SwissCovid-App gestartet — 52 Neuinfektionen in der Schweiz

Agenturen/red

25.6.2020 - 21:58

Ab sofort kann «SwissCovid» heruntergeladen werden, die offizielle Corona-Warn-App des Bundes. Das BAG meldet 52 Neuinfektionen. Unterdessen stimmen die Lufthansa-Aktionäre dem Einstieg des deutschen Staates zu — Aufatmen auch bei der Swiss. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Seit Mitternacht kann die offizielle Corona-Warn-App des Bundes heruntergeladen werden. Zahlreiche Behördenvertreter, darunter Gesundheitsminister Alain Berset, haben am Donnerstag für die Anwendung geworben und offene Fragen geklärt.

«Ich habe die SwissCovid-App auf mein Smartphone geladen, und ich empfehle Ihnen, es mir gleichzutun», schrieb Berset auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Je mehr Personen die App nutzten, desto besser könne sich die Bevölkerung vor dem Virus schützen. «Es ist eine kleine Geste mit einer grossen Wirkung.»

Die App dient als Hilfsmittel für die die klassische Kontaktverfolgung (Contact Tracing). Die App soll helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. Der Bundesrat hatte am Mittwoch die entsprechende Verordnung verabschiedet. Die freiwillige und kostenlose Anwendung ist in neun Sprachen verfügbar.

Die SwissCovid-App ist gestartet.
KEYSTONE/GAETAN BALLY (Archivbild)

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 52 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. «Wir sehen eine leichte Tendenz zu steigenden Fallzahlen», sagte Stefan Kuster vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag vor den Medien.

Aktuell lägen 22 Personen wegen Covid-19 auf Intensivstationen, elf davon würden beatmet. In der ganzen Schweiz befänden sich 160 Personen in Isolation, 715 weitere in Quarantäne, sagte Kuster. Total gab es bisher 4029 Hospitalisationen wegen Covid-19, wie der Webseite des BAG zu entnehmen ist.

Der steigende Trend in den vergangenen Tagen kommt laut Kuster nach den Lockerungsschritten nicht ganz unerwartet. Es gebe eine Häufung von Fällen bei Einreisenden aus Serbien. Mit dem Land bestünden zwar noch Einreisebeschränkungen, doch in Ausnahmefällen sei eine Einreise möglich.

Die Aktionäre der Lufthansa haben dem Einstieg des Staates bei der Lufthansa im Rahmen eines milliardenschweren Rettungspakets zugestimmt.

Der Beschluss habe eine Mehrheit von 98 Prozent des anwesenden Kapitals gefunden, erklärte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley auf der ausserordentlichen Hauptversammlung.

Bei den Schweizer Lufthansa-Töchtern Swiss und Edelweiss kommt der an der Hauptversammlung gefällte Entscheid gut an. Swiss und Edelweiss begrüssten den Aktionärsentscheid zu den notwendigen Kapitalmassnahmen, heisst es in einer kurzen Stellungnahme dazu. Damit sei die Liquidität gesichert.

«Der heutige Entscheid der Aktionäre gibt uns Planungssicherheit, um die Wiederaufnahme des Flugbetriebs weiter voranzutreiben und die Anbindung der Schweiz an die Welt sicherzustellen», wird Swiss-Chef Thomas Klühr zitiert. Nun werde man mit der Lufthansa sowie den jeweiligen Behörden die nächsten Schritte planen. Danach würden die ersten Kredite an die Swiss ausbezahlt.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Kloten ZH müssen 80 Kinder in Quarantäne, nachdem eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet wurde.
  • Die Lufthansa-Aktionäre haben dem Einstieg des deutschen Staates zugestimmt.
  • Das BAG hat über den Start der SwissCovid-App informiert. Rund eine Stunde nach der Lancierung um Mitternacht sei sie bereits mehrere Tausend Male heruntergeladen worden.
  • Die Coronazahlen steigen hierzulande auf 52 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden.
  • Laut einer Antikörper-Studie haben sich in Ischgl annähernd die Hälfte der Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. 
  • Der Reiseveranstalter Hotelplan plant schwere Einschnitte – insgesamt sollen 475 Stellen abgebaut werden.
  • In Brasilien und Teilen der USA steigen die Fallzahlen rapide an.
  • In den USA haben wegen der Coronavirus-Krise erneut binnen einer Woche rund 1,5 Millionen Menschen ihren Job verloren.
  • Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat erstmals grünes Licht für einen Wirkstoff zur Corona-Therapie in der EU gegeben.
  • Als Folge der Coronakrise befürchtet das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) einen Anstieg beim Drogenkonsum.
  • Wegen der andauernden Corona-Pandemie halten die US-Demokraten ihren für August geplanten Parteitag zur Nominierung ihres Präsidentschaftskandidaten in abgeänderter Form ab.

21.48 Uhr: Wir beenden den Live-Ticker am Donnerstag

21.32 Uhr: Dänemarks Regierungschefin muss erneut ihre Hochzeit verschieben

Die Corona-Pandemie hat schon die Hochzeitspläne vieler Paare durchkreuzt — auch Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen musste nun erneut ihre Hochzeit verschieben. «Ich freue mich so darauf, diesen fantastischen Mann zu heiraten», schrieb Frederiksen bei Facebook zu einem Foto, auf dem sie mit ihrem Verlobten Bo zu sehen ist. «Aber so einfach soll es offenbar nicht sein.» Diesmal kam den beiden ein EU-Sondergipfel dazwischen.

Das Treffen des Europäischen Rats in Brüssel sei «genau an dem Samstag im Juli» einberufen worden, «an dem wir heiraten wollten», schrieb Frederiksen. «Aber ich muss meine Arbeit machen und mich um Dänemarks Interessen kümmern. Darum müssen wir unsere Pläne noch einmal ändern», fügte die Regierungschefin hinzu. So wolle aber trotz allem «bald» heiraten: «Ich freue mich darauf, Ja zu Bo zu sagen (der glücklicherweise sehr geduldig ist).»

Die EU-Staats- und Regierungschefs halten am 17. und 18. Juli einen Sondergipfel ab, um eine Einigung in den Verhandlungen über den Corona-Hilfsplan und den nächsten Sieben-Jahres-Haushalt der EU zu erzielen. Sie reisen dazu erstmals seit Einführung der Corona-Beschränkungen im März wieder persönlich nach Brüssel.

21.13 Uhr: CDC: Deutlich mehr Amerikaner mit Corona infiziert als bekannt

In den USA haben sich nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC wohl rund zehnmal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als bislang bekannt. «Für jeden Fall, den wir verzeichnet haben, gab es wahrscheinlich zehn weitere Infektionen», sagte CDC-Direktor Robert Redfield bei einer telefonischen Pressekonferenz. Das sei vor allem auf asymptomatische Infektionen zurückzuführen und darauf, dass in den USA in den ersten Monaten des Ausbruchs deutlich weniger getestet worden sei als jetzt. «Mit den Methoden, die wir im April und Mai benutzt haben, haben wir wahrscheinlich rund zehn Prozent der Infektionen verzeichnet.»



Die Behörde gibt derzeit für die USA mehr als 2,3 Millionen bekannte Corona-Infektionen an — mehr nachgewiesene Fälle als jedes andere Land der Welt. Mehr als 121'000 Menschen starben laut CDC infolge einer Covid-19-Erkrankung.

Derzeit würden viele Neuinfektionen bei jüngeren Menschen festgestellt. «Die haben wir in der Vergangenheit wahrscheinlich einfach nicht diagnostiziert.» Die steigende Zahl der Neuinfektionen vor allem in südlichen Bundesstaaten besorge ihn sehr, sagte Redfield. Allerdings seien nur rund 110 Landkreise derzeit wirkliche «Hotspots». Er wolle aber nichts herunterspielen, so Redfield. «Das ist eine bedeutendes Ereignis und wir sind natürlich besorgt.» Die Hygiene- und Abstandsregeln sollten unbedingt weiter eingehalten werden, vor allem von besonders gefährdeten Menschen mit Vorerkrankungen.

Zu einer Corona-Warn-App gebe es derzeit keine konkreten landesübergreifenden Überlegungen, sagte Jay Butler, der beim CDC für Infektionskrankheiten zuständig ist. Solche Apps hätten «viel Verheissungsvolles, aber auch viele Herausforderungen», sagte Butler. Die Autorität über das Vorgehen bleibe bei den lokalen und regionalen Behörden.

21.06 Uhr: US-Bundesstaat Texas legt Corona-Lockerungen wegen neuer Infektionen auf Eis

Angesichts eines rapiden Anstiegs der Infektionszahlen legt der US-Bundesstaat Texas weitere Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen auf Eis. Gouverneur Greg Abbott erklärte am Donnerstag, weitere Phasen der Wiedereröffnung würden vorerst ausgesetzt. Bisherige Lockerungen würden aber nicht rückgängig gemacht.

«Während wir eine Zunahme von Covid-19-Fällen und Krankenhauseinlieferungen erleben, konzentrieren wir uns auf Strategien, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und gleichzeitig Texanern zu erlauben, Geld für ihre Familien zu verdienen», erklärte der Politiker der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump. «Geschäfte wieder zu schliessen ist das Letzte, was wir als Bundesstaat wollen.»

Die derzeitige Pause bei den Corona-Lockerungen werde helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erklärte Abbott. Der Gouverneur rief die Bevölkerung auf, Schutzmasken zu tragen, sich regelmässig die Hände zu waschen und Abstandsregeln einzuhalten.

Texas und eine Reihe weiterer US-Bundesstaaten erleben derzeit die höchste Zahl neuer Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Krise. Texas war auch einer jener Staaten, die Anfang Juni bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen vorgeprescht waren. Experten hatten vor einer zu schnellen Rückkehr zur Normalität gewarnt.

20.51 Uhr: Gemeinden des Grossraums Lissabon müssen wieder in den Lockdown

Wegen einer Zunahme der Corona-Infektionen müssen weite Teile des Grossraums Lissabon am 1. Juli zwei Wochen lang wieder in den Lockdown. Das gab der portugiesische Ministerpräsident António Costa am Donnerstag bekannt. Die Bewohner der 19 betroffenen Gemeinden im Grossraum der Hauptstadt werden demnach nur noch aus dem Haus gehen dürfen, um Einkäufe zu tätigen, zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. In dieser Zeit werden dort nur Versammlungen von maximal fünf Personen zulässig sein. Die Bezirke im Zentrum Lissabons sind nicht betroffen.

«Die einzige wirksame Form, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, ist, dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben und stets die soziale Distanz sowie alle Schutz- und Hygienestandards einhalten», sagte Costa vor Journalisten.

Die Region Lissabon ist seit Mittwoch mit knapp 18'000 Infektionsfällen erstmals seit Ausbruch der Pandemie der von Corona am schwersten betroffene Teil des Landes. Bisher war es der Norden gewesen. Insgesamt verzeichnete Portugal bisher mehr als 40'000 nachgewiesene Infektionen sowie mehr als 1500 Todesfälle in Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19.

20.33 Uhr: Drei positive Befunde bei 1655 vorliegenden Corona-Tests im Kreis Güterloh

Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies im Landkreis Gütersloh (D) haben die Behörden einen weiteren Zwischenstand der freiwilligen Tests bei Bürgern des Kreises bekannt gegeben. Von zunächst 1655 vorliegenden Befunden waren drei positiv, wie ein Kreissprecher auf AFP-Anfrage mitteilte. Insgesamt wurden demnach bislang 2521 Abstriche bei den Testungen genommen, die aber noch nicht alle ausgewertet sind.

Zwei der drei positiven Testergebnisse werden demnach als schwach positiv eingestuft. In Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Landeszentrum für Gesundheit würden diese Fälle zu den positiven gezählt, erklärte die Kreisverwaltung.



Die Tests sollen Klarheit darüber bringen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Corona-Ausbruch bei einer Vielzahl von Tönnies-Mitarbeitern auf die Bevölkerung im Kreis Gütersloh übergegriffen hat. Bei einer Reihentestung auf dem Tönnies-Gelände in Rheda-Wiedenbrück waren aktualisierten Zahlen zufolge 1413 von insgesamt 6139 Tests positv ausgefallen.

Wegen der Infektionen bei Tönnies gelten seit Mittwoch für die insgesamt rund 640.000 Menschen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf wieder verschärfe Corona-Auflagen.

Einen weiteren kleineren Corona-Infektionsherd meldeten die Behörden unterdessen aus dem Kreis Wesel am Niederrhein. In Moers wurden bis zum Donnerstagnachmittag 79 Mitarbeiter einer Dönerproduktionsfirma positiv gestest, wie der Kreis Wesel mitteilte. Insgesamt wurden bei rund 200 Mitarbeitern des Unternehmens Abstriche genommen, rund 120 Ergebnisse standen zunächst noch aus.

20.08 Uhr: Corona-Verdacht blockiert deutsches Landesparlament

Nach der kurzfristigen Absage einer Sitzung des rheinland-pfälzischen Landtags wegen eines Corona-Verdachts hat die Pressestelle des Landtags Entwarnung gegeben. Die SPD-Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin Astrid Schmitt sei negativ auf Corona getestet worden, teilte ein Sprecher  mit. Die Abgeordnete habe zuvor Kontakt mit einem bestätigten Corona-Infizierten gehabt.

Schmitt hatte bereits am Mittwoch in Mainz an der Plenarsitzung teilgenommen. Danach habe sie erfahren, «dass sie im Rahmen eines dienstlichen Gesprächs Kontakt mit einer Person hatte, die später positiv auf Covid-19 getestet wurde», erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Martin Haller.

Schmitt habe sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben und das Landtagspräsidium informiert. Daraufhin sei der Ältestenrat am Donnerstagmorgen zusammengekommen und habe einstimmig beschlossen, die für Donnerstag angesetzte Plenarsitzung als Vorsichtsmaßnahme abzusagen, erklärte der Landtag. Sobald das Testergebnis vorliege, solle der Ältestenrat entscheiden, wann die Sitzung nachgeholt werde.

19.43 Uhr: Swiss begrüsst Entscheid der Lufthansa-Aktionäre

Bei den Schweizer Lufthansa-Töchtern Swiss und Edelweiss kommt der an der Hauptversammlung gefällte Entscheid gut an. Swiss und Edelweiss begrüssten den Aktionärsentscheid zu den notwendigen Kapitalmassnahmen, heisst es in einer kurzen Stellungnahme dazu. Damit sei die Liquidität gesichert.

«Der heutige Entscheid der Aktionäre gibt uns Planungssicherheit, um die Wiederaufnahme des Flugbetriebs weiter voranzutreiben und die Anbindung der Schweiz an die Welt sicherzustellen», wird Swiss-Chef Thomas Klühr zitiert. Nun werde man mit der Lufthansa sowie den jeweiligen Behörden die nächsten Schritte planen. Danach würden die ersten Kredite an die Swiss ausbezahlt.

Der Bund hatte Anfang Mai für die Swiss und ihre Schwester Edelweiss Nothilfe in Höhe von 1,275 Milliarden Franken in Aussicht gestellt. Dieses Geld liegt bereit, war aber bisher wegen der Verzögerungen in Deutschland noch nicht geflossen. Eine Insolvenz der Lufthansa hätte auch die Swiss in die Tiefe reissen können.

19.19 Uhr: US-Corona-Schecks an mehr als eine Million Tote geschickt

1200-Dollar-Schecks der US-Regierung halfen zahllosen Menschen in der Coronavirus-Krise — wurden irrtümlich aber auch an mehr als eine Million Tote verschickt. Wie der US-Rechnungshof in einem heute veröffentlichten Bericht schreibt, gingen bis Ende April fast 1,1 Millionen Zahlungen mit einem Gesamtwert von knapp 1,4 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) an Verstorbene.

Das Finanzministerium und die Steuerbehörde hätten vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen, heisst es in dem Bericht. Hintergrund waren demnach rechtliche Unsicherheiten. Erst vor einer vierten Auszahlungsrunde und nach einer rechtlichen Klarstellung wurde der Datenabgleich eingeführt.



Zwar veröffentlichte die Steuerbehörde Anfang Mai auf ihrer Website einen Hinweis, dass irrtümlich an Tote getätigte Zahlungen zurückerstattet werden müssten. Eine direkte Rückzahlungsaufforderung an die tatsächlichen Empfänger plante die Behörde dem Rechnungshof zufolge zunächst aber nicht. Demnach ist noch unklar, wieviele Schecks zurückgeschickt wurden oder in welchem Umfang Überweisungen der 1200 Dollar auf das Konto von Verstorbenen von den Banken zurückgewiesen wurden.

Die Hilfe-Schecks waren Ende März im Zuge des grössten Rettungspakets der US-Geschichte beschlossen worden. Das Geld sollte inmitten der Coronavirus-Pandemie Menschen vor möglichen finanziellen Engpässen bewahren und den Konsum unterstützen.

US-Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75'000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150'000 Dollar entsprechend 2400 Dollar. Zusätzlich gab es pro Kind 500 Dollar. Das Geld konnte als Scheck, als Banküberweisung oder direkt auf eine Bankkarte ausgezahlt werden.

Laut dem Rechnungshofbericht ergingen bis Ende Mai 160 Millionen Zahlungen mit einem Umfang von insgesamt 269 Milliarden Dollar. Das gesamte Rettungspaket, das auch Hilfen für krisengeplagte Konzerne sowie kleine und mittlere Unternehmen vorsah, hatte einen Umfang von rund zwei Billionen Dollar.

Für Kritik hatte damals gesorgt, dass auf die Schecks der Name von US-Präsident Donald Trump gedruckt wird. So etwas hatte es bei Auszahlungen der Steuerbehörde noch nie gegeben. Berichten zufolge Verzögerte das Hinzufügen des Schriftzugs «Präsident Donald J. Trump» zudem die Ausstellung der Schecks um einige Tage.

19.02 Uhr: WHO-Chef lobt Rolle der EU im weltweiten Kampf gegen Corona-Pandemie

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die Rolle der EU im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie gelobt. «Die WHO schätzt die Führungsqualitäten der EU in diesen beispiellosen Zeiten sehr», sagte Tedros vor dem Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments. Er hoffe, dass seine Organisation in Brüssel weiterhin einen wichtigen Partner und Unterstützer habe. Kritik einiger Abgeordneter an der Haltung seiner Organisation zu China wies er zurück.



Die EU-Abgeordneten hoben mehrheitlich die Bedeutung der WHO im weltweiten Kampf gegen das neuartige Coronavirus hervor. Seine Fraktion unterstütze «nachdrücklich» Tedros' persönliches Engagement und die WHO als Organisation, sagte der deutsche Konservative Peter Liese. «Ich glaube, dass das ganze Parlament Sie unterstützt». Glücklicherweise habe Tedros nichts gemein mit US-Präsident Donald Trump, der in der Krise falsch agiere.

Trump hatte der WHO und ihrem Chef wiederholt vorgeworfen, zu China-freundlich zu sein. Er kündigte deshalb das Ende der US-Beitragszahlungen und später den Austritt seines Landes aus der Organisation an. Abgeordnete der rechtspopulistischen und rechtsnationalen EU-Fraktionen griffen diese Vorwürfen allerdings auf. Die WHO habe an Vertrauen verloren, weil sie China nicht kritisiere, sagte etwa die spanische Abgeordnete Margarita de la Pisa.

Tedros wies dies zurück. «Wir können China nicht dafür kritisieren, zu spät gehandelt zu haben», weil es bislang keine Informationen gebe, die dies belegten. Er verwies auf die von der WHO eingeleitete unabhängige Untersuchung zu den Ursprüngen und der ersten Ausbreitung des Coronavirus.

Ausserdem wiederholte der WHO-Chef sein ausdrückliches Lob für Chinas Reaktion auf den ersten grossen Corona-Ausbruch in der Provinz Hubei im Januar. Die Massnahmen dort seien «sehr stark» gewesen. «Und sie haben das Virus in Rekordzeit identifiziert (...) und das Ergebnis sofort geteilt». Nicht nur die WHO, sondern auch viele andere Länder hätten dies sehr geschätzt.

18.49 Uhr: Landrätin «schockiert»: Strand in Bournemouth massiv überfüllt — Behörden erklären Grossschadenereignis

Wegen massiver Überfüllung an einem Strand in Bournemouth mussten die Behörden in Südengland hart durchgreifen. Sie sei «schockiert» über das «unverantwortliche Verhalten so vieler Menschen», sagte die Landrätin Vikki Slade. Die Behörden befänden sich an der «Grenze des Möglichen», um den Schutz der Bevölkerung zu garantieren. Um zusätzliche Kräfte anfordern zu können, riefen die Behörden ein Grossschadenereignisses aus.

Grossbritannien hatte am Mittwoch den heissesten Tag des Jahres gemeldet. Tausende Menschen suchten Abkühlung am Meer — und sorgten damit für massive Staus in Strandnähe. Zahlreiche Menschen hätten zudem illegal über Nacht kampiert, auch habe es mehrere Vorfälle wie Schlägereien unter Alkoholeinfluss gegeben, teilten die Behörden mit.

Die Regierung in London hatte am Mittwoch umfassende Lockerungen der monatelangen Corona-Einschränkungen bekannt gegeben. Demnach ist es nun wieder erlaubt, an den Strand zu gehen. Allerdings sind die Menschen aufgerufen, sich weiterhin an die Abstandsregeln zu halten. Restaurants, Bars und Hotels dürfen erst am 4. Juli öffnen.

«Wir befinden uns eindeutig immer noch in einer Gesundheitskrise», sagte der stellvertretende Polizeichef der Grafschaft Dorset, Sam de Reya. Menschenmengen, die ein und denselben Ort aufsuchten, seien eine zusätzliche Belastung für die Rettungsdienste, kritisierte er.

18.37 Uhr: In Kloten ZH müssen 80 Kinder in Quarantäne

In Kloten ZH müssen 80 Kinder in Quarantäne, nachdem eine Mitarbeiterin des Hort- und Krippenbetriebs im Schulhaus Dorf/Feld positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Dies berichtet der «Klotener Anzeiger». Demnach seien die Kinder seit gestern Mittwoch in Quarantäne.

Es gebe bislang keine weiteren Fälle in der Einrichtung, wie die Zeitung unter Berufung auf Bereichsleiterin Elsbeth Fässler schreibt. Die Einrichtung wird von insgesamt 380 Kindern besucht.

18.15 Uhr: Lufthansa-Aktionäre stimmen Staatseinstieg zu

Die Aktionäre der Lufthansa haben dem Einstieg des Staates bei der Lufthansa im Rahmen eines milliardenschweren Rettungspakets zugestimmt.

Der Beschluss habe eine Mehrheit von 98 Prozent des anwesenden Kapitals gefunden, erklärte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley auf der ausserordentlichen Hauptversammlung.

18.07 Uhr: Seychellen zwei Monate ohne Coronafälle — und nun erneut betroffen

Nach zwei Monaten ohne neue Corona-Fälle zählt das Urlaubsparadies der Seychellen nun wieder zu den von Sars-CoV-2 betroffenen Ländern. Der Grund sind fünf Matrosen einer spanischen Fischfangflotte, wie die Behörden am Donnerstag bekanntgaben. «Bei elf der Matrosen wurde entdeckt, dass sie Covid-19-Antikörper entwickelt hatten», hatte der der zuständige Gesundheitsbeamte Jude Gedeon, am Vortag erklärt. Fünf Matrosen hatten jedoch das Virus in ihrem Kreislauf, ohne dass sie allerdings irgendwelche Symptome zeigten. Sie wurden unter Quarantäne gestellt.

Auf die Insel werden regelmässig Austausch-Crews für die Fischereiboote geflogen. Da die Seeleute jedoch direkt auf die Boote gebracht werden, ist ihr Kontakt mit der Insel-Bevölkerung nur sehr beschränkt. Die Regierung des Inselstaats im Indischen Ozean hatte Anfang Mai eine strenge Corona-Ausgangssperre gelockert, nachdem seit dem 5. April kein neuer Fall verzeichnet worden war.

17.45 Uhr: Wegen Corona: US-Demokraten planen Nominierungsparteitag um

Wegen der andauernden Corona-Pandemie halten die US-Demokraten ihren für August geplanten Parteitag zur Nominierung ihres Präsidentschaftskandidaten in abgeänderter Form ab. Zwar soll Ex-Vizepräsident Joe Biden die Nominierung als Kandidat bei der Wahl im November in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin entgegennehmen, wie das Demokratische Nationalkomitee (DNC) am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Die Delegierten aus den Bundesstaaten sollten aber wegen Risiken für die öffentliche Gesundheit nicht nach Milwaukee reisen.

Es werde an einem Verfahren gearbeitet, das es allen Delegierten ermöglichen soll, ihre Stimme virtuell abzugeben, hiess es. Die viertägige Veranstaltung wird demnach von der Arena Fiserv Forum in das kleinere Tagungszentrum Wisconsin Center verlegt.



Auch die Republikaner hatten ihr ursprüngliches Programm wegen der Corona-Pandemie über den Haufen geworfen – allerdings aus anderen Beweggründen. US-Präsident Donald Trump soll statt in North Carolina nun in Florida als Kandidat gekürt werden. In der Stadt Jacksonville soll auch eine mit der Nominierung verbundene Feier stattfinden.

Die Demokraten um den designierten US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden müssen wegen der Corona-Pandemie ihren Nominierungsparteitag umplanen.
Archiv

Trump hatte die Verlegung mit fehlenden Garantien des Gouverneurs von North Carolina, Roy Cooper, begründet. Dieser hatte in einem Schreiben an die Republikaner erklärt, dass der geplante Parteitag mit rund 19'000 Delegierten in einem Stadion angesichts der Coronavirus-Pandemie nur mit Einschränkungen durchführbar wäre. Ein Parteitag ohne Vorsichtsmassnahmen wie das Tragen von Masken und einer geringeren Teilnehmerzahl erscheine derzeit «sehr unwahrscheinlich», schrieb Cooper.

17.15 Uhr: UN befürchten mehr Drogenkonsum wegen Coronakrise

Als Folge der Coronakrise befürchtet das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) einen Anstieg beim Drogenkonsum. Nach bisherigen Erfahrungen sei steigende Arbeitslosigkeit – wie in dramatischer Weise in der aktuellen Krise – immer verbunden gewesen mit einem Plus beim Griff zu Drogen, so die Behörde in ihrem Jahresbericht, der am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde. «Die Covid-19-Krise und der wirtschaftliche Abschwung drohen die Drogengefahren noch weiter zu verschärfen», sagte UNODC-Generaldirektorin Ghada Waly.

Der Drogenkonsum könnte sich durch die Drogenkrise erhöhen, befürchtet die UN.
Keystone/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Nach Einschätzung der UN-Behörde könnten ausserdem Bauern schon aus wirtschaftlicher Not heraus den illegalen Anbau von Drogen beginnen oder ausbauen. Die Schmuggler suchten wegen der Einschränkungen im Luftverkehr und den verstärkten Grenzkontrollen neue Wege, ihre illegale Ware zu transportieren. So seien in jüngster Zeit Kokain-Transporte von Südamerika nach Europa auf dem direkten Seeweg beobachtet worden.

Laut UN-Drogenbericht ist die Zahl der Menschen, die 2018 Drogen wie Cannabis, Kokain, Opium oder synthetische Substanzen konsumierten, im Vergleich zum Vorjahr mit 269 Millionen in etwa stabil geblieben. Die meisten von ihnen nehmen Haschisch. 35,6 Millionen Süchtige litten an von Drogen verursachten Gesundheitsbeschwerden. Der Markt sei durch die Vielfalt der rund 500 Designer-Drogen wie Fentanyl unübersichtlich geworden, hiess es. Die wichtigste Schmuggelroute für Heroin bleibe die Balkan-Route: Diese führt von Afghanistan via Iran, die Türkei und den Balkan nach Mitteleuropa.

16.45 Uhr: Corona könnte Schuldenkrisen in Afrika auslösen

Die Corona-Pandemie könnte in Afrika einer Studie zufolge mehrere Schuldenkrisen auslösen. Die Kosten für die Bedienung von Schulden seien dort auf etwa 40 Milliarden Dollar jährlich gestiegen, hiess es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des südafrikanischen Institute for Security Studies. Es sei zu erwarten, dass die Schulden in diesem Jahr durchschnittlich um etwa 4,4 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts auf dem Kontinent steigen werden.

«Ein Aufschub oder Schuldenerlass wären daher wirksame Mittel, um die Anstrengungen afrikanischer Länder bei der Pandemiebekämpfung zu unterstützen und zur Erholung afrikanischer Volkswirtschaften beizutragen», hiess es in der Mitteilung.

16.05 Uhr: Rund 1,5 Millionen Arbeitslose in den USA innerhalb einer Woche

In den USA haben wegen der Coronavirus-Krise erneut binnen einer Woche rund 1,5 Millionen Menschen ihren Job verloren. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag bekannt gab, meldeten sich vergangene Woche 1,48 Millionen Menschen neu arbeitslos. Das waren zwar rund 60'000 weniger Neuanmeldungen als in der Vorwoche, aber mehr als von Experten erwartet. Seit Beginn der Coronavirus-Krise haben in den USA insgesamt mehr als 47,2 Millionen Menschen ihren Job verloren.

15.40 Uhr: Swatch-Chef rechnet mir schnellen Erholung der Uhrenbranche

Swatch-Chef Nick Hayek geht für den Bieler Uhrenkonzern von einem schwierigen Geschäftsjahr 2020 aus. «Es wird ein Jahr, das ganz klar tiefe Spuren im Resultat hinterlässt», sagte Hayek im Gespräch mit der «Bilanz» (Vorabdruck vom 26.05.). Doch Hayek rechnet mit einer schnellen Erholung der Branche.

«Die Nachfrage wird in der zweiten Hälfte des Jahres jene vom letzten Jahr übertreffen», ist der Hayek überzeugt. Ein Nachholbedarf sei bereits in Korea, Taiwan und China spürbar, also in jenen Ländern, die am schnellsten aus der Pandemie-Situation kamen.

14.55 Uhr: EU-Agentur macht Weg frei für Corona-Mittel Remdesivir in Europa

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat erstmals grünes Licht für einen Wirkstoff zur Corona-Therapie in der EU gegeben. Der Empfehlung zufolge sollen bestimmte Covid-19-Patienten unter Auflagen mit Remdesivir behandelt werden dürfen, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt.

Das Medikament Remdesivir soll in Europa zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingesetzt werden. 
Ulrich Perrey/dpa-POOL/dpa

Die Empfehlung der EMA gilt für die Behandlung von Erwachsenen und Heranwachsenden ab 12 Jahren. Voraussetzung für eine Behandlung ist, dass der Patient eine Lungenentzündung hat und mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden muss.

Eine internationale Studie mit über 1'000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann – von 15 auf 11 Tage. Die Sterblichkeit ging in der Untersuchung geringfügig zurück, was statistisch jedoch nicht signifikant war.



Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt.

Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

14 Uhr: Viele Bürger Ischgls waren infiziert

Im österreichischen Ischgl war ein grosser Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Medizinischen Universität Innsbruck haben 42,4 Prozent der in einer umfassenden Studie untersuchten Bürger Antikörper auf das Coronavirus entwickelt. Das sei der weltweit höchste bisher publizierte Wert, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie, Dorothee von Laer, am Donnerstag in Innsbruck. Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine durchgemachte Infektion.

Ischgl mit seinen Après-Skibars gilt als Brennpunkt für die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich und Teilen Europas. Nach Angaben österreichischer Behörden waren zeitweise 40 Prozent aller Fälle im Inland auf Ischgl zurückzuführen. Auch viele deutsche Touristen haben sich nach ihrer Überzeugung in Ischgl angesteckt. Eine Kommission im Bundesland Tirol soll nun das stark kritisierte Krisenmanagement unter die Lupe nehmen.

Auffällig sei, dass von den positiv auf Antikörper getesteten Personen zuvor nur 15 Prozent die Diagnose erhalten hatten, infiziert zu sein, sagte von Laer. «85 Prozent derjenigen, die die Infektion durchgemacht haben, haben das unbemerkt durchgemacht.» Trotz des hohen Antikörper-Werts sei auch in Ischgl keine Herden-Immunität erreicht. Entscheidend für den Rückgang der Fälle seien die Quarantäne und die soziale Distanz gewesen, hiess es.

Rund 80 Prozent der Ischgler Bevölkerung nahmen an der Studie teil. 1473 Probanden waren zwischen 21. und 27. April untersucht worden.

Touristen in Ischgl: Der Skiort in Tirol wurde zum Corona-Hotspot. (Archiv)
Bild: Getty Images

12.18 Uhr: Ende der Medienkonferenz

Damit endet die Medieninformation zur SwissCovid-App – wir danken für die Aufmerksamkeit.



12.13 Uhr: Stromverbrauch sollte nicht gross steigen

Die SwissCovid-App sollte den Akku der Smartphones, auf der sie läuft, nicht übermässig beanspruchen, sagt App-Entwickler Wellig. Nach den Erfahrungen der Entwickler habe die App zwar tatsächlich einen Einfluss auf den Stromverbrauch gehabt, der aber im einstelligen Bereich liege. Auf einem Smartphone liefen eine Vielzahl von Applikationen, es greife darum zu kurz, nun immer gleich das Contact Tracing für einen leeren Akku verantwortlich zu machen.

12.07 Uhr: App benötigt aktuellstes Betriebssystem

Das Funktionieren der SwissCovid-App bedingt insbesondere bei Apple-Geräten eine sehr neue Betriebssystem-Version (iOS 13.5), die erst vor wenigen Wochen herausgebracht wurde. Nutzer, die ihre Geräte nicht regelmässig updaten oder noch über ein iPhone verfügen, das sich gar nicht updaten lässt, bleiben bei der App-Nutzung also aussen vor. Das liegt laut App-Entwickler Wellig daran, dass die Schnittstelle, die Apple für die Tracing-Apps bereitstellt, erst vor kurzem überhaupt eingeführt wurde.  

12.04 Uhr: Mehrheit der Ansteckungen im Inland

Stefan Kuster präzisiert die Anzahl der Fälle, die aus Serbien eingeschleppt worden seien: Insgesamt handle es sich dabei um sieben Erkrankungen. Der Grossteil der Ansteckungen erfolge nach wie vor in der Schweiz, hält der BAG-Vertreter fest.

11.55 Uhr: Die Nutzerzahl allein ist nicht ausschlaggebend

«Jeder App-Nutzer mehr ist besser», sagt Sang-Il Kim zur Zahl der User, die für ein gutes Funktionieren der App nötig ist. Er sei sehr froh, wenn die App auf jedem fünften Smartphone in der Schweiz laufe. Wichtig sei aber nicht nur der Gesamtanteil der Nutzer, sondern auch, wer genau die SwissCovid-App installiere. Am wichtigsten wäre es, dass besonders mobile Menschen, die Kontakt mit vielen anderen haben, die App installierten.

11.45 Uhr: Die App weiss nicht alles

«Uns ist bewusst, dass die App als technisches Hilfsmittel vieles nicht weiss», antwortet Sang-Il Kim auf die Frage einer Journalistin. Die App könne nicht erkennen, wo ein potentiell gefährlicher Kontakt stattgefunden habe, ob also trotz Nähe beispielsweise eine Scheibe zwischen den beiden Personen gestanden sei. Man nehme mit der App in Kauf, dass es mehr Meldungen zu möglichen Ansteckungen gebe, doch diene sie auch dem Ziel, neue Ansteckungsherde schnell zu erkennen. 

11.40 Uhr: Internationaler Austausch kommt erst

Derzeit arbeitet die Schweizer App noch nicht mit den Contact-Tracing-Apps anderer Länder zusammen. Technisch sei das aber relativ leicht zu realisieren, so Sang-Il Kim. Allerdings brauche es dazu eine Einigung mit der EU über den regulatorischen Rahmen, und das werde eine Weile dauern. Erste entsprechende Tests seien für Ende Juli angesetzt. 

11.38 Uhr: Bluetooth bringt keine zusätzlichen Gefahren

Wellig weist Befürchtungen zurück, dass Smartphone-Nutzer wegen der aktivierten Bluetooth-Schnittstelle in Gefahr geraten könne. Die meisten Handynutzer hätten die entsprechende Schnittstelle bereits heute aktiviert, die SwissCovid-App werde da kaum eine zusätzliche Rolle spielen

Mathias Wellig ist Geschäftsführer von Ubique, die die App entwickelt hat.
Bild: Screenshot

11.35 Uhr: Ausführliche Sicherheitstests

Die nun lancierte App ist vor ihrem Start auch auf ihre Sicherheit hin getestet worden, wie Sang-Il Kim vom BAG auf die Frage einer Journalistin antwortet. Mathias Wellig nimmt genauer Stellung zu möglichen Attacken auf die App – und betont, dass diese zwar theoretisch möglich seien, sich aber nur mit sehr hohem Aufwand auch tatsächlich realisieren liessen.

11.32 Uhr: Schweizer App mit Weltpremiere

Mathias Wellig, Geschäftsführer der Firma Ubique, die die App für den Bund gebaut hat, informiert über den Entwicklungsprozess des Programms. Die SwissCovid-App war die erste, die eigens neu geschaffene Schnittstellen in den Smartphone-Betriebssystemen Android und iOS benutzt hat. Laut Wellig wurde die App ausführlichen Tests unterzogen, dabei habe man insbesondere auch Tests mit Nutzern jenseits der 70 Jahre vorgenommen, damit die Applikation bei der gesamten Bevölkerung ankommt.

11.20 Uhr: Reproduktionswert steigt

Epidemiologe Marcel Salathé informiert zum Konzept des Contact Tracings. Die Reproduktionszahl liege derzeit um einen Wert von 1. Das heisst, dass jeder Kranke rund eine weitere Person ansteckt. Beim Nachverfolgen der Kontakte zeige sich aktuell, dass die Erkrankten im für weitere Infektionen gefährlichen Zeitraum rund zehn enge Kontakte zu anderen Personen hatten. Währen dem Höhepunkt des Lockdowns habe dieser Wert bei drei bis vier Personen gelegen. Daraus sei zu erklären, warum sich der Reproduktionswert derzeit wieder erhöhe.

11.12 Uhr: Tausende luden App gleich herunter

Seit Mitternacht ist die SwissCovid-App nun für die gesamte Bevölkerung erhältlich, sagt Sang-Il Kim von Bundesamt für Gesundheit. Er ist als sogenannter Product Owner zuständig für die App. Laut seinen Angaben wurde die App bereits in der ersten Stunde mehrere tausend Male heruntergeladen. Bis zur Medienkonferenz sei sie bereits rund 150'000 Male heruntergeladen worden. Im Anschluss erklärt Sang-Il Kim, wie genau die App funktioniert – weitere Einzelheiten zur App finden sich auch hier

Der Experte lobt, dass der Bund ab sofort die Kosten für Corona-Tests übernimmt, falls ein App-Nutzer vor einer möglichen Infektion gewarnt wird. Zum Schluss appelliert Sang-Il Kim erneut an die gesamte Bevölkerung, die SwissCovid-App herunterzuladen und einzurichten: «Bitte laden Sie die App herunter, sie tut ihnen nicht weh.»

11.08 Uhr: Schweizer sind wieder mobil

Die Mobilität der Schweizer liegt wieder im Bereich, wie sie vor dem Lockdown war, sagt eine Vertreterin des Bundesamts für Gesundheit. Das hat die Auswertung anonymisierter Handydaten ergeben. Nach wie vor tief sei allerdings die Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Dort trägt allerdings kaum jemand eine Maske: Die Quote betrage zwischen 0 und 5 Prozent der Fahrgäste, obwohl im öffentlichen Verkehr die gebotenen Abstände nicht eingehalten werden könnten.

11.05 Uhr: Fälle aus dem Ausland

Stefan Kuster, Leiter übertragbare Krankheiten beim BAG, informiert über den aktuellen Stand rund um das Thema Coronavirus. Und erinnert daran, dass auch mit der App die Massnahmen des Bundes weiterhin eingehalten werden müssen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Das BAG hat in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 52 neue Erkrankungen an Covid-19 registriert. Derzeit sehe man immer wieder neue Fälle, die aus dem Ausland eingeschleppt wurde. Diese kommen aus diversen Schengenstaaten; Kuster hebt ausserdem Serbien hervor, hier sehe man derzeit eine besondere Häufung – und die epidemiologische Lage in dem Land sei aber unklar.

10.55 Uhr: BAG informiert über Start der SwissCovid-App

Um 11 Uhr informiert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) über die SwissCovid-App, die heute gestartet ist. «Bluewin» begleitet die Medienkonferenz im Ticker.

9.45 Uhr: Hotelplan streicht 170 Stellen in der Schweiz

Wegen der Coronakrise nimmt der Reiseveranstalter Hotelplan Group harte Einschnitte vor. 475 Angestellte werden abgebaut. In der Schweiz würden rund 170 Mitarbeitende ihre Stelle verlieren und 12 der knapp 100 Filialen geschlossen, teilte die Migros-Tochter am Donnerstag mit.

Für die betroffenen Mitarbeiter in der Schweiz sei in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung ein Sozialplan erarbeitet worden, hiess es weiter. Zusätzlich stehe ihnen ein internes Mobilitätscenter zur Seite.

Filiale des Reisebüros Hotelplan: Das Unternehmen kündigte an, insgesamt 475 Stellen abzubauen – 170 davon in der Schweiz. (Archiv)
Bild: Keystone

8.55 Uhr: KMU-Exportstimmung auf historischem Tief

Die Stimmung der exportorientierten Schweizer KMU hat sich im Zuge der Corona-Krise deutlich verschlechtert. Sie ist gar auf einen historischen Tiefststand zurückgefallen, wie die am Donnerstag publizierte Umfrage von Switzerland Global Enterprise (S-GE) ergeben hat.

Insgesamt habe sich die Exportstimmung unter den KMU in den vergangenen Monaten stark verschlechtert, hält die S-GE in der Mitteilung fest. Im Umfragezeitraum zwischen Anfang Mai und Anfang Juni 2020 erreichte diese einen Wert von 41 Punkten, das sind 24 Zähler weniger als bei der letzten Umfrage im Dezember.

Der Stimmungswert ist damit klar unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten zurückgefallen. Und dies sei zugleich die tiefste Messung seit der erstmaligen Durchführung der Umfrage 2010. Der Wert auf der von 0 bis 100 reichenden Skala errechnet sich aus den Exporterwartungen der KMU zum bevorstehenden Halbjahr sowie den effektiven Exporten im noch laufenden oder bereits abgeschlossenen Halbjahr.

Ein Stapler manövriert einen Container durch den Hafen Kleinhüningen in Basel: Die Exportstimmung von Schweizer KMU befindet sich wegen der Corona-Krise auf einem historischen Tiefstand. (Archiv)
Bild: Keystone

8.15 Uhr: Neuinfektionen in Brasilien nehmen stark zu

In Brasilien hat die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark zugenommen. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 42'725 Ansteckungen verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium in Brasília zuletzt mitteilte. Dies ist die bislang zweithöchste Zahl von registrierten Neuinfektionen im bevölkerungsreichsten lateinamerikanischen Land.

Insgesamt wurden in Brasilien bislang mehr als 1,18 Millionen Infektionsfälle verzeichnet. Die offizielle Zahl der Corona-Todesopfer stieg um weitere 1'185 Verstorbene auf 53'830. Die brasilianische Corona-Kurve sei im «steilen Anstieg», dabei befinde sich das Land noch in der ersten Ausbreitungswelle des Virus, sagte der Wissenschaftler Domingos Alves, der einer mit der Pandemie befassten Forschergruppe angehört.

Menschen tummeln sich am 20. Juni am Leme Beach in Rio de Janeiro – die Fallzahlen in Brasilien steigen derzeit stark an. 
Bild: Keystone

8.05 Uhr: Starker Anstieg in Teilen der USA

Eine erneute Ausbreitung des neuen Coronavirus scheint in den USA monatelange Anstrengungen zu dessen Eindämmung zunichtezumachen. Insbesondere im Süden und Westen stieg die Zahl der Neuinfektionen an, Krankenhausmitarbeiter und Gesundheitsexperten warnten am Mittwoch davor, dass Politiker und die Öffentlichkeit die Entwicklung eines Desasters zuliessen.

In den USA wurden am Mittwoch 34'700 neue Fälle registriert. Das ist die höchste Zahl seit Ende April, als 36'400 Fälle registriert wurden, wie Daten der Johns-Hopkins-Universität zeigen.

Während neue Infektionen in früheren Hotspots wie New York und New Jersey nachliessen, setzten andere Staaten in dieser Woche traurige Rekorde, darunter Arizona, Kalifornien, Mississippi, Nevada, Texas und Oklahoma. In North und South Carolina kamen mehr Menschen als zuvor ins Krankenhaus. «Die Leute sind selbstgefällig geworden», sagte Marc Boom, Leiter mehrerer methodistischer Krankenhäuser in Houston. «Es fällt auf uns zurück und beisst uns, ehrlich gesagt.»

Das Virus wurde für mehr als 120'000 Tote in den USA verantwortlich gemacht – weltweit die meisten. Mehr als 2,3 Millionen Fälle wurden landesweit registriert. Am Mittwoch sagte die Universität von Washington mithilfe einer Computersimulation bis zum 1. Oktober 180'000 Tote vorher.

6.55 Uhr: Die am stärksten betroffenen Länder

Die am stärksten betroffenen Länder – Infizierte, Todesfälle, Genesene
Grafik: dpa

5.00 Uhr: Impfstoff-Allianz will globalen Bedarf decken

Die internationale Impfinitiative CEPI geht bei einer erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 davon aus, den globalen Bedarf schnellstmöglich decken zu können.

Bis zu vier Milliarden Dosen könnten pro Jahr produziert werden, sagt James Robinson, Leiter der Herstellungsstrategie bei CEPI, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei seien acht bis zehn regionale Vertriebsstandorte geplant, «damit wir nicht alles zentral machen und dann in die ganze Welt verschicken müssen».

Die Impfstoff-Allianz CEPI wird in der Lage sein, 4 Milliarden Dosen gegen das Coronavirus pro Jahr herzustellen. (Symbolbild)
KEYSTONE/DPA/FRISO GENTSCH

Derzeit unterstützt CEPI die Forschung an neun Impfstoffprojekten, darunter Inovio Pharmaceuticals, die Universität in Queensland mit CSL, CureVac, Moderna mit Unterstützung der US-Regierung, Novavax, die Universität Oxford mit AstraZeneca, Clover Biopharmaceuticals, die Universität in Hongkong, und ein Konsortium unter der Leitung des Institut Pasteur mit der Universität in Pittsburgh und Themis Bioscience, das vor Kurzem von Merck gekauft wurde.

Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) wurde Anfang 2017 nach der Ebola-Epidemie (2014 bis 2016) gegründet mit dem Ziel, künftige Epidemien gemeinsam und effektiv zu bekämpfen.

4.50 Uhr: Mietautos in Südeuropa teurer

Wer in den Ferien im Ausland ein Auto mietet, muss dafür in beliebten Ferienländern deutlich mehr Geld ausgeben. Die Preise für Mietautos hätten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Spanien, Frankreich und Italien stark angezogen, heisst es in einer Analyse der Buchungsplattform billiger-mietwagen.de, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.

In Spanien haben die Tagespreise laut der Analyse von über 50'000 Buchungen in zehn europäischen Staaten im Mai und Juni am stärksten zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die Preise dort insgesamt um 23 Prozent gestiegen. In der Mittel- sowie Kompaktklasse würden im Schnitt elf beziehungsweise sieben Euro mehr pro Tag fällig.

Neue Autos stehen in Spanien zwar genug bereit, wie hier in Madrid. Dennoch sind die Mietpreise durch die Corona-Krise gestiegen. (Symbolbild)
Keystone

In Frankreich müssen Urlauber den Angaben zufolge ebenfalls mit höheren Preisen rechnen: Im Schnitt sei ein Mietwagen aktuell zehn Prozent teurer als noch im Jahr zuvor. In Italien liege dieser Anstieg bei sechs Prozent. Kaum eine Veränderung habe es in den Niederlanden gegeben.

In den meisten der insgesamt zehn ausgewerteten Länder seien die durchschnittlichen Preise für Mietwagen jedoch gesunken.

4.45 Uhr: Louvre macht Millionen-Verlust

Ein Mitarbeiter geht zum Louvre. Nach vier Monaten will das weltweit am meisten besuchte Pariser Museum mit dem weltbekanntesten Porträt (Mona Lisa) wieder öffnen.
Keystone

Der Pariser Louvre hat in der Corona-Krise 40 Millionen Euro Verlust gemacht. Das gab Museumsdirektor Jean-Luc Martinez am Mittwoch nach mehr als dreimonatiger Schliessung des Museums bekannt. Am 6. Juli soll der Louvre wieder öffnen. Tickets müssen vorab im Internet reserviert werden. Zudem sind eine Maskenpflicht und Abstandsregeln geplant.

Im Sommer rechnet die Museumsleitung nur mit einem Bruchteil der Menschen, die normalerweise kommen. «75 Prozent unserer Besucher stammen aus dem Ausland», betonte Martinez. Derzeit bleiben vor allem Asiaten und US-Touristen der französischen Hauptstadt fern. Im Pariser Grossraum hatte es besonders viele Coronavirus-Fälle gegeben.

4.40 Uhr: Disney verschiebt Öffnung von Vergnügungsparks

Das Disneyland Hongkong hat seine Tore bereits am 18. Juni wieder geöffnet. In Kalifornien müssen sich die Disney-Fans noch etwas gedulden.
Keystone

Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney hat die für Mitte Juli geplante Wiedereröffnung seiner Vergnügungsparks in Kalifornien verschoben. Der Staat Kalifornien habe noch keine Richtlinien für die Inbetriebnahme von Themenparks vorgelegt, hiess es. Sie benötigten Vorlaufzeit, um Tausende von Mitarbeitern zurückzubringen. Daher blieben die Themenparks und Hotels in der Anlage in Anaheim bei Los Angeles vorerst geschlossen. Ein neues Datum für die Eröffnung wurde nicht genannt. Das Unternehmen will allerdings weiter daran festhalten, die Shoppingmeile Downtown Disney District ab dem 9. Juli für Besucher zugänglich zu machen.

Im US-Staat Florida ist die Wiedereröffnung des Disney World Resorts für den 11. Juli genehmigt worden. Disneyland Paris soll nach einer coronabedingten Schliessung ab dem 15. Juli wieder schrittweise geöffnet werden.

3.52 Uhr: Qantas streicht 6'000 Stellen

Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways plant als Folge der Corona-Krise mindestens 20 Prozent ihrer Belegschaft abzubauen und über Abschreibungen rund 1,3 Milliarden Dollar Liquidität aufzubringen. «Wir müssen uns für mehrere Jahre positionieren, wenn der Umsatz viel niedriger ausfällt», sagte Qantas-Chef Alan Joyce bei der Vorstellung eines Drei-Jahres-Plans. «Und das bedeutet, kurzfristig eine viel kleinere Fluggesellschaft zu werden.»

Qantas kündigte an, mindestens 6'000 Stellen unter den 29'000 Mitarbeiter zu streichen. Weitere 15'000 Mitarbeiter blieben vorübergehend freigestellt, bis vor allem der internationale Flugverkehr wieder zunehme.

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