Mindestens 44 ToteHongkong-Inferno: Baumaterial als Brandbeschleuniger
SDA
27.11.2025 - 06:54
Brand Hongkong
26.11.2025
Nach dem Hochhausbrand in Hongkong suchen Retter noch immer viele Vermisste. Experten wollen den Grund für die Katastrophe ermitteln. Auch das Baugerüst könnte eine Rolle gespielt haben.
Keystone-SDA
27.11.2025, 06:54
27.11.2025, 08:32
SDA
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In Hongkong brennt weiter ein 30-stöckiger Gebäudekomplex.
Mindestens 44 Personen sind dabei ums Leben gekommen.
Drei Personen einer Baufirma wurden verhaftet: Baumaterial könnte den Brand beschleunigt haben.
Obwohl in den oberen Stockwerken extreme Temperaturen herrschen, rettet die Feuerwehr weiter Mensch und Tier.
Nach dem tödlichen Grossbrand in einem Hongkonger Wohnkomplex suchen die Ermittler weiter nach der Ursache für den Ausbruch der Flammen. Wie die Behörden mitteilten, nahm die Polizei drei Menschen einer Baufirma mit Verdacht auf fahrlässige Tötung fest.
Berichten der «South China Morning Post» zufolge durchsuchten Beamte auch Büroräume des Unternehmens. Bei dem verheerendsten Brand in der chinesischen Sonderverwaltungsregion seit Jahrzehnten kamen mindestens 44 Menschen ums Leben.
Die Einsatzkräfte suchten noch nach fast 280 Vermissten. In den Kliniken um den betroffenen Stadtteil Tai Po wurden weitere 45 Menschen behandelt. Unter den Toten war auch ein 37-jähriger Feuerwehrmann, der am Einsatzort bewusstlos gefunden wurde und im Krankenhaus starb.
Feuerwehr rettet Haustiere
Medienberichten zufolge retten die Helfer weitere Überlebende aus den betroffenen Gebäuden. Die Feuerwehr brachte am Morgen zudem mehrere Katzen und Hunde, die überlebt hatten, aus den Gebäuden, wie auf Fotos zu sehen war.
Das Inferno am gestrigen Mittwoch.
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Über den Hochhausblöcken der Wohnanlage Wang Fuk Court zogen am Vormittag weiter dichte Rauchschwaden, während die Feuerwehr ihre Löscharbeiten von Drehleitern aus fortsetzte, wie Live-Übertragungen zeigten. Wegen der Verkehrsbehinderungen fiel an 13 Schulen der Unterricht aus.
Die dramatischen Bilder des Brandes der höchsten Kategorie fünf gingen um die Welt. Das Feuer war gestern aus bislang noch ungeklärter Ursache ausgebrochen und hatte sich rasch über mehrere eingerüstete Hochhäuser ausgebreitet.
Die Hochäuser heute Morgen.
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Die Feuerwehr berichtete von extremen Temperaturen in den oberen Stockwerken und schwierigen Bedingungen bei der Brandbekämpfung. Mittlerweile brachten die Einsatzkräfte die Feuer weiter unter Kontrolle, meldeten aber noch Flammen in drei Wohnblöcken.
Sicherheitsstandards im Fokus
Aus dem Ausland erreichten Hongkong erste Beileidsbekundungen. Das Generalkonsulat Grossbritanniens drückte den Betroffenen und Rettungskräften seine Nähe aus. Hongkong war bis 1997 britische Kronkolonie.
Auch die diplomatischen Vertretungen Deutschlands, der EU und der USA zeigten online ihre Anteilnahme. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte sich bereits am Vortag betroffen über den Brand gezeigt und Pekings Unterstützung zugesichert, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.
Die Behörden prüfen insbesondere die Sicherheitsstandards der traditionellen Bambusgerüste und der daran befestigten Schutznetze, mit denen alle Gebäude wegen Renovierungsarbeiten verkleidet waren.
Rettungsarbeiten könnten noch lange dauern
Ermittler fanden mit Polystyrolplatten – einem leicht entflammbaren Kunststoff, der häufig als Dämmmaterial verwendet wird – verbaute und teils blockierte Fenster sowie mutmasslich minderwertige Baumaterialien. Beides könnte dazu beigetragen haben, dass sich das Feuer so schnell ausbreitete.
Die Wohnanlage stammt aus den 1980er Jahren und war für Renovierungsarbeiten eingerüstet. Die Flammen breiteten sich auch durch den Wind rasch aus und griffen auf sieben der acht Gebäude über, die alle mehr als 30 Stockwerke hoch sind. In der Anlage befinden sich fast 2000 Wohnungen.
Durch den Grossbrand mussten rund 900 Menschen Unterschlupf in öffentlichen Schutzräumen suchen. Berichten zufolge rechnen die Behörden damit, dass die Rettungsarbeiten mindestens bis zum heutigen Abend weitergehen werden.
Schweizer Jodeln als Kulturerbe – Unesco entscheidet über Aufnahme
Genf, 08.12.2025: Jodeln als Weltkulturerbe: Die Schweizer Tradition soll nun von der Unesco geadelt werden, mit einer Anerkennung als Kulturerbe der Menschheit. Darüber berät ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur bei einer Sitzung in Neu-Delhi. Die Entscheidung fällt bis zum 13. Dezember.
Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
11.12.2025
Gala im Kennedy Center mit Novum: Trump auf der Bühne
Washington, 08.12.2025: Donald Trump will auf die Bühne: Der US-Präsident legt in der grössten Kultureinrichtung Washingtons einen ungewöhnlichen Auftritt hin. Anstatt als Zuschauer in der Loge ist er im Kennedy Center als Moderator auf der Bühne zu sehen.
Dort werden am Sonntagabend Hollywoodstar Sylvester Stallone, die Rockband Kiss, die Sängerin Gloria Gaynor, der Country-Musiker George Strait und Musical-Schauspieler Michael Crawford für ihre künstlerischen Lebenswerke ausgezeichnet.
Bereits am Vortag verleiht ihnen Trump im Weissen Haus Medaillen. Da kündigt er bereits an, dass er als erster Präsident überhaupt bei der Verleihungsgala im Kennedy Center Gastgeber sein werde. Trump sagt, er moderiere auf Wunsch eines bestimmten Fernsehsenders. Am 23. Dezember wird die Gala vom US-Sender CBS ausgestrahlt.
09.12.2025
Gottschalk-Ehefrau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen»
München, 02.12.2025: Thomas Gottschalk hat Krebs. Das enthüllt der Moderator nach Diskussionen um seine jüngsten Bühnenauftritte in einem Interview mit der «Bild»-Zeitung.
Darin äussert sich auch seine Frau Karina: «Er wollte nicht zum Arzt gehen», sagt sie.
Anfang Juli dieses Jahres habe sie geahnt, dass irgendwas nicht mit ihrem Mann stimme: «Thomas wurde zusehends stiller und blasser und musste öfter zur Toilette. So kannte ich ihn nicht.» Sie habe ihm dann einen Termin in einem Münchner Klinikum besorgt.
Die Diagnose: Ein sehr seltener und bösartiger Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt und die Blutgefässe auskleidet. Der 75-Jährige musste operiert werden und benötigt Medikamente.
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