Epstein FilesGerichtsakten erwähnen mehrfach «Witness from Switzerland»
Oliver Kohlmaier
20.12.2025
Geschwärztes Foto einer Frau, die auf Jeffrey Epsteins Schoss sitzt. Das gerahmte Bild wurde bei einer Hausdurchsuchung auf Little St. James Island beschlagnahmt.
U.S. Department of Justice/AP/Keystone
In mehreren Gerichtsdokumenten der nun veröffentlichten Epstein-Akten wird eine Zeugin oder ein Zeuge aus der Schweiz erwähnt. Die Person könnte auch zu Vergewaltigungen aussagen.
Redaktion blue News
20.12.2025, 20:26
Oliver Kohlmaier
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Gerichtsdokumente aus den nun veröffentlichten Epstein-Akten erwähnen einem Medienbericht zufolge mehrfach ein «Witness from Switzerland», also eine Zeugin oder einen Zeugen aus der Schweiz.
Die Person könnte einem Dokument zufolge Auskunft geben über die «Ausbildung kleiner Mädchen zu Sexfallen».
Auch unter dem Beweisthema «Epsteins Vergewaltigungen» wird die Person genannt.
Es ist ein riesiger Datensatz, den das US-Justizministerium am Freitag veröffentlichte. Unter den Epstein-Akten befinden sich auch unzählige Gerichtsdokumente. Darin wird mehrfach ein «Witness from Switzerland» (Zeugin oder Zeuge aus der Schweiz) erwähnt, ohne weiter auf die Identität einzugehen.
Den Dokumenten zufolge könne die Person Auskunft geben über die «Ausbildung kleiner Mädchen zu Sexfallen», berichtet der «Tages-Anzeiger». In einem anderen Dokument wird die Person demnach auch unter dem Punkt «Epsteins Vergewaltigungen» erwähnt. Auch die Beschreibung von Epsteins Geschlechtsteilen spiele dabei offenbar eine Rolle.
Die Person aus der Schweiz werde dem Bericht zufolge in einer langen Liste aus dem Jahr 2009 mehrfach erwähnt. Die Liste enthalte alle Vertreter*innen von Opfern in einem Verfahren gegen Epstein. Es ist unklar, ob die Person in dem Fall befragt wurde.
Dass das Netzwerk des Jeffrey Epstein bis in die Schweiz reichte, war bereits bekannt. So finanzierte der Sexualstraftäter Leben und Ausbildung einer Balletttänzerin aus Genf, die ihn mehrfach in den USA besuchte. Zudem könnte Epstein einen oder mehrere Kontakte in der Schweiz gehabt haben, welche ihm junge Frauen zuführten. Zudem hatte Epstein Konten in der Schweiz.
Erst kürzlich berichtete die ehemalige Miss-Schweiz-Finalistin Beatrice Keul, von Jeffrey Epstein sexuell bedrängt worden zu sein. «Epstein war auf der Jagd, und ich sollte seine Beute sein», sagt Beatrice Keul.