Heftiger Schlagabtausch Trump attackiert Tim Walz – der stellt dessen geistige Gesundheit infrage

dpa

28.11.2025 - 21:21

Der ehemalige Vizepräsidentschaftskandidat Tim Walz ist von Donald Trump beleidigt worden. (Archivbild)
Der ehemalige Vizepräsidentschaftskandidat Tim Walz ist von Donald Trump beleidigt worden. (Archivbild)
Bild: dpa

Donald Trump hat Tim Walz auf Truth Social angegriffen. Der Gouverneur von Minnesota reagierte prompt – und legt nahe, Trumps geistige Gesundheit sei beeinträchtigt.

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DPA, Jan-Niklas Jäger

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  • US-Präsident Donald Trump hat den Gouverneur des US-Bundesstaats Minnesota scharf beschimpft.
  • Der Demokrat reagiert, indem er die Veröffentlichung der MRT-Befunde des Präsidenten fordert.
  • Damit stellt Walz indirekt die geistige Gesundheit Trumps infrage.
  • Hintergrund des Schlagabtauschs ist das Attentat auf Nationalgardisten in Washington.

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota hat scharf auf einen verbalen Angriff von US-Präsident Donald Trump reagiert. Auf der Plattform X forderte der Demokrat Tim Walz, die MRT-Befunde des Republikaners offenzulegen – und stellte damit indirekt Trumps geistige Fitness infrage. 

MRT ist die Abkürzung für Magnetresonanztomographie. Sie liefert Aufnahmen des Körperinneren. Erkannt werden können etwa Gelenkschäden, Herzinfarkte oder Tumore.

Ende Oktober hatte Trump erklärt, sich einer MRT-Untersuchung unterzogen zu haben. Die Ergebnisse seien «perfekt» gewesen, sagte der 79 Jahre alte Präsident. Veröffentlicht wurden sie jedoch nicht, was Spekulationen darüber anfachte, was auf den Scans zu sehen sein könnte.

Trump fordert «umgekehrte Migration»

Auslöser der Auseinandersetzung zwischen Walz und Trump war eine Tirade des US-Präsidenten auf seiner Plattform Truth Social. Darin griff er Menschen aus «Dritte-Welt-Ländern» an, die in den USA leben, warf ihnen pauschal Kriminalität vor und beleidigte Walz.

Trump bezeichnete den ehemaligen Vizepräsidentschaftskandidaten an der Seite von Kamala Harris dabei als «seriously retarded» (zu Deutsch etwa: «ernsthaft zurückgeblieben»). Der Begriff gilt gegenüber Menschen mit Behinderung als diskriminierend. Auch die Bezeichnung «Dritte Welt» gilt als überholt.

In seinen Ausführungen sprach Trump zudem von der Notwendigkeit einer «Reverse Migration» (zu Deutsch etwa: «umgekehrte Migration»). Gemeint ist damit in der Regel, dass eine grosse Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das jeweilige Land verlassen soll, auch unter Zwang.

Regierung reagiert hart auf Angriff in Washington

Hintergrund des Schlagabtauschs ist der Angriff auf zwei Nationalgardisten in der Hauptstadt Washington. Eine Soldatin ist verstorben, der andere Soldat liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

Die Trump-Regierung hatte in der Folge des Angriffs scharfe Massnahmen gegen Menschen aus Afghanistan angekündigt – dem Herkunftsland des mutmasslichen Täters. Geplant sind umfassende Überprüfungen von afghanischen Flüchtlingen in den USA. Auch Menschen aus anderen Staaten, vor allem solchen mit anhaltenden Konflikten, gerieten in den Fokus.

Menschenrechtsorganisationen warnten eindringlich davor, die Tat eines Einzelnen zu instrumentalisieren und ganze Bevölkerungsgruppen zu diskreditieren.

Warum Trump Minnesota ins Visier nimmt

Trump hatte schon vor dem Angriff in Washington angekündigt, ein Programm zum vorübergehenden Schutz von Flüchtlingen aus Somalia zu beenden.

Minnesota ist Heimat einer grossen somalischen Diaspora. In seinem Schwall an Posts griff Trump neben Gouverneur Walz auch die somalisch-stämmige Kongressabgeordnete Ilhan Omar mit diskriminierender Rhetorik an. Die 43-Jährige vertritt einen Wahlkreis in Minnesota.