Machtkampf geht in die nächste RundeMilitär verhindert Festnahme des Präsidenten in Südkorea
SDA
3.1.2025 - 07:16
dpatopbilder - Polizeibeamte treffen am Tor der Präsidentenresidenz ein. Foto: Lee Jin-man/AP/dpa
Keystone
Die Staatskrise in Südkorea dauert an. Eine Armeeeinheit sowie tauasende Anhänger haben die Festnahme des suspendierten südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol verhindert.
Keystone-SDA
03.01.2025, 07:16
03.01.2025, 09:04
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Südkoreas Strafverfolger scheitern bei dem Versuch, Präsident Yoon Suk Yeol trotz gerichtlicher Festnahme-Anordnung zu verhaften, da Sicherheitskräfte den Zugang blockieren.
Gegen Yoon wird ermittelt, weil er als Präsident das Kriegsrecht ausgerufen hat und seither mehrere Vorladungen missachtet hat.
Yoons Verteidigung bezeichnete die Festnahmeanordnung als illegal und strebt rechtliche Schritte dagegen an, was die Ermittlungen weiter erschwert.
Südkoreas Strafverfolgung ist beim Versuch, den suspendierten Präsidenten Yoon Suk Yeol festzunehmen, gescheitert. Zunächst hatte eine Militäreinheit die Ermittler auf dem Gelände des Präsidentenamtssitzes am Vordringen gehindert, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Behörde für Korruptionsermittlung berichtete. Später liess dann auch der Sicherheitsdienst des Präsidenten die Beamten unter Verweis auf «Beschränkungen in abgesicherten Bereichen» nicht weiter vor.
Die Behörde bedaure das Verhalten Yoons und wolle nun weitere Schritte prüfen, berichtete Yonhap. Die von einem Gericht gebilligte Anordnung zur Festnahme ist noch bis Montag gültig.
Proteste vor Amtssitz
Bereits vor der Aktion war vermutet worden, dass der Sicherheitsdienst das Vorhaben der Strafverfolger durchkreuzen könnte. Vor dem Amtssitz des Präsidenten hatten seit dem Neujahrstag Tausende Anhänger Yoons protestiert und den Zugang für die Ermittler blockiert.
Die Behörden wollen Yoon zu der kurzfristigen Verhängung des Kriegsrechts vor einem Monat befragen, mit der er das Land in eine Staatskrise stürzte. Bislang ignorierte er drei Vorladungen der Strafverfolger.
Verteidigung kündigt Massnahmen an
Unterdessen kündigte einer von Yoons Anwälten laut Yonhap an, rechtlich gegen die «ungültige» und «illegale» Anordnung zur Festnahme vorzugehen. Die Verteidigung versuchte demnach bereits beim Verfassungsgericht eine einstweilige Verfügung gegen den Befehl zur Festnahme wegen Machtmissbrauchs und Aufruhr zu erwirken, den ein Gericht zuvor gebilligt hatte.
Laut Yonhap könnte ein Einsatz der Ermittler am Wochenende mit Unsicherheiten behaftet sein, da sich ihnen womöglich noch mehr Menschen in den Weg stellen würden. Bei einem Einsatz erst am Montag könnte dagegen wegen des nahenden Fristablaufs nicht genügend Zeit bleiben, hiess es.
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