«Iran hat um Waffenruhe gebettelt» – Hegseth feiert US-Militär
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Waffenruhe mit dem Iran als «historischen Sieg» bezeichnet. An einer Pressekonferenz präsentierte er die militärische Bilanz – und liess kaum eine Gelegenheit aus, Donald Trump zu loben.
08.04.2026
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Waffenruhe mit dem Iran als «historischen Sieg» bezeichnet. An einer Pressekonferenz präsentierte er die militärische Bilanz – und liess kaum eine Gelegenheit aus, Donald Trump zu loben.
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- US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete die Iran-Waffenruhe als «historischen Sieg» und präsentierte eine umfangreiche Bilanz: 90 Prozent der iranischen Drohnenflotte zerstört, 150 Schiffe versenkt, kein Luftabwehrsystem mehr.
- Die USA werden laut Hegseth weiterhin vor Ort präsent bleiben und bei Nicht-Einhaltung der Vereinbarung erneut angreifen – Atomwaffen für den Iran bleiben eine absolute rote Linie.
- Hegseth lobte Trump mehrfach als unübertroffenen Dealmaker und bezeichnete die aktuelle Situation als Ergebnis eines von Anfang an geplanten Vorgehens.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich nach der vereinbarten Waffenruhe mit dem Iran in kämpferischer Stimmung gezeigt. An einer Pressekonferenz zog der 45-Jährige eine ausführliche Bilanz der Operation «Epic Fury» – und machte unmissverständlich klar, dass die USA weiterhin wachsam bleiben.
«Der Iran ist seit 47 Jahren eine Bedrohung für die USA und die freie Welt», sagte Hegseth. «Jetzt nicht mehr.» Der Iran habe um die Waffenruhe «gebettelt» – alles sei von Anfang an so geplant gewesen.
«Wir kontrollieren ihren Luftraum»
Hegseth präsentierte eine Reihe von Zahlen, die den Erfolg des US-Militärs belegen sollen: Rund 90 Prozent der iranischen Drohnenflotte seien zerstört worden, 150 iranische Schiffe lägen auf dem Meeresgrund. Iran verfüge über kein funktionsfähiges Luftabwehrsystem mehr. «Wir kontrollieren ihren Luftraum», sagte Hegseth. Auch Waffenfabriken und Produktionsanlagen seien gezielt ausgeschaltet worden. «Das neue Regime hat keine Macht mehr», zeigte er sich überzeugt.
Generalstabschef Dan Caine, der ebenfalls ans Mikrofon trat, richtete seine ersten Worte an die Hinterbliebenen gefallener US-Soldaten: «Ihr Opfer und das Opfer ihrer Angehörigen ist für uns von grösster Bedeutung. Ihre Namen und ihre Tapferkeit werden nie vergessen sein.» Dank sprach er auch Saudi-Arabien, Katar, Bahrain und weiteren unterstützenden Ländern aus.
Atomwaffen bleiben rote Linie
Auf die Frage, wie es nach der zweiwöchigen Waffenruhe weitergehe, gab sich Hegseth knapp: «Yes, we're not going anywhere. We're hanging around.» Man werde vor Ort bleiben und eingreifen, sollte der Iran die vereinbarten Punkte nicht einhalten. In diesem Fall drohte er erneut mit Angriffen auf Energieanlagen und die gesamte Infrastruktur des Landes.
Nicht verhandelbar sei in jedem Fall das Atomprogramm: Der Iran werde nie in den Besitz von Nuklearwaffen gelangen, betonte Hegseth.
Immer wieder flocht der Verteidigungsminister Lobeshymnen auf seinen Chef ein. «Niemand macht bessere Deals als Präsident Trump», sagte er – mehrfach.
An der Pressekonferenz wurden auch die Versorgungsstatistiken des Einsatzes präsentiert – darunter sechs Millionen Mahlzeiten, 920'000 Gallonen Kaffee und zwei Millionen Energydrinks. «Damit möchte ich nicht sagen, dass wir ein Problem haben», scherzte Hegseth angesprochen auf die grossen Kaffee-Mengen. Dann wurde er wieder ernst: «Es ist dunkel, es ist heiss und anstrengend. Die Soldaten brauchen ausreichend Versorgung.»
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