USAGerichtsmediziner: 15 Todesopfer in New Orleans
SDA
2.1.2025 - 01:32
Edward Bruski (r) umarmt den New Orleanser Polizeibeamten Zachary Stevenson am Tatort, an dem ein Fahrzeug in eine Menschenmenge in der Canal and Bourbon Street von New Orleans gefahren wurde. Foto: Gerald Herbert/AP/dpa
Keystone
Nach dem mutmasslichen Terroranschlag in New Orleans ist die Zahl der Todesopfer auf 15 gestiegen. Das berichten mehrere US-Medien unter Verweis auf Angaben des Gerichtsmediziners der Stadt, Dwight McKenna. Demnach könne die Zahl der Toten noch weiter steigen.
Keystone-SDA
02.01.2025, 01:32
SDA
Es werde mehrere Tage dauern, alle Opfer zu obduzieren, teilte McKenna den Berichten zufolge mit. Ihre Namen würden erst veröffentlicht, wenn alle Autopsien abgeschlossen und die Angehörigen informiert seien. Die Gerichtsmedizin arbeite mit der lokalen Polizei, den Bundesermittlern vom FBI und dem Grenzschutz zusammen.
Täter wählte beliebtes Ausgehviertel für seine Attacke
In der US-Südstaatenmetropole war wenige Stunden nach Mitternacht am Neujahrsmorgen ein Mann mit einem Pick-up-Truck durch die Menge feiernder Passanten im beliebten Ausgehviertel French Quarter gerast. Laut Polizei gab es neben den zahlreichen Todesopfern auch 35 Verletzte. Der Täter lieferte sich demnach nach der Fahrt einen Schusswechsel mit Polizisten. Zwei von ihnen seien verletzt worden, der Täter sei bei dem Gefecht selbst ums Leben gekommen.
Am Mittag (Ortszeit) veröffentlichte das FBI dann Details zum möglichen Hintergrund des mutmasslichen Anschlags: Demnach fanden Ermittler in dem Tatfahrzeug eine Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat (IS), die schon mehrere Anschläge mit Fahrzeugen für sich reklamiert hat. In dem Pick-up-Truck seien auch Waffen gefunden worden. Ausserdem seien in dem Fahrzeug und in dem Viertel mehrere verdächtige Funde gemacht worden, bei denen es sich um selbstgebaute Sprengsätze handeln könnte. Es werde derzeit geprüft, ob diese wirklich hätten gezündet werden können.
Laut FBI handelt es sich bei dem Täter namens Shamsud-Din J. um einen 42 Jahre alten US-Staatsbürger aus Texas. Nach möglichen Komplizen werde gesucht, hiess es.
Klingbeil: Nach Rubio-Rede nicht zufrieden zurücklehnen
Versöhnliche Töne bei der Münchner Sicherheitskonferenz: US-Aussenminister Marco Rubio bekommt für seine Rede viel Applaus – doch Vizekanzler Lars Klingbeil sieht noch keinen Grund für Entwarnung in den transatlantischen Beziehungen.
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München, 15.02.26: Freundlich im Ton, hart in der Sache: Nach drei Tagen mit Reden und Debatten auf der Münchner Sicherheitskonferenz fällt die Bilanz düster aus, aber immerhin nicht katastrophal.
Die wichtigsten Lehren aus einer Konferenz inmitten des grössten Umbruchs der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
US-Aussenminister Marco Rubio lässt in seiner Rede versöhnliche Töne gegenüber Europa anklingen – doch wer genau hinhört, findet viele Gründe für Zweifel. Kooperation kann es demnach nur geben, wenn die Europäer dem politischen Kurs von Trump folgen.
Europa gibt sich hingegen pragmatisch, laut Bundeskanzler Friedrich Merz müsse man nun mit mehr Eigenständigkeit reagieren. Deutschland und Frankreich sprechen etwa über einen möglichen europäischen Atomschirm.
Ein Staatschef bekommt in München diesmal weitaus weniger Aufmerksamkeit als sonst: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj muss anerkennen, dass der Krieg in seinem Land angesichts der Krise in den transatlantischen Beziehungen nicht im Mittelpunkt steht.
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Münchner Sicherheitskonferenz: Neue Welt der Grossmächte
Berlin, 13.02.2026: Krisen und Kriege: Das ist die Münchner Sicherheitskonferenz gewohnt. Dieses Jahr geht es in München aber um noch mehr: den tiefgreifendsten Umbruch der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
Das transatlantische Bündnis ist seit Donald Trumps zweitem Amtsantritt als US-Präsident erodiert. Die auf internationalen Regeln und Institutionen basierende Weltordnung droht durch eine auf dem Recht des Stärkeren beruhenden Grossmachtpolitik verdrängt zu werden.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat diese Entwicklung bereits in zwei Reden beim Weltwirtschaftsforum in Davos und im Bundestag im Januar beschrieben und den Schluss gezogen: Europa werde seine Vorstellungen nur dann durchsetzen können, «wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn wir selbst eine europäische Macht werden». Daran wird Merz anknüpfen, wenn er am frühen Nachmittag die diesjährige Konferenz eröffnet.
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