PolitikFrankreichs Parlament verabschiedet Notlösung für Haushalt
SDA
23.12.2025 - 22:06
ARCHIV - Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure. Foto: Aurelien Morissard/AP/dpa/Archivbild
Keystone
Das hoch verschuldete Frankreich hat wegen einer fehlenden Einigung im Parlament auf einen Haushalt für das kommende Jahr eine Notlösung verabschiedet. Die Übergangsregelung ermöglicht es dem Land, weiterhin Steuern zu erheben, Kredite aufzunehmen und den Staat grundlegend zu finanzieren.
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23.12.2025, 22:06
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Wirtschaftsminister Roland Lescure betonte im Sender BFMTV allerdings, dass es nur um einen «Mindestdienst» gehe. Neue Investitionen seien mit dem vom Parlament beschlossenen Sondergesetz nicht möglich. «Je länger es dauert, je mehr wird es kosten.»
Regierung und Präsident Emmanuel Macron dringen daher darauf, dem verschuldeten Land so schnell wie möglich einen richtigen Haushalt für das kommende Jahr zu geben. Die Übergangslösung sei nicht zufriedenstellend und regle die Probleme des Landes nicht, zitierte Regierungssprecherin Maud Bregeon den Staatschef. Bis Ende Januar solle ein echter Haushalt her, der das Haushaltsdefizit dann auf 5 Prozent senken soll. Für dieses Jahr wird von einem Defizit von 5,4 Prozent ausgegangen.
Ungewissheit für Wirtschaft, Druck für Premier
Frankreich muss wegen seiner hohen Verschuldung dringend sparen. Dass kein Sparhaushalt verabschiedet werden konnte, ist daher misslich. Auch für die Unternehmen im Land ist es ungünstig, dass die zweitgrösste Volkswirtschaft in der Europäischen Union weiter keine genaue Aufstellung für Ausgaben und Einsparungen hat.
Die Hängepartie setzt auch Frankreichs Premier Sébastien Lecornu unter Druck. Lecornu, der mit seiner Mitte-Regierung in keiner der Parlamentskammern eine eigene Mehrheit hat, hatte die Parteien immer wieder zu Kompromissen aufgerufen. Den Sozialhaushalt konnte er mit Zugeständnissen und Verhandlungsgeschick durchs Parlament bringen. Beim Haushalt ist ihm das nicht gelungen.
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.
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Ob das gefalle oder nicht: US-Präsident Donald Trump hat seinen Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt. «Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben», sagte der Republikaner am Freitag im Weissen Haus. Dafür würde er gerne einen Deal machen und kündigte an, dies notfalls auch «auf die harte Art und Weise» durchzusetzen, um Grönland zu verteidigen.
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