Geheimdienstkoordinator: «Der Whistleblower das Richtige getan hat»

tafi

26.9.2019

Joseph Maguire, der Koordinator der US-Geheimdienste, sagt vor dem House Intelligence Committee im Kapitol aus.
AP

Joseph Maguire, Koordinator der US-Geheimdienste, verteidigt sein Zögern bei der Übermittlung der Ukraine-Beschwerde eines Whistleblowers. Gleichzeitig lobt er ihn für sein Einfgreifen in einer «beispiellosen Angelegenheit». 

Der Koordinator der US-Geheimdienste, Joseph Maguire, hat den Hinweisgeber in der Ukraine-Affäre verteidigt. «Ich denke, dass der Whistleblower das Richtige getan hat», sagte Maguire am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhaus. Er sei zudem überzeugt, dass der Informant «durchweg in gutem Glauben» gehandelt und stets die Gesetze befolgt habe.



Die Beschwerde hatte die Affäre um ein umstrittenes Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj ins Rollen gebracht. Die Demokraten im Repräsentantenhaus hatten am Dienstag Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet.



«Ich glaube, dass alles in dieser Angelegenheit beispiellos ist», sagte Maguire. Er verteidigte die Entscheidung, dass er die Beschwerde nicht umgehend den Geheimdienstausschüssen vorgelegt hatte. Sie berühre «komplizierte und sensible Angelegenheiten» und habe erst freigegeben werden können, nachdem Trump die Veröffentlichung des Gesprächsprotokolls autorisiert habe, sagte Maguire.



Die Beschwerde ist auf den 12. August datiert und berührt das strittige Telefonat zwischen Trump und Selenskyj. Am Donnerstag wurde sie vom Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhaus veröffentlicht.

Die schriftliche Beschwerde des Whistleblowers im Wortlaut finden Sie hier (englisch, PDF-Download).

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