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Um Asyl in der Schweiz gebeten?

Gaddafis Sohn Hannibal aus Haft im Libanon entlassen

Hannibal al-Gaddafi soll ausgerechnet in Genf um Asyl gebeten haben – dort, wo er vor fünfzehn Jahren zum ersten Mal im Gefängnis landete. (Archivbild)

Hannibal al-Gaddafi soll ausgerechnet in Genf um Asyl gebeten haben – dort, wo er vor fünfzehn Jahren zum ersten Mal im Gefängnis landete. (Archivbild)

Bild: Keystone/EPA/Sabri Elmhedwi

Der Sohn des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi sass rund zehn Jahre im Libanon in Haft. Nun ist er frei. Doch noch immer sind nicht alle Umstände geklärt.

Redaktion blue News
DPA

Redaktion blue News, DPA

11.11.2025, 06:11•11.11.2025, 06:44

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der seit rund zehn Jahren im Libanon inhaftierte Sohn des früheren libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, Hannibal, ist nach Angaben seines Anwalts freigelassen worden.
  • Nach Angaben der Verteidigung wurde Gaddafi gegen eine Kaution in Höhe von 900'000 US-Dollar entlassen, zudem sei das gegen ihn verhängte Ausreiseverbot aufgehoben worden.
  • Gaddafi war 2015 im Libanon festgenommen worden.
  • Ihm wurde vorgeworfen, Informationen zum Verschwinden des Schiiten-Führers Musa Al-Sadr in Libyen im Jahr 1978 vorzuenthalten.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Der seit rund zehn Jahren im Libanon inhaftierte Sohn des früheren libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, Hannibal, ist nach Angaben seines Anwalts freigelassen worden. «Er ist freigekommen», bestätigte Nassib Schedid der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben der Verteidigung wurde Gaddafi gegen eine Kaution in Höhe von 900'000 US-Dollar entlassen, zudem sei das gegen ihn verhängte Ausreiseverbot aufgehoben worden.

Der 1975 geborene Gaddafi war 2015 im Libanon festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, Informationen zum Verschwinden des Schiiten-Führers Musa Al-Sadr in Libyen im Jahr 1978 vorzuenthalten. Die schiitische Amal-Miliz im Libanon macht das Gaddafi-Regime für das Verschwinden des aus dem Iran stammenden Geistlichen verantwortlich. Libyen hat stets bestritten, etwas mit seinem Verschwinden zu tun zu haben.

Teaser image

15 Jahre nach diplomatischer Krise

Sohn von Muammar al-Gaddafi will Asyl in der Schweiz

Gaddafi soll um Asyl in Genf gebeten haben

In der Vergangenheit hatte es widersprüchliche Berichte über das Schicksal des Schiiten-Führers gegeben – einige davon deuteten darauf hin, dass der verstorbene libysche Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi seine Ermordung angeordnet hat. Der Fall belastete wiederholt die Beziehungen zwischen dem Libanon und Libyen und gilt bis heute als eine der umstrittensten Angelegenheiten in der jüngeren libanesischen Geschichte.

Im Juni wurde unter Berufung auf Familienangehörige berichtet, dass Gaddafi in Genf um Asyl gebeten haben soll – dort, wo er vor fünfzehn Jahren zum ersten Mal im Gefängnis landete. Der Vorfall löste eine eine schwere diplomatische Krise zwischen der Schweiz und Libyen aus. 

00:49

Israel: Haben Hamas-Kommandeur im Libanon getötet

Der Einsatz habe Mehran Mustafa Ba'jur gegolten, teilte die israelische Armee mit.

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