Protestaktion in Venedig Greta Thunberg färbt Canal Grande grün – Stadt wirft sie raus

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25.11.2025 - 13:45

GretaVenedig

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25.11.2025

Am Samstag führte Greta Thunberg mit anderen Aktivisten in Venedig eine Protestaktion durch, die den Canal Grande neongrün färbte. Dies führte zu einem Bussgeld und einem vorübergehenden Stadtverbot für Thunberg.

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  • Greta Thunberg und Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion färbten den Canal Grande in Venedig neongrün, um gegen Umweltzerstörung zu protestieren.
  • Die Aktion führte zu einer Geldstrafe und einem 48-stündigen Stadtverbot für Thunberg, während weitere Protestformen wie ein stiller Marsch durchgeführt wurden.
  • Politiker wie der Regionalgouverneur kritisierten die Aktion als respektlos, während einige Touristen sie als legitimen Klimaprotest unterstützten.

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat in Italien erneut für Schlagzeilen gesorgt. Gemeinsam mit der Gruppe «Extinction Rebellion» färbte sie den Canal Grande in Venedig am Samstag, 22. November, knallgrün – als Protestaktion gegen die Folgen des Klimawandels.

Die Aktion blieb nicht ohne Konsequenzen: Thunberg kassierte eine Busse von 150 Euro und erhielt zudem ein 48-Stunden-Verbot, die Lagunenstadt zu betreten.

Während Thunberg in den letzten Monaten weniger durch Klimaproteste auffiel, sondern eher durch ihre kontroversen Ansichten zu Israel, war diese Aktion wieder ein Versuch, das Thema Klimawandel in den Vordergrund zu rücken. Die Aktivisten entrollten zudem auf der Rialto-Brücke ein Banner mit der Aufschrift «Stop Ecocide». Thunberg trug dabei eine palästinensische Kufiya, das in bestimmten politischen Kreisen verbreitet ist.

Neben der Färbung des Kanals führten die Aktivisten auch einen stillen Protestmarsch durch. In rote Gewänder gehüllt und mit Schleiern verhüllt, bewegten sie sich schweigend durch die Strassen und Brücken der Lagunenstadt, vorbei an zahlreichen Touristen. Diese Art von Protest wurde bereits in Grossbritannien durchgeführt.

Protestaktion von Venetiens Gouverneur kritisiert

Die Aktion fand am Wochenende des Abschlusses der UN-Klimakonferenz COP30 in Belém, Brasilien, statt. «Extinction Rebellion» berichtete, dass ähnliche Proteste zeitgleich in zehn weiteren italienischen Städten stattfanden, darunter Genua, Padua, Turin, Bologna und Taranto.

Luca Zaia, der Gouverneur der Region Venetien, zu der Venedig gehört, kritisierte die Aktion als respektlos gegenüber der Stadt und ihrer fragilen Geschichte. Er äusserte Bedenken, dass das Vorgehen trotz der angeblich umweltfreundlichen Farbe negative Auswirkungen auf die Umwelt haben könnte.

Einige Touristen, die die Protestaktion miterlebten, zeigten jedoch Verständnis und bezeichneten sie als legitimen Versuch, auf das Versagen der internationalen Politik im Klimaschutz hinzuweisen.