Trump verliert Rückhalt der Bevölkerung

tgab

3.6.2020 - 22:15

Donald Trump verliert in Umfragen den Rückhalt in der Bevölkerung. Die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter dem Anliegen der Demonstranten gegen Polizeigewalt.
Bild: Keystone/AP Photo/Patrick Semansky

Nicht nur in der Corona-Krise machte Donald Trump als Krisenmanager eine schlechte Figur. Auch der Umgang des US-Präsidenten mit dem gewaltsamen Tod George Floyds kommt bei den US-Bürgern nicht gut an. Das zeigen aktuelle Umfragen.

Statt das Volk zu beschwichtigen, droht Donald Trump Demonstranten, die gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt protestieren, mit dem Einsatz des Militärs. Damit stösst er bei immer mehr Amerikanern auf Unverständnis, wie Umfragen zeigen.

Ausschlaggebend für die Proteste gegen Polizeigewalt war der Tod von George Floyd nach einem Polizeieinsatz, bei dem ihm die Luft zum Atmen abgedrückt wurde. Während der Proteste kam es vereinzelt zwar auch zu Plünderungen und Gewaltakten, die meisten verliefen jedoch friedlich. Die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter dem Anliegen der Demonstranten. Immer mehr Amerikanern stösst Trumps harte Linie gegenüber Demonstrierenden im eigenen Land sauer auf, bei der er mit dem Einsatz von Militär droht. Das konnte in Umfragen ermittelt werden, wie «Blick» berichtet.

Trumps Beliebtheitswerte befinden sich im Sinkflug

So gab der Sender CBS eine Studie in Auftrag, in der 49 Prozent der Befragten ihren Missmut äusserten gegenüber Trumps Krisenmanagement während der Unruhen. Alarmierend für den Präsidenten: Nur 32 Prozent stehen der US-Amerikaner stehen noch hinter ihm.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Umfrage des Instituts Morning Consult: Auch hier befürworten nur 32 Prozent Trumps harsche Reaktion auf die Demonstrationen. Ganze 45 Prozent finden sie nicht gerechtfertigt. Eine Umfrage von Reuters kommt sogar zu einem noch drastischeren Ergebnis: 55 Prozent der Befragten sind mit Trumps Politik in der letzten Woche nicht einverstanden, nur 33 Prozent finden sie gut.



64 Prozent der Reuters-Befragten können Demonstrationen gegen den gewaltsamen Tod von George Floyd nachvollziehen. 57 Prozent der Amerikaner können die Wut hinter den Protesten verstehen, wie eine Umfrage des Instituts Monmouth ergab. Zwischen den USA im Jahr 2016, als Donald Trump gewählt wurde, und den USA im Sommer 2020 liegen Welten.

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