DänemarkGeheimdienste warnen vor Grönland-Wahl vor Einflussnahme
SDA
28.2.2025 - 16:14
ARCHIV - Grönländische Flaggen wehen vor dem Parlament Inatsisartut in der Hauptstadt Nuuk. Foto: Steffen Trumpf/dpa
Keystone
Vor der grönländischen Parlamentswahl in rund anderthalb Wochen warnen dänische Geheimdienste vor Beeinflussungsversuchen aus dem Ausland.
Keystone-SDA
28.02.2025, 16:14
SDA
Der verstärkte Wettbewerb der Grossmächte in der Arktis, die verschärften Debatten um die internationale Sicherheit und um eine Unabhängigkeit Grönlands hätten eine Verbreitung von Falschinformationen vor allem in den sozialen Medien mit sich gebracht, warnten die In- und Auslandsnachrichtendienste PET und FE in einer gemeinsamen Bewertung der Gefahr durch Einflussnahme fremder Mächte auf die Wahl.
Die aktuelle Lage könne von fremden Staaten genutzt werden, um ihre eigenen Interessen voranzutreiben, schrieben die Dienste. Die amerikanische Aufmerksamkeit für Grönland und die Verbreitung falscher Informationen könnten von diesen fremden Mächten aktiv als Desinformation eingesetzt werden.
Gegensätzliche Interessen Russlands
Namentlich wurde Russland in der Einschätzung genannt: Russland habe zum einen ein starkes Interesse daran, Spaltung zwischen den Nato-Ländern zu säen und den Westen zu schwächen. Zum anderen sei ein grösserer US-Einfluss in Grönland aber nicht im russischen Interesse.
Grönland wählt am 11. März ein neues Parlament. US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Monaten immer wieder erklärt, die Kontrolle über die grösste Insel der Erde erwerben zu wollen. Dabei schloss er auch militärischen oder wirtschaftlichen Zwang nicht aus. Die grönländische Regierung hat daraufhin immer wieder betont, auf eine mögliche Unabhängigkeit vom Königreich Dänemark hinzuarbeiten, nicht aber Teil der USA werden zu wollen.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt