Makler schlagen AlarmImmobilienmarkt auf Mallorca «völlig ausser Kontrolle»
toko
25.3.2025
Immobilien auf Mallorca sind heiss begehrt – zum Leidwesen der einheimischen Bevölkerung.
Bild: IMAGO/Zoonar
«Situation ist völlig ausser Kontrolle»: In einem offenen Brief an den spanischen Ministerpräsidenten schlagen Immobilienmakler auf Mallorca Alarm – und fordern ein «Recht auf angemessenen Wohnraum».
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25.03.2025, 21:31
Oliver Kohlmaier
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Die zwei grössten Immobilienmaklerverbände der Balearen haben sich wegen der angespannten Wohnungssituation insbesondere auf Mallorca in einem dramatischen Appell an die spanische Regierung gewandt.
In dem offenen Brief fordern die Makler ein «Recht auf angemessenen Wohnraum».
Wegen der Konkurrenz mit dem Tourismus sowie ausländischen Immobilienkäufern ist Wohnraum für Einheimische knapp und teuer.
Immobilien auf den Balearen, besonders auf Mallorca, sind heiss begehrt. Einheimische Inselbewohner stehen in direkter Konkurrenz mit Touristen sowie zahlungskräftigen ausländischen Käufern. Die Situation hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zugespitzt, auch zu Protesten kam es bereits.
Ausgerechnet die zwei grössten Immobilienmaklerverbände auf den Balearen, ABINI und API, haben sich nun mit einem dramatischen Appell an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez gewandt, wie die «Mallorca Zeitung» berichtet.
Demnach fordern sie in einem offenen Brief ein «Recht auf angemessenen Wohnraum». Wohnen auf den Balearen sei zu einem unerschwinglichen Gut geworden. Die Situation sei mittlerweile «völlig ausser Kontrolle geraten», heisst es in dem Schreiben. Denn für viele Menschen sei angemessener Wohnraum zu einem «unerreichbaren Luxus» geworden.
Zwar seien die Balearen eine «gastfreundliche Region», schreiben die Makler. «Doch während so viele mit der Hoffnung hierherkommen, sich auf unseren Inseln niederzulassen, leiden viele mallorquinische Familien unter der Realität eines unerschwinglichen und unangemessenen Wohnungsmarktes.»
Die Hauptgründe für die Lage sind wohlbekannt. Denn neben dem Zuzug von Arbeitskräften in der Tourismusindustrie konkurrieren die Einheimischen auch noch mit Ferienvermietung zahlungskräftiger Immobilienkäufern aus dem Ausland.
Lösung muss her
In dem Brief fordern die Makler von Sanchez «eine grosse staatliche Wohnraumvereinbarung», bisherige Lösungen hätten keinen Erfolg erzielt. So brauche es unter anderem einen Konsens zwischen Zentral- und Regionalregierung sowie lokalen Behörden zur Bewältigung der Wohnraumkrise auf den Balearen.
Werde keine Lösung für die Probleme gefunden, seien Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera dazu verdammt, «ihre eigenen Bürger zu vertreiben, weil sie kein Zuhause finden können».
Wie die «Mallorca Zeitung» schreibt, hätten in den vergangenen Jahren sowohl die konservative Regierung der Balearen, als auch die in ABINI zusammengeschlossenen Makler entschiedenere staatliche Eingriffe in den Immobilienmarkt stets abgelehnt.
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