Schwedens Armeechef warntGreift Putin bald diese winzigen Ostsee-Inseln an?
Dominik Müller
21.4.2026
Warnt vor Putins möglichen Plänen in der Ostsee: Schwedens Armeechef Michael Claesson.
Imago
In der Ostsee wächst die Angst vor neuen Taktiken Russlands. Schwedens Armeechef sieht vor allem kleine Inseln im Fokus. Solche Aktionen könnten grosse politische Folgen haben.
Ein möglicher russischer Angriff in der Ostsee könnte laut Experten anders aussehen als bisher angenommen. So warnt Schwedens Armeechef Michael Claesson vor einem gezielten Zugriff auf kleine, unbewohnte Inseln – statt strategisch wichtigen Inseln wie Gotland oder Bornholm.
Solche Szenarien seien jederzeit denkbar, sagte Claesson der «Times». Hierzulande berichtete die «Aargauer Zeitung» zuerst über die Aussagen des ranghohen Militärs.
In der Ostsee gebe es laut Claesson «rund 400'000 Inseln». Entscheidend sei nicht deren militärischer Wert, sondern die politische Wirkung: Russland könnte bewusst eine minimale Provokation setzen und «abwarten, was politisch passiert».
Die Schären zwischen Schweden und Finnland sind geprägt von tausenden kleinen Felseninseln in der Ostsee.
Google Maps
Nur ein Papiertiger oder doch mehr?
Ein solcher Schritt wäre militärisch begrenzt, könnte aber grosse Folgen haben. Selbst die Besetzung eines Felsens durch wenige Soldaten würde laut Claesson reichen, um die Nato auf die Probe zu stellen: «Ich glaube, man kann die Allianz herausfordern, indem man irgendetwas besetzt.»
Im Zentrum steht die Frage, ob das Bündnis geschlossen reagieren würde – insbesondere angesichts wachsender Zweifel an der Haltung von Donald Trump zur Nato. Dieser hatte das Bündnis zuletzt als «Papiertiger» bezeichnet.
«Wir müssen auf der Hut sein»
Als möglichen Vorwand sieht Claesson Konflikte rund um russische Öltanker: «Russland könnte sagen, es brauche ein paar dieser Felsen […] damit die Schattenflotte sicher operieren kann.» Auch andere Dienste warnen vor einem begrenzten militärischen Vorgehen in der Region.
Für Claesson ist klar: Die Nato müsse ihre Präsenz in Nordeuropa verstärken, um solche Tests zu verhindern. «Wir müssen auf der Hut sein und Russland von dieser Art von Abenteuern abschrecken.»
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