ChinaFestnahmen in Hongkong kurz vor Tian’anmen-Gedenktag
SDA
28.5.2024 - 14:42
ARCHIV - Auf einem Polizeiwagen blinkt ein Blaulicht. Foto: Johannes Neudecker/dpa
Keystone
Kurz vor dem 35. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Unruhen auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tian’anmen-Platz) in Peking sind in Hongkong erstmals sechs Menschen auf Grundlage eines neuen Sicherheitsgesetzes festgenommen worden.
Keystone-SDA
28.05.2024, 14:42
SDA
Wie die Hongkonger Polizei am Dienstag mitteilte, wird einer Frau vorgeworfen, zusammen mit vier Helferinnen und einem Helfer Beiträge in sozialen Medien mit «aufrührerischen» Absichten verfasst zu haben. Die Beiträge hätten zu illegalen Handlungen kurz vor einem «sensiblen Datum» aufgerufen. Um welches Datum es sich handelt, wurde nicht gesagt.
Am 4. Juni jährt sich zum 35. Mal die blutige Niederschlagung der Studentenproteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Die Sonderverwaltungsregion Hongkong war lange Zeit der einzige Ort in China, an dem der Opfer gedacht werden konnte. Seit einigen Jahren werden aber auch dort Gedenkveranstaltungen am 4. Juni unterbunden.
Die Festnahmen am Dienstag waren die ersten nach dem umstrittenen neuen Sicherheitsgesetz, das im März in Kraft getreten war. Das Gesetz verschärft Strafen und gibt der Polizei in bestimmten Fällen mehr Befugnisse, gegen Verdächtige zu ermitteln oder sie festzunehmen. Kritiker befürchten zudem eine weitere Einschränkung der Meinungsfreiheit, nachdem bereits ein Sicherheitsgesetz, das die Zentralregierung in Peking 2020 über Hongkong verhängte, als schwerer Schlag gegen die Demokratiebewegung gesehen wurde.
Nach wochenlangen Demonstrationen und Hungerstreiks gegen Korruption und für Meinungsfreiheit und Demokratie im Frühjahr 1989 hatte die kommunistische Führung die Volksbefreiungsarmee eingesetzt, um die Proteste in Peking zu beenden. Die Militäraktion, bei der mehrere Hundert Menschen ums Leben kamen, ist in China ein politisches Tabuthema. Die chinesische Führung lässt weder eine öffentliche Diskussion noch ein Gedenken zum Jahrestag zu.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt