G7 zu Omikron: Zugang zu Impfstoffen von «strategischer Relevanz»

SDA

29.11.2021 - 17:42

Passanten mit Einkaufstüten stehen auf der Regent Street. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die Gesundheitsminister der G7-Staaten haben am 29.11.21 ihre Beratungen über die Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Foto: Matt Dunham/AP/dpa
Keystone

Die Gesundheitsminister der G7-Staaten haben die Bedeutung des Zugangs zu Impfstoffen im Kampf gegen die Corona-Variante Omikron hervorgehoben.

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29.11.2021 - 17:42

Es sei von «strategischer Relevanz», sicherzustellen, dass der Zugang zu Impfstoffen ermöglicht werde, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach einem von Grossbritannien einberufenen Online-Treffen am Montag. Das bedeute auch, die Zusagen für Impfstoffspenden voranzubringen. Zugleich betonten die Minister, dass die Impfkampagnen in Entwicklungsländern beschleunigt werden müssten. Dazu solle es Hilfestellungen geben. Konkrete Zusagen gab es am Montag aber keine.

Zur Gruppe der G7-Staaten gehören neben Grossbritannien und Deutschland auch die USA, Frankreich, Italien, Japan und Kanada.

Lobend hervorgehoben wurde bei dem Treffen insbesondere die Rolle Südafrikas bei der Entdeckung der Omikron-Variante. «Die Minister lobten die beispielhafte Arbeit Südafrikas sowohl beim Entdecken der Variante als auch bei der Alarmierung anderer», hiess es in der Mitteilung. Man wolle in den kommenden Wochen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und internationalen Partnern «weiterhin eng zusammenarbeiten», um Informationen auszutauschen und die Variante zu beobachten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern – darunter auch Deutschland – Fälle der Variante entdeckt worden. Mehrere Länder haben bereits wieder schärfere Reisebeschränkungen eingeführt.

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