Berset will Impfwillige bis Sommer impfen +++ 1169 Neuinfektionen

Agenturen/red

25.2.2021 - 21:44

Alle Impfwilligen in der Schweiz sollen bis im Sommer geimpft sein. Damit im Freien arbeitende Personen  eine warme Mahlzeit essen können, dürfen Restaurants als Betriebskantinen öffnen. Das BAG meldet 1169 Neuinfektionen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Bis im Sommer sollen in der Schweiz alle Impfwilligen gegen Covid-19 geimpft sein. Bundesrat Alain Berset hat diesen Zeitplan am Donnerstag bei einem Besuch im Aargau bekräftigt. Bestellt worden seien 32 Millionen Dosen. Man habe kein Signal der Hersteller erhalten, dass sie im ersten Quartal 2021 weniger liefern würden als versprochen. Die Impfung habe eine Wirksamkeit von 95 Prozent.

Restaurants dürfen neu als Betriebskantinen über Mittag zwischen 11 und 14 Uhr öffnen, damit im Freien arbeitende Personen eine warme Mahlzeit einnehmen können. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erteilte den Kantonen am Donnerstag dafür eine entsprechende Zulassung.

Zugang haben ausschliesslich Berufsleute aus dem Landwirtschaftssektor und dem Bausektor sowie Handwerkerinnen und Handwerker und Berufstätige auf Montage. Die Arbeitgeber müssen ihre Angestellten vorgängig anmelden. Die Kontaktdaten von allen Personen müssen aufgenommen werden.

Offen bleiben vorerst die Terrassen in den Skigebieten von Nid-, Obwalden, Uri und Schwyz sowie Glarus und Tessin, dies entgegen dem Beschluss des Bundes.

Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren wollen nochmals das Gespräch mit Bundesrat Berset suchen. Die Bündner Regierung hatte nach dem Entscheid der Landesregierung vom Mittwoch entschieden, dass die Terrassen in den Skigebieten wieder gesperrt werden müssten.

Massentests in Schulen

Als erster Kanton hat Zug am Donnerstag im Kampf gegen das Coronavirus mit den obligatorischen Reihentests an Schulen begonnen. Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe sowie deren Lehrpersonen müssen nun wöchentlich an zwei Speicheltests teilnehmen.

«Testen statt schliessen ist mein grosses Anliegen hinter dieser Testaktion», sagte Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) an der Kantonsschule Menzingen vor den Medien. Die Reihentests werden befristet durchgeführt. Nach acht Wochen werde entschieden, ob weiter getestet werden soll oder nicht.

1169 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden dem BAG am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1169 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig registrierte das BAG sieben neue Todesfälle und 61 Spitaleinweisungen. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 12. Februar bei 0,92.

Von den mutierten Varianten des Coronavirus sind in der Schweiz bisher 9236 Fälle entdeckt worden. 3426 betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 145 die südafrikanische (B.1.351) sowie sieben die brasilianische (P.1). 5658 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.


Die Ereignisse des Tages im Überblick: 

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Italien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Tagen deutlich an.
  • Ein Expertengremium in Grossbritannien hat die Warnstufe in der Coronavirus-Pandemie von der höchsten Stufe 5 auf 4 gesenkt.
  • Das BAG meldet am Donnerstag 1169 Neuinfektionen bei 26'984 Tests. Das entspricht einer Positivitätsrate von 4,3 Prozent. 7 Personen starben an Covid-19, 61 wurden hospitalisiert.
  • Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri Glarus und Tessin weigert sich entgegen den Anweisungen des Bundes, die Schliessung aller Restaurant-Terrasse durchzusetzen.
  • Der Bund erlaubt die Öffnung von Restaurants als Betriebs-Kantinen über den Mittag für jene, die im Freien arbeiten.
  • Bundesrat Alain Berset wehrt sich gegen den Vorwurf, die Landesregierung verhalte sich wie in einer Diktatur. «Wir sind nicht unfehlbar! Aber wir geben unser Bestes.»
  • Der Hersteller des in der Schweiz oft eingesetzten Moderna-Impfstoffs will die Produktion beschleunigen.

21.44 Uhr: Wir beenden den Live-Ticker am Donnerstag

21.28 Uhr: EU-Behörde: Keine grossen Hürden für angepasste Corona-Impfstoffe

Bereits zugelassene Corona-Impfstoffe, die wegen neuer Virus-Varianten angepasst werden müssen, können nach Angaben der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) ohne grosse Hürden in der EU eingesetzt werden. Die EMA legte in Amsterdam Richtlinien für die Hersteller der modifizierten Impfstoffe vor. Wenn der Mutter-Impfstoff bereits die Zulassung bekommen hat, dann muss der veränderte Wirkstoff nicht erneut das gesamte Verfahren durchlaufen. Eine klinische Testreihe über die Wirksamkeit mit einer geringen Zahl von Probanden sei ausreichend.

Nach vorliegenden Daten sind der EMA zufolge alle drei bisher zugelassenen Impfstoffe auch gegen die in der EU bekannten Virus-Mutationen wirksam. «Trotzdem erscheint es notwendig, dass mit dem Aufkommen von Mutationen und neuen Variationen zugelassene Impfstoffe angepasst werden müssen, um den Schutz zu gewährleisten.»

Die Hersteller sollen die Bildung von Antikörpern testen und auch die Wirkung von nur einer verabreichten Dosis des modifizierten Impfstoffs bei Personen untersuchen, die zuvor bereits mit dem Original-Vakzin geimpft worden sind. Alle Qualitätsstandards bei der Herstellung und Sicherheit müssten dieselben sein, betonte die EMA.

20.55 Uhr: Merkel will EU-Impfpass in den nächsten drei Monaten

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass der EU-Impfpass bis zum Sommer entwickelt werden kann. «Die politische Vorgabe ist, dass man das in den nächsten Monaten erreicht, ich habe ja von drei Monaten gesprochen», sagte sie nach dem EU-Videogipfel.

Das Zertifikat soll die Möglichkeit schaffen, Geimpften gegebenenfalls Vorteile zu gewähren. «Alle haben heute darauf hingewiesen, dass das zurzeit bei der geringen Durchimpfung der Bevölkerung gar nicht das Thema ist. Aber man muss sich ja vorbereiten», betonte Merkel. Das heisse aber nicht, dass künftig nur reisen dürfe, wer einen Impfpass habe. «Darüber sind überhaupt noch keine politischen Entscheidungen getroffen.»

Auf Reiseerleichterungen für Geimpfte dringen Länder wie Griechenland, Zypern, Bulgarien und Österreich. Griechenland und Zypern haben schon jetzt Vereinbarungen mit Israel über die künftige Einreise von Geimpften geschlossen. Manche EU-Staaten wie Polen und Rumänien gewähren Geimpften bereits Vorteile, etwa bei der Einreise.

Dabei ist die Absprache auf EU-Ebene noch lange nicht so weit. Bislang haben sich die 27 EU-Staaten nur darauf geeinigt, dass es einen gegenseitig anerkannten Impf-Nachweis geben soll. Angedacht sind eine Datenbank zur Registrierung der Impfungen und ein personalisierter QR-Code für Geimpfte. Deutschland, Frankreich und andere haben jedoch Bedenken, Vorteile an das Dokument zu knüpfen — unter anderem weil unklar ist, ob Geimpfte das Virus weitergeben können.

20.42 Uhr: Portugal verlängert Corona-Notstand bis 16. März

Portugal hat seinen Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 16. März verlängert. Das Parlament in Lissabon billigte einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Das Staatsoberhaupt hatte zuvor sein Vorgehen wie immer mit der sozialistisch geführten Regierung abgestimmt. Ungeachtet der deutlichen Besserung der Lage in den vergangenen Wochen sei die Zeit für Lockerungen noch nicht gekommen, hatte Innenminister Eduardo Cabrita vor der Abstimmung erklärt.

Im Rahmen des Ausnahmezustands, der zweithöchsten Notstandsstufe, herrschen seit dem 9. November in weiten Teilen des Landes unter anderem strenge Ausgehbeschränkungen und Sperrstunden, das gilt auch für Lissabon und Porto. Die Bundeswehr leistet in einem Krankenhaus der Hauptstadt Hilfe. Am Mittwoch wurde die erste Gruppe nach drei Wochen von 27 anderen Sanitätern abgelöst.

Die strengen Massnahmen zahlen sich offenbar aus: Seit vier Wochen gehen alle Zahlen nahezu ununterbrochen und zum Teil rapide zurück. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, die am 28. Januar einen Höchstwert von 16'432 erreicht hatte, lag heute Donnerstag nur noch bei 1160. Vor genau einer Woche waren es noch 1944 gewesen. Die Zahl der neuen Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 war mit 49 so niedrig wie seit dem 7. November nicht mehr.

Auch in den Krankenhäusern entspannt sich die Lage zusehends. Die Zahl der Intensivpatienten ging um 31 auf 536 zurück — das ist ebenfalls der niedrigste Wert seit dem 7. November.

20.17 Uhr: Italien besorgt wegen stark steigender Corona-Zahlen

In Italien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Tagen deutlich an. Die Behörden des Landes registrierten fast 20'000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. So hoch war dieser Wert zuletzt in der ersten Januarhälfte gewesen. Die Zahl der Todesfälle blieb relativ stabil, sie lag bei gut 300 neuen Fällen.

Die Fachleute der unabhängigen Stiftung Gimbe schlugen wegen der Infektionskurve Alarm — nach rund vier Wochen relativer Stabilität zeigten die Wochenzahlen für den 17. bis 23. Februar «eine Trendumkehr»: Im Vergleich zur Vorwoche lag der Wert für die Neuansteckungen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land um rund 10 Prozent höher. Dies sei «ein Zeichen für eine rasche Ausbreitung ansteckender Virus-Varianten», zitierte die Nachrichtenagentur Ansa die Experten.

Besondere Sorgen machen Politikern und Virologen einige Corona-Hotspots, etwa in Südtirol, in dem Gebiet um Perugia in Umbrien sowie in der Gegend von Brescia und bei Bergamo in der Lombardei. In der Lombardei und Venetien hatte die erste grosse Corona-Welle Italiens vor gut einem Jahr ihren Ausgang genommen. Deshalb beobachten viele mit mulmigem Gefühl, dass die Zahl der Neuansteckungen alleine in der wirtschaftsstarken Lombardei am Donnerstag um mehr als 4200 Fälle in 24 Stunden hoch schoss — am Mittwoch waren es rund 3300 Neuinfektionen gewesen.

Die Regierung in Rom hatte bestehende Corona-Beschränkungen zuletzt verlängert. Doch vielerorts sind die Menschen in Italien die Kontaktsperren leid. Sie treffen sich trotz Verboten in Gruppen auf Plätzen und drängen durch Einkaufsstrassen.

20.04 Uhr: US-Universität: Bereits mehr als 2,5 Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr sind weltweit bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg damit allein seit Mitte Januar um rund 500'000 an. Weltweit gab es den Daten zufolge bislang knapp 113 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Der WHO zufolge gab es bis Donnerstag 2,49 Millionen bestätigte Todesfälle.

In den USA sind in absoluten Zahlen bislang die meisten Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Dort gibt es mehr als 506'000 Todesfälle, also etwa ein Fünftel aller Corona-Toten weltweit. Dahinter folgt Brasilien mit rund 250'000 Toten. In Mexiko sind es knapp 183'000 gemeldete Todesfälle, in Indien gut 156'000. An fünfter Stelle steht Grossbritannien mit 122'000 Toten, gefolgt von Italien, Frankreich und Russland. In Deutschland sind den Johns-Hopkins-Daten zufolge 69'000 Menschen gestorben.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten in einigen europäischen Ländern am höchsten. In Belgien etwa sind den Daten der Universität zufolge rund 192 Menschen pro 100'000 Einwohner gestorben. In der Tschechischen Republik liegt dieser Wert bei 185, in Grossbritannien bei 183. In Italien und Portugal liegt der Wert bei knapp 160 pro 100'000 Einwohner. In den USA sind es 155, in Deutschland 83.

19.37 Uhr: Verschärfte Massnahmen in einigen Regionen Frankreichs möglich

Wegen der angespannten Corona-Lage hat Frankreichs Regierung für 20 Départements — darunter auch den Grossraum Paris — eine erhöhte Warnstufe ausgerufen. Dort sollen nun ähnliche verschärfte Massnahmen geprüft werden, wie sie bereits in besonders heftig betroffenen Gebieten gelten, kündigte Premierminister Jean Castex an. «Wenn sich die Situation weiter verschlechtert, werden wir verstärkte Massnahmen ergreifen, die ab dem Wochenende des 6. März in Kraft treten werden.»

Für Nizza und die Küstenregion oder die nordfranzösische Hafenstadt Dunkerque hatten die Behörden zuletzt einen Teil-Lockdown angekündigt. Dort sollen Ausgangsbeschränkungen am Wochenende gelten — die ansteckenderen Varianten des Coronavirus hatten sich dort verstärkt ausgebreitet. «Die Gesundheitssituation in unserem Land hat sich in den letzten Tagen verschlechtert», mahnte Castex. Am Mittwoch seien zum ersten Mal seit November wieder mehr als 30'000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Die sogenannte britische Variante mache etwa die Hälfte der Corona-Fälle im Land aus.

«Das Virus ist in Frankreich auf dem Vormarsch, wie fast überall in Europa», so Castex. Er betonte aber, dass alles getan werden müsse, um einen dritten landesweiten Lockdown zu verzögern. Davon sei auch das bisherige Vorgehen der Regierung gekennzeichnet. «Diese Entscheidung hat sich als richtig erwiesen», so Castex. Die gewonnene Zeit sei kostbar, denn jeden Tag würden etwas mehr Menschen geimpft. An Lockerungen sei aktuell nicht zu denken.

In ganz Frankreich gilt seit Wochen eine strikte Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Die Menschen dürfen dann nur mit triftigem Grund vor die Tür. Schulen und Einzelhandel sind weitgehend geöffnet. Frankreich setzt vor allem auf Tests. Corona-Tests sind in dem Land unproblematisch möglich - entweder Schnelltests in Apotheken oder PCR-Tests in medizinischen Laboren.

19.16 Uhr: Curevac erwartet Zulassung bis Anfang Juni

Der deutsche Impfstoffhersteller Curevac rechnet mit einer EU-Zulassung seines Corona-Impfstoffs Ende Mai oder Anfang Juni. Dies teilte Curevac-Chef Franz-Werner Haas in einer Anhörung des Europaparlaments mit. Die entscheidenden Daten der klinischen Tests seien für Mitte April zu erwarten.

In derselben Anhörung bekräftigte der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca sein Ziel, der Europäischen Union bis Ende März 40 Millionen Dosen seines Impfstoffs zu liefern. Firmenchef Pascal Soriot sagte, auch er sei enttäuscht über Produktionsausfälle an einigen europäischen Standorten. Doch tue die Firma alles, die zugesagte Menge zu erreichen. Man lerne jeden Tag, und er sei zuversichtlich, dass die Produktionsmengen im zweiten Quartal zunähmen, fügte Soriot hinzu.

Der Gesundheits- und der Industrieausschuss des Europaparlaments hatten die Chefs der wichtigsten Impfstoffhersteller eingeladen, mit denen die EU Lieferverträge hat. Vor allem Astrazeneca-Chef Soriot musste sich kritischen Fragen stellen. Die Firma hatte Ende Januar überraschend bekannt gegeben, der EU statt 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal nur 31 Millionen liefern zu können. Später erhöhte das Unternehmen die Zusage leicht auf 40 Millionen Dosen bis Ende März.

18.31  Uhr: Gaststätten in Kroatien dürfen ab 1. März wieder im Freien bedienen

Das EU-Land Kroatien lockert die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie. Gaststätten dürfen ab dem 1. März ihre Gäste wieder bedienen, allerdings nur im Freien. Das gab Ministerpräsident Andrej Plenkovic in Zagreb bekannt. Auch Fitness-Studios sollen unter bestimmten Auflagen wieder öffnen können.

In Kroatien hatte sich die Pandemielage zuletzt etwas entspannt. Das Vier-Millionen-Einwohner-Land verzeichnete 544 Neuansteckungen mit dem Coronavirus in den letzten 24 Stunden. Die Zahl der aktiv Infizierten wurde mit 2933 angegeben.

18.12 Uhr: Grossbritannien senkt Warnstufe

Ein Expertengremium in Grossbritannien hat die Warnstufe in der Coronavirus-Pandemie von der höchsten Stufe 5 auf 4 gesenkt. Das teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Die Gefahr eines Kollapses im Gesundheitssystem innerhalb von Wochen sei angesichts stetig sinkender Kennziffern nicht mehr gegeben, hiess es in der Mitteilung.

Trotzdem warnten die Experten vor Nachlässigkeit. «Wir sollten uns keine Illusionen machen — die Ansteckungsrate, der Druck auf die Krankenhäuser und die Zahl der Todesfälle sind weiterhin hoch». Bald sei mit einem erheblichen Effekt des Impfprogramms zu rechnen. Bis dahin sei es aber wichtig, wachsam zu bleiben und die Regeln zur Eindämmung der Pandemie zu beachten.

Die Lockdown-Massnahmen in dem Land bleiben trotz niedrigerer Warnstufe vorerst unverändert bestehen. In Grossbritannien steht das öffentliche Leben seit Anfang Januar weitgehend still. Für den grössten Landesteil England hatte Premierminister Boris Johnson am Montag einen Fahrplan zur schrittweisen Aufhebung der Massnahmen vorgelegt. Am 8. März sollen dort zunächst die Schulen wieder öffnen. Bis 21. Juni will die Regierung alle Lockdown-Massnahmen aufheben.

Im Vereinigten Königreich sind bisher mehr als 122'000 Menschen innerhalb von vier Wochen nach einer bestätigten Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 115. Eine erste Impfung haben bereits knapp 18,7 Millionen Menschen erhalten.

People wear protective face coverings as they shop in West Ealing in London, Thursday, Feb. 25, 2021. It has been announced that further testing of residents in the London Borough of Ealing will be carried out after additional cases of the coronavirus variant first identified in South Africa were detected. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)
Grossbritannien hat die Corona-Warnstufe von der höchsten Stufe 5 auf 4 gesenkt.
AP Photo/Kirsty Wigglesworth/Keystone (Symbolbild)

18.01 Uhr: Gorilla im Prager Zoo mit Coronavirus infiziert

Im Zoo von Prag hat sich ein Menschenaffe mit dem Coronavirus infiziert. Das Gorillamännchen Richard zeige nur sehr milde Symptome, vor allem Appetitlosigkeit und Müdigkeit, teilte Zoodirektor Miroslav Bobek am Donnerstag mit. Richard war im November 1991 in Frankfurt am Main zur Welt gekommen und lebt seit 2003 in der tschechischen Hauptstadt. Ebenfalls positiv getestet wurden die Löwen Jamwan und Suchi. Die Proben sollen nun genauer untersucht werden, um festzustellen, um welche Virusvariante es sich handelt.

Bobek geht davon aus, dass sich die Erkrankung «trotz aller Vorsicht und der ergriffenen Schutzmassnahmen» vom Pflegepersonal auf die Tiere übertragen habe. Dies hätten auch die Erfahrungen in anderen Tiergärten gezeigt. Wegen der Pandemie ist der Prager Zoo seit Monaten für die Öffentlichkeit geschlossen. Im Vor-Corona-Jahr 2019 hatten noch knapp 1,5 Millionen Besucher den Tierpark besichtigt, der damit zu den grössten Sehenswürdigkeiten in Tschechien zählte. Er verfügt auf einer Fläche von 58 Hektar über mehr als 680 Tierarten.

17.36 Uhr: 15 Prozent der Luzerner weisen Antikörper auf

Eine Untersuchung zeigt: Mehr als jeder siebte Erwachsene hat im Kanton Luzern eine Covid-Erkrankung durchgemacht. Dieser Anteil ist etwa gleich hoch wie im Kanton Bern, wohl aber geringer als in Genf. Dies sei die erste solche Messung in der Luzerner Bevölkerung, teilte die Universität Luzern am Donnerstag mit. Die Untersuchung ist eine Teilstudie des schweizweiten Projekts «Corona Immunitas». Sie wurde vom Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin der Universität Luzern in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Kantonsspital durchgeführt.

Das Forschungsteam testete zwischen dem 25. Januar und dem 25. Februar im Kanton Luzern 400 zufällig ausgewählte Personen ab zwanzig Jahren. 309 der 400 Testresultate führen zur repräsentativen Schätzung, dass sich im Kanton Luzern 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit dem Coronavirus infizierten und Antikörper gegen Sars-Cov-2 entwickelten, heisst es weiter. Dies sei etwa ein gleich hoher Anteil wie im Kanton Bern, wo zwischen Dezember und Februar entnommene Blutproben untersucht wurden. Im Kanton Genf zeigten Messungen im vergangenen November und Dezember, dass 22 Prozent Antikörper entwickelten.

17.17 Uhr: Syrien startet Corona-Impfungen

Die Regierung des Bürgerkriegslandes Syrien will in der kommenden Woche mit Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen. Syrien habe Impfstoff von einem «befreundeten Land» erhalten, erklärte Gesundheitsminister Hassan Ghabbash am Donnerstag, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete. Um welches Land und welchen Impfstoff es sich dabei behandelt, blieb jedoch unklar. Als erstes sollen Mitarbeiter im Gesundheitswesen geimpft werden.

Medien hatten in den vergangenen Tagen gemeldet, Impfstoff für Syrien sei Teil eines Abkommens über einen Gefangenentausch mit dem verfeindeten Nachbarland Israel gewesen. Die «New York Times» meldete, Israel zahle Russland als Vermittler des Abkommens Geld, damit Moskau den russischen Impfstoff Sputnik V an Syrien liefere. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, es sei kein israelischer Impfstoff nach Syrien geliefert worden. Die syrische Regierung wies die Berichte zurück. Russland ist ein Verbündeter Syriens. Das Land pflegt auch Kontakte zu China.

Syriens Regierung hat in den von ihr kontrollierten Gebieten bislang rund 9400 Corona-Fälle und etwa 1000 Tote gemeldet. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher ist, weil nicht ausreichend getestet werden kann. Das Land leidet nach fast zehn Jahren Bürgerkrieg unter einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen Sanktionen ist es zudem international stark isoliert. Die Anhänger der Regierung kontrollieren rund zwei Drittel des Landes.

17.01 Uhr: Sorge um neue Coronavirus-Variante aus New York

Nach dem Bekanntwerden einer neuen Coronavirus-Variante in Kalifornien haben sich US-Forscher nun auch besorgt über eine in New York entdeckte Variante gezeigt. Die im November erstmals in der Millionenmetropole entdeckte Mutante B.1.526 könnte ersten Erkenntnissen zufolge möglicherweise weniger stark auf die bisher entwickelten Impfstoffe reagieren, berichteten US-Medien am Donnerstag unter Berufung auf Wissenschaftler.

«Es sind nicht wirklich fröhliche Nachrichten», sagte der Immunologe Michel Nussenzweig von der Rockefeller University der «New York Times». Bislang gibt es allerdings noch nicht viele Informationen über die Variante und noch keine veröffentlichten und auch von anderen Forschern geprüften wissenschaftlichen Studien.

Zuvor hatten Forscher bereits von einer in Kalifornien entdeckten Variante namens B.1.427/B.1.429 berichtet. Diese sei ersten Erkenntnissen zufolge wahrscheinlich ansteckender als das Ausgangsvirus. Sie sei auch schon in anderen US-Bundesstaaten und Ländern weltweit entdeckt worden, habe sich aber nach bisherigen Erkenntnissen bislang vor allem in Kalifornien ausgebreitet. Mindestens zwei wissenschaftliche Studien zu dieser Variante sind bereits abgeschlossen und sollen demnächst veröffentlicht werden.

A man walks by an empty retail store, left, that is available for rent, Monday, Feb. 8, 2021, during the coronavirus pandemic in New York. (AP Photo/Mark Lennihan)
In New York verbreitet sich eine neue Virus-Variante.
Bild: Keystone

15.35 Uhr: US-Wirtschaft 2020 um 3,5 Prozent geschrumpft

Die Wirtschaftsleistung der USA ist im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent zurückgegangen. Das sei der stärkste Einbruch seit 1946, teilte das US-Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit, nachdem es das Wachstum für das letzte Quartel 2020 auf 4,1 Prozent leicht nach oben korrigiert hatte. Zuvor hatte es mit 4,0 Prozent kalkuliert.

Ökonomen rechneten damit, dass sich die US-Wirtschaft in diesem Jahr kräftig erholt. Im laufenden Quartal könnte ein Plus von mehr als neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwirtschaftet werden. Für das gesamte Jahr sind demnach sechs Prozent Wachstum möglich. Das wäre der grösste Zuwachs seit 1984. Dabei helfen könnten das Corona-Impfprogramm, Wirtschaftshilfen der Regierung und niedrige Zinsen.

14.45 Uhr: Biontech/Pfizer starten Studie zu dritter Impfdosis

Pfizer und Biontech beginnen eine Studie zur Wirksamkeit einer dritten Dosis ihres Impfstoffes bei den derzeit grassierenden Virus-Mutanten. Es soll untersucht werden, wie eine zusätzliche Gabe des Vakzins gegen die neuen Varianten wirke, teilten die beiden Impfstoffpartner am Donnerstag mit.

So würde etwa Studienteilnehmern in den USA sechs bis zwölf Monate nach den ersten beiden Impfungen eine dritte verabreicht. «Die Studie zur Auffrischungsimpfung ist essenziell, um die Sicherheit einer dritten Dosis sowie die Immunität gegenüber derzeit kursierenden Stämmen nachvollziehen zu können», sagte Pfizer-Chef Albert Bourla.

Ausserdem spreche man mit Zulassungsbehörden wie der EMA in Europa und der FDA in den USA über eine klinische Studie zu einem angepassten Impfstoff. «Die Unternehmen hoffen, dass die Genehmigung zukünftiger angepasster mRNA-Impfstoffe auf einem ähnlichen regulatorischen Weg erfolgen kann, wie es derzeit für Grippeimpfstoffe der Fall ist», teilten Pfizer und Biontech mit.

epa09033428 A health worker prepares to inject a dose of the Pfizer-BioNTech COVID-19 vaccine during a nationwide vaccination campaign, at the Saint George Hospital University Medical Center (Al-Roum hospital) at Ashrafieh area in Beirut, Lebanon, 24 February 2021. The World Bank warned that it may halt funding for LebanonâÄ™s COVID-19 vaccination campaign after 16 lawmakers and five of their staff members were vaccinated inside the Lebanese parliament building on 23 February, violating regulations which aim to keep the process fair and transparent. EPA/WAEL HAMZEH
Eine Pfizer-Biontech-Impfung wird vorbereitet: Die Pharmaunternehmen wollen nun herausfinden, wie sich ein dritter Schuss als Auffrischung gegen die kursierenden Mutanten auswirkt. 
Bild: Keystone

14.10 Uhr: Kantone leisten nicht Folge im Terrassenstreit

Der Kanton Nidwalden will sich der Anweisung des Bundes nicht fügen: Die Behörden erlauben die Öffnung von Terrassen in Skigebieten auch weiterhin, wie SRF berichtet. Der Kanton sieht in seinem Weg «epidemiologische Vorteile» und will darum das Gespräch mit Gesundheitsminister Berset suchen.

Andere Kantone teilen offenbar diese Auffassung: Laut dem Schwyzer Regierungsrat Andreas Barraud von der SVP wollen es Obwalden, Schwyz, Uri, Glarus und Tessin den Nidwaldnern gleichtun. Im Unterschied zu diesen Kantonen hat Graubünden eingelenkt und die Schliessung der Restaurant-Terrassen auf dem eigenen Gebiet angeordnet.

14 Uhr: Wer im Freien arbeitet, darf wieder ins Restaurant

Der Bund kommt jenen entgegen, die im Freien arbeiten und derzeit nirgends mehr einkehren können über Mittag. Das Bundesamt für Gesundheit erlaubt den Kantonen, Restaurants unter der Woche mittags als Betriebskantinen zu öffnen.

Einkehren kann da dann aber nicht jeder, sondern nur ein genau bezeichneter Personenkreis: Zugang haben nur Berufsleute aus der Landwirtschaft, vom Bau sowie Handwerker*innen und jene, die auf Montage sind. Und essen gehen darf nur, wer vor seinem Arbeitgeber vorher angemeldet wurde. Die gängigen Corona-Massnahmen wie die Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten auch in diesen Restaurants.

13.30 Uhr: BAG meldet 1169 Neuinfektionen und 7 Tote

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag 1169 Coronavirus-Ansteckungen bei 26'984 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 4,3 Prozent. 7 Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 61 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

12.46 Uhr: Kanton Bern gibt 20'000 weitere Impftermine frei 

Der Kanton Bern gibt am Donnerstag 20'000 weitere Impftermine für über 75-Jährige (Gruppe A) zur Buchung frei. In der ersten Märzhälfte sollten sich dann auch jüngere Risikopersonen der Impfgruppe B für die Corona-Impfung anmelden können.

Bis Ende der laufenden Woche sollten alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen mindestens eine erste Spritze erhalten haben, gab die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion am Donnerstag bekannt. Weiter seien soeben neue Impfstofflieferungen eingetroffen, weshalb weitere 20'000 Termine freigegeben wurden. Damit können 10'000 zusätzliche Personen der Impfgruppe A zweimal geimpft werden.

Die Behörden gehen nach «aktueller Planung» davon aus, dass in der ersten Märzhälfte abermals Termine aufgeschaltet werden – auch für die Impfgruppe B. Unter diese Kategorie fallen – unabhängig vom Alter – Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko. Weiter bereitet sich der Kanton Bern darauf vor, Hausärzte und Apotheker in das Impfen einzubinden – dies, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht.

Im Kanton Bern können sich weitere 10'000 Personen zur Impfung anmelden. (Archivbild)
Im Kanton Bern können sich weitere 10'000 Personen zur Impfung anmelden. (Archiv)
Bild: Keystone

11.58 Uhr: Mehr junge Menschen suchen Hilfe

Die Corona-Krise belastet die Psyche von jungen Menschen, vor allem in Familien mit sozial oder wirtschaftlich prekären Verhältnissen. Bei der Beratungsstelle Pro Juventute hat sich die Anzahl Kriseneinsätze letztes Jahr fast verdoppelt.

Waren es im Jahr 2019 noch 57 Interventionen, so gab es im Jahr 2020 fast 100 Fälle, in denen Pro Juventute bei einer Beratung Notfallorganisationen beiziehen musste. Das zeigt der am Donnerstag veröffentlichte Corona-Report der Organisation.

Täglich wenden sich rund 700 Jugendliche und Kinder (Vorjahr 600) an die Beratungsstelle 147.ch, wie es auf Anfrage heisst. Stark zugenommen hätten Beratungen zu den Themen «Konflikte mit den Eltern» (+60%) und «Konflikte mit Geschwistern» (+100%). Zwischen März und Mai 2020 führten die Berater*innen und Berater fast 70 Prozent mehr Beratungen zu häuslicher Gewalt durch als im Vorjahr.



11.38 Uhr: Schluss in Aarau

Das war die letzte Frage, der Bundesrat muss seinen Zug nach Bern erwischen. Wir danken für Ihr Interesse und halten Sie im Ticker weiter über nationale und internationale Entwicklungen in der Corona-Pandemie auf dem Laufenden. 

11.36 Uhr: Entschädigung für Spitäler

Zwischen Kantonen und Bund gibt es Streit um die Frage, wie die Spitäler für wegen der Pandemie aufgeschobene, nicht dringende Eingriffe entschädigt werden. Sieht es da nach einer Einigung aus?

Die betroffenen Akteure seien in Kontakt, beteuert Berset. Es gehe hier aber um Mindereinnahmen, gibt er zu bedenken: Diese nicht dringlichen Operationen könnten ja auch später nachgeholt werden. Werde ein Eingriff aber gar nicht mehr durchgeführt, frage sich, ob dieser überhaupt notwendig gewesen wäre. Das sei eine unbequeme Frage, die aber gestellt werden müsse. Berset wiederholt aber: Man stehe in Kontakt.

11.31 Uhr: Wann kommt mehr Impfstoff?

Wann kamen die letzten Impfstofflieferungen an – und was sagt Berset zur Kritik der Hausärtze, die Abgeltung für Impfungen sei ungenügend? Berset bleibt vage: Es müsse ein Abgeltungssystem gefunden werden, das funktioniere.

Auch zu den Impfungen könne er derzeit nichts Konkretes sagen. Insgesamt habe der Bund sich 32 Millionen Impfdosen gesichert. Die Lieferungen kämen quartalsweise, so habe es im Februar Engpässe gegeben. Es gebe aber kein Anzeichen, dass dies im März nicht korrigiert werden könne. Man rüste sich schon für «die nächsten Etappen».

11.28 Uhr: Trifft die Kritik der SVP Berset persönlich?

SVP-Präsident Marco Chiesa hat nach dem Entscheid des Bundesrats gesagt, die Politik des Bundesrats mache die Gesunden in der Schweiz krank. Trifft diese harsche Kritik Berst?

«Wir regieren die Schweiz mit dem Gesamtbundesrat», sagt der Bundesrat. «Wir verantworten, was wir als Regierung für unsere Schweiz tun.» Und Kritik sei wirklich willkommen und erwünscht, das sei auch Sinn und Zweck unserer Institutionen. Eine direkte Reaktion auf die Kritik des SVP-Präsidenten äussert Berset aber nicht.

Bundesrat Alain Berset spricht neben Jean-Pierre Gallati, Regierungsrat AG und Vorsteher Departement Gesundheit und Soziales, waehrend einer Medienkonferenz, am Donnerstag, 25. Februar 2021, in Aarau. Bundesrat Alain Berset besuchte den Kanton Aargau im Zusammenhang mit der Situation um die Coronavirus Pandemie, Covid-19. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Bundesrat Alain Berset beantwortet an der Seite von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati die Fragen der Journalist*innen in Aarau. 
Bild: Keystone/Peter Klaunzer

11.26 Uhr: Streit zwischen Kanton und Bund?

Nach dem gegenseitigen Lob zwischen Berset und Gallati bringt ein Journalist frühere Differenzen ein: Der Aargau habe erst im Winter 2020 eine Maskenpflicht in den Läden eingeführt – musste Berset damals intervenieren? Der Innenminister erklärt, dass es in einem föderalistischen System immer Differenzen geben könne. Bundesrat und Kantonsregierungen hätten auch nicht die genau gleichen Aufgaben. Er lobt die «Debattenkultur» in der Schweiz und sagt: Kritik am Bundesrat sei legitim, müsse aber konstruktiv sein.

11.22 Uhr: Berset zur Kritik der SVP

Die Kritik von der SVP fiel nach dem Bundesratsentscheid gestern scharf aus. Wie reagiert Berset darauf? Der Bundesrat fälle seinen Entscheid als Gremium und müsse die Verantwortung für die Entscheide übernehmen, setzt der Gesundheitsminister an. Zwar habe sich eine kleine Mehrheit für eine weitergehende Öffnung ausgesprochen, aber letztlich sei es eine Frage der Verantwortung für Landesregierung, alle anzuhören und dann die Interessen abzuwägen.

11.18 Uhr: Frage zum Terrassenstreit

Die Journalist*innen können jetzt Fragen stellen. Was sagt Berset zu den Innerschweizer Kantonen, die die Beizen-Terrassen in den Skigebieten trotzdem offen lassen wollen? Seine Antwort: «Der Bundesrat hat gestern klar gesagt, es ist zu früh für die Öffnung der Terrassen. Das muss auch für die Skigebiete gelten.» Der Bundesrat erwarte, dass alle Kantone sich an das geltende Recht halten. 

11.17 Uhr: Fallzahlen stagnieren

Zu den aktuellen Fallzahlen sagt Berset, dass diese einfach nicht mehr weiter sänken. Es sei unklar, wie sich die Pandemie weiter entwickle, doch das Risiko einer Öffnung müsse man eingehen. 

11.15 Uhr: Impfstrategie bekräftigt

Nun kommt Berset auf den Stand der Impfkampagne zu sprechen. Es laufe nicht alles perfekt, vor allem gebe es Lieferengpässe bei den Impfstoffen. Dennoch gebe es eine positive Entwicklung. Berset wiederholt: «Das Ziel bleibt, dass alle, die das wollen, bis Sommer geimpft sind.»

11.11 Uhr: Bundesrat geht Risiko ein

Ihm sei es ein Anliegen gewesen, zu sehen, wie es den Senior*innen geht. «Wir sind soziale Wesen», sagt er, doch genau das Zusammensein werde in der Pandemie verkompliziert. Deshalb habe der Bundesrat «trotz fragiler Lage» entschieden, einen Schritt in Richtung Lockerung zu unternehmen. «Das ist aber ein Risiko», doch sei es nötig, dieses einzugehen. Das Ziel müsse sein, dass noch mehr getestet werde. 

11.09 Uhr: Berset blickt zurück

Nun hat Berset das Wort. Er blickt als Erstes zurück: «Gerade heute vor einem Jahr gab es den ersten Corona-Fall in der Schweiz», sagt der Bundesrat. Das sei eine lange Zeit, und es sei sein 20. Besuch in einem Kanton. Die Kantone müssten mit Testen, Tracing und Impfen enorm viel leisten. «Wir sind nur daran, die Probleme, die wir entdecken, zu lösen.»

11.06 Uhr: Lob für Bundesratsstrategie

Die gestrigen Lockerungsbeschlüsse werden vom Aargauer Regierungsrat begrüsst, sagt Gallati. Der Bundesrat habe nicht den bequemsten Weg gewählt, sondern Weitblick bewiesen – es bringe nichts, Lockerungen rasch einzuführen, die danach zu einer Verschlimmerung der Lage führen würden. 

11.03 Uhr: Der Aargau wäre auf der Risikoliste

Zur aktuellen Corona-Situation im Aargau sagt Gallati, dass der Kanton – wäre er ein Land – als Risikogebiet betrachtet würde. «Es ist also nicht so, dass wir bei null stehen.» Dennoch gebe es Fortschritte bei den Impfaktionen: Zehn mobile Impfteams seien in den Seniorenheimen unterwegs, in über 100 Heimen soll die Zweitimpfung für die Bewohner*innen im März abgeschlossen sein. Zudem gebe es im Aargau neun Impfzentren. 

11.00 Uhr: Es geht los

Mit ein paar Minuten Verspätung beginnt nun die Medienkonferenz in Aarau. Als Erstes hat der Aargauer Gesundheitsdirektor Gallati das Wort. Es sei ihm «eine grosse Ehre», den Innenminister im Aargau begrüssen zu dürfen. 

10.40 Uhr: Berset zu Besuch im Seniorenheim

Bundesrat Alain Berset besucht am heutigen Donnerstag den Kanton Aargau. In wenigen Minuten wird er mit dem Aargauer Gesundheitsminister Jean-Pierre Gallati vor die Medien treten. Thema sollen unter anderem die Corona-Impfungen sein. In Aarau besuchte der Innenminister auch das Seniorenzentrum auf der Walthersburg, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu verschaffen. 

Eine Bewohnerin des Seniorenzentrums
Eine Bewohnerin des Seniorenzentrums auf der Walthersburg in Aarau begrüsst Bundesrat Alain Berset (l.) und den Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati.
Bild: Keystone

10.10 Uhr: Auch in diesem Jahr kein Zürich Marathon

Auch in diesem Jahr findet wegen der Corona-Pandemie kein Zürich Marathon statt. Am 25. April einen Anlass mit mehreren Tausend Teilnehmenden durchzuführen, sei nicht realistisch, so die Organisatoren. Sie haben bis zum letzten Moment mit diesem Entscheid gewartet.

Lockerungen für Grossveranstaltungen sind noch länger nicht in Sicht. Deshalb mussten die Organisatoren des Marathons nun einen Entscheid fällen. Dieser lautet, wie schon im vergangenen Jahr, den Anlass abzusagen, wie sie am Donnerstag mitteilten.

Ein solches Gedränge ist auch in diesem Jahr undenkbar: Der Zürich Marathon wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. (Archivbild)
Ein solches Gedränge ist auch in diesem Jahr undenkbar: Der Zürich Marathon wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. (Archiv)
Bild: Keystone

9.35 Uhr: Kanton Zug beginnt mit Reihentests an Schulen 

Als erster Kanton hat Zug am Donnerstagmorgen im Kampf gegen das Coronavirus mit den obligatorischen Reihentests an Schulen begonnen. Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe sowie deren Lehrpersonen müssen nun wöchentlich an zwei Speicheltests teilnehmen.

«Testen statt schliessen ist mein grosses Anliegen hinter dieser Testaktion», sagte Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) an der Kantonsschule Menzingen vor den Medien. Kurz vor 9 Uhr fanden dort die ersten Spucktests statt. Die Reihentests werden befristet durchgeführt. «Wir werten die Situation laufend aus», sagte Kantonsarzt Rudolf Hauri. Nach acht Wochen werde entschieden, ob weiter getestet werden soll oder nicht.

Wer an den wöchentlichen Speicheltests teilnimmt, muss bei einem positiven Befund in der Klasse nicht mehr in Quarantäne. Wer nicht spuckt, wird zwar nicht vom Unterricht ausgeschlossen, unterliegt aber den verschärften Quarantänevorschriften. Weiterhin in Isolation müssen positiv Getestete. Die Tests sind im Grundsatz obligatorisch, die Schulleitung kann Ausnahmen bewilligen. Wer nicht teilnehmen will, muss aber aktiv eine Dispens verlangen.

Eine Schuelerin der Kantonsschule Menzingen bei einem ab heute fuer alle Schueler der Sekundarstufe obligatorischen PCR-Test mittels Speichelprobe, am Donnerstag, 25. Februar 2021, in Menzingen. Der Kanton Zug startet heute mit regelmaessigen Massentests aller Oberstufenschueler, die zweimal wooechentlich Speichelproben abgeben muessen. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Eine Schülerin der Kantonsschule Menzingen bei einem ab heute für alle Schüler der Sekundarstufe obligatorischen PCR-Test mittels Speichelprobe.
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8.47 Uhr Deutlich mehr Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Wochenvergleich deutlich gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem staatlichen Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11'869 neue Fälle, 1662 mehr als am 18. Februar. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor.

Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen mit deutschlandweit 61,7 höher als am Vortag (59,3).

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 385 weitere Todesfälle verzeichnet. Das ist weniger als vor genau einer Woche: Damals hatte das RKI binnen eines Tages 10'207 Neuinfektionen und 534 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von Donnerstag, 3:10 Uhr, wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hatte vor vier Wochen, am 28. Januar, noch bei 98 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

23.02.2021, Sachsen-Anhalt, Naumburg: Eine Frau unterzieht sich einem Corona-Schnelltest in einem Testzelt auf dem Markt. Vom 23. bis 28.02.2021 können sich hier alle Einwohnerinnen und Einwohner des Burgenlandkreises kostenfrei testen lassen. Die Schnelltest werden vor Ort ausgewertet, bei einem positiven Ergebnis schließt sich umgehend ein Laborstest an, der auch auf Virus-Mutationen untersucht wird. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Hendrik Schmidt)
Eine Frau unterzieht sich am 23. Februar in Naumburg, Deutschland, einem Corona-Schnelltest. 
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7.57 Uhr: Österreichs Kanzler will EU-Impfpass nach Vorbild Israels

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich für einen europäischen Impfpass nach dem Vorbild Israels ausgesprochen. «Ich setze mich dafür ein, dass wir in Europa einen grünen Pass zusammenbringen, wie es ihn in Israel gibt, am besten digital am Handy, wo jeder wieder alle Freiheit zurückbekommt, die wir so sehr schätzen», sagte Kurz am Mittwochabend auf «Bild live».

In Israel können seit Sonntag von einer Corona-Infektion genesene und gegen das Virus geimpfte Menschen mit dem «Grünen Pass» unter anderem wieder Fitnessstudios, Theater und Sportereignisse besuchen sowie in Hotels übernachten.

«Wer geimpft ist, der soll volle Freiheit haben. Aber genauso auch jene, die gerade Corona hatten und von daher immun sind. Und auch all jene, die einen Test machen und durch den Test nachweisen können, dass sie negativ sind», sagte Kurz. Durch einen EU-Impfpass sei auch eine Rückkehr zur Reisefreiheit in Europa möglich.

7.44 Uhr: Adecco spürt Corona-Krise auch im Schlussquartal 

Adecco hat auch im vierten Quartal 2020 die Folgen der Corona-Krise zu spüren bekommen. Allerdings hellte sich die Lage im Verlauf des Quartals weiter auf. Der Umsatz in der Berichtswährung Euro nahm um 9 Prozent auf 5,41 Milliarden Euro ab. Bereinigt um Wechselkurseffekte und um die unterschiedliche Anzahl Arbeitstage resultierte ein Umsatzschwund von 5 Prozent, wie der Personaldienstleister am Donnerstag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte es noch einen Rücksetzer von 28 Prozent gegeben, im dritten von 15 Prozent.

Wie schon in den beiden Vorquartalen schrieb das Unternehmen trotz des Umsatzrückgangs schwarze Zahlen, was mit einem agilen Kostenmanagement erklärt wird. Der operative Gewinn (EBITA, bereinigt) nahm konkret um 11 Prozent auf 260 Millionen ab, der Reingewinn um 42 Prozent auf 149 Millionen, wobei im Vorjahr ein Firmenverkauf diese Kennzahl aber in die Höhe getrieben hatte. Mit den Resultaten übertraf Adecco die Erwartungen der Analysten. 

Im Gesamtjahr erzielte das Unternehmen einen Verlust von 98 Millionen Euro, der hauptsächlich eine Folge eines riesigen Abschreibers im ersten Quartals war. Die Aktionäre sollen laut der Mitteilung gleichwohl eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 2,50 Franken je Titel erhalten.

7.08 Uhr: 30 Prozent weniger Fälle und Tote in den USA

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in den USA ist im Wochenvergleich um rund 30 Prozent gefallen. Dies geht aus Angaben der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho) vom Mittwoch (Ortszeit) hervor.

Die meisten Staaten in Südamerika berichteten zudem von rückläufigen Coronavirus-Neuinfektionen, sagte Paho-Direktorin Carissa Etienne ausserdem. Sie beklagte allerdings einen Mangel an Coronavirus-Impfstoff, um noch bessere Resultate bei der Bekämpfung der Pandemie erzielen zu können.

6 Uhr: Berset: «Bundesrat hat nicht durchregiert»

Gesundheitsminister Alain Berset zieht nach einem Jahr Pandemie eine durchzogene Bilanz. Seit Anfang März 2020 sei der Bundesrat täglich damit beschäftigt, Lösungen für aktuelle Probleme zu finden. Und gleichzeitig vorausschauend zu agieren. «So haben wir schon im März Arbeiten für die vermehrten Grippeimpfungen und die Covid-Impfung an die Hand genommen. Hätte man Dinge anders machen können oder sollen? Klar, das ist so. Wir sind nicht unfehlbar! Aber wir geben unser Bestes», sagt Berset in einem Interview mit dem «Blick».

Quality Repeat and recrop: Bundesrat Alain Berset auf dem Weg zu einer Medienkonferenz des Bundesrates zur aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus, am Mittwoch, 24. Februar 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Bundesrat Alain Berset auf dem Weg zu einer Medienkonferenz des Bundesrates zur aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus, am Mittwoch, 24. Februar 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
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Die Ansicht der SVP, die ihn als «Diktator» bezeichnet mag Berset nicht kommentieren. «Das ist nicht unsere politische Kultur. Der Bundesrat arbeitet zu siebt.» Die Landesregierung habe nie «durchregiert». «Wir standen immer im Austausch mit Kantonen, Parlament, Parteien und Interessenvertretern.»

Berset zeigt Verständnis, dass die Gastronomie über den verlängerten Lockdown enttäuscht ist. Das sei frustrierend. Aber: «Schuld daran ist das Virus, nicht der Bundesrat. Die Wirte können nichts dafür, das Virus überträgt sich einfach leichter in geschlossenen Räumen und an Orten, wo sich Menschen ohne Maske treffen.» Immerhin gebe es wirtschaftliche Unterstützung für die Restaurants.

4.55 Uhr: Moderna baut Impfstoff-Produktion aus

Das US-Unternehmen Moderna will die Produktionskapazitäten für seinen Impfstoff ausbauen. Im kommenden Jahr solle so die Herstellung von 1,4 Milliarden Impfdosen à 100 Mikrogramm möglich sein, teilte das Unternehmen mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Mittwoch mit. In diesem Jahr könne die geplante Produktion von 600 Millionen Dosen um 100 Millionen Dosen aufgestockt und möglicherweise noch weiter ausgebaut werden.

Das US-Unternehmen Moderna will die Produktionskapazitäten für seinen Corona-Impfstoff ausbauen. Foto: Michael Sohn/AP
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Zudem teilte das Unternehmen mit, dass es einen speziell auf die südafrikanische Coronavirus-Variante angepassten Impfstoff-Kandidat für klinische Studien an die US-Gesundheitsbehörde NIH geliefert habe. Ersten Erkenntnissen zufolge wirke der bisher unter anderem in den USA und der EU zugelassene Impfstoff aber auch gegen die Varianten.

4.32 Uhr: Israel will Wirtschaft ab April komplett öffnen

Israels Regierung will die Wirtschaft des Landes ab dem 5. April wieder komplett hochfahren. Bis Ende März dürften alle berechtigten Bürger im Alter von 16 Jahren oder älter geimpft sein, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Daher sei es sicher, die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder voll aufzunehmen.

In Israel hat inzwischen fast die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Dosis des Pfizer/Biontech-Impfstoffes erhalten. Die beiden Impfstoffproduzenten Pfizer/Biontech und Moderna werden zudem nach Angaben von Ministerpräsident Netanjahu bald Anlagen in Israel bauen. «Wir werden hier zwei Fabriken errichten, die Israel zu einem Teil der globalen Impfstoffversorgungskette machen werden», sagte er in Tel Aviv weiter. Er führe gegenwärtig Gespräche mit den Chefs der beiden Pharmaunternehmen, hiess es.

In dem einen Werk sollten Ampullen für Moderna hergestellt werden. Das andere werde ein Pfizer-Zentrum für Forschung und Entwicklung. Eine Stellungnahme der Konzerne lag zunächst nicht vor.

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Agenturen/red