Verurteilter Sexualstraftäter Richter veröffentlicht Notiz, die Epstein vor seinem Tod verfasst haben soll

SDA

7.5.2026 - 04:42

Teilansicht von Jeffrey Epsteins angeblichen Abschiedsbrief.
Teilansicht von Jeffrey Epsteins angeblichen Abschiedsbrief.
Bild: United States District Judge Southern District of New York

Um den Tod des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ranken sich viele Verschwörungstheorien. Nun gibt ein Richter ein versiegeltes Dokument frei. Was steht in der Notiz, die von Epstein stammen soll?

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ein Zellgenosse behauptet, ein Abschiedsschreiben von Jeffrey Epstein gefunden zu haben.
  • Ein Gericht in New York hat den angeblichen Abschiedsbrief des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein nun veröffentlicht.
  • Die Echtheit des Dokuments lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

Ein Gericht in New York hat einen angeblichen Abschiedsbrief des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. US-Bezirksrichter Kenneth Karas ordnete die Freigabe am Mittwoch an, nachdem die «New York Times» vergangene Woche beantragt hatte, den angeblichen Abschiedsbrief und weitere Dokumente in einem weiteren Fall zu öffnen, der Epsteins Zellengenossen Nicholas Tartaglione betrifft.

Die Echtheit des Dokuments lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Bislang war die Notiz nicht Teil der Untersuchungen des US-Justizministeriums. Epsteins Zellengenosse Tartaglione soll das Schreiben nach einem ersten mutmasslichen Suizidversuch des Sexualstraftäters am 23. Juli 2019 in einem Comicroman gefunden haben, berichtet die «New York Times» unter Berufung auf den Mitinsassen. Das Schreiben soll der Zellengenosse seinen Anwälten gegeben haben, um Vorwürfe zu entkräften, er habe Epstein angegriffen.

Epstein wurde am 10. August 2019 schliesslich tot in seiner Zelle im Metropolitan Correctional Center in Manhattan aufgefunden, während er auf seinen Prozess wegen Menschenhandels wartete.

Unklar, ob Epstein Brief verfasste

Der Gerichtsmediziner stellte Suizid fest, und die Behörden wiesen auf eine Reihe von Nachlässigkeiten des Gefängnispersonals hin, die es Epstein ermöglicht haben sollen, sich das Leben zu nehmen.

Es ist unklar, ob Epstein den Brief verfasst hat. In den umfangreichen Regierungsberichten zu Epsteins Tod wird er nicht erwähnt.

In dem Dokument, das aus der Feder des verurteilten Sexualstraftäters stammen soll, heisst es: «Sie haben monatelang gegen mich ermittelt – UND NICHTS GEFUNDEN!!!». Es sei «ein Privileg, sich den Zeitpunkt für den Abschied selbst aussuchen zu können». Weiter heisst es dort: «Was soll ich denn machen – in Tränen ausbrechen!!». Der Verfasser des Schreibens kommt zu dem Schluss: «KEIN SPASS» – das sind die einzigen unterstrichenen Wörter. Weiter heisst es in dem Dokument, ebenfalls in Grossbuchstaben: «LOHNT SICH NICHT!!». Das Schreiben erwähnt weder Epsteins Namen noch ist es unterschrieben.

Missbrauch über Jahre

Der Multimillionär Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Unter seinen Klienten sollen viele einflussreiche Menschen gewesen sein.

Vor fast 20 Jahren kamen erste Vorwürfe vor Gericht, und Epstein bekannte sich in bestimmten Punkten schuldig. Jahre später wurde der Fall neu aufgerollt und der Multimillionär wieder festgenommen. Noch bevor ein mögliches weiteres Urteil gefällt werden konnte, starb der Finanzier am 10. August 2019 im Alter von 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.

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