Sechs Personen im SpitalFamilie grilliert im Treppenhaus – Kohlenmonoxidvergiftung
Samuel Walder
20.3.2026
Die Feuerwehr Hohenstein rückte zum Einsatz aus.
Freiwillige Feuerwehr Hohnsteins
Ein Holzkohlegrill im Haus hätte für eine Familie in Sachsen, DE, beinahe tödliche Folgen gehabt: Kohlenmonoxid breitete sich unbemerkt aus, sechs Personen mussten ins Spital. Nur ein Notruf in letzter Minute verhinderte Schlimmeres.
Ein folgenschwerer Fehler in einem Mehrfamilienhaus im sächsischen Hohnstein in Deutschland hätte beinahe sechs Menschen das Leben gekostet: Eine Familie zündete einen Holzkohlegrill im Treppenhaus an – und brachte ihn später, vermeintlich gelöscht, sogar ins Wohnzimmer.
Was niemand bemerkte: Das unsichtbare Gift Kohlenmonoxid breitete sich unbemerkt in der Wohnung aus. «Ein Gas, das man weder riecht noch sieht», warnt Feuerwehrchef Michael Hille gegenüber «TAG24».
Erst Stunden später schlug die Gefahr zu: Die Familie klagte plötzlich über Kopfschmerzen, Schwindel und Orientierungslosigkeit – typische Anzeichen einer Vergiftung.
In letzter Sekunde reagierten die Kinder richtig und wählten den Notruf. Eine Entscheidung, die Leben rettete. «Ohne diesen Anruf hätte es tödlich enden können», so die Einsatzkräfte.
Sechs Familienmitglieder im Spital
Als der Rettungsdienst eintraf, schlug der Kohlenmonoxid-Warner sofort Alarm. Die Feuerwehr rückte unter Atemschutz an, brachte den Grill ins Freie und lüftete die Wohnung.
Die Gefahr ist tückisch: «Das Gas bindet sich an die roten Blutkörperchen und verhindert die Sauerstoffaufnahme», erklärt Hille. «Man wird langsam bewusstlos, ohne es zu merken.»
Insgesamt wurden sechs Familienmitglieder ins Krankenhaus gebracht: der Vater, die Mutter sowie vier Kinder im Alter von 11 bis 21 Jahren. Ein Sachschaden entstand nicht – doch die gesundheitlichen Folgen hätten dramatisch sein können.
Die Polizei ermittelt nun gegen den Vater wegen fahrlässiger Körperverletzung.