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Jetzt meldenIsraels Militär hat die Vereinten Nationen angewiesen, den nördlichen Teil des Gazastreifens binnen 24 Stunden zu räumen. Nach Einschätzung der WHO steht das Gesundheitssystem im Gazastreifen «am Rande des Zusammenbruchs». Die Entwicklungen im Tages-Überblick.
Vor der erwarteten Bodenoffensive im Gazastreifen als Reaktion auf Hamas-Gräuel hat das israelische Militär mehr als eine Million Palästinenser zur Evakuierung aufgefordert. «Das Militär ruft alle Zivilisten von Gaza-Stadt auf, ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit und zu ihrem Schutz Richtung Süden zu verlassen», sagte Armee-Sprecher Jonathan Conricus am Freitag. Augenzeugen berichteten von Panik unter der Bevölkerung. Hilfsorganisationen reagierten empört.
Das israelische Militär rief die Einwohner der Stadt Gaza am Freitag auf, bis 20.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MESZ) ihre Wohngebiete zu verlassen und sich weiter südlich zu begeben. Ein Sprecher der Armee schrieb in arabischer Sprache auf X, man werde eine auf einer Karte eingezeichnete Fluchtroute bis zu diesem Zeitpunkt nicht angreifen.
Das UN-Hilfswerk für Palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) warnte, der Küstenstreifen werde angesichts der massiven israelischen Luftangriffe und der Abriegelung zu einem «Höllenloch und steht am Rande des Zusammenbruchs». Im israelisch besetzten Westjordanland kam es ebenfalls zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften mit zehn Toten und Dutzenden Verletzten.
Die israelische Armee machte nach eigenen Angaben innerhalb der vergangenen 24 Stunden bereits mehrere begrenzte Vorstösse auf das Gebiet des Gazastreifens. Armeesprecher Daniel Hagari schrieb bei X, vormals Twitter, Ziel dieser Einsätze sei es, «das Gebiet von Terroristen und Waffen zu säubern». Dabei habe es auch Bemühungen gegeben, Vermisste zu finden. Boden- und Panzertruppen hätten nach Spuren gesucht und «Terrorzellen ausgeschaltet».