Seltene Variante des Ebola-Virus: «Ich habe Angst zu sterben» – Kongolesen fürchten neuen Ebola-Ausbruch
Die Angst vor Ebola breitet sich im Osten des Kongos rasant aus. Nach zahlreichen Todesfällen wegen des seltenen Bundibugyo-Stamms tragen viele Menschen wieder Schutzmasken – und erinnern sich mit Schrecken an frühere Epidemien.
20.05.2026
Die Angst vor Ebola breitet sich im Osten des Kongos rasant aus. Nach zahlreichen Todesfällen wegen des seltenen Bundibugyo-Stamms tragen viele Menschen wieder Schutzmasken – und erinnern sich mit Schrecken an frühere Epidemien.
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo wächst die Sorge vor einem neuen Ebola-Ausbruch. Nach Angaben der WHO wurden seit Anfang Mai mehr als 500 Verdachtsfälle registriert, über 130 Menschen sollen bereits gestorben sein.
Besonders beunruhigend: Ausgelöst wird der Ausbruch durch den seltenen Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus – für diese Variante existiert bislang kein zugelassener Impfstoff.
Die WHO rief deshalb erstmals noch vor einer Sitzung ihres Notfallkomitees den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Besonders betroffen sind die Provinzen Nord- und Süd-Kivu rund um die Städte Goma und Bukavu.
WHO erhöht Druck – Bevölkerung reagiert mit Angst
Die Behörden versuchen nun, die Ausbreitung mit Grenzkontrollen, Isolationen und internationalen Hilfseinsätzen einzudämmen.
Ugandas Regierung verschärfte bereits die Kontrollen an Grenzübergängen, auch Ruanda reagiert zunehmend nervös. Kongos Präsident Félix Tshisekedi versprach zusätzliche Schutzmassnahmen und internationale Zusammenarbeit.
Gleichzeitig wächst in der Bevölkerung die Angst vor einer Wiederholung früherer Ebola-Wellen, bei denen Tausende Menschen starben. Viele Menschen tragen wieder Schutzmasken und meiden Kontakte.
In der Reuters-Umfrage oben schildern Bewohner*innen offen ihre Angst vor dem tödlichen Virus – und ihre Hoffnung auf schnelle Hilfe.
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