PolitikFrankreich bestellt Italiens Botschafterin wegen Salvini ein
SDA
23.8.2025 - 13:47
ARCHIV - Italiens stellvertretender Ministerpräsident Matteo Salvini spricht während einer Pressekonferenz in der Zentrale der Foreign Press Association. Foto: Domenico Stinellis/AP/dpa
Keystone
Frankreich hat die italienische Botschafterin Emanuela D’Alessandro wegen Äusserungen von Italiens Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini einbestellt. Salvini habe in den vergangenen Tagen «inakzeptable Äusserungen» getätigt, hiess es aus diplomatischen Kreisen. Die Botschafterin sollte demnach am Donnerstag im Aussenministerium erscheinen.
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23.08.2025, 13:47
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Sie sei daran erinnert worden, dass die Aussagen Salvinis dem Klima des Vertrauens zwischen Frankreich und Italien zuwiderlaufen, «aber auch den jüngsten bilateralen Entwicklungen, die starke Übereinstimmungen zwischen den beiden Ländern deutlich gemacht haben, insbesondere hinsichtlich der uneingeschränkten Unterstützung für die Ukraine», hiess es weiter.
Der Vorsitzende der rechten Regierungspartei hatte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron wegen dessen Bereitschaft kritisiert, nach einer Friedensvereinbarung zwischen Kiew und Moskau Truppen in die Ukraine zu entsenden. Bei einem Termin in seiner Heimatstadt Mailand empfahl Salvini Macron mit einem dort gebräuchlichen Ausdruck, sich «an die Tram zu hängen». Dann fügte er wörtlich hinzu: «Setz dir einen Helm auf, zieh eine Weste an, schnapp dir ein Gewehr und geh in die Ukraine.»
Salvini pflegt enge Kontakte zu Marine Le Pen
Italiens Rechtsregierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat trotz ihrer klaren Unterstützung für die Ukraine schon mehrfach erklärt, keine Soldaten für eine mögliche europäische Friedenstruppe bereitzustellen.
Salvini pflegt enge Kontakte zu Macrons Gegenspielerin Marine Le Pen von der Rechtspartei Rassemblement National, die dem Staatschef bei der Präsidentenwahl unterlegen war. Er hatte Macron zuvor schon mehrfach beschimpft – auch als «Schwätzer», «Kriegshetzer» und «Bombenwerfer». Neben seiner Position als Vize-Regierungschef ist er Verkehrsminister. In den Umfragen liegt seine Partei Lega mit weitem Abstand hinter Melonis Partei Fratelli d'Italia und der sozialdemokratischen Opposition.
Auch zwischen Ministerpräsidentin Meloni und Macron hatte es in den vergangenen Jahren mehrfach Auseinandersetzungen gegeben. Seit einiger Zeit bemühen sich die beiden jedoch, nach aussen geschlossen aufzutreten.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt