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Pam Bondi war bis April 2026 US-Justizministerin unter Donald Trump.
Archivbild: AP Photo/J. Scott Applewhite/Keystone
Die frühere US-Justizministerin Pam Bondi verteidigt bei einer Anhörung den Umgang der Trump-Regierung mit den Epstein-Akten. Fragen zur Rolle des Präsidenten beantwortet sie aber keine.
Die ehemalige US-Justizministerin Pam Bondi hat sich bei einer Befragung im US-Repräsentantenhaus geweigert, Fragen zu einer möglichen Verwicklung von Präsident Donald Trump in die Veröffentlichung von Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu beantworten.
Vor Abgeordneten verteidigte sie am Freitag zugleich das Vorgehen der Regierung bei der Freigabe der Unterlagen.
Bondi erschien am Freitagmorgen (Ortszeit) zu der Befragung hinter verschlossenen Türen im Kapitol in Washington. In früheren öffentlichen Anhörungen hatte sie sich kämpferisch gezeigt, wenn sie von Abgeordneten zur Epstein-Untersuchung befragt wurde. In ihrer Eröffnungserklärung blieb sie bei dieser Linie.
Im Februar war sie Demokraten mit persönlichen Beleidigungen angegangen. Nach der Befragung wurde ihr vorgeworfen, von den eigentlichen Fragen abgelenkt zu haben, etwa als sie Trump wegen der Entwicklung der Aktienmärkte lobte statt auf eine Frage einzugehen.
«Unterm Strich gilt: Gerechtigkeit und Transparenz in dieser Angelegenheit wurden auf Weisung von Präsident Trump und seiner Regierung hergestellt», erklärte Bondi einer Abschrift ihrer Aussagen zufolge.
Die Aussage Bondis soll Abgeordneten die Möglichkeit geben, Informationen über den Umgang der Trump-Regierung mit den Epstein-Akten und weiteren damit verbundenen Fragen zu erhalten. Dazu gehört auch die Haftstrafe von Epsteins früherer Partnerin und Mittäterin Ghislaine Maxwell.
Demokratische Abgeordnete sagten jedoch, Bondi habe ihnen mitgeteilt, sie werde in der Befragung nicht über den Präsidenten sprechen. Begleitet von einer Anwältin aus dem Justizministerium habe sie darauf verwiesen, Fragen ablehnen zu können, weil sie freiwillig vor dem Ausschuss erscheine.
«Das ist dort drinnen eine Farce. Sie beantworten keine Fragen», sagte der demokratische Abgeordnete Dave Min in einer Pause der Befragung.
Epstein nahm sich nach Befund der US-Behörden 2019 in einer Gefängniszelle in New York das Leben, während er auf seinen Prozess wartete. Maxwell wurde 2021 schuldig gesprochen, minderjährige Mädchen für sexuellen Missbrauch durch Epstein angeworben zu haben.