Nächtliche Aktion mit Lastwagen Grosse Viehdiebstähle: Über 100 Rinder und Kälber verschwunden

Samuel Walder

13.5.2026

In Deutschland wurden mehr als hundert Rinder und Kälber gestohlen.
In Deutschland wurden mehr als hundert Rinder und Kälber gestohlen.
sda

In Südbrandenburg sind innerhalb weniger Tage über 100 Rinder und Kälber gestohlen worden. Die Polizei geht von professionell organisierten Tätern aus.

Samuel Walder

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In Südbrandenburg wurden in zwei Fällen grosse Viehdiebstähle gemeldet, bei denen insgesamt über 100 Rinder und Kälber verschwanden. 
  • Die Täter gingen offenbar professionell vor und nutzten vermutlich Lastwagen, um die Tiere zu transportieren. Der entstandene Schaden beläuft sich auf insgesamt über 120’000 Euro.
  • Als mögliches Motiv gilt der lukrative Fleischmarkt, zudem könnten die Tiere ins Ausland gebracht worden sein. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen schweren Diebstahls.

In Südbrandenburg sind gleich zwei grosse Viehdiebstähle bekannt geworden. In Vetschau bei Cottbus bemerkte ein Landwirt am Freitagmorgen, dass 48 Tiere fehlten. Er wollte seine Rinder impfen und stellte dabei fest, dass ein grosser Teil seiner Herde verschwunden war, wie «rbb24.de» berichtet.

Bei den gestohlenen Tieren handelt es sich laut dem Landwirt um Mutterkühe und Kälber im Alter zwischen sechs und zehn Monaten. Er geht davon aus, dass Profis am Werk waren. Es sei schwierig, so viele Tiere einzufangen und zu verladen. Die Polizei schätzt den Schaden auf 75’000 Euro (68’670 Fr.).

70 Kälber gestohlen

Ein noch grösserer Diebstahl ereignete sich bereits am 22. April in Uebigau-Wahrenbrück. Dort wurden aus einem Stall 70 Kälber gestohlen. Laut einem Verantwortlichen handelt es sich ausschliesslich um weibliche Jungtiere der Rasse Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind im Alter zwischen drei und sechs Monaten. Die zehn kleinsten Tiere liessen die Täter zurück.

Die Täter sollen mit einem Lastwagen vorgefahren sein und das Tor aufgebrochen haben. Die Polizei konnte mehrere Spuren sichern, darunter auch jene eines Lastwagens. Bei der betroffenen Rasse handelt es sich um eine seltene Tierart, von der es in Deutschland nur noch 4000 Tiere gibt.

Rindfleisch bringt Geld

Trotzdem geht der Verantwortliche nicht davon aus, dass die Tiere wegen ihrer Seltenheit gestohlen wurden. «Was in den letzten Monaten immer noch vernünftiges Geld gebracht hat, war Rindfleisch», sagte er. Wegen der Ohrmarken vermutet er zudem, dass die Tiere ins Ausland gebracht wurden.

Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen besonders schweren Diebstahls. Der Schaden beim zweiten Vorfall wird auf rund 50’000 Euro (46’000 Fr.) geschätzt. Ein Teil davon ist durch eine Versicherung gedeckt.