MedizinGenfer Forschende finden neuen Ansatz gegen Schizophrenie-Symptome
SDA
13.1.2026 - 10:12
Das hinten im Kopf liegende Kleinhirn, lange vor allem für Bewegung bekannt, beeinflusst laut einer neuen Studie auch, wie stark Menschen mit Schizophrenie unter Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug leiden. (Symbolbild)
Keystone
Forschende aus Genf haben einen überraschenden Zusammenhang im Gehirn entdeckt, der neue Hoffnung für Menschen mit Schizophrenie weckt. Das Kleinhirn beeinflusst demnach, wie stark Betroffene unter Symptomen wie Antriebslosigkeit und mangelnder Lebensfreude leiden.
Keystone-SDA
13.01.2026, 10:12
SDA
Schizophrenie ist vor allem für Symptome wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen bekannt. Die Erkrankung geht jedoch auch mit ausgeprägter Apathie, einer verminderten Fähigkeit, Freude zu empfinden, sowie zunehmendem sozialem Rückzug einher, wie die Universität Genf in einer Mitteilung vom Dienstag erklärte. Für diese Symptome gibt es bis heute kaum wirksame Behandlungen.
In einer im Fachblatt «Biological Psychiatry» veröffentlichten Studie zeigen Forschende der Universität Genf und der Genfer Universitätsspitäler nun, dass das Kleinhirn eine zentrale Rolle bei diesen Symptomen spielt. Je besser dieser Hirnbereich ein wichtiges Belohnungssystem im Gehirn reguliert, desto weniger stark ausgeprägt sind Antriebslosigkeit und sozialer Rückzug. Ist diese Regulation geschwächt, nehmen die Symptome zu.
Klinische Studie am Laufen
Der Befund ist den Forschenden zufolge nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern auch praktisch relevant. Das eigentliche Belohnungssystem liegt tief im Gehirn und ist therapeutisch schwer zugänglich. Das Kleinhirn hingegen liegt direkt unter der Schädeldecke. Das macht es zu einem möglichen Ziel für nicht-invasive Behandlungen, etwa mit Magnetimpulsen.
Eine solche Methode wird bereits bei Depressionen eingesetzt. In Genf läuft nun eine klinische Studie, die prüft, ob eine gezielte Stimulation des Kleinhirns auch Menschen mit Schizophrenie helfen kann.
An der Studie nehmen Patientinnen und Patienten teil, die trotz medikamentöser Behandlung weiterhin unter ausgeprägter Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug leiden. Ob die Stimulation tatsächlich zu spürbaren Verbesserungen im Alltag führt, soll sich in den kommenden Jahren zeigen. Erste Resultate werden im Jahr 2028 erwartet.
Münchner Sicherheitskonferenz: Neue Welt der Grossmächte
Berlin, 13.02.2026: Krisen und Kriege: Das ist die Münchner Sicherheitskonferenz gewohnt. Dieses Jahr geht es in München aber um noch mehr: den tiefgreifendsten Umbruch der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
Das transatlantische Bündnis ist seit Donald Trumps zweitem Amtsantritt als US-Präsident erodiert. Die auf internationalen Regeln und Institutionen basierende Weltordnung droht durch eine auf dem Recht des Stärkeren beruhenden Grossmachtpolitik verdrängt zu werden.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat diese Entwicklung bereits in zwei Reden beim Weltwirtschaftsforum in Davos und im Bundestag im Januar beschrieben und den Schluss gezogen: Europa werde seine Vorstellungen nur dann durchsetzen können, «wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn wir selbst eine europäische Macht werden». Daran wird Merz anknüpfen, wenn er am frühen Nachmittag die diesjährige Konferenz eröffnet.
13.02.2026
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
06.02.2026
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
29.01.2026
Münchner Sicherheitskonferenz: Neue Welt der Grossmächte
Umstrittenes Atomwaffenprogramm: USA und Iran verhandeln erneut
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins