ARCHIV - Emissionen aus einem Schornstein im Gegenlicht der aufgehenden Sonne. Foto: Harald Schneider/APA/dpa
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Die EU-Kommission schlägt ein verbindliches Klimaziel für 2040 vor. Um wie viel Prozent Europa seine Treibhausgasemissionen bis 2030 und bis 2050 reduzieren muss, steht schon fest. Was bislang fehlt, sind Vorgaben, wo die EU in 15 Jahren stehen will. 2024 hatte die EU-Kommission schon eine – rechtlich unverbindliche – Empfehlung vorgelegt.
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02.07.2025, 04:58
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Die Treibhausgasemissionen sollen demnach bis zu diesem Jahr um mindestens 90 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Viele finden das zu ambitioniert. Es sind auch bereits Informationen durchgesickert, was genau die Kommission vorschlagen könnte. Ein Überblick:
Welche Ziele gelten bislang?
Die EU muss ihre Klimaziele bislang durch Treibhausgas-Minderungen auf eigenem Boden erreichen. Bis 2030 müssen die Emissionen um 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Bis 2050 will die EU klimaneutral sein, also nicht mehr Treibhausgase ausstossen als wieder gebunden werden können. Ein verbindliches Zwischenziel für 2040 gibt es bislang aber nicht.
Auch Deutschland hat sich bereits Klimaziele gesetzt – hinkt diesen allerdings hinterher. Bis zum Jahr 2030 sollen die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um mindestens 65 Prozent sinken, bis zum Jahr 2040 um mindestens 88 Prozent. Bis 2045 soll Treibhausgasneutralität erreicht werden.
Warum braucht es noch ein Ziel für 2040?
Laut EU-Klimagesetz muss es ein verbindliches Ziel für 2040 geben. Ausserdem soll es als Grundlage genutzt werden für die Klimapläne, die die EU bei den Vereinten Nationen einreichen muss. Bis spätestens September muss die EU ihre Klimaschutzpläne für den Zeitraum bis 2035 vorlegen, damit sie rechtzeitig vor der Weltklimakonferenz in Brasilien im November kommen.
Die erste Einreichungsfrist im Februar hatte die Staatengemeinschaft – wie die allermeisten Länder – versäumt. Die nationalen Klimapläne sind ein zentrales Element des Pariser Klimaschutzabkommens, das dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum feiert. Zudem dient das 2040-Zwischenziel als Wegmarke für das endgültige Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein.
Wie soll das 2040-Ziel aussehen?
Die EU-Kommission will einer Empfehlung aus dem vergangenen Jahr zufolge vorschlagen, eine Minderung um mindestens 90 Prozent im Vergleich zu 1990 festzulegen. Erste durchgesickerte Entwürfe des Gesetzes, das nun vorgestellt wird, bestätigen das. Es gab allerdings auch schon einige Kritik an der 90-Prozent-Vorgabe. Aus dem Parlament und auch von EU-Staaten hiess es, das 2040-Ziel sei zu ehrgeizig.
Aus den Entwürfen geht nun hervor, dass die Kommission wohl an der 90-Prozent-Vorgabe festhält – gleichzeitig aber mehr Flexibilität schaffen will. Dazu zählt etwa die Anerkennung von Klimazertifikaten aus Nicht-EU-Ländern. Mit diesen könnten dann Treibhausgasemissionen, die in der EU entstehen, verrechnet werden.
CDU, CSU und SPD nennen dies im Koalitionsvertrag als eine Voraussetzung für die deutsche Unterstützung für das 90-Prozent-Ziel: Zertifikate sollen demnach maximal drei Prozentpunkte des Ziels ausmachen.
Was könnte das für Folgen haben?
Auch wenn mit den Zertifikaten nur ein Bruchteil der Klimaschutzanstrengungen beglichen werden würde, sorgen die Pläne für Aufregung. Denn Kritiker befürchten, dass dieser Anteil künftig steigen könnte – und dass die EU solche Instrumente in grösserem Umfang zulässt.
Unternehmen, denen es besonders auf Klimaschutz ankommt oder die damit werben wollen, können heute schon Zertifikate kaufen – zum Beispiel für Aufforstungsprojekte, saubere Kochöfen, bessere Trinkwasserversorgung oder Solarparks. Das hat bislang jedoch nichts mit den staatlichen Klimazielen zu tun.
Die Idee ist nicht neu – es gibt sogar schon Erfahrungen mit einem ähnlichen System unter dem Kyoto-Protokoll, dem Vorläufer des Pariser Klimaabkommens von 2015. Es war allerdings keine Erfolgsgeschichte.
Wie wirkt sich der Klimawandel in Europa aus?
Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse nehmen Experten zufolge zu. Dazu zählten Hitzewellen, Dürren, Wirbelstürme, Überschwemmungen oder Flächenbrände. Hinzu kämen Umweltveränderungen wie schmelzende Gletscher, ein steigender Meeresspiegel oder sinkende Grundwasserspiegel. Auch nimmt die Artenvielfalt ab. Der Klimawandel birgt auch viele Gesundheitsrisiken. Europa ist besonders stark betroffen.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die europäische Region die Gegend, die sich weltweit am schnellsten erwärmt. Ein Drittel aller weltweiten Hitze-Todesfälle entfallen demnach auf diese Region. Zudem seien hier zehn Prozent aller Stadtbewohner von Überschwemmungen bedroht. Die durch den Klimawandel zu erwartenden häufigeren heftigen Niederschläge und der Anstieg des Meeresspiegels verschlimmern demnach die Situation.
Wie geht es weiter?
Über die Vorschläge der Kommission diskutieren nun die EU-Staaten und das Europaparlament. Sie bilden zunächst unabhängig voneinander jeweils eine eigene Position zu dem Vorhaben und versuchen im Anschluss einen gemeinsamen Kompromiss auszuhandeln.
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Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
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Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
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Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
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Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
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