«Gazpacho-Polizei»Trump-getreue Abgeordnete erntet Spott für verunglückten Nazi-Vergleich
SDA
10.2.2022 - 03:50
Die republikanische US-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene hat sich mit einem Versprecher in die Nesseln gesetzt. (Archiv)
KEYSTONE
Die rechte Republikanerin Marjorie Taylor Greene fällt häufig mit Verschwörungstheorien und Falschaussagen auf. Nun verwechselte sie – sehr zur Freude ihrer Gegner – die Gestapo der Nazis mit einer spanischen Suppe.
Keystone-SDA
10.02.2022, 03:50
10.02.2022, 14:36
Eigentlich wollte die umstrittene US-Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, kritisieren. Wegen eines Versprechers, bei dem die Republikanerin statt von der Gestapo von einer Suppe sprach, hat sie nun aber Häme geerntet.
«Nun haben wir die Gazpacho-Polizei von Nancy Pelosi, die die Mitglieder des Kongresses ausspioniert, die unsere legislative Arbeit ausspioniert, die unsere Mitarbeiter ausspioniert und die amerikanischen Bürger ausspioniert», sagte die Anhängerin des Ex-Präsidenten Donald Trump am Dienstag dem rechten Sender OAN, ohne Beweise vorzulegen. Ziel von Greenes Kritik waren offenbar die Ermittlungen des von Pelosi unterstützten Untersuchungsausschusses zur Erstürmung des US-Kapitols vor rund einem Jahr.
Gazpacho: a vegetable-based Spanish cold soup Gestapo: Nazi Germany's secret police pic.twitter.com/T9q76r706G
— The Republican Accountability Project (@AccountableGOP) February 9, 2022
Der Spott über ihren Versprecher liess nicht lange auf sich warten. «Nur um die Dinge klarzustellen», twitterte das Republican Accountablility Project am Mittwoch zu einem Videoclip von Greenes Auftritt. «Gazpacho: Eine kalte spanische Gemüsesuppe, Gestapo: Nazi-Deutschlands Geheimpolizei».
Auch Greenes Amtskollegin Alexandria Ocasio-Cortez liess sich einen Kommentar nicht nehmen. «Wenigstens geht sie mit gutem Beispiel voran. Sie hat offenkundig schon vor Jahren alle Bücher aus ihrem Haus verbannt», twitterte die Demokratin am Mittwoch. Damit spielte sie auf jüngste Bemühungen unter anderem von Republikanern an, bestimmte Bücher zu Themen wie Rassismus in manchen Schulbibliotheken auf die Giftliste setzen zu lassen.
At least she leads by example. She clearly banned all books from her house years ago https://t.co/SGMheBuFzn
Greene nahm den Spott offenbar gelassen. «Keine Suppe für diejenigen, die illegal Mitglieder des Kongresses ausspionieren, aber sie werden in den Gulasch geworfen», schrieb sie später auf Twitter in Anspielung auf Gulags, die Straflager zu Zeiten des Sowjetdiktators Josef Stalin. Greene gilt als Verfechterin von Verschwörungstheorien. Seit ihrer Wahl Ende 2020 ist sie immer wieder mit provokativen Äusserungen aufgefallen. Vor einigen Monaten etwa verglich sie Schutzmassnahmen in der Corona-Pandemie mit der Judenverfolgung durch die Nazis – wofür sie sich später entschuldigte.
No soup for those who illegally spy on Members of Congress, but they will be thrown in the goulash.#Gazpacho#Gestapo
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
06.02.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump
Tödliche Schüsse bei einem Einsatz von ICE-Beamten in Minneapolis lassen die Wut auf Präsident Donald Trump und das Vorgehen seiner Regierung gegen ihre eigenen Landsleute hochkochen.
25.01.2026
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Tödliche Schüsse in Minneapolis schüren Zorn auf Trump