Israel Hilfsorganisationen beklagen «entsetzliche» Lage im Gazastreifen

SDA

15.10.2023 - 17:04

Ein Lastwagen der UN transportiert Lebensmittel für palästinensische Bürger, die in einer der Schulen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) untergebracht sind. Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
Ein Lastwagen der UN transportiert Lebensmittel für palästinensische Bürger, die in einer der Schulen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) untergebracht sind. Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
Keystone

Hilfsorganisationen haben vor katastrophalen Zuständen im Gazastreifen gewarnt. Medico und Misereor mahnten am Sonntag die Einhaltung des Völkerrechts und die unverzügliche Einrichtung humanitärer Korridore für die Versorgung der 2,2 Millionen Menschen in der Küstenenklave an. Die «völkerrechtswidrigen Angriffe» auf die Zivilbevölkerung, zivile Infrastruktur und medizinische Einrichtungen müssten eingestellt werden, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung. Beide Gruppen arbeiten mit Gesundheitsdiensten und Menschenrechtsorganisationen im Gazastreifen zusammen.

15.10.2023 - 17:04

«Nach allem, was wir von unseren Partnerorganisationen hören, wissen wir, dass die Situation entsetzlich ist», sagte Tsafrir Cohen, Geschäftsführer von der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation Medico International. «Wir befinden uns vor den Augen der Weltöffentlichkeit inmitten einer humanitären Katastrophe, die sich in rasender Geschwindigkeit verschärft.» Das Gesundheitswesen, die Strom- und die Wasserversorgung seien «vollständig kollabiert».

Die Vorräte seien so gut wie aufgebraucht, hiess es weiter. «Die Versorgung mit Wasser, Treibstoff und Strom muss wieder hergestellt werden», sagte der Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel von Misereor, dem Hilfswerk der römisch-katholischen Kirche. «Die Menschen in Gaza können nicht kollektiv für die brutalen Überfälle der Hamas in Haftung genommen werden.»

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