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Ibiza lockt Badeurlauber, Partytouristen, die Schönen und Reichen – und Schnorchler.
Bild: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Auf den Balearen wird der Mietauto-Boom gebremst: Ibiza begrenzt im Sommer die Zahl der Leihwagen deutlich, Mallorca setzt auf strengere Umweltzonen. Ziel ist, Verkehr und Massentourismus einzudämmen.
Die Ferieninsel Ibiza setzt im Sommer strikte Grenzen: Von Juni bis September dürfen die Autovermieter insgesamt nur 14’000 Fahrzeuge anbieten. Also zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Mit dieser Massnahme will die Lokalregierung den Verkehr eindämmen und die Nachhaltigkeit fördern, wie der «Blick» berichtet. Ein Quotenschlüssel entscheidet, welcher Anbieter wie viele Autos vermieten darf. Je umweltfreundlicher die Flotte, desto grösser das Kontingent.
Auch auf Mallorca sollen Urlauber künftig genauer hinschauen: Ausländische Fahrzeuge dürfen definierte Umweltzonen nur nach vorgängiger Registrierung befahren. Die Inseln reagieren damit auf den zunehmenden Druck durch den Massentourismus, der Infrastruktur und Umwelt stark belastet.
Die von «Blick» befragten Anbieter rechnen wegen des begrenzten Angebots mit steigenden Preisen. Sunny Cars warnt: «Insbesondere bei Anfragen für grössere Fahrzeugkategorien oder bei Last-Minute-Buchungswünschen kann in der Hauptsaison voraussichtlich nicht immer ein Fahrzeug angeboten werden», heisst es gegenüber der Zeitung.
Derzeit kosten die günstigsten Kleinwagen-Angebote Anfang August rund 300 bis 400 Franken pro Woche. Wer Ibiza mit dem eigenen Auto erkunden möchte, kann mit der Fähre ab Barcelona übersetzen. Der Nachteil daran: Man muss mit rund 20 Stunden Reisezeit und steigenden Benzinpreisen rechnen.
Unterdessen wächst auf den Balearen der Widerstand gegen den Übertourismus. Auf Mallorca protestieren Einheimische gegen überfüllte Städte, hohe Mieten und störende Partygäste. Mit Bussen für Fehlverhalten versucht die Regierung, klare Grenzen zu setzen – und entwickelt die Insel schrittweise in Richtung Qualitätstourismus.