DeutschlandHunderttausende feiern Deutsche Einheit in Hamburg
SDA
3.10.2023 - 14:08
Vor dem Hamburger Rathaus weht eine große Deutschland-Fahne während Besucher über die Ländermeile auf der Mönckebergstraße laufen. Foto: Jonas Walzberg/dpa
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Hunderttausende Menschen haben den 33. Tag der Deutschen Einheit in Hamburg mit einem grossen zweitägigen Bürgerfest gefeiert. Bei den zentralen Feierlichkeiten unter dem Motto «Horizonte öffnen» herrschte am Montag und Dienstag grosser Andrang. In der Innenstadt präsentierten sich die Verfassungsorgane Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht, die Bundesländer und auf einer «Blaulichtmeile» etwa Polizei und Feuerwehr.
Keystone-SDA
03.10.2023, 14:08
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Protokollarischer Höhepunkt war am Dienstag der Festakt in der Elbphilharmonie mit der gesamten Staatsspitze, den Regierungschefs der Länder und rund 1300 geladenen Gästen. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher appellierte dort an den Gemeinsinn der Bürgerinnen und Bürger in Krisenzeiten. Nur ein starkes demokratisches Deutschland könne Verantwortung übernehmen für ein starkes Europa, das sich für Frieden, Demokratie und Menschenrechte einsetzen, sagte der Bundesratspräsident. «Nicht Populismus und Polarisierung, sondern Gemeinsinn und Kooperation sind das Gebot der Stunde. Dafür tragen wir alle Verantwortung.»
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, mahnte an, den Staat mit seinen Institutionen und Regularien einfacher und effizienter zu gestalten. In Deutschland sei vieles gut, einiges exzellent, aber manches müsse verbessert werden, um auch künftig zu bestehen. Dabei halte die Geschwindigkeit staatlicher Entscheidungen und ihrer Umsetzung mit dem Tempo, in dem sich die Wirklichkeit verändere, immer weniger mit, erklärte er. Die lange Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren sei nur ein Symptom. «Unser Staat muss deshalb tradierte Handlungsmuster selbstkritisch überprüfen und anpassen, er muss lernen, seine Komplexität zu begrenzen und zu reduzieren. Er muss – auf allen Ebenen – besser, schneller, vor allem lösungsorientierter werden.»
Die Repräsentanten der obersten Verfassungsorgane wechseln sich bei den Einheitsfeiern als Redner neben dem jeweiligen Regierungschef des Gastgeberlandes ab. Im vergangenen Jahr hatte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas in Erfurt die Rede gehalten, im Jahr davor in Halle/Saale die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Zuvor hatten sich die gesamte Staatsspitze und zahlreiche Gäste wie Altkanzler Gerhard Schröder oder der frühere Bundespräsident Christian Wulff bereits zu einem ökumenischen Gottesdienst im Hamburger Michel eingefunden, wo Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs ebenfalls den Zusammenhalt in der Gesellschaft beschwor.
«Lasst uns zusammenhalten, was derzeit in Politik und Gesellschaft so auseinanderdriftet», mahnte die Bischöfin des evangelischen Sprengels Hamburg und Lübeck in ihrer Predigt. Hamburgs katholischer Erzbischof Stefan Hesse rief in seiner Predigt zur Solidarität mit Flüchtlingen auf und forderte eine Reform des europäischen Asylsystems.
Die Feierlichkeiten hatten bereits am Montag begonnen. Rund um Rathaus und Binnenalster kamen dazu nach Angaben des Sprechers des Bürgerfestes mehr als 300 000 Besucherinnen und Besucher zusammen. Bei der «Nacht der Einheit» konnten sie bis zu später Stunde an vielen Orten der Innenstadt Live-Musik, Tanzaufführungen und Ausstellungen verfolgen. Am Dienstag trübte das Wetter mit viel Wind und Regenschauern die Feierlaune etwas ein.
Gegen die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit gab es am Montagabend auch eine Demonstration mit mehreren Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Bereits kurz nach dem Start stoppte die Polizei den Zug, wie dpa-Reporter berichteten. Die Demonstranten aus der linken Szene hatten ein Transparent enthüllt, auf dem Deutschland vulgär beschimpft wurde.
Die Einheitsfeier bildet Schluss- und Höhepunkt der Bundesratspräsidentschaft Hamburgs. Am Nachmittag wollte Tschentscher den Staffelstab symbolisch an Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) übergeben. Sie übernimmt das Amt am 1. November.
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
Einsatz im Mittelmeer: Minenjagdboot wird bald wegen Iran-Krieg verlegt
Das deutsche Minenjagdboot «Fulda» soll schon bald aufbrechen – Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass es schnell geht, sollte demnächst ein Einsatz zur Sicherung der Strasse von Hormus anstehen. Pistorius betont, Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran. Zudem erinnert er daran, dass ein solcher Einsatz nur mit einem Mandat des Bundestags möglich sei.
27.04.2026
Pete Hegseths «Pulp Fiction»-Gebet
Verteidigungsminister Pete Hegseth zitiert am 16. April auf einer Pressekonferenz in Washington ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei.
«Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos. Hegseth zitiert ein abgewandeltes Gebet, das bei der Rettung der US-Piloten im Iran gesprochen worden sei. «Sie nennen es CSAR [Combat Search and Rescue] 25:17, was meiner Meinung nach Hesekiel 25:17 reflektieren soll», sagt er und betet drauflos.
Im Video siehst du jedoch, dass es sich um ein abgewandeltes Zitat aus dem Kultfilm «Pulp Fiction» von 1994 handelt, das nur an den Bibelvers angelehnt ist.
17.04.2026
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