein vollständiges Importverbot von Flüssigerdgas (LNG) aus Russland schon 2027 und damit ein Jahr früher als ursprünglich geplant.
Zudem gelten weitere Strafmassnahmen im Finanzsektor und im Handelsbereich sowie Einschränkungen der Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten innerhalb der EU.
Zu möglichen neuen Massnahmen im 20. Sanktionspaket machte Kallas in Berlin zunächst keine Angaben. Nach Angaben von Brüsseler Diplomaten könnten unter anderem weitere russische Energiekonzerne und Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte ins Visier genommen werden.
Über die sogenannte Schattenflotte versucht Moskau seit Jahren, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Dafür werden meist veraltete Schiffe und verschiedene Methoden genutzt, um die Herkunft von Ölladungen zu verschleiern. Mitunter wird der Transponder des satellitengestützten automatischen Schiffsidentifizierungssystems (AIS) ausgeschaltet oder manipuliert, manchmal Öl auf hoher See zwischen Tankern umgeladen.
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
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