FrankreichFranziskus ruft zu «gesunder Laizität» auf
SDA
15.12.2024 - 20:39
Papst Franziskus begrüßt die Gläubigen bei seiner Ankunft vor der .Kathedrale Notre-Dame-de-l'Assomption anlässlich seines eintägigen Besuchs auf der französischen Insel Korsika. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
Keystone
Papst Franziskus hat bei einem Besuch auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika zu einer «gesunden Laizität» aufgerufen. Man solle christliche und weltliche Kultur nicht gegeneinander stellen, sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken in der Inselhauptstadt Ajaccio. Franziskus forderte eine Laizität – die Trennung von Staat und Kirche -, die dynamisch und anpassungsfähig sei. Die stete Zusammenarbeit zwischen zivilen und geistlichen Stellen diene dem Wohle der Gemeinschaft.
Keystone-SDA
15.12.2024, 20:39
SDA
«Eine solch gesunde Laizität garantiert der Politik, ohne Instrumentalisierung der Religion zu handeln, und der Religion, frei zu leben, ohne durch die von Interessen diktierte Politik belastet zu werden», sagte der Pontifex. Frankreich versteht sich als Land mit strikter Trennung von Staat und Religion. Das Selbstverständnis als laizistisches Land ist tief in der Gesellschaft verankert.
Bei dem eintägigen Besuch feierte Franziskus auch eine Messe mit mehreren Tausend Gläubigen. Auf den Strassen von Ajaccio wurde Franziskus, der am Dienstag 88 Jahre alt wird, von Gläubigen und Schaulustigen gefeiert. Viele sangen Lieder oder baten um Segen. Zum Abschluss traf der Pontifex Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
Es ist das erste Mal, dass ein Papst nach Korsika reist. Die grosse Mehrheit der etwa 350.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Insel bekennt sich zum katholischen Glauben. Für Franziskus ist es die letzte Auslandsreise in diesem Jahr. Er sollte noch am Abend in den Vatikan zurückkehren.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften sie.
15.01.2026
Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner
Washington/Berlin, 14.01.2026: Die USA unter Präsident Donald Trump wollen Grönland. Vor einem Krisentreffen zwischen Vertretern Dänemarks und der USA hält der deutsche Aussenminister Johann Wadephul bei einem Besuch in Washington dagegen.
O-Ton Johann Wadephul, CDU, Aussenminister
«Aber es ist klar, diese Position habe ich vertreten, und ich glaube, die sollte auch, dass Rasmussen weiter vertreten wird er auch weiterhin vertreten, dass die Zukunft Grönlands durch die Grönländer innen und Grönländer entschieden wird. Die Fragen der Souveränität des Staatsgebietes des Königreiches Dänemark wird durch Dänemark entschieden und durch niemanden anders.»
Wadephul bekräftigt seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. Gleichzeitig warnt er, dass solche Überlegungen dem transatlantischen Zusammenhalt und der Verlässlichkeit schaden.
15.01.2026
Trump: «Der Iran will verhandeln»
Der Iran will verhandeln: Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. Zwar stellt der US-Präsident auch ein Treffen mit Vertretern des Irans in Aussicht – angesichts dessen, was im Land passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnt Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führt er nicht aus.