FrankreichGriechenland rüstet im Mittelmeer weiter auf
SDA
15.1.2026 - 13:52
Kimon, die erste von vier modernen, in Frankreich gebauten Fregatten, die Teil von Griechenlands großem militärischen Modernisierungsprogramm sind, segelt bei ihrer Ankunft im Saronischen Golf in der Nähe von Athen. Foto: Thanassis Stavrakis/Pool AP/AP/dpa
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Griechenland hat die erste von vier hochmodernen, jeweils rund eine Milliarde Euro teuren Fregatten empfangen, die Athen von Frankreich gekauft hat.
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15.01.2026, 13:52
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«Es ist ein weiterer Schritt, damit die Abschreckungsfähigkeit des Landes von niemandem infrage gestellt wird», sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bei dem Festakt zum Empfang des Kriegsschiffes, der vom griechischen Fernsehen übertragen wurde.
Die Anschaffung der Schiffe des Typs Belharra ist Teil des grossen Rüstungsprogramms des Landes: Bis 2036 will Athen 25 Milliarden Euro (23,3 Milliarden Franken) in neue Waffensysteme, Schiffe, Kampfjets und moderne Verteidigungstechnologien stecken. Dafür wird auch das EU-Rüstungsprogramm Safe genutzt. Geplant sind unter anderem die Anschaffung von 20 US-amerikanischen F-35-Tarnkappenjets sowie der Kauf neuer israelischer Luftabwehrsysteme.
Keine Kritik an den hohen Ausgaben
Obwohl sich das Land nach der schweren Finanzkrise von 2010 bis 2018 immer noch im Aufbau befindet, werden die hohen Militärausgaben weder von politischen Parteien noch von der Bevölkerung kritisiert. Hintergrund sind die seit Jahrzehnten schwelenden Konflikte mit dem Nachbarn Türkei. Zwischen den zwei Nato-Mitgliedern kommt es immer wieder zu starken Spannungen bis kurz vor der bewaffneten Auseinandersetzung. Es geht dabei unter anderem um Hoheitsrechte in der Ägäis und Rohstoffe wie Erdgas im Mittelmeer.
Grönland als Vergleich
Die aktuelle internationale Lage bestärke die konservative Regierung in ihrem Vorhaben, heisst es aus Militärkreisen: Der Konflikt um Grönland zeige, dass eine Nato-Mitgliedschaft nicht automatisch vor Aggressionen eines anderen Nato-Partners schütze. Aber auch der Krieg in der Ukraine und die Instabilität im Nahen Osten werden als Gründe für die massive Aufrüstung angeführt.
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USA und Iran wollen verhandeln: Für Freitag sind neue Gespräche der beiden Staaten im Oman geplant. Für die USA sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen. Unklar bleibt die Tagesordnung.
Der Iran möchte laut Aussenminister Abbas Araghtschi nur über sein Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten Themen sein müssten.
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