210 km/h und zwei Tote Ex-Fussball-Talente müssen nach illegalem Rennen ins Gefängnis

Sven Ziegler

22.4.2026

Bei dem Unfall brannte der VW Polo komplett aus.
Bei dem Unfall brannte der VW Polo komplett aus.
DPA

Ein illegales Autorennen endet in einer Katastrophe: Zwei junge Fussballer des 1. FC Köln verursachen einen tödlichen Unfall. Nun hat das Gericht gesprochen – beide müssen ins Gefängnis.

DPA

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln wurden nach einem tödlichen Autorennen verurteilt.
  • Bei dem Unfall starben eine Mutter und ihre Tochter, nachdem die Täter mit über 200 km/h unterwegs waren.
  • Das Gericht verhängte Haftstrafen von fünf sowie viereinhalb Jahren.

Ein tödliches Autorennen mit über 200 km/h hat für zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln nun juristische Konsequenzen. Das Landgericht Köln verurteilte die beiden Männer zu mehrjährigen Haftstrafen.

Vor Gericht wurde einer der Angeklagten zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, der zweite zu vier Jahren und sechs Monaten. Beide waren zur Tatzeit 20 Jahre alt.

Beide Spieler müssen mehrere Jahre ins Gefängnis. 
Beide Spieler müssen mehrere Jahre ins Gefängnis. 
KEYSTONE

Der Unfall ereignete sich im Dezember 2023 auf der Autobahn A555. Die beiden Männer lieferten sich laut Ermittlungen ein illegales Rennen in einem Audi und einem Mercedes. Dabei erreichten sie Geschwindigkeiten von über 210 km/h.

Spieler versuchten Verantwortung abzuschieben

Im Verlauf der Fahrt prallten sie auf einen VW Polo. In dem Fahrzeug sassen eine Mutter und ihre Tochter, die bei dem Aufprall tödlich verletzt wurden.

Während des Prozesses versuchten beide Angeklagten, die Verantwortung jeweils dem anderen zuzuschieben. Das Gericht folgte dieser Darstellung nicht und sah es als erwiesen an, dass beide aktiv an dem Rennen beteiligt waren.

Der 1. FC Köln hatte bereits kurz nach dem Unfall Konsequenzen gezogen und die beiden Spieler freigestellt. Der Klub zeigte sich damals tief betroffen und sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.