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Soll Anfang 2027 in Kraft treten

Grossbritannien will Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige

Der britische Premierminister Keir Starmer begründete den Schritt mit dem Schutz von Kindern.

Der britische Premierminister Keir Starmer begründete den Schritt mit dem Schutz von Kindern.

Jack Taylor/PA Wire/dpa

Die britische Regierung plant ein Verbot von mehreren Social-Media-Plattformen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Das kündigte Premierminister Keir Starmer bei einer Pressekonferenz in London an.

Keystone-SDA
Noemi Hüsser

Keystone-SDA, Noemi Hüsser

15.06.2026, 09:47•24.06.2026, 15:13

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die britische Regierung plant ein Verbot sozialer Netzwerke für unter 16-Jährige.
  • Das Gesetz soll noch vor Weihnachten verabschiedet werden und Anfang 2027 in Kraft treten. 
  • Premierminister Keir Starmer begründet den Schritt mit dem Schutz vor Mobbing, Sucht und psychischen Belastungen.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Die britische Regierung plant ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Das kündigte Premierminister Keir Starmer bei einer Pressekonferenz in London an. Das Gesetz soll noch vor Weihnachten verabschiedet werden und Anfang 2027 in Kraft treten.

«Soziale Medien machen Kinder unglücklich», sagte der Premier. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, soziale Medien hätten Jugendlichen auch Vorteile gebracht. Ein vollständiges Verbot sei angesichts der Risiken und negativen Konsequenzen dennoch die richtige Entscheidung. «Heute ist ein grosser Tag für unser Land», so Starmer.

Das Vereinigte Königreich folgt damit dem Vorbild Australiens. Australien hatte im Dezember 2025 als erstes Land der Welt ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Mittlerweile wollen immer mehr europäische Länder dem Beispiel folgen.

Starmer kündigte auch «weltweit führende» Massnahmen im Bereich der Gaming- und Live-Streaming-Plattformen an. Fremde Erwachsene sollen demnach nicht mehr die Chatfunktion nutzen können, um Kontakt zu Kindern aufzunehmen.

Verbot kann umgangen werden

Kritiker eines Verbots fürchten unter anderem, dass dieses leicht von Teenagern umgangen werden kann. So konnten in Australien viele Jugendliche trotz des Verbots Plattformen weiter nutzen, indem sie etwa auf VPN-Dienste zugriffen oder Konten mit einem gefälschten Geburtstagsdatum anlegten.

Diskussionen um Einschränkungen von Social-Media-Plattformen für Minderjährige gibt es derzeit in vielen europäischen Ländern. Mehrere EU-Länder, darunter Frankreich, Spanien, Griechenland, Norwegen und Österreich, haben bereits angekündigt, ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen zu wollen. Auch deshalb steht die Europäische Union unter Druck, weil nur die EU-Kommission den grossen Plattform-Betreibern Vorschriften machen darf.

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