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Angriff auf den Iran Die wichtigsten Ereignisse bis zum 14. April im Ticker
SDA
14.4.2026 - 11:50
Am 28. Februar starteten die USA und Israel Angriffe auf den Iran. Teheran reagiert mit Gegenangriffen, die nicht nur Israel treffen. Der Krieg hat sich inzwischen auf die gesamte Region ausgeweitet, ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Die Entwicklungen bis zum 14. April
Das Wichtigste im Überblick
- Israel und die USA haben am 28. Februar den Iran angegriffen.
- Ajatollah Ali Chamenei, der oberste Führer des Iran, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung wurden bei einem der Angriffe am 28. Februar getötet.
- Nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei ist dessen Sohn Modschtaba Chamenei zu seinem Nachfolger ernannt worden.
- Als faktisch mächtigster Mann im Iran galt zuletzt Ali Laridschani; der Generalsekretär des Rates für nationale Sicherheit wurde bei einem israelischen Luftangriff am 17. März getötet.
- Donald Trump hat die Begründung für den Waffengang mehrmals geändert.
- Was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.
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11.49 Uhr
Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro
Beschädigtes Wohnhaus in Teheran. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa sdaDie iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung.
Das sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview.
Um das gesamte Ausmass bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen.
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8.13 Uhr
Pakistan schlägt neue Verhandlungen in Islamabad vor
Pakistan hat eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad in den kommenden Tagen vorgeschlagen. Das sagten zwei pakistanische Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, der Nachrichtenagentur AP.
Die Gespräche sollten demnach stattfinden, bevor die Waffenruhe im Krieg am 22. April ausläuft. Obwohl die erste Verhandlungsrunde am vergangenen Wochenende ohne Abkommen zu Ende ging, sei diese Teil eines andauernden diplomatischen Prozesses gewesen und keine einmalige Angelegenheit.
Aus US-Regierungskreisen verlautete, dass die USA und der Iran vor dem Auslaufen der Waffenruhe neue direkte Gespräche in Erwägung zögen und diese am 16. April stattfinden könnten. Die Gespräche über eine neue Verhandlungsrunde seien noch im Gange, hiess es.
Ein Diplomat eines der vermittelnden Länder im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sagte hingegen, dass sich die beiden Seiten schon auf eine neue Verhandlungsrunde geeinigt hätten. Den Angaben zufolge war Islamabad als erneuter Veranstaltungsort im Gespräch. Zudem sei auch Genf eine Option, erklärten US-Regierungsvertreter.
US-Präsident Donald Trump hatte am Montag zu Reporterinnen und Reportern gesagt, dass der Iran angerufen habe und die Iraner «einen Deal ausarbeiten» wollten.
US-Vizepräsident JD Vance sagte in einem «Fox News»-Interview, dass es bei den Verhandlungen am Wochenende durchaus Fortschritte bezüglich der Forderung der USA gegeben habe, dass Atommaterial aus dem Iran entfernt werde und es einen Mechanismus gebe, damit der Iran in Zukunft kein Uran anreichern könne. «Sie haben sich auf uns zubewegt», sagte Vance.
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7.45 Uhr
Sanktionierter Öltanker passiert Strasse von Hormus
Die von den USA angekündigte Seeblockade der Strasse von Hormus wirft bereits erste Fragen zur tatsächlichen Durchsetzung auf. Denn offenbar gelingt es weiterhin einzelnen Schiffen, die wichtige Handelsroute zu durchqueren.
So hat der Öltanker Rich Starry die Meerenge nach Beginn der Blockade nahezu vollständig passiert. Das geht aus Schiffsverfolgungsdaten hervor, wie sie unter anderem von MarineTraffic ausgewertet werden. Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtet darüber und bezeichnet das Schiff als ersten Tanker, der die Passage seit Inkrafttreten der Blockade geschafft hat.
Die «Rich Starry» hat offenbar die Strasse von Hormus passiert. VesselfinderDas unter malawischer Flagge fahrende Schiff war demnach in Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten gestartet und ist auf dem Weg nach China. Brisant: Sowohl der Tanker als auch seine Eigentümerin, die Shanghai Xuanrun Shipping Co Ltd, standen bereits zuvor auf der US-Sanktionsliste wegen Geschäften mit dem Iran.
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3.13 Uhr
Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der «mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter» hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
Irans Präsident Massud Peseschkian. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Vahid SalemiDie USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.
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2.02 Uhr
Vance: Haben in Iran-Gesprächen echte Fortschritte gemacht
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance zu echten Fortschritten geführt – jetzt liege der Ball aber bei den Iranern. Trotz bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. «Wir haben grosse Fortschritte gemacht.» Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen – nämlich deren Atomprogramm.
VICE PRESIDENT VANCE says the ball is in Iran's court after peace talks collapsed: "We made very clear, look, these are the things that we're willing to give, but these are the things that we must have. We must have the enriched material out of Iran. We must have their conclusive… pic.twitter.com/DA9Je52Qu0
— Fox News (@FoxNews) April 13, 2026Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Die iranische Seite hatte unter anderem von «überzogenen Forderungen» der USA gesprochen.
Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran ausser Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. «Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt», sagte Vance.
Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommt, liess Vance offen. «Im Grunde genommen ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld.» Vance sagte, er habe in Islamabad den Eindruck gehabt, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus Teheran, womöglich vom Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Darauf müsse man jetzt warten.
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Dienstag, 14. April 2026, 1.27 Uhr
UN-Chef Guterres zu Iran-Krieg: Einigung nicht über Nacht möglich
UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA am Wochenende in Pakistan zu einer Fortsetzung der Gespräche gemahnt. Auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche selbst doch die «Ernsthaftigkeit des Engagements» betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs mit. «Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen, um eine Einigung zu erreichen», so der Sprecher. Zugleich müssten die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt bleiben, betonte Guterres demnach. Dies gelte auch für die Strasse von Hormus, wo am Nachmittag eine Seeblockade durch die USA begonnen hatte.
UN-Generalsekretär António Guterres. (Archivbild) Bild: Keystone/EPA/Olivier HosletBlockiert werden sollen laut US-Angaben Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schliesse iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hiess es.
«Störungen im Seehandel durch die Strasse von Hormus haben bereits weit über die unmittelbare Region hinaus direkte Auswirkungen gezeigt und zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Instabilität sowie zu Unsicherheiten in vielen Sektoren weltweit geführt», teilte der Guterres-Sprecher mit. Die Unterbrechung der Lieferungen von Düngemitteln verschärfe zudem die Ernährungsunsicherheit für Millionen schutzbedürftiger Menschen weltweit und trage zu steigenden Lebenshaltungskosten bei.
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23.09 Uhr
USA fordern offenbar 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran
Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal «Axios» und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben – ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.
In Natans betreibt Iran eine unterirdische Uran-Anreicherungsanlage. Sie wurde bereits mehrfach angegriffen – auch im aktuellen Konflikt. Abedin Taherkenareh/epa/dpa (Archivbild)Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. «Axios» sprach von einem Zeitraum im «einstelligen» Bereich, das «Wall Street Journal» von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.
Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan waren am Wochenende ohne Einigung zu Ende gegangen. Das Kriegsziel der USA, dass der Iran niemals eine Atomwaffe haben dürfe, war nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ein zentraler Streitpunkt. Die Iraner hätten dem nicht zugestimmt, er denke aber, dass sie es noch tun werden, sagte Trump vor Journalisten. «Wenn sie nicht zustimmen, gibt es keinen Deal.» Der Iran werde keine Atomwaffen besitzen und man werde dessen hochangereichertes Uran bekommen. Die Iraner würden die Vorräte entweder selbst herausgeben oder man werde sie sich holen, betonte Trump.
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22.36 Uhr
Hisbollah-Chef: Verhandlungen mit Israel sind sinnlos
Hisbollah-Chef Naim Kassim hat eine Absage der geplanten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon in den USA gefordert. In einer Fernsehansprache am Montag erklärte er, seine schiitische Miliz werde «die Frontline sprechen lassen». Die Hisbollah – mit der Israel ohnehin nicht verhandeln will – verweigere sich Gesprächen mit Israel, erklärte Kassim. «Diese Verhandlungen sind sinnlos.»
Das für Dienstag geplante Treffen zwischen der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Botschafter in Washington, Jeciel Leiter, markiert die ersten direkten Gespräche zwischen Gesandten der beiden Länder, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, seit Jahrzehnten.
«Diese Verhandlungen sind sinnlos»: Hisbollah-Chef Naim Kassim. Bilal Hussein/AP/dpa (Archivbild)Kassim sprach von einem kostenlosen Entgegenkommen. Die Möglichkeit, sich dagegen zu entscheiden, gebe es noch immer. Der Hisbollah-Chef sprach sich für eine Rückkehr zu der Waffenruhe zwischen seiner Miliz und Israel vom November 2024 aus. Diese war durch indirekte Gespräche unter Vermittlung der USA, Frankreichs und der Friedensmission der Vereinten Nationen im Libanon zustande gekommen.
Kassim kritisierte den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun, Ministerpräsident Nawaf Salam und dessen Regierungskabinett neben der diplomatischen Öffnung gegenüber Israel auch dafür, die militärischen Aktivitäten der Hisbollah verboten zu haben.
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21.13 Uhr
MarineTraffic: Tanker kehren nach Annäherung an Strasse von Hormus um
Die US-Blockade in der Strasse von Hormus scheint erste Auswirkungen zu haben. Der Schiffsverfolgungsdienst MarineTraffic meldete, mindestens zwei Tanker hätten innerhalb von Minuten nach dem Beginn der US-Seeblockade während der Anfahrt auf die Strasse von Hormus den Kurs geändert. Einer der Tanker sei von den Vereinigten Arabischen Emirate aus in Richtung China unterwegs gewesen, hiess es. Die Route des zweiten Schiffs war zunächst unbekannt.
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19.24 Uhr
Trump: Der Iran hat angerufen, «wollen einen Deal machen»
Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA gemeldet. «Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden», sagte Trump in der US-Hauptstadt Washington. «Sie wollen einen Deal machen» – und zwar unbedingt, sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äusserung aus dem Iran gab es zunächst nicht.
Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran waren am frühen Sonntagmorgen ohne Einigung zu Ende gegangen. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. «Die Diplomatie ist noch nicht tot», sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Wo und wann die Gespräche weitergehen könnten, sei jedoch noch unklar.
«Sie wollen einen Deal machen», behauptet US-Präsident Donald Trump. Keystone/AP Photo/Alex Brandon -
18.49 Uhr
Starmer und Macron leiten Gipfeltreffen zur Strasse von Hormus
Der britische Premierminister Keir Starmer hat für diese Woche ein Treffen von zahlreichen Staats- und Regierungschefs zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus angekündigt. Starmer teilte mit, er werde gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron einen Gipfel einberufen, um die internationalen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts und zur Freigabe der wichtigen Ölroute voranzutreiben.
Starmer forderte vor dem britischen Unterhaus die bedingungslose und mautfreie Wiedereröffnung der Meerenge. Frankreich und Grossbritannien haben in den vergangenen Wochen die internationalen Bemühungen angeführt, den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Blockade der Strasse zu beenden. Sie haben ausserdem militärische Planungstreffen für einen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt nach dem Ende des Konflikts einberufen. Welche Auswirkungen die von Trump angekündigte US-Blockade iranischer Häfen auf diese Pläne haben wird, war unklar.
Macron und Starmer haben ein hochrangiges Gipfeltreffen zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus einberufen. Christophe Ena/Pool AP/AP/dpa (Archivbild) -
17.50 Uhr
Trump droht mit Angriffen auf Boote der Revolutionsgarden
US-Präsident Donald Trump droht damit, kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden auszuschalten, sollten sich diese der US-Seeblockade in der Strasse von Hormus nähern. Dabei werde das US-Militär genau so agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an.
Bislang seien die USA noch nicht gegen die «Schnellangriffsschiffe» – so nannte der Republikaner die Boote der Revolutionsgarden – vorgegangen, weil diese «nicht als nennenswerte Bedrohung» erachtet worden seien.
Die USA hatten im Krieg nach eigenen Angaben einen Grossteil der iranischen Marine zerstört. Zugleich verfügen die Revolutionsgarden über eine grosse Zahl kleiner, schneller Boote, die in gut versteckten Küstenstützpunkten stationiert sein sollen.
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16.13 Uhr
US-Militär will ab sofort Strasse von Hormus blockieren
Die von den USA geplante Blockade der Strasse von Hormus soll am Nachmittag in Kraft getreten sein. Unklar blieb zunächst, ob das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) tatsächlich seit 16.00 Uhr MESZ bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hinderte.
Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel hatten. Dies schliesse iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hatte Centcom am Sonntag (Ortszeit) mitgeteilt. Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle.
Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag die Seeblockade angekündigt. Trump will damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.
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5.14 Uhr
Trotz erhöhter Risiken: Swiss nutzt weiterhin Routen über Afghanistan
Die Swiss nutzt laut «Le Temps» trotz erhöhter Risiken weiterhin nördliche Flugrouten über Afghanistan nach Asien. Seit der Schliessung des iranischen Luftraums am 28. Februar und der bereits nötigen Umgehung Russlands hätten Fluggesellschaften nur noch begrenzte Routen zur Verfügung. Diese führten entweder südlich über die Arabische Halbinsel oder nördlich, teils über Afghanistan. Afghanistan verfüge seit der Machtübernahme der Taliban über kaum funktionierende Flugsicherung, weshalb Piloten Teile der Koordination selbst übernehmen müssten. Die Crews seien dadurch gezwungen, besonders wachsam zu sein. Im Notfall seien sichere Landungen nur schwer gewährleistet.
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4.36 Uhr
Trump: Egal, ob Iran an Verhandlungstisch zurückkehrt
Eine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über eine dauerhafte Beendigung des Iran-Krieges würde US-Präsident Donald Trump zufolge keine Rolle spielen. «Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht», sagte Trump vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington. «Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung», fügte er hinzu.
US-Präsident Donald Trump nach seiner Rückkehr aus Miami am Sonntagabend (Ortszeit) Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree Nikhinson -
4.32 Uhr
Trumps geplante Blockade wohl weniger umfassend als angekündigt
Die logistischen Planungen des US-Militärs für eine Blockade der Strasse von Hormus scheinen weniger weitreichend als von Präsident Donald Trump angekündigt. Dieser hatte am Sonntag auf der Plattform Truth Social geschrieben, die USA würden sämtliche Schiffe blockieren, die die Strasse von Hormus verlassen oder in sie einzufahren versuchten.
Das US-Militär will hingegen heute um 16.00 Uhr (MESZ) mit der Sperrung iranischer Häfen beginnen. Die Blockade werde «unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen» durchgesetzt, die iranische Häfen und Küstengebiete ansteuerten oder verliessen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando mit. Schiffe, die zwischen nicht-iranischen Häfen unterwegs sind, dürften weiterhin die wichtige Wasserstrasse passieren, erklärte U.S. Central Command.
— U.S. Central Command (@CENTCOM) April 12, 2026
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2.30 Uhr
Iran nennt Blockade-Drohung «lächerlich»
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Strasse von Hormus zu blockieren, ist vom Chef der iranischen Marine als «lächerlich» zurückgewiesen worden. Schahram Irani sagte nach Angaben des Staatsfernsehens: «Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd.» Die iranische Marine «überwacht und kontrolliert alle Bewegungen der aggressiven US-Armee in der Region».
Zuvor hatte Trump nach dem Scheitern von direkten Verhandlungen mit Teheran neue Drohungen ausgestossen und erklärt, dass die USA nun die Strasse von Hormus blockieren wollten. Die US-Marine werde «mit sofortiger Wirkung damit beginnen, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Strasse von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen», erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Als Grund nannte er Teherans Weigerung, beim Atomprogramm Zugeständnisse zu machen.
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Montag, 13. April 2026, 0.33 Uhr
Nahost-Experte: Trump hat kaum Druckmittel in Strasse von Hormus
Den Plan von US-Präsident Donald, die amerikanische Marine für eine Seeblockade der Strasse von Hormus einzusetzen, hält Nahost-Experte Andreas Krieg für unrealistisch. «Wir sollten im Hinterkopf behalten, dass die Amerikaner eine deutlich niedrigere Schmerzgrenze haben als die Iraner», erklärte Krieg, Militäranalyst und Dozent für Sicherheitsstudien am Kings College in London. «Die Iraner können das – was auch immer passiert – deutlich länger durchhalten als die Weltwirtschaft, deutlich länger als die Golfstaaten und deutlich länger als die Amerikaner.»
Trump habe «keine guten Optionen» und werde in einigen Punkten nachgeben müssen. «Es gibt kein Mittel im Werkzeugkasten, keinen militärischen Hebel, den er einsetzen könnte, um seinen Willen durchzusetzen», analysierte Krieg.
Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Strasse von Hormus auf. (Archiv) Bild: Keystone/AP/Altaf Qadri -
20.53 Uhr
Revolutionsgarden warnen: Kein Militär in der Strasse von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden haben erneut davor gewarnt, dass sich Militärschiffe der Strasse von Hormus nähern. Dies würde als «klarer Verstoss gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet», hiess es in einer Mitteilung am Abend (Ortszeit). Die Meeresenge sei ausschliesslich für die friedliche Durchfahrt ziviler Schiffe geöffnet, nicht jedoch für Militärschiffe. Jegliche Annäherung, «unter welchem Vorwand auch immer», werde von den Garden als Bruch der Waffenruhe gewertet und daher auch entschlossen und konsequent beantwortet.
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18.19 Uhr
Irans Präsident: US-«Doppelstandards» grösstes Hindernis für Einigung
Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die angeblichen Doppelstandards der USA als das grösste Hindernis für eine Einigung im derzeitigen Konflikt. «Bei den Verhandlungen in Islamabad waren das anhaltende Festhalten der USA an Doppelstandards sowie ihr machtpolitischer Anspruch das grösste Hindernis», sagte Peseschkian in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie das iranische Präsidialamt mitteilte. Nähere Erläuterungen machte er dazu demnach nicht.
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17.39 Uhr
Trump verteidigt drastische Atom-Drohung gegen Iran
US-Präsident Donald Trump hat seine drastische Drohung gegen den Iran, «eine ganze Zivilisation» auszulöschen, verteidigt. In einem Interview des US-Senders Fox News sagte Trump: «Ich bin einverstanden mit dieser Aussage.» Sie habe die Führung in Teheran schliesslich an den Verhandlungstisch gebracht.
BREAKING: President Trump addresses his social media post warning that a "whole civilization" could die in Iran, arguing that the comment brought the regime back to the bargaining table.
— Fox News (@FoxNews) April 12, 2026
"I told my people, I want everything. I don't want 90%, I don't want 95%. I told them I want… pic.twitter.com/rFszAqUikY -
17.30 Uhr
Trump wirft Teheran «Welterpressung» vor
Trump begründete den Schritt mit Drohungen aus Teheran und sprach von einer «Welterpressung». Der Iran habe erklärt, es könnten Minen in der Meerenge liegen. Zugleich stellte Trump in Aussicht, dass die US-Blockade wieder gelockert werden könne, sollte die Durchfahrt für alle Schiffe uneingeschränkt möglich sein. Für den Fall von Angriffen auf US-Kräfte oder zivile Schiffe drohte Trump mit massiver militärischer Gewalt.
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15.16 Uhr
Trump kündigt Seeblockade der Strasse von Hormus an
Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade angekündigt. Die US-Marine werde allen Schiffen die Einfahrt in die Strasse von Hormus oder das Verlassen der Meerenge versperren, teile Trump auf der Plattform Truth Social mit.
US-Präsident Donald Trump hat die Marine seines Landes nach eigenen Angaben angewiesen, Schiffe abzufangen, die dem Iran eine Gebühr für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus entrichtet haben. Die Marine sei angewiesen, «jedes Schiff in internationalen Gewässern zu suchen und zu beschlagnahmen, das eine Gebühr an den Iran entrichtet hat», schrieb Trump am Sonntag in sozialen Medien. «Niemand, der eine illegale Maut bezahlt, wird eine sichere Passage auf hoher See haben.»
Der Iran hatte nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar die Straße von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird. Inzwischen lässt er zwar wieder einige Schiffe durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle bei der Auswahl der Schiffe und ihrer Ladung.
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15.08 Uhr
Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein
Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Kriegsende stellt Israel sich nach Medienberichten auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe ein. Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, Generalstabschef Ejal Zamir habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft überzugehen.
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12.36 Uhr
Iran gibt USA Schuld für Ende der Gespräche
Der Verhandlungsleiter der iranischen Delegation hat den USA die Schuld dafür gegeben, dass die Friedensverhandlungen in Islamabad keine Einigung brachten. «Meine Kollegen in der iranischen Delegation brachten zukunftsorientierte Initiativen vor, doch letztendlich gelang es der Gegenseite nicht, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen», schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.
Er habe bereits vor den Gesprächen betont, dass der Iran über den nötigen guten Willen und Entschlossenheit verfüge, aber aufgrund der Erfahrungen aus vorangegangenen Kriegen kein Vertrauen in die Gegenseite habe. Ghalibaf dankte Pakistan zudem für die Vermittlungsbemühungen.
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8.10 Uhr
Vance gibt Scheitern der Verhandlungen bekannt, während Trump Käfigkämpfen zusieht
Dass Präsident Trump weitgehend regelfreie Käfigkämpfe der Ultimate Fighting Championship UFC liebt, ist nichts Neues. So lässt er an seinem 80. Geburtstag am 14. Juni Kämpfe der UFC im Garten des Weissen Hauses durchführen.
Am Samstag wohnt der Präsident, begleitet von Aussenminister Marco Rubio, in Miami einem Kampf-Event der UFC bei. Das wäre weniger bemerkenswert, wenn nicht gleichzeitig Vize-Präsident JD Vance versucht, mit dem Iran einen Deal zu erzielen und schliesslich das Scheitern der Verhandlungen verkünden muss.
Beobachter, etwa der «New York Times» schreiben, Rubio sei wesentlich öfter am Telefon gewesen während den Darbietungen der Käfigkämpfer als Trump, habe ihm zwischendurch auf seinem Telefon etwas gezeigt.
Auch mehrere Stunden nach dem Ende der Verhandlungen hat Präsident Trump keinen Kommentar dazu abgegeben.
🚨🇮🇷🇺🇸 Ceasefire talks in Islamabad just collapsed and Trump is sitting cageside at UFC 327 watching people beat each other unconscious.
— Mario Nawfal (@MarioNawfal) April 12, 2026
If you're Iran's negotiating team, knowing the guy deciding your country's fate is at a fight night contemplating his next move has to be the… https://t.co/3Zh2Vnjf0B pic.twitter.com/1vaCHHN66w -
7.15 Uhr
Pakistan ruft Iran und USA zum Festhalten an Waffenruhe auf
Nach den direkten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans hat der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar die beiden Parteien aufgerufen, an ihrer Verpflichtung zu einer Waffenruhe festzuhalten. Man hoffe, dass beide Seiten «dauerhaften Frieden und Wohlstand für die gesamte Region und darüber hinaus» erreichen würden, teilte Dar mit.
Dar dankte den USA und dem Iran, dass sie dem Aufruf des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif zu Friedensgesprächen in Islamabad gefolgt seien. Pakistan werde seine Vermittlerrolle auch weiterhin wahrnehmen.
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Sonntag, 12. April - 6.29 Uhr
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran enden ohne Ergebnis
Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans sind am frühen Sonntagmorgen ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance wurde bei den Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad keine Einigung erzielt. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommen wird, war zunächst nicht bekannt.
Man verlasse nun den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte Vance. Der US-Vize bestieg nach Angaben anwesender Journalisten noch am Morgen ein Flugzeug in Richtung USA. Teheran plane keine weitere Verhandlungsrunde, berichtete die iranischen Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle.
🚨BREAKING: NO AGREEMENT IN ISLAMABAD
— MeidasTouch (@meidastouch.com) 12. April 2026 um 03:52
[image or embed]Iranische Medien hatten zuvor über grosse Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von «überzogenen Forderungen» der US-Seite. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.
Tasnim zufolge bestand die iranische Delegation auf der «Wahrung der militärischen Errungenschaften», eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den grössten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Strasse von Hormus gegeben haben. Der Iran hat die Kontrolle über die Meerenge seit Kriegsbeginn an sich gerissen. Indem Teheran die Durchfahrt von Öltankern und Frachtschiffen verhindert, kann er der Weltwirtschaft beträchtlichen Schaden zufügen.
🇮🇷🇺🇸🇵🇰 No deal in Islamabad. Talks resume Sunday.
— Gerry Nolan (@RealGerryNolan) April 12, 2026
But here’s what Professor Marandi
told Al Mayadeen about the negotiations and it’s worth every word.
Iran walked into Islamabad fully prepared to walk back out without an agreement. The talks were never about desperation… https://t.co/Wxs5vaY9TK pic.twitter.com/EjjZtHYh5h -
23.41 Uhr
Ringen bis in die Nacht in Islamabad
Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA dauern in Pakistan auch nach Mitternacht (Ortszeit) an.
Mehr als acht Stunden nach Auftakt der Gespräche kamen die Verhandlungsführer am Austragungsort in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem weiteren direkten Treffen zusammen, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Es sei die «letzte Gelegenheit», einen gemeinsamen Rahmen mit den Amerikanern zu finden, hiess es.
US-Vizepräsident JD Vance bei den Verhandlungen in Islamabad. Jacquelyn Martin/AP POOL/dpaIran-Experte Ali Vaez von der Denkfabrik Crisis Group mahnte vor dem Hintergrund möglicher Differenzen auf X, Pattsituationen in den Gesprächen seien nicht unauflösbar. «Jede Seite hält ihre Position für vernünftig und die der anderen für unvernünftig. Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist – und selbst dann muss das Ganze noch umgesetzt werden», schrieb er.
Zunächst war unklar, wie lange die Verhandlungen in der Nacht zu Sonntag noch andauern. Iranische Medien berichteten, eine Verlängerung am nächsten Tag sei möglich.
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21.42 Uhr
Iranische Medien: Grosse Differenzen bei Gesprächen mit den USA
Iranische Medien haben über grosse Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA in Pakistan berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von «überzogenen Forderungen» der US-Seite. Konkret wurde die Strasse von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.
Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der «Wahrung der militärischen Errungenschaften», eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den grössten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Strasse von Hormus geben.
Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf (l) spricht mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Uncredited/Pakistan Prime Minister Office/AP/dpa -
19.03 Uhr
Irans Marine droht US-Kriegsschiff wegen Strasse von Hormus
Irans Marine hat mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Strasse von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hiess es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.
Irans Delegation, die in Islamabad mit den USA Friedensgespräche aufgenommen hat, legte beim Vermittler Pakistan Beschwerde ein und forderte, dass der US-Zerstörer die Meerenge wieder verlasse. «Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen», liess der Iran Tasnim zufolge den USA mitteilten.
🚨🇺🇸🚢Several U.S. navy ships crossed the Strait of Hormuz on Saturday, U.S. official says
— Barak Ravid (@BarakRavid) April 11, 2026
🚨🇺🇸🚢The move was not coordinated with Iran. It's the first time this happens since the beginning of the warDas US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) erklärte am Abend, einen Marineeinsatz zur Räumung von Seeminen begonnen zu haben. Zwei Zerstörer hätten dazu die Strasse von Hormus passiert und im Arabischen Golf operiert, hiess es in einer Mitteilung von Centcom auf X. Die iranischen Revolutionsgarden hatten vor wenigen Tagen einen Bereich der Meerenge als Gefahrenzone deklariert und vor Minen in den Schifffahrtsrouten gewarnt.
«Axios»-Reporter Barak Ravid hatte zuvor unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter berichtet, dass mehrere Schiffe der US-Marine die Strasse von Hormus durchquert hätten. Der Schritt sei nicht mit dem Iran koordiniert worden. Daten des Trackingdienstes Vesselfinder zeigten ein Schiff der US-Regierung mit nicht näher genannter Typenbezeichnung – wie beim Militär üblich – im Persischen Golf.
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18.40 Uhr
Weisses Haus: USA und Iran sprechen direkt miteinander
Bei den Friedensverhandlungen in Islamabad sprechen nach Angaben des Weissen Hauses die USA und der Iran direkt miteinander, unter Anwesenheit von Vertretern Pakistans. Ein hochrangiger Regierungsbeamter des Weissen Hauses bestätigte ein trilaterales Treffen. Zuvor hatte es bereits aus pakistanischen Sicherheitskreisen geheissen, dass es direkte Gespräche gebe.
Die von Pakistan vermittelte Verhandlungsrunde ist laut «New York Times» das hochrangigste direkte Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Beamten seit der Islamischen Revolution im Iran 1979. Nach dieser hatten sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern dauerhaft stark verschlechtert.
Die Gespräche in Islamabad gelten allerdings als äusserst fragil, die Delegationen sind mit langen Listen an Forderungen angereist.
Der US-amerikanische Vizepräsident JD Vance spricht mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif. AP/Jacquelyn Martin, Pool/Keystone -
18.09 Uhr
Israel hat 18'000 Bomben über dem Iran abgeworfen
Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben binnen gut fünf Wochen des Kriegs rund 18'000 Bomben über dem Iran abgeworfen. Ein israelischer Armeesprecher bestätigte Zahlen der «Times of Israel» zum Kriegsverlauf. Genauere Informationen zu Art und Grösse der Bomben gab es zunächst nicht. Demnach gab es mehr als 1000 Angriffswellen Israels.
Der Iran feuerte den Angaben zufolge rund 650 ballistische Raketen auf Israel ab. Nach Angaben des Militärs trug mehr als die Hälfte dieser Raketen Streubomben-Sprengköpfe, die zahlreiche kleinere Sprengkörper ungezielt über grosse Gebiete verteilen. Bei den Angriffen seien in Israel 20 Zivilisten getötet worden, darüber hinaus vier Palästinenser im Westjordanland. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in Israel mehr als 7000 Menschen verletzt.
Israel führte nah Militärangaben rund 1000 Angriffswellen gegen den Iran durch. Ariel Schalit/AP/dpa (Symbolbild)Laut der israelischen Armee wurden im Iran über 10'800 einzelne Angriffe auf mehr als 4000 Ziele durchgeführt, darunter Luftabwehrsysteme, Raketenabschussrampen, Waffenproduktionsstätten, Nuklearanlagen, verschiedene Hauptquartiere sowie militärische Kommandeure und Führungsstrukturen. Israelische Kampfjets hätten rund 8500 Einsätze gegen Ziele im Iran ausgeführt.
Nach Angaben des Militärs habe Israel etwa 60 Prozent von geschätzt 470 Abschussrampen des Irans für ballistische Raketen zerstört oder ausser Gefecht gesetzt. Zu Kriegsbeginn ging die Armee nach Informationen der Zeitung davon aus, dass Iran über 2.500 ballistische Raketen verfügt. Zuletzt habe der Geheimdienst geschätzt, dass davon noch 1.000 übriggeblieben seien, die Israel erreichen könnten.
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16.52 Uhr
Trump: «Prozess der Freigabe» der Strasse von Hormus hat begonnen
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump mit dem «Prozess zur Freigabe der Strasse von Hormus» begonnen. In seinem Onlinedienst Truth Social schrieb er: «Wir beginnen jetzt den Prozess, die Strasse von Hormus freizuräumen, als Gefälligkeit für Länder auf der ganzen Welt, einschliesslich China, Japan, Südkorea, Frankreich, Deutschland und viele andere.»
Trump fügte hinzu: «Unglaublicherweise haben sie nicht den Mut oder den Willen, die Arbeit selbst zu erledigen.» Zuvor hatte das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen US-Beamten berichtet, mehrere Schiffe der US-Marine hätten die Strasse von Hormus passiert. Ein ranghoher iranischer Militärvertreter, auf den sich das iranische Staatsfernsehen berief, dementierte die Angaben.
«Wir beginnen jetzt den Prozess, die Strasse von Hormus freizuräumen»: US-Präsident Donald Trump. AP/Evan Vucci/KeystoneTrump attackierte auch Medien, die behaupteten, der Iran gehe als Sieger aus dem am 28. Februar begonnenen US-israelischen Krieg gegen ihn hervor, «während in Wirklichkeit jeder weiss, dass sie am Verlieren sind, und zwar gewaltig». Zugleich räumte der US-Präsident ein, dass Schiffe in der Strasse von Hormus auf vom Iran gelegte Seeminen fahren könnten.
Trumps Tirade erfolgt zu Beginn der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan, bei denen die Frage des Verkehrs durch die Meerenge eine wichtige Rolle spielt. Derzeit gilt eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien.
Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Strasse von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen liessen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
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14.57 Uhr
Friedensverhandlungen zwischen Iran und USA begonnen
Update 15.10 Uhr: Begleitet von hohen Erwartungen haben in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Iran-Konflikts begonnen. Das teilten pakistanische Regierungsvertreter mit, auch der iranische Staatssender Irib meldete den Beginn. Die US-Delegation leitet Vizepräsident JD Vance, auf iranischer Seite führt Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf die Delegation an. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und der Armeechef des Landes, Feldmarschall Asim Munir, übernehmen die Vermittlung.
Der genaue Ablauf der Gespräche ist bislang nicht bekannt. Möglich sind direkte Gespräche beider Seiten unter pakistanischer Beteiligung. Bei indirekten Gesprächen würden beide Delegationen in unterschiedlichen Räumen sitzen und Vermittler Nachrichten überbringen. Nach iranischen Angaben sollen die Gespräche nur einen Tag dauern.
Das pakistanische Staatsfernsehen überträgt das Treffen zwischen US-Vizepräsident J.D. Vance und dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Anjum Naveed/AP/dpaNach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg geht es in den Verhandlungen um die Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung. Zu den zentralen Konfliktpunkten gehört die Blockade der Strasse von Hormus. Der Iran beansprucht die Kontrolle der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman und plant die Einführung eines Mautsystems. Die USA hingegen bestehen auf einer freien und sicheren Passage von Schiffen ohne Gebühren – wie es zuvor der Fall war.
Zudem verlangt Washington die Herausgabe von mehr als 400 Kilogramm hoch angereicherten Urans und die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Ausserdem will die US-Seite Beschränkungen für die Entwicklung ballistischer Raketen durch den Iran. Teheran verlangt die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, Reparationszahlungen für Kriegsschäden, die Aufhebung aller Sanktionen, Garantien gegen erneute Angriffe und einen Abzug von US-Truppen aus der Region.
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13.24 Uhr
Teheran geht «mit völligem Misstrauen» in die Verhandlungen mit den USA
Der iranische Staatssender Irib zitierte Aussenminister, Abbas Araghtschi. Er erklärte, man gehe mit «völligem Misstrauen» in die Gespräche und werde mit aller Kraft dafür kämpfen, die Interessen und Rechte der iranischen Nation zu sichern. Der Staatssender bezog sich dabei auf ein Telefongespräch Araghtschis mit dem deutschen Aussenminister Johann Wadephul (CDU) am Donnerstag.
Der genaue Ablauf der Gespräche ist weiterhin nicht offiziell. Nach Informationen des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera bemüht sich Sharif um direkte Gespräche beider Seiten unter pakistanischer Beteiligung. Bei indirekten Gesprächen würden beide Delegationen in unterschiedlichen Räumen sitzen und Vermittler Nachrichten überbringen.
Der iranische Staatssender Irib berichtete, dass die Gespräche zwischen den Iranern und der US-Seite – sofern sie tatsächlich starten – für den Nachmittag Ortszeit geplant seien. Islamabad liegt drei Stunden vor Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Iranischen Quellen zufolge sollen die Verhandlungen nur einen Tag dauern.
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi ist Teil der iranischen Delegation an den Verhandlungen mit den USA in Islamabad. Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa -
12.52 Uhr
Irans Vize-Präsident rät USA zu «America First», statt «Israel First»
Der iranische Vizepräsident Mohammed Resa Aref hat die US-Regierung aufgerufen, bei den Friedensverhandlungen die Interessen ihres Landes über die Israels zu stellen. Falls die US-Unterhändler bei den Gesprächen am Samstag in Pakistan Präsident Donald Trumps Devise «America First» beherzigten, sei ein Abkommen möglich, schrieb Aref in sozialen Medien. «Sollten wir es jedoch mit Vertretern von «Israel First» zu tun haben, wird es keine Einigung geben», fügte er hinzu.
Aref warnte, sollten die Gespräche scheitern und die USA und Israel den Krieg gegen den Iran wieder aufnehmen, werde «die Welt mit höheren Kosten konfrontiert sein».
Iran’s first vice president said a deal with the United States is possible if negotiations are led by what he described as an “America First” approach, but warned there would be no agreement otherwise.
— Iran International English (@IranIntl_En) April 11, 2026
“If we negotiate … an agreement beneficial to both sides and the world is… pic.twitter.com/UU9jkyxYXb -
11.22 Uhr
Israel und Hisbollah beschiessen sich weiter
Das israelische Militär und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon beschiessen sich weiter gegenseitig. Im Libanon meldete die staatliche Nachrichtenagentur israelische Luftangriffe am frühen Morgen in der Region um Nabatija im Süden des Landes. Drei Menschen seien getötet worden, als ein Wohngebäude durch einen Angriff zerstört wurde. Auch in anderen Teilen des Südens kam es demnach weiter zu Angriffen. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte.
Die Intensität der gegenseitigen Angriffe hat zuletzt nachgelassen. Vorausgegangen war dem eine grossangelegte Angriffswelle des israelischen Militärs im Libanon. Dabei wurden nach Behördenangaben mehr als 300 Menschen binnen weniger Minuten getötet. US-Präsident Donald Trump soll Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu daraufhin dazu gedrängt haben, die Angriffe zu reduzieren.
Das US-Aussenministerium wird in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel ausrichten. Ziel sei die Verkündung einer Waffenruhe und der Beginn formeller Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA, hiess es aus Beirut. Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportals «Axios» ist Israel zwar zu Gesprächen mit dem Libanon bereit, nicht aber zu Verhandlungen über eine Feuerpause gegenüber der Hisbollah.
Israel says it will not discuss a ceasefire with Hezbollah when it meets Lebanese officials in Washington next week, as it continues its attacks on Lebanon https://t.co/xu1f6qyjyC pic.twitter.com/CbWZLe52mb
— Al Jazeera English (@AJEnglish) April 11, 2026 -
11. April 8.44 Uhr
US-Delegation um JD Vance zu Gesprächen mit Iran gelandet
Die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg in Pakistan angekommen. Sie sei auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hiess es aus pakistanischen Sicherheitskreisen.
Pakistanischen Diplomatenkreisen zufolge sollen die Gespräche am Nachmittag Ortszeit (drei Stunden vor MESZ) beginnen. Zunächst treffen die Delegationen demnach separat auf die pakistanischen Vermittler, Premier Shehbaz Sharif und den obersten Militär, Feldmarschall Asim Munir. Anschliessend solle es direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und dem Team aus Teheran geben.
Die iranische Delegation war bereits zuvor in Islamabad eingetroffen und wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt.
#WATCH | Pakistan: US Vice President JD Vance arrived in Islamabad for peace talks with Iran.
— ANI (@ANI) April 11, 2026
(Video Source: US Network Pool via Reuters; quality as incoming) pic.twitter.com/oHjsaiSigX -
20.37 Uhr
Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus bleibt deutlich reduziert
Der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus verharrt laut der Plattform Marine Traffic auf niedrigem Niveau. Die in Athen ansässige Plattform teilte mit, seit der Ankündigung einer Waffenruhe im Iran-Krieg am 8. April hätten lediglich 14 Schiffe die Strasse von Hormus passiert, von denen die Hälfte beladen gewesen sei. Schiffe, die den Persischen Golf verliessen, machten 70 Prozent aller Durchfahrten aus.
Der Schiffsverkehr ist in der Strasse von Hormus deutlich reduziert. (Archivbild) Bild: Altaf Qadri/AP/dpa«Schiffe, die Sanktionen unterliegen oder mit einer Schattenflotte in Verbindung stehen, stellten fast zwei Drittel aller Durchfahrten», heisst es in der Mitteilung. Vor dem Konflikt passierten täglich mehr als 100 Schiffe die Meerenge – viele von ihnen transportierten Öl nach Asien.
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20.05 Uhr
Trump droht Iran mit Angriffen, falls es keine Einigung gibt
Die USA bereiten sich nach Aussage von US-Präsident Donald Trump auf neue Angriffe auf den Iran vor, sollten die geplanten Friedensgespräche scheitern. «Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden», zitiert ihn die «New York Post» aus einem Telefoninterview. «Und wenn wir keine Einigung erzielen, werden wir sie einsetzen, und wir werden sie sehr effektiv einsetzen», drohte er in Richtung Teheran.
Man habe es mit Leuten zu tun, von denen man nicht wisse, ob sie die Wahrheit sagten oder nicht, bemängelte er demnach. Explizit kritisierte Trump dabei, dass der Iran öffentlich darauf beharre, Uran anreichern zu dürfen. Diese Forderung dürfte bei etwaigen Verhandlungen einer der Konfliktpunkte werden. Trump hatte erst jüngst betont: «Es wird keine Urananreicherung geben».
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19.33 Uhr
Trump warnt: Iraner sind nur noch am Leben, «um zu verhandeln»
Vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan richtet US-Präsident Donald Trump eine martialische Drohung an Teheran. Die Iraner schienen nicht zu begreifen, dass sie «abgesehen von der kurzzeitigen Erpressung der Welt» mit der Strasse von Hormus keinerlei Druckmittel hätten, schrieb er auf der Plattform Truth Social. «Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!»
Präsident Donald Trump warnt den Iran: «Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!» (Archivbild) Bild: KEYSTONE -
16.07 Uhr
Vance spricht vor Gesprächen Warnung an Iran aus
Vor seiner Abreise zu Verhandlungen zum Iran-Krieg in Pakistan hat US-Vizepräsident JD Vance Teheran dazu ermahnt, die Gespräche mit den USA ernst zu nehmen. Wie US-Präsident Donald Trump verdeutlicht habe, sei man bereit, den Iranern die Hand zu reichen, wenn diese bereit seien, in gutem Glauben zu verhandeln, sagte Vance vor Journalisten. «Wenn sie versuchen, uns zu täuschen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam nicht besonders aufgeschlossen ist.»
Der Vizepräsident war auch um Zuversicht bemüht: Man freue sich auf die Verhandlungen, betonte er. Trump habe seinem Verhandlungsteam einige sehr klare Richtlinien gegeben. Man werde sich bemühen, gute Verhandlungen zu führen.
US-Vizepräsident J.D. Vance kurz vor dem Abflug nach Pakistan. Jacquelyn Martin/AP POOL/AP/dpaNach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg soll es von diesem Freitag an in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Friedenslösung geben. Der US-Delegation um Vance gehören nach Angaben des Weissen Hauses auch der Sondergesandte Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner an.
Aus Sicherheitskreisen in Pakistan hiess es, zunächst seien Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen. Am Samstag sei ein Treffen der Verhandlungsführer angedacht. Die Gespräche könnten bei Bedarf demnach auch bis Sonntag andauern. Auf iranischer Seite blieb zuletzt allerdings unklar, ob Teheran überhaupt die Verhandlungsführer zu den Gesprächen nach Islamabad schicken würde. Der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge finden keine Verhandlungen statt, solange Israel seine Angriffe auf den Libanon fortsetzt.
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15.22 Uhr
Hisbollah-Chef: Machen weiter «bis zum letzten Atemzug»
Hisbollah-Chef Naim Kassim hat erneut die Kampfbereitschaft der Organisation betont. «Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen», hiess es in einer im Fernsehen verlesenen Rede Kassims.
Israel sei es in 40 Jahren nicht gelungen, die Hisbollah davon abzuhalten, Raketen, Drohnen und andere Geschosse auf sein Gebiet abzufeuern. Die israelischen Waffen und Bedrohungen schüchterten die Hisbollah nicht ein.
Hisbollah-Chef Naim Kassim. sda«Wir sind die rechtmässigen Besitzer dieses Landes», sagte er mit Blick auf das Vorrücken der israelischen Truppen im Südlibanon. «Wir werden unsere Souveränität wieder herstellen und den Besatzer vertreiben.»
Kassim forderte die libanesische Regierung dazu auf, «keine Zugeständnisse» zu machen. Am Donnerstagabend war bestätigt worden, dass Israel und der Libanon in der kommenden Woche in Washington direkt miteinander verhandeln wollen. Nach israelischen Angaben sollen sich die Gespräche auf die Entwaffnung der Hisbollah und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon konzentrieren.
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15.21 Uhr
EU-Kommission begrüsst geplante Gespräche von Israel und Libanon
Die Europäische Kommission begrüsst die angekündigten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. «Wir blicken dem konkreten Beginn der Gespräche und deren Ergebnissen erwartungsvoll entgegen», sagte ein Sprecher in Brüssel.
Diplomatie sei der einzige Weg, alle Parteien müssten das humanitäre Völkerrecht ohne Einschränkungen einhalten. Zugleich forderte der Sprecher die sofortige Einstellung der Angriffe im Libanon.
Das US-Aussenministerium richtet in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel aus. Dabei soll es um die Verhandlungen über eine Waffenruhe gehen, wie ein Beamter des Ministeriums am Donnerstag bestätigte.
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15.12 Uhr
Wieder gegenseitige Angriffe zwischen Hisbollah und Israel
Die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an.
Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von israelischen Angriffen vor allem im Süden des Landes. Bei einem Angriff auf eine Autowaschanlage wurden demnach sechs Menschen getötet. Bei einem weiteren Angriff sei ein Mensch getötet worden.
Die Hisbollah feuerte im Laufe des Tages erneut Geschosse auf den Norden Israels. Dort wurde lokalen Medien zufolge in der arabischen Ortschaft Deir al-Asad am Nachmittag eine Schule beschädigt. Am Morgen war Berichten zufolge bereits ein Haus von einer Rakete der Miliz getroffen und beschädigt worden. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte mehrere Raketenangriffe für sich.
Bei verheerenden israelischen Angriffen im Libanon waren libanesischen Angaben zufolge am Mittwoch mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Die Intensität der israelischen Angriffe hat seither deutlich abgenommen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag dem US-Sender NBC gesagt, er habe mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesprochen, dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt. Netanjahu selbst sprach danach davon, dass Israel die Hisbollah weiter bekämpfen und nicht aufhören werde, ehe es Sicherheit für die Bevölkerung im Norden Israels gebe.
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Iran: Rund 125'000 zivile Einrichtungen im Krieg beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 125'000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden.
Darunter seien etwa 100'000 Wohnungen und mindestens 23'500 Geschäfte, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, im iranischen Staatsfernsehen.
Neben Wohn- und Geschäftsvierteln seien im Krieg auch zahlreiche andere zivile Einrichtungen getroffen worden. Koliwand zufolge wurden etwa 339 medizinische Einrichtungen, darunter Spitäler, Apotheken, Notfallzentren und Labore bei den Luftangriffen beschädigt. Ausserdem seien 32 Universitäten getroffen worden. 857 Gebäude von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen seien gezielt attackiert worden, sagte Koliwand.
Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran dauern an. Vahid Salemi/AP/dpa -
9.21 Uhr
Iran-Gespräche: Mehr als 10'000 Sicherheitskräfte in Islamabad
Pakistan hat vor dem Beginn von Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran die Sicherheit in der Hauptstadt erhöht.
Mehr als 10'000 Sicherheitskräfte, darunter Soldaten, Polizisten und paramilitärische Einheiten wurden Behördenvertretern zufolge in Islamabad stationiert. Das Regierungsviertel und die diplomatische Zone wurden abgeriegelt.
In Islamabad wollen Vertreter aus Washington und Teheran nach mehr als fünf Wochen Krieg über ein dauerhaftes Ende des Konflikts sprechen. Aus Sicherheitskreisen in Pakistan hiess es, zunächst seien heute Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen. Am Samstag sei dann ein Treffen der Verhandlungsführer angedacht. Die Gespräche könnten bei Bedarf demnach auch bis Sonntag andauern.
Der Iran hat eine Abreise oder Ankunft seiner Verhandlungsdelegation bislang nicht bestätigt. Vor den Gesprächen herrscht Misstrauen, das auch die Verhandlungen prägen dürfte. Sowohl die israelischen Angriffe im vergangenen Jahr als auch der Krieg Ende Februar erfolgten inmitten laufender Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Die Kriegsparteien streiten zudem über die Öffnung der Strasse von Hormus und die anhaltenden israelischen Angriffe im Libanon.
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4 Uhr
Ölproduktion in Saudi-Arabien sinkt nach Angriffen um 600'000 Barrel
Nach jüngsten Angriffen auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines ist Saudi-Arabiens Produktionskapazität für Erdöl um rund 600'000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag gefallen. Zudem sei die Kapazität der wichtigen Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der Strasse von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, um 700'000 Barrel pro Tag zurückgegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium.
Ein Soldat des iranischen Militärs bringt sich am Golf von Oman in Stellung – mit Blick auf die Strasse von Hormus. (30. Dezember 2011) Bild: Keystone/AP Photo/YJC, Mohammad Ali MarizadDer Grund sei ein Angriff auf eine Pumpstation der Pipeline. Durch die rund 1200 Kilometer lange Röhre können im Normalfall Medienberichten zufolge etwa 5 bis 7 Millionen Barrel pro Tag fliessen. Mit einer täglichen Fördermenge von rund zehn Millionen Barrel pro Tag ist Saudi-Arabien nach den USA der zweitgrösste Ölproduzent der Welt.
In dem Bericht hiess es weiter, Angriffe hätten auch Anlagen zur Produktion von Flüssiggas (LNG) beschädigt. Bei den jüngsten Attacken auf die Ölförderanlagen des Königreichs sei ein Mensch ums Leben gekommen, berichtete SPA weiter. Zudem wurden demnach sieben Arbeiter verletzt.
Zuletzt hatte der Iran immer wieder Ziele in den Golfstaaten mit Raketen und Drohnen angegriffen. Aktuell gilt im Iran-Krieg eine auf zwei Wochen befristete Waffenruhe.
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3.10 Uhr
Kuwait wirft Iran und seinen Stellvertretern Angriffe vor
Kuwait hat dem Iran und seinen Stellvertretern vorgeworfen, am Donnerstag trotz der zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg Drohnenangriffe auf das Land durchgeführt zu haben. Saudi-Arabien teilte unterdessen mit, dass bei jüngsten Angriffen eine wichtige Pipeline im Königreich beschädigt worden sei. Die Mitteilung des kuwaitischen Aussenministeriums, die von der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna verbreitet wurde, erhöht den Druck vor den für Samstag geplanten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.
Das kuwaitische Aussenministerium erklärte, die Drohnenangriffe in der Nacht zum Donnerstag hätten «einige lebenswichtige kuwaitische Einrichtungen» zum Ziel gehabt.
Unterdessen bestätigte die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Beamten einen Angriff, bei dem die wichtige Ost-West-Pipeline beschädigt worden sei. Die Pipeline transportiert Öl an das Rote Meer und umgeht die Strasse von Hormus, die der Iran trotz der Feuerpause weitgehend kontrolliert.
Rauch über dem internationalen Flughafen von Kuwait, nach einem Drohnenangriff auf ein Öldepot in Kuwait City. (25. März 2026) Bild: Keystone/AP Photo -
3.03 Uhr
Militär: Israel greift Stellungen der Hisbollah im Libanon an
Israel hat nach Angaben des Militärs mehrere Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Angriffe seien etwa zehn Abschussrampen gewesen, von denen am Donnerstag Raketen auf den Norden Israels abgefeuert worden seien. Man arbeite daran, weitere zu lokalisieren und zu zerstören, teilte die Armee mit.
Im Laufe des Donnerstags wurde in Israel wiederholt Luftalarm ausgelöst – unter anderem in Tel Aviv. Die israelische Metropole war während des Iran-Kriegs täglich mehrfach Ziel von Angriffen, meist durch iranische Raketenbeschüsse.
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1.55 Uhr
Irans früherer Aussenminister Charrasi bei Luftangriff getötet
Der frühere iranische Aussenminister Kamal Charrasi ist Behördenangaben zufolge nach einem Luftangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Leiter des Strategischen Rats für Auswärtige Beziehungen sei vor einigen Tagen bei einem israelisch-amerikanischen Luftangriff verwundet worden und sei nun ein Märtyrer, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.
Charrasi war von 1997 bis 2005 Aussenminister der Islamischen Republik. Zuletzt beriet er Medienberichten zufolge den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei, der zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran getötet worden war.
Der frühere iranische Aussenminister Kamal Charrasi bei einer Pressekonferenz in Teheran am 8. September 2002. Bild: Keystone/EPA Photo AFPI/Henghameh Fahimi -
1.31 Uhr
Trump: Iran hält sich bei Strasse von Hormus nicht an Deal
Der Iran hält sich nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nicht an das Abkommen für eine befristete Waffenruhe, das eine Öffnung der Strasse von Hormus für die Schifffahrt vorsieht. Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge «sehr schlechte Arbeit», die man auch als «unredlich» bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er kritisierte weiter: «Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!»
"Iran is doing a very poor job, dishonorable some would say, of allowing Oil to go through the Strait of Hormuz. That is not the agreement we have!" - President DONALD J. TRUMP pic.twitter.com/IcIpGzc7CZ
— The White House (@WhiteHouse) April 9, 2026Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Angriffe blockierte der Iran die Strasse von Hormus Anfang März. Der Transport von Öl- und Flüssiggas aus dem Persischen Golf durch die Meerenge kam damit praktisch zum Erliegen, die Weltmarktpreise stiegen seither rasant an.
Nach gut fünf Wochen Krieg einigten sich der Iran und die USA zuletzt auf eine zweiwöchige Waffenruhe sowie auf die Öffnung der Strasse von Hormus. Seither nutzten nur sehr wenige Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Teheran will Gebühren für die Passage der strategisch bedeutenden Meerenge verlangen. Ab heute soll es in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Ziel ist eine dauerhafte Beendigung des Kriegs. Zu den schwierigen Themen dürfte bei den Gesprächen auch der Streit um die Öffnung der Strasse von Hormus zählen.
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Freitag, 10. April 2026, 0.52 Uhr
Vor Iran-Treffen: Israel kritisiert Äusserungen von Vermittler Pakistan
Kurz vor Beginn der geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur dauerhaften Beilegung des Kriegs hat Israel den Vermittler Pakistan scharf kritisiert. Auslöser waren Äusserungen des pakistanischen Verteidigungsministers Khawaja Muhammad Asif auf der Plattform X, in denen er Israel als «Fluch für die Menschheit» und Krebsgeschwür bezeichnete.
«Der Aufruf des pakistanischen Verteidigungsministers zur Vernichtung Israels ist empörend. Eine solche Äusserung darf von keiner Regierung toleriert werden, schon gar nicht von einer, die sich als neutraler Vermittler für den Frieden versteht», hiess es in einer Mitteilung des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.
The Prime Minister's Office:
— Prime Minister of Israel (@IsraeliPM) April 9, 2026
Pakistan Defence Minister’s call for Israel’s annihilation is outrageous. This is not a statement that can be tolerated from any government, especially not from one that claims to be a neutral arbiter for peace.Verteidigungsminister Asif hatte auf X geschrieben: «Israel ist böse und ein Fluch für die Menschheit. Während in Islamabad Friedensgespräche stattfinden, wird im Libanon ein Völkermord begangen. Unschuldige Bürger werden von Israel getötet – zuerst in Gaza, dann im Iran und nun im Libanon.» Das Blutvergiessen gehe unvermindert weiter. Er hoffe, dass die Menschen, «die diesen krebsartigen Staat auf palästinensischem Boden geschaffen haben, um die europäischen Juden loszuwerden, in der Hölle schmoren», schrieb der Minister weiter.
Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg soll es ab heute in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Ziel ist eine Beendigung des Kriegs, der mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar begonnen hatte.
Auch nach Beginn der Waffenruhe flog Israel schwere Luftangriffe auf die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon. Israel argumentiert, die befristete Waffenruhe gelte nicht für den Libanon.
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0.30 Uhr
Trump fordert von Iran: Keine Gebühren in Strasse von Hormus
US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus. Der Republikaner schrieb auf seiner Plattform Truth Social, es gebe Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Er warnte: Das sollten sie besser nicht tun und falls sie es tun, sollten sie besser «jetzt damit aufhören!».
Als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe hatte der Iran die Strasse von Hormus Anfang März blockiert. Der Transport von Öl- und Flüssiggas aus dem Persischen Golf durch die Meerenge war damit praktisch nicht mehr möglich, die Weltmarktpreise stiegen rasant an.
Nach gut fünf Wochen Krieg einigten sich der Iran und die USA zuletzt auf eine zweiwöchige Waffenruhe sowie auf die Öffnung der Strasse von Hormus. Teheran brachte jedoch Gebühren für die Passage der Meerenge ins Spiel.
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20.53 Uhr
Präsident Peseschkian: Iran billigt Waffenruhe auf höchster Ebene
Die Waffenruhe mit den USA ist im Iran nach Angaben von Präsident Massud Peseschkian auf höchster Ebene gebilligt worden. Peseschkian erklärte am Donnerstag auf der Plattform Telegram, die Entscheidung sei einstimmig von ranghohen Beamten getroffen und vom Obersten Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei bestätigt worden. Die Waffenruhe sei «kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Weg, Irans stolze Siege zu festigen». Die Feuerpause sei das Ergebnis von mehr als einem Monat Widerstand und der Unterstützung durch die iranische Bevölkerung.
Laut des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian ist die Waffenruhe mit den USA "kein Zeichen von Schwäche" des Irans. Bild: Keystone/AP/Vahid Salemi -
19.23 Uhr
Berichte: Israel-Libanon-Gespräche ab nächster Woche
Das US-Aussenministerium wird in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel ausrichten. Dabei soll es um die Verhandlungen über eine Waffenruhe gehen, wie ein Beamter des Ministeriums bestätigte. Wann genau die Gespräche stattfinden und wer teilnimmt, blieb zunächst unklar. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt. Die Gespräche sollen sich demnach auf die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern fokussieren. Aus libanesischen Regierungskreisen hiess es, dass mögliche Verhandlungen nur unter den Bedingungen einer Waffenruhe stattfinden sollten.
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19.21 Uhr
Rutte: Iran und Russland arbeiten bei Militärtechnologie zusammen
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat Russland für die militärische Schlagkraft des Irans mitverantwortlich gemacht. Die beiden Staaten würden auf jeden Fall zusammenarbeiten, sagte Rutte am Donnerstag bei einer Veranstaltung im Reagan Center in Washington. «Insbesondere was den Iran und Russland betrifft, geht es um Drohnentechnologie und andere militärische Technologien», so Rutte. «Und die Russen erwidern mit Geld. Und dieses Geld wird dafür ausgegeben, dass der Iran völliges Chaos stiftet.»
Rutte sagte am Donnerstag mit Blick auf die Kritik von US-Präsident Donald Trum an den europäischen Nato-Verbündeten, dass einige europäische Staaten bei der Bereitstellung logistischer Unterstützung für die USA im Nahen Osten «etwas zögerlich» gewesen seien. «Fairerweise muss man sagen, dass sie auch etwas überrascht waren», sagte Rutte. «Um den Überraschungseffekt für die ersten Angriffe zu wahren, hatte Präsident Trump beschlossen, die Verbündeten nicht im Voraus zu informieren, und das kann ich nachvollziehen.»
Rutte sagte, die Verbündeten der USA würden auch die Bedrohung durch den Iran nicht herunterspielen und die Notwendigkeit der von Trump geforderten tiefgreifenden Änderungen verstehen. Am Mittwoch hatte sich Rutte mit Trump im Weissen Haus getroffen.
Mark Rutte führt die militärische Schlagkraft des Irans auf die Zusammenarbeit des Landes mit Russland zurück. Bild: Keystone/dpa/Oliver Berg -
18.31 Uhr
«Etwas zögerlich»: Rutte kritisiert einzelne Nato-Länder
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat eine in Teilen zu zögerliche Reaktion der Bündnisstaaten auf den Krieg im Iran kritisiert. «In Bezug auf die logistische und sonstige Unterstützung der Vereinigten Staaten im Iran reagierten einige Verbündete – gelinde gesagt – etwas zögerlich», sagte Rutte in Washington. Welche Länder er meinte, sagte der Niederländer nicht. Fairerweise müsse man aber anerkennen, dass viele von dem Angriff überrascht gewesen seien, fügte er hinzu.
US-Präsident Donald Trump hatte das Bündnis mehrfach und mit deutlichen Worten dafür kritisiert, dass es sich nicht aktiver im Iran-Krieg einbringe. Streitpunkte waren unter anderem die Nutzung von Militärstützpunkten sowie eine Mission zur Öffnung der Strasse von Hormus. Trump ging vor allem Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich immer wieder an.
Am Vortag war Rutte bei Trump im Weissen Haus zu Gast, der Austausch fand hinter verschlossenen Türen statt. Rutte deutete an, dass es ein hartes Gespräch war. «Ich habe seine Enttäuschung darüber gespürt, dass seiner Ansicht nach zu viele der Verbündeten nicht hinter ihm stehen.»
Nato-Generalsekretär Mark Rutte kritisiert die Reaktion einiger Nato-Staaten auf den Iran-Krieg als «etwas zögerlich». Bild: Virginia Mayo/AP/dpa -
14.31 Uhr
Trump setzt Europa neues Ultimatum
Die USA erhöhen den Druck auf ihre Nato-Partner in Europa, sich militärisch in der Strasse von Hormus zu engagieren. Laut Informationen des «Spiegel» erwartet US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen konkrete Zusagen für Kriegsschiffe oder andere militärische Beiträge. Nato-Generalsekretär Mark Rutte habe entsprechende Erwartungen bereits in europäischen Hauptstädten übermittelt – politische Unterstützung allein reiche nicht mehr.
Diplomaten sprechen von einem faktischen Ultimatum aus Washington. Zwar signalisierte etwa Deutschland grundsätzlich Bereitschaft für eine Mission, knüpft diese jedoch an Bedingungen wie ein Uno-Mandat und eine Waffenruhe. Gleichzeitig lässt Trump laut US-Medien prüfen, welche Länder ihn im Konflikt mit Iran unterstützen – und welche nicht.
Fordert von Europa mehr Unterstützung: US-Präsident Donald Trump. Mary Altaffer/POOL AP/AP/dpaDemnach könnten Staaten, die sich verweigern, mit Konsequenzen rechnen. So wird etwa Spanien genannt, das Überflugrechte für US-Militärflugzeuge verweigert haben soll. Auch Deutschland steht im Fokus, obwohl es die Nutzung von US-Basen erlaubt – Hintergrund ist die Aussage von Verteidigungsminister Boris Pistorius, der Einsatz sei «nicht unser Krieg», die im Weissen Haus Bundeskanzler Friedrich Merz zugeschrieben wurde.
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14.21 Uhr
Irans Parlamentspräsident droht Israel mit harter Reaktion
Irans Parlamentspräsident hat nach den verheerenden israelischen Angriffen im Libanon mit einer entschiedenen Reaktion gedroht.
«Verstösse gegen die Waffenruhe haben konkrete Konsequenzen und ziehen STARKE Reaktionen nach sich. Löschen Sie das Feuer sofort», schrieb Mohammed-Bagher Ghalibaf auf X.
Ghalibaf verwies dabei auch auf Worte von Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif, der die Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran in der Nacht zu Mittwoch ebenfalls verkündet hatte. In seiner Mitteilung war auch explizit die Rede vom Libanon. Pakistan hatte zwischen den Kriegsparteien vermittelt. Am Freitag oder Samstag sollen in Islamabad Friedensverhandlungen beginnen.
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13.13 Uhr
Wichtiger Übergang zwischen Syrien und Libanon wieder offen
Syrien hat einen wichtigen Grenzübergang zum Nachbarland Libanon wieder geöffnet. Die Risiken hätten nachgelassen, der Übergang Dscheidat Jabus könne regulär passiert werden, teilte die syrische Behörde für Land- und Seehäfen mit.
Die syrische Regierung hatte den Grenzübergang schliessen lassen, nachdem Israel gedroht hatte, diesen anzugreifen. Israel hatte argumentiert, Hisbollah-Kämpfer passierten die Route.
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9.54 Uhr
Israel meldet Tötung von Neffen des Hisbollah-Chefs
Die israelische Armee meldet, man habe Ali Youssouf Harchi, den persönlichen Sekretär und Neffen des Hisbollah-Führers Naim Kassem, bei einem nächtlichen Angriff auf Beirut getötet. Eine Bestätigung vonseiten der Hisbollah steht noch aus.
Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Tickereintrags stand fälschlicherweise, Israel habe die Tötung von Hisbollah-Chef Naim Kassem vermeldet. Die Nachricht basierte auf einer entsprechenden Meldung der Nachrichtenagentur Reuters.
🔴ELIMINATED: Ali Yusuf Harshi, the personal secretary to Hezbollah Secretary-General Naim Qassem in Beirut.
— Israel Defense Forces (@IDF) April 9, 2026
A close associate and personal advisor, Harshi played a key role in managing and securing Qassem’s office.
The IDF also struck two key crossings used by Hezbollah to… -
6.07 Uhr
UN-Chef verurteilt die massiven Angriffe Israels im Libanon
UN-Generalsekretär António Guterres hat die verheerenden israelischen Luftangriffe im Libanon scharf kritisiert. Er «verurteilt entschieden die massiven Angriffe», teilte sein Sprecher auf der Plattform X mit. Dabei seien «Hunderte Zivilisten, darunter auch Kinder, getötet und verletzt» sowie zivile Infrastruktur beschädigt worden, hiess es weiter.
.@antonioguterres unequivocally condemns the massive strikes by Israel across #Lebanon on 8 April that resulted in hundreds of civilians being killed and injured, including children, as well as damage to civilian infrastructure.
— UN Spokesperson (@UN_Spokesperson) April 9, 2026
Full statement: https://t.co/MnieiiTD0NIsrael hatte trotz der Feuerpause im Iran-Krieg bei einem Grossangriff zahlreiche Ziele im Libanon bombardiert, darunter auch in der Hauptstadt Beirut. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden mindestens 182 Menschen getötet. Laut israelischem Militär galt der Angriff Kommandeuren und militärischer Infrastruktur der Hisbollah. Nach libanesischen Angaben waren jedoch viele Zivilisten betroffen.
Anders als der Iran sehen die USA den Libanon nicht in der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe inbegriffen. Der Iran erwägt nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars aus der Feuerpause auszusteigen.
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5.41 Uhr
China zur Feuerpause: «kein Frieden, sondern eine Gelegenheit»
Chinesische Staatsmedien fordern, das «schmale Fenster» des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran für Friedensverhandlungen zu nutzen. Die Feuerpause sei «kein Frieden, sondern eine Gelegenheit», kommentierte die staatliche Zeitung «China Daily». Die Versuchung, die Pause militärisch zur Neuaufstellung zu nutzen, sei gross. Bei falschen Entscheidungen drohe eine viel längere und schädlichere Krise.
Die von der Kommunistischen Partei kontrollierte «Global Times» schrieb, die US-Truppen stünden bereit weiterzukämpfen, auf iranischer Seite hätten die Soldaten weiter «die Finger am Abzug». Sollten die Verhandlungen nur zum Zeitschinden genutzt werden, könne der Konflikt jederzeit wieder eskalieren.
Zugleich wurden Chinas eigene Vermittlungsbemühungen herausgestellt. Peking habe seit Ausbruch des Konflikts intensive Diplomatie betrieben und werde weiterhin eine konstruktive Rolle spielen, hiess es.
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4.51 Uhr
Bericht: Trump erwägt «Bestrafung» einzelner Nato-Länder
Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die «Bestrafung» bestimmter Nato-Mitgliedsländer wegen ihrer mangelnden Unterstützung der USA während des Iran-Kriegs. So könnten US-Soldaten aus bestimmten Ländern abgezogen werden, die wenig geholfen hätten, und in Ländern stationiert werden, die die US-Angriffe stärker unterstützt hätten, berichtet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Auch könne der Plan umfassen, eine US-Basis in mindestens einem europäischen Land zu schliessen, möglicherweise in Deutschland oder in Spanien, hiess es.
Exclusive: The Trump administration is considering a plan to punish some members of the NATO alliance that he believes were unhelpful to the U.S. and Israel during the Iran war, according to administration officials. https://t.co/jHDgrVGlcD
— The Wall Street Journal (@WSJ) April 8, 2026Der Vorschlag bliebe weit hinter den jüngsten Drohungen von Trump zurück, die USA vollständig aus dem Bündnis zurückzuziehen. Dafür bräuchte er per Gesetz allerdings die Zustimmung des US-Kongresses. Ob sich Trump an das Gesetz gebunden fühlt, steht auf einem anderen Blatt.
Der Plan, der in den vergangenen Wochen unter hochrangigen Regierungsbeamten kursierte und Unterstützung fand, befindet sich laut dem «Wall Street Journal» in einem frühen Konzeptionsstadium. Er ist einer von mehreren, die das Weisse Haus zur «Bestrafung der Nato» diskutiert. Dies unterstreicht die wachsende Kluft zwischen der Trump-Regierung und den europäischen Verbündeten nach der Entscheidung des Präsidenten, den Krieg gegen den Iran zu beginnen.
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4.14 Uhr
Hisbollah-Miliz: Angriffe auf Israel gehen weiter
Nach den verheerenden israelischen Luftangriffen im Libanon schwört die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz eine Fortsetzung ihrer Angriffe gegen Israel. In Reaktion auf Israels «Verstoss gegen die Waffenruhe» sei in der Nacht der Kibbuz Manara im Norden Israels beschossen worden, hiess es in einer Erklärung der Schiiten-Miliz. Die Gegenangriffe auf Israel würden so lange fortgesetzt, bis die israelisch-amerikanische Aggression aufhöre. Bei den israelischen Luftangriffen im Libanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet.
Suche nach Überlebenden nach einem israelischen Luftangriff in Sidon im Libanon am 8. April 2026. Bild: Keystone/EPATrotz der im Iran-Krieg zwischen den USA und dem Iran vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe will Israel seine Angriffe auf die Hisbollah-Miliz fortsetzen. Anders als der Iran sehen die USA den Libanon nicht in der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe inbegriffen. Der Iran erwägt nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars nun wegen Israels andauernder Angriffe auf die Hisbollah aus der Feuerpause auszusteigen.
Israel hatte in einem überraschenden Grossangriff trotz der Feuerpause im Iran-Krieg zahlreiche Ziele im nördlichen Nachbarland bombardiert, darunter auch in der Hauptstadt Beirut. Laut Israels Militärs galt der Angriff Kommandeuren und militärischer Infrastruktur der Hisbollah. Nach libanesischen Angaben waren jedoch viele Zivilisten betroffen. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte auch die Hisbollah-Miliz Anfang März ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Libanon. Die Hisbollah-Miliz gilt als der wichtigste Verbündete des Irans in der Region.
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4.10 Uhr
Wegen Seeminen: Iran verweist auf Alternativen zur Hormus-Strasse
Wegen der Gefahr durch mögliche Seeminen in der Strasse von Hormus hat die Marine der iranischen Revolutionsgarden auf zwei alternative Routen entlang der iranischen Küste verwiesen. «Alle Schiffe, die beabsichtigen, die Strasse von Hormus zu passieren», sollten «zum Schutz vor möglichen Kollisionen mit Seeminen alternative Routen» nutzen, hiess es in einer Erklärung, die in iranischen Medien verbreitet wurde.
Schiffe passieren am Mittwoch – wenige Stunden nach Vereinbarung einer Waffenruhe – die Strasse von Hormus. Bild: IMAGO/Anadolu AgencyEs gibt Anweisungen für eine alternative Ein- und Ausfahrt durch die Meerenge. Die Routen verlaufen demnach südlich und nördlich der Insel Larak. Um aus dem Arabischen Meer in den Golf einzufahren, müssen Schiffe zwischen der iranischen Küste und Larak hindurchfahren. Die Schifffahrtszeitschrift «Lloyd's List» hat diese Passage als «Teheraner Mautstelle» bezeichnet.
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3.11 Uhr
Griechenland: Hormus-Gebühr «völlig inakzeptabel»
Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis fordert nach Ende des Iran-Krieges einen gebührenfreien und sicheren Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus. «Ich glaube nicht, dass die internationale Gemeinschaft bereit wäre zu akzeptieren, dass der Iran für jedes Schiff, das die Strasse von Hormus durchquert, eine Mautstelle einrichtet», sagte er dem US-Fernsehsender CNN. «Das erscheint mir völlig inakzeptabel.»
Griechenland verfügt über eine der weltweit grössten Handelsflotten gemessen an der Frachttransportkapazität. Nachdem die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten, hatte Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen mit den USA im Rahmen der vereinbarten Waffenruhe hat Teheran vorgeschlagen, für eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge Gebühren für Schiffe zu erheben.
US-Präsident Donald Trump hatte auf Überlegungen verwiesen, dass die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden könnte. Wie er sich das vorstellt, blieb zunächst offen.
Mitsotakis sagte CNN, dass ein separates internationales Abkommen bezüglich der Meerenge möglicherweise notwendig sei. Dieses dürfe aber keine Gebühr für Schiffspassagen beinhalten. «Damit würden wir einen äusserst gefährlichen Präzedenzfall für die Freiheit der Schifffahrt schaffen», warnte Mitsotakis.
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2.39 Uhr
Trumps ermahnt Nato-Verbündete: «Erinnert euch an Grönland»
US-Präsident Donald Trump hat den Nato-Partnern erneut mangelnde Unterstützung für den Krieg gegen den Iran vorgeworfen und dabei auch wieder den Streit um Grönland thematisiert. «Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen», schrieb er in Grossbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Die Verbündeten sollten sich an Grönland erinnern, das er als «grosses, schlecht verwaltetes Stück Eis» bezeichnete. Die Arktisinsel, die sich Trump noch Anfang des Jahres für die USA einverleiben wollte, gehört zum Gebiet des Nato-Partners Dänemark.
— Rapid Response 47 (@RapidResponse47) April 8, 2026
Trump hatte die Nato-Verbündeten unter anderem aufgefordert, die USA bei der Sicherung der Strasse von Hormus zu unterstützen. Diese hielten sich allerdings angesichts der laufenden Kampfhandlungen mit Zusagen zurück.
Trump hat die seiner Ansicht nach mangelnde Unterstützung der Nato-Partner für den Krieg gegen den Iran wiederholt kritisiert. Zudem schürten manche seiner Äusserungen Ängste vor einem möglichen Austritt der USA aus dem transatlantischen Verteidigungsbündnis. Der US-Senat müsste einem Nato-Austritt mit Zweidrittelmehrheit zustimmen – was als sehr unwahrscheinlich gilt.
Trump traf sich am Mittwoch (Ortszeit) im Weissen Haus mit Nato-Generalsekretär Rutte.
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1.52 Uhr
Rutte: Trump ist «eindeutig enttäuscht» über Nato
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Kritik von Bündnispartnern am Krieg von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran heruntergespielt. Er verneinte im Gespräch des US-Senders CNN die Frage, ob es unter den Verbündeten die vorherrschende Meinung gebe, dass der Krieg völkerrechtlich illegal sei. «Die Nato hat stets den Standpunkt vertreten, dass die Schwächung der atomaren Fähigkeiten und ballistischen Raketen von entscheidender Bedeutung ist», sagte Rutte mit Blick auf den Iran.
Rutte hatte sich kurz zuvor mit Trump im Weissen Haus getroffen. Er bezeichnete das Treffen als «sehr offene Diskussion zwischen zwei Freunden». Trump habe sich «eindeutig enttäuscht» über das transatlantische Bündnis und mehrere Partnerstaaten gezeigt. Ob und in welchem Umfang ein möglicher Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Verteidigungsbündnis thematisiert wurde, sagte Rutte nicht.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte (l.) mit US-Aussenminister Marco Rubio am Mittwoch in Washington. Bild: Keystone/EPA/Jim Lo ScalzoIn den vergangenen Tagen und Wochen hatten Äusserungen Trumps Ängste vor einem Austritt der USA aus dem Bündnis geschürt. Trump kritisierte die seiner Ansicht nach mangelnde Unterstützung der Nato-Partner für den Krieg gegen den Iran. Der US-Senat müsste einem Nato-Austritt mit Zweidrittelmehrheit zustimmen - was als sehr unwahrscheinlich gilt.
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1.13 Uhr
Macron drängt USA und Iran zur Einhaltung der Waffenruhe
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat in Telefonaten mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian auf ein Einhalten der vereinbarten Waffenruhe gepocht. «Sie muss den Weg für umfassende Verhandlungen ebnen, die die Sicherheit aller im Nahen Osten gewährleisten», schrieb Macron auf der Plattform X. Ein Abkommen müsse Antworten auf die Bedenken geben, die Irans Nuklear- und Raketenprogramm, seine Politik in der Region und seine Behinderung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus hervorriefen.
I spoke today with Iranian President Massoud Pezeshkian, as well as with U.S. President Donald Trump.
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) April 8, 2026
I told both of them that their decision to accept a ceasefire was the best possible one.
I expressed my hope…Auf diese Weise könne ein robuster und dauerhafter Frieden geschaffen werden, zu dem Frankreich in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern im Nahen Osten beitragen wolle. Macron sagte weiter, dass die Waffenruhe auch im Libanon eingehalten werden müsse.
In einem Telefonat mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Premierminister Nawaf Salam habe er Frankreichs uneingeschränkte Solidarität angesichts der massiven israelischen Angriffe im Libanon zum Ausdruck gebracht, sagte Macron. «Wir verurteilen diese Angriffe auf das Schärfste.» Sie stellten eine direkte Bedrohung für den gerade erzielten Waffenstillstand dar. Der Libanon müsse vollständig unter dessen Schutz stehen, forderte er.
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Donnerstag, 9. April 2026, 0.41 Uhr
Schah-Sohn Pahlavi fordert politischen Umbruch in Teheran
Schah-Sohn Reza Pahlavi pocht trotz der mit den Machthabern in Teheran vereinbarten Waffenruhe auf einen politischen Umbruch im Iran. «Wir hoffen (...), dass die freie Welt versteht, dass die einzige Lösung – nicht nur für uns, sondern auch für alle unsere Nachbarn in der Region und für die ganze Welt – darin besteht, dass dieses Regime nicht mehr an der Macht ist», sagte Pahlavi im Interview mit dem französischen Sender LCI.
Monarchistische Gruppen sehen den Sohn des letzten Schahs von Persien als politischen Anführer der iranischen Opposition. Wie viel Rückhalt der im US-Exil lebende Pahlavi im Land tatsächlich hat, ist unklar.
🔴 Le fils du dernier shah d'Iran, invité de LCI
— LCI (@LCI) April 8, 2026
🗣️ "Le régime n'a jamais été aussi faible" : @PahlaviReza
📺 Face à @DavidPujadas pic.twitter.com/6sG7tqIqtHAnders als US-Präsident Donald Trump es darstelle, gebe es im Iran bislang keinen politischen Umbruch, sagte er. Es seien dieselben Menschen, «vielleicht etwas geschwächt», die weiterhin an der Macht seien. «Für uns ist das kein Regimewechsel», sagte er. «Es muss einen klaren Schnitt geben.» Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Januar «ist zu viel Blut geflossen», sagte Pahlavi. Es sei an der Zeit, «diesem Regime ein Ende zu setzen, wie einem verwundeten Tier, das man erlegen muss».
Der Waffenstillstand habe bei vielen Iranern Enttäuschung ausgelöst, sagte Pahlavi in einer Videobotschaft. Dennoch gebe Gründe für Zuversicht hinsichtlich eines möglichen politischen Umbruchs im Iran. Der Krieg habe den islamischen Machtapparat weiter geschwächt und international isoliert. «Die Schäden für das Regime durch den Krieg sind extrem und irreparabel», sagte er.
In Teheran fiel die Stimmungslage der Bevölkerung angesichts der Waffenruhe gemischt aus. Viele Menschen äusserten Erleichterung darüber, dass die Kämpfe vorerst beendet sind. Gleichzeitig herrschte jedoch auch Enttäuschung. Trotz fast 40 Tagen Krieg sei die islamische Führung weiterhin an der Macht und präsentiere sich nun sogar als Sieger in einem Konflikt gegen die Weltmacht USA und gegen den Erzfeind Israel.
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22.56 Uhr
Iran warnt: Strasse von Hormus nur nach Abstimmung passieren
Die iranische Hafenbehörde hat Schiffen davon abgeraten, ohne vorherige Abstimmung mit den iranischen Revolutionsgarden die Strasse von Hormus zu passieren. Die Behörde verwies in einer Mitteilung, die unter anderem über den staatlichen Nachrichtenkanal Khabar-Fouri und den Staatssender IRIB verbreitet wurde, auf die Gefahr von Minen in der wichtigen Meerenge nach Wochen des Krieges.
Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, der Iran habe den Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge aus Protest über die israelischen Angriffe im Libanon wieder eingestellt. Nach Angaben von Fars passierten nur zwei Öltanker die Strasse von Hormus seit Beginn der Waffenruhe.
Einheit der iranischen Revolutionsgarden. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Vahid Salemi -
22.25 Uhr
Vance: Libanon ist nicht Teil der Waffenruhe mit dem Iran
Anders als der Iran sieht US-Vizepräsident JD Vance den Libanon nicht in der vereinbarten Waffenruhe inbegriffen. Dass der Iran davon ausgehe, sei ein Missverständnis, sagte Vance in Budapest. «Weder wir noch die Israelis haben gesagt, dass dies Teil der Waffenruhe sein würde.»
Vance machte deutlich, dass die USA derlei Versprechen nie auch nur angedeutet hätten. «Was wir gesagt haben, ist, dass sich der Waffenstillstand auf den Iran und die Verbündeten der USA konzentrieren würde». Dazu zählen laut Vance neben Israel auch die arabischen Golfstaaten.
US-Vizepräsident JD Vance ist der Libanon nicht Teil der Waffenruhe mit dem Iran. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Paul Sancya -
21.57 Uhr
Israels Militärsprecher: Angriffe auf Hisbollah gehen weiter
Israel will nach Angaben seines Militärsprechers trotz der Waffenruhe im Iran-Krieg mit aller Macht weiter gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon kämpfen. «Im Libanon stoppen wir nicht und haben nicht für einen Moment gestoppt», sagte Sprecher Effie Defrin in einer Videobotschaft.
Die jüngsten Angriffe auf die Hisbollah seien die grössten seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März gewesen. Man habe die Pläne dafür lange vorbereitet. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden dabei Dutzende Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt.
Militärsprecher Effie Defrin. (Archivbild) Bild: -/IDF/dpa -
20.17 Uhr
US-Delegation will Samstag Gespräche mit Iran in Pakistan führen
Nach der Vereinbarung einer Waffenruhe im Iran-Krieg sollen dem Weissen Haus zufolge am Samstag direkte Verhandlungen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden. US-Präsident Donald Trump entsende dafür eine Delegation um Vizepräsident JD Vance, den Sondergesandten Steve Witkoff sowie Jared Kushner, sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington.
Erste Gespräche sollen demnach am Samstagmorgen (Ortszeit) stattfinden. In Pakistan ist es drei Stunden später als in Deutschland.
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19.04 Uhr
Iran schliesst Strasse von Hormus wegen israelischer Angriffe
Der Iran hat laut einem Bericht staatlicher Medien als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon die Strasse von Hormus gesperrt. «Ein Angriff auf den Libanon ist ein Angriff auf den Iran», schrieb der Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarde, Sejed Madschid Mussawi, auf der Plattform X. Die iranischen Streitkräfte bereiteten eine harte Reaktion vor, warnte er, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.
Israel hatte am Mittwoch einen massiven Angriff im Libanon gestartet und nach eigenen Angaben allein in der Hauptstadt Beirut rund 100 Ziele angegriffen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete mehr als 100 Todesopfer und Hunderte Verletzte.
Nach israelischer Lesart gilt die Waffenruhe nicht für den Libanon. Der Iran sieht das anders. Bild: Marwan Naamani/dpa -
18.25 Uhr
Trump: Könnten Schiffsverkehr gemeinsamen mit Iran schützen
Die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden. Es gebe die Überlegung, es als Gemeinschaftsprojekt umzusetzen, sagte er dem Sender ABC News zufolge. «Das ist eine Möglichkeit, sie abzusichern – auch vor anderen Leuten», sagte er, ohne weiter ins Detail zu gehen.
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17.15 Uhr
Iran droht mit Ausstieg aus Waffenruhe
Iran erwägt nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, aus der vereinbarten zweiwöchige Feuerpause mit den USA auszusteigen. Hintergrund seien die anhaltenden israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon, berichtet Fars unter Berufung auf eine informierte Quelle. Die Hisbollah gilt als wichtigster Verbündeter Irans in der Region.
Zugleich drohte ein anonymer Militärvertreter laut Nachrichtenagentur Fars Israel mit weiteren Angriffen, sollte die Offensive gegen die Hisbollah weitergehen. Ausserdem werde Öltankern die Fahrt durch die Strasse von Hormus verweigert. Das widerspricht der Vereinbarung mit den USA.
Der Iran hat Öltankern die Fahrt durch die Strasse von Hormus erneut verweigert. Altaf Qadri/AP/dpa (Archivbild) -
16.25 Uhr
Iraner sollen bis zu 2 Millionen Dollar pro Schiff verlangen
Die Strasse von Hormus soll nach dem Waffenstillstand langsam wieder geöffnet werden. Allerdings haben die iranischen Streitkräfte klar gemacht, dass sie die Meerenge weiterhin kontrollieren wollen. Für die Durchfahrt von Schiffen sollen sie dabei immense Summen verlangen, schreibt nun der Saudi-Arabien-Korrespondent der «Financial Times» auf X.
Demnach verlangen die iranischen Behörden einen Dollar pro Barrel Öl. Im Schnitt soll das die Reedereien rund 2 Millionen Dollar zusätzlich pro Schiff kosten. Erst wenn diese Summe bezahlt sei, so heisst es in dem Bericht weiter, dürften die Schiffe eine vorgegebene Route passieren und den Golf verlassen.
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14.52 Uhr
Hegseth feiert das US-Militär und lobt Trump in den Himmel
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Waffenruhe mit dem Iran als «historischen Sieg» bezeichnet. An einer Pressekonferenz präsentierte er die militärische Bilanz – und liess kaum eine Gelegenheit aus, Donald Trump zu loben. blue News fasst dir alles dazu hier zusammen.
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14.22 Uhr
Wann Benzin in der Schweiz wieder billiger wird
Der Rohölpreis ist nach der Iran-Waffenruhe deutlich gefallen. Doch wer hofft, schon bald günstiger zu tanken, muss sich gedulden – Experten und Tankstellenbetreiber dämpfen die Erwartungen.
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14.10 Uhr
50-Prozent-Zölle für Irans Waffenlieferanten
US-Präsident Donald Trump droht Ländern, die den Iran mit Waffen beliefern, mit Strafzöllen von 50 Prozent. Ein entsprechender Zollsatz solle mit sofortiger Wirkung auf alle Waren gelten, die in die USA verkauft würden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Zudem kündigte Trump einen vollständigen Stopp der Urananreicherung im Iran an. «Es wird keine Urananreicherung geben», schrieb er auf der Plattform. Die USA wollten gemeinsam mit Teheran nukleare Rückstände beseitigen; man werde «den gesamten tief vergrabenen nuklearen «Staub» ausgraben und entfernen», so Trump. Dieser stünde unter strenger Satellitenüberwachung, seit dem Angriff sei «nichts angerührt».
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13.38 Uhr
Passage durch Hormus bleibt eingeschränkt
Der Iran hält weiterhin an einer Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus fest. Der staatliche Sender Irib verwies auf X auf eine Erklärung von Aussenminister Abbas Araghtschi.
Demnach unterliegt der Schiffsverkehr nach wie vor «technischen Beschränkungen und der Abstimmung mit den iranischen Streitkräften». Schiffe dürfen erst nach Erhalt einer offiziellen Genehmigung zwischen zwei iranischen Inseln hindurchfahren und iranische Hoheitsgewässer durchqueren.
Die US-Zeitung «Wall Street Journal» zitierte ein Besatzungsmitglied eines Schiffes. Demnach sei per Funk mitgeteilt worden, dass eine Genehmigung der Sepah-Marine für eine Passage eingeholt werden müsse. «Jedes Schiff, das versucht, ohne Genehmigung durchzufahren, wird zerstört.» Die Sepah-Marine ist der maritime Arm der Iranischen Revolutionsgarden.
US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, Bedingung für die «beidseitige Waffenruhe» sei die «vollständige, unverzügliche und sichere» Öffnung der Strasse von Hormus. Iran kündigte an, den Schiffsverkehr unter Einschränkungen zu ermöglichen
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13.12 Uhr
Waffenruhe für EDA «wichtiger Schritt zur Deeskalierung»
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) begrüsst die Waffenruhe zwischen den USA und Iran. Sie sei ein wichtiger Schritt zu einer Deeskalation der aktuellen Spannungen, schrieb ein EDA-Sprecher in einer Stellungnahme an die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die Schweiz sei jederzeit bereit, ihre Guten Dienste anzubieten, hiess es in der Stellungnahme vom Mittwoch weiter. Das EDA stehe mit den Parteien in Kontakt und habe seine Bereitschaft bekräftigt, jede diplomatische Initiative zu unterstützen, die zu einer nachhaltigen Deeskalation beitragen könne.
Aussenminister Ignazio Cassis ist Chef des EDA. (Archivbild) sdaDie möglichen Folgen und Auswirkungen der Waffenruhe auf die Lage im Nahen und Mittleren Osten würden analysiert, schrieb der Sprecher. Geprüft würden auch operative Fragen, etwa die Wiedereröffnung der Schweizer Botschaft in Teheran. Weitere Angaben dazu könnten nicht gemacht werden.
Die Schweizer Botschaft in Teheran ist seit rund einem Monat geschlossen. Die Schweiz fungiert dennoch weiterhin als Schutzmacht der USA in Iran. Dieser Kommunikationskanal sei offen und stehe zur Verfügung, schrieb der Sprecher. Weitere Angaben zum Mandat machte der Sprecher mit Verweis auf die Vertraulichkeit nicht.
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12.35 Uhr
Macron: Waffenruhe zwischen Iran und USA «sehr gute Sache»
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA begrüsst. «Die Ankündigung dieser Feuerpause ist eine sehr gute Sache», sagte Macron zu Beginn einer Sitzung des Sicherheits- und Verteidigungsrats in Paris. Es sei aber auch ein Anliegen Frankreichs, sicherzugehen, dass die Waffenruhe den Libanon vollständig einbeziehe.
Macron nannte die Lage im Libanon kritisch. Die Hisbollah-Miliz habe einen strategischen Fehler begangen, als sie Israel angriff und den Libanon in die regionale Krise hineinzog. Aber das, was man heute mit Angriffen und der Besetzung des Südlibanons erlebe, könne keine dauerhafte Antwort sein.
Macron betonte, auf die Waffenruhe sollten Verhandlungen folgen. Er begrüsste es, dass der Iran die wichtige Strasse von Hormus wieder freigeben wolle. Ein gutes Dutzend Länder stünden bereit, um durch eine defensive Mission die Wiederaufnahme des Schiffverkehrs zu erleichtern.
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12.28 Uhr
Erdbeben der Stärke 5,6 im Kaspischen Meer vor Iran
Vor den Küsten Irans und Aserbaidschans hat es ein Erdbeben gegeben. Laut der Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 5,6 und ereignete sich in 10 Kilometern Tiefe.
In mehreren ländlichen Regionen im Grenzgebiet sei das Erdbeben zu spüren gewesen, berichtete die iranische Staatsagentur Irna. Demnach wurden Rettungsteams der Rothalbmond-Gesellschaft zur Hilfe in die betroffenen Gebiete entsandt. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst weder im Iran noch im benachbarten Aserbaidschan.
Das Erdbeben trifft den Iran am Tag der Verkündung einer Waffenruhe nach rund fünf Wochen Krieg. Die Bevölkerung und auch Retter sind von den Angriffen der USA und Israels erschöpft. Ein schweres Erdbeben dürfte dramatische Folgen für die Region haben.
Immer wieder gibt es schwere Erdbeben in der Region, wo die Arabische, die Indische und die Eurasische Platte aufeinandertreffen. Anfang Herbst 2025 war es in Afghanistan zu einem Erdbeben mit mehr als 2000 Toten gekommen.
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12.03 Uhr
Kuwait und Emirate melden Beschuss aus dem Iran
Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit und habe 28 iranische Drohnen abgefangen.
Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht.
Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden.
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11.01 Uhr
Neue Explosionen am Persischen Golf
Trotz der vereinbarten Waffenruhe hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Betroffen ist eine Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache der Detonationen war zunächst unbekannt.
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10.58 Uhr
Irak öffnet Luftraum wieder für Flugverkehr
Nach der Verkündung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat der Irak seinen Luftraum wieder geöffnet. Die Lage habe sich stabilisiert und die Bedingungen seien wieder normal, teilte die irakische Zivilluftfahrtbehörde am Morgen mit.
Mit sofortiger Wirkung dürften alle zivilen Flüge wieder aufgenommen werden, einschliesslich Überflüge und Start- und Landungen auf irakischen Flughäfen.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist der Flugverkehr in der Region stark eingeschränkt. Neben dem Irak hatten auch einige Golfstaaten den Luftraum gesperrt.
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10.40 Uhr
Dänische Mega-Reederei dämpft Hoffnungen auf Normalbetrieb
Die dänische Reederei Maersk plant trotz der vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran vorerst keine Rückkehr zum Normalbetrieb in der Strasse von Hormus. Man fahre weiterhin einen «vorsichtigen Kurs» und nehme keine Änderungen an einzelnen Diensten vor, teilte der Konzern mit. Die Feuerpause eröffne zwar Möglichkeiten für den Transit – für echte Sicherheit auf See reiche das aber noch nicht.
Maersk ist die zweitgrösste Containerreederei der Welt und betreibt mehr als 700 Frachtschiffe. Seit Ende Februar stecken über 2000 Handelsschiffe mit rund 20'000 Seeleuten im Persischen Golf fest – darunter mindestens 50 Schiffe deutscher Reedereien.
Mehr als 20 Handelsschiffe wurden in den vergangenen Wochen angegriffen, mit Toten und Verletzten unter den Besatzungen.
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10.28 Uhr
Arabische Staaten begrüssen Einigung auf Waffenruhe
Mehrere arabische Staaten haben die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus begrüsst, dringen aber auf weitere Diplomatie. Es sei nun wichtig, die Bemühungen zu intensivieren, um Lösungen zu finden, die die Krise an der Wurzel packten, teilte das Aussenministerium des Golfstaats Oman mit.
Auch Ägypten dringt auf weitere Verhandlungen. Das Aussetzen der US-Militäroperationen sei eine wichtige Chance, die genutzt werden sollte, um Raum für Diplomatie und einen konstruktiven Dialog zu schaffen, teilte das Aussenministerium in Kairo mit.
Der Irak erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur INA zufolge, die Waffenruhe trage dazu bei, Spannungen in der Region abzubauen, man unterstütze alle weiteren Bemühungen für Dialog.
Nach Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate geht ihr Land als Sieger aus dem Konflikt hervor. Der Berater des Präsidenten der Emirate, Anwar Gargasch, schrieb auf X, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten in einem Krieg triumphiert, den man unbedingt habe vermeiden wollen und das Land erfolgreich verteidigt.
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9.49 Uhr
Chamenei soll Befehl für Waffenstillstand per Zettel gegeben haben
Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei soll die Feuerpause zwischen dem Iran und den USA im Verborgenen ausgehandelt haben – und das offenbar mit handschriftlichen Notizen, die er über Mittelsmänner weitergab. Alles zu den Hintergründen der Waffenruhe haben wir dir hier zusammengefasst.
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9.30 Uhr
Was steht im 10-Punkte-Plan?
Die USA und der Iran einigen sich auf einen Zehn-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs. Die Details sind noch unklar. Übereinstimmend heisst es aber: Der Deal soll die Strasse von Hormus wieder öffnen. Doch ein wichtiger Punkt fehlt. Mehr dazu haben wir dir hier zusammengefasst:
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8.12 Uhr
Krieg im Libanon geht weiter
Der Libanon hat vor israelischen Angriffen geflüchtete Staatsbürger vor einer Rückkehr in den Süden des Landes gewarnt. Das Krisenmanagement der Regierung reagierte damit am Mittwoch auf Berichte über Vertriebene, die damit begannen, ihre Habseligkeiten zu packen und in den Südlibanon zurückzukehren – in der Annahme, die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA schliesse auch den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah mit ein.
Pakistan, das sich im Nahost-Konflikt als Vermittler in Stellung gebracht hat, hatte zuvor erklärt, die zweiwöchige Feuerpause gelte auch für den Libanon. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu teilte dagegen mit, die Vereinbarung gelte nicht für den Krieg mit der Hisbollah.
Die libanesische Schiitenmiliz gab zunächst keine Stellungnahme ab.
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8.01 Uhr
Iraner feiern auf der Strasse
Die Iraner*innen in der Hauptstadt Teheran haben die Waffenruhe mit Jubel und Autokorsos begrüsst. Mehr dazu siehst du im Video:
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7.22 Uhr
US-Kolumnist: «Grösste Niederlage für USA seit Aufstieg zur Supermacht»
Donald Trump zeigt sich nach der Waffenruhe mit dem Iran äusserst zufrieden. Der US-Präsident sieht darin einen diplomatischen Sieg und lobt seine Taktik des «maximalen Drucks». In der Nacht auf Mittwoch hatten die Vereinigten Staaten überraschend einer Waffenruhe mit Teheran zugestimmt.
Expertinnen und Experten bewerten die Einigung jedoch deutlich kritischer: Sie sehen darin vor allem den Versuch Trumps, sich aus einem zunehmend unpopulären Krieg zu befreien. Der Präsident akzeptierte nach Medienberichten den iranischen Zehn-Punkte-Plan als Grundlage, obwohl dieser zentrale Streitpunkte offenlässt.
Uneinigkeit herrscht insbesondere über das iranische Atomprogramm. Laut Berichten der amerikanischen Medien sowie der iranischen Agentur Tasnim darf Teheran weiterhin Uran anreichern. Andere Quellen – etwa die iranische Agentur Fars – berichten dagegen, der Iran habe sich verpflichtet, niemals Atomwaffen zu entwickeln. Diese Widersprüche deuten auf fehlende Klarheit im Abkommen hin. Das überrascht, weil das Atomprogramm einer der Hauptgründe für den Konflikt war.
Der britische Kolumnist Owen Jones bezeichnete die Einigung als «grösste strategische Niederlage, die die USA seit ihrem Aufstieg zur Supermacht erlitten haben».
ScreenshotDie Reaktion aus dem Trump-Lager fiel wütend aus. Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weissen Hauses, griff Jones auf der Plattform persönlich an. Auch innerhalb der Republikaner gibt es Kritik. Senator Lindsey Graham fordert, sämtlich hoch angereichertes Uran müsse von den USA aus dem Iran entfernt werden. Zudem verlangt er, dass der Zehn-Punkte-Plan dem Kongress zur Abstimmung vorgelegt wird.
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6.50 Uhr
Trump zur Iran-Einigung: «Es wird viel Geld verdient werden»
US-Präsident Donald Trump rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine Waffenruhe und der Öffnung der Strasse von Hormus mit einem grossen wirtschaftlichen Gewinn.
«Es wird viel Geld verdient werden», frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. «Ein grosser Tag für den Weltfrieden!», schrieb er. «Der Iran will es, er hat genug! Und alle anderen auch!» Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus helfen. «Es wird viele positive Massnahmen geben!»
Trump -
6.21 Uhr
Netanjahu: Waffenruhe mit Iran gilt nicht für Konflikt mit Hisbollah
Die zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg soll nach israelischen Angaben nicht für den Konflikt mit der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah gelten. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Mittwoch mit, Israel unterstütze die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen einzustellen. Den Krieg mit der Hisbollah betreffe das jedoch nicht.
The United States has told Israel that it is committed to achieving these goals, shares by the US, Israel and Israel's regional allies, in the upcoming negotiations.
— Prime Minister of Israel (@IsraeliPM) April 8, 2026
The two-weeks ceasefire does not include Lebanon.Die Waffenruhe stehe zudem unter der Bedingung, dass der Iran die Strasse von Hormus unverzüglich öffnet und alle Angriffe auf US-Interessen, Israel und andere Staaten in der Region einstellt, erklärte Netanjahus Büro. Israel unterstütze die Bemühungen der USA, sicherzustellen, dass der Iran keine nukleare oder Raketenbedrohung mehr darstelle.
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5.50 Uhr
Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus
Die Einigung auf eine Waffenruhe in dem am 28. Februar von den USA und Israel gemeinsam begonnen Krieg im Iran ist kurz vor einem heutigen Treffen Trumps mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weissen Haus erfolgt. Bei dem Gespräch dürfte es auch um die heftige Kritik Trumps an dem Bündnis gehen. Er hatte versucht, Nato-Verbündete dazu zu drängen, den USA bei der Sicherung der Strasse von Hormus zu helfen. Der «Financial Times» hatte er gesagt, die Nato werde sonst vor einer düsteren Zukunft stehen.
Als die Hilfe ausblieb, verunglimpfte Trump das Bündnis als zahnlosen Tiger. Dem britischen «Telegraph» sagte er, es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Krieges überdacht werden müsse.
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5.41 Uhr
UN: Waffenruhe muss eingehalten werden
Nach der Verkündung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran fordern die Vereinten Nationen die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf. Dies sei nötig, «um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen», teilte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres mit.
Guterres begrüsse zwar die zweiwöchige Waffenruhe – zugleich fordere er «alle Konfliktparteien im Nahen Osten auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen», sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Neben den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Iran ist auch Israel direkt am Krieg beteiligt.
There is no military objective that justifies the wholesale destruction of a society's infrastructure or the deliberate infliction of suffering on civilian populations.
— António Guterres (@antonioguterres) April 7, 2026Der Iran und die USA hatten sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum Mittwoch auf eine Waffenruhe geeinigt. Trump schrieb auf Truth Social, dass der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Plan eine «praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet.»
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5.18 Uhr
US-Spitzenpolitiker reagieren verhalten auf Waffenruhe
Einige Spitzenpolitiker in den USA haben verhalten auf die Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg reagiert. «Eine Waffenruhe ist eine gute Nachricht – allerdings nur, weil dieser sinnlose Krieg so schnell wie möglich beendet werden sollte», schrieb etwa der demokratische Senator Richard Blumenthal auf X. US-Präsident Donald Trump könne weiterhin nicht erklären, warum er den Krieg begonnen habe. «Eine Waffenruhe ist für das amerikanische Volk kein Sieg», fügte Blumenthal hinzu.
A ceasefire is good news—only because this purposeless war should be ended as soon as possible. The best time to cease fire was before the war began, & before Trump wasted tens of billions, cost thousands of lives, triggered global economic & energy crisis.
— Richard Blumenthal (@SenBlumenthal) April 8, 2026Der demokratische Kongressabgeordnete Gregory Meeks betonte indes, dass eine Waffenruhe nicht genug sei. Trump müsse dem Kongress erklären, warum er die USA in den Krieg mit dem Iran geführt habe, in dem 13 Militärangehörige gestorben seien.
Statement from Ranking Member @RepGregoryMeeks on the announcement of a two-week ceasefire between the United States and Iran: pic.twitter.com/IUx3VdbDRB
— House Foreign Affairs Committee Dems (@HouseForeign) April 8, 2026Spöttischer zeigte sich der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Er sei froh, dass Trump einen «Rückzieher» gemacht habe und «nun verzweifelt nach einem Ausweg aus seinem lächerlichen Getöse» suche, schrieb er auf X.
I’m glad Trump backed off and is desperately searching for any sort of exit ramp from his ridiculous bluster. https://t.co/0iEibx4lX1
— Chuck Schumer (@SenSchumer) April 7, 2026Der republikanische Senator Lindsey Graham verlangte derweil, dass der US-Kongress bei dem Plan einbezogen werden müsse. Er wolle den Entwurf dem Kongress zur Abstimmung vorlegen, damit das Parlament wie beim Atom-Abkommen mit dem Iran unter Ex-US-Präsident Barack Obama darüber abstimmen könne.
Like everyone, I hope we can end the reign of terror of the Iranian regime through diplomacy.
— Lindsey Graham (@LindseyGrahamSC) April 7, 2026
We must remember that the Strait of Hormuz was attacked by Iran after the start of the war, destroying freedom of navigation. Going forward, it is imperative Iran is not rewarded for… pic.twitter.com/6DxVIkTd58 -
4.54 Uhr
Jubel über Waffenruhe von Regierungsanhängern in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Verkündung der Feuerpause zahlreiche Menschen auf die Strassen geströmt. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich Regierungsanhänger mitten in der Nacht, wie der iranische Sender SNN TV berichtete. US-Präsident Donald Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagte der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht.
Iraner gehen am frühen Mittwochmorgen auf die Strasse. Bild: Keystone/EPA/Abedin TaherkenarehRegierungsanhänger jubelten über die kurz zuvor verkündete Waffenruhe mit den USA. Eine Frau sagte dem Sender: «Dass unsere Position in der Strasse von Hormus gefestigt wurde, bedeutet den Sieg Irans. Das ist unsere Vergeltung gegenüber jemandem, der behauptete, die grösste und fortschrittlichste Armee der Welt zu haben», sagte sie mit Blick auf Trump.
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4.18 Uhr
Bericht: Israel stimmte sich mit USA über Iran-Waffenruhe ab
Israel hat sich einem Bericht zufolge mit den USA im Vorfeld über die zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran abgestimmt. Einem ranghohen israelischen Beamten zufolge öffnet der Iran die Strasse von Hormus, ohne jegliche seiner Forderungen vorab erfüllt zu bekommen, berichtete die «Times of Israel». Dazu gehöre unter anderem die Zusage eines endgültigen Kriegsendes, Reparationszahlungen und die Aufhebung der Sanktionen, hiess es unter Berufung auf eine schriftliche Stellungnahme des israelischen Beamten.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe Israel mitgeteilt, dass die USA in den anstehenden Verhandlungen an ihren Forderungen festhalten würden, hiess es. Dazu zähle unter anderem, dass der Iran sämtliches nukleares Material aus dem Land entfernen, die Urananreicherung einstellen und die Bedrohung durch ballistische Raketen beseitigen müsse, hiess es. Dies seien gemeinsame Ziele Israels und der USA, habe der Beamte betont.
Israel und die USA hatten den gemeinsamen Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen.
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4.03 Uhr
Medien veröffentlichen Details aus Irans Zehn-Punkte-Plan
Im Zuge der Einigung auf eine zweiwöchige Feuerpause haben Vertreter des Irans der US-Regierung in Washington einen Zehn-Punkte-Plan als Vorschlag für ein dauerhaftes Kriegsende übermittelt. US-Präsident Donald Trump schrieb auf Truth Social, dass dieser eine «praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet».
Offiziell hat Irans Regierung die Forderungen bislang nicht öffentlich gemacht. Nachrichtenagenturen, die den mächtigen Revolutionsgarden nahestehen, berichten jedoch bereits über Details.
Propaganda-Plakat in Teheran. (6. April 2026) Bild: Keystone/EPA/Abedin TaherkenarehLaut der Nachrichtenagentur Tasnim beinhaltet der Entwurf die Forderung nach einer dauerhaften Einstellung von Aggressionen. Der Iran soll die Kontrolle über die Strasse von Hormus behalten und Uran anreichern dürfen. Die politische Führung in Teheran fordert die Aufhebung der harten internationalen Sanktionen und Strafmassnahmen des UN-Sicherheitsrats.
Auch Resolutionen des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA will Teheran aufgehoben sehen, wie Tasnim weiter berichtet. Weiter werden Kriegsentschädigungen und ein Abzug der US-Streitkräfte aus der Region gefordert. Der Krieg soll an allen Fronten enden, einschliesslich im Libanon.
Auch die Nachrichtenagentur Fars berichtet über die zehn Punkte. Ihre Informationen decken sich weitgehend mit dem Bericht bei Tasnim. In ihrem Bericht heisst es jedoch auch, dass sich der Iran gemäss dem Plan verpflichten werde, niemals Atomwaffen herzustellen. Die Urananreicherung soll nach Verhandlungen eingeschränkt werden. Teheran stimme ausserdem zu, mit anderen Ländern in der Region über Friedensabkommen zu sprechen.
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2.43 Uhr
Israel auch nach Waffenruhe-Verkündung unter Beschuss
Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und den Iran ist Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss geraten. Aus den Städten Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die israelische Nachrichtenseite «ynet». Kurz darauf heulten im Zentrum und Süden des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von heftigen Explosionen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die israelische Armee auf Telegram mit.
Eine iranische Streumunitionsrakete explodiert am frühen Mittwochmorgen am Himmel über Nordisrael. Bild: Keystone/AP Photo/Ariel Schalit -
2.37 Uhr
Pakistan: Waffenruhe zwischen USA und Iran ab sofort
Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschliesslich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.
With the greatest humility, I am pleased to announce that the Islamic Republic of Iran and the United States of America, along with their allies, have agreed to an immediate ceasefire everywhere including Lebanon and elsewhere, EFFECTIVE IMMEDIATELY.
— Shehbaz Sharif (@CMShehbaz) April 7, 2026
I warmly welcome the…Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen.
Beide Seiten hätten in den Gesprächen «bemerkenswerte Weisheit und Verständnis» bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt. Irans Nachbarland Pakistan hatte im Krieg zwischen Vertretern aus Washington und Teheran vermittelt.
Pakistan habe mit seinen Vermittlungsbemühungen seinen grössten diplomatischen Erfolg seit Jahren erzielt, schrieb der Südasien-Experte Michael Kugelman auf X. Am wichtigsten sei jedoch, dass Pakistan dazu beigetragen hat, eine potenzielle Katastrophe im Iran abzuwenden.
Tonight, Pakistan achieved one of its biggest diplomatic wins in years. It also defied many skeptics and naysayers that didn’t think it had the capacity to pull off such a complex, high stakes feat.
— Michael Kugelman (@MichaelKugelman) April 8, 2026
But what matters the most is it helped avert a potential catastrophe in Iran. -
2.35 Uhr
Pentagon kündigt Pressekonferenz mit Hegseth an
Das Pentagon hat kurzfristig eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine am heutigen Mittwoch angekündigt. Die beiden wollen um 8 Uhr (Ortszeit, 14 Uhr MESZ) vor die Presse treten.
ANNOUNCEMENT: pic.twitter.com/lYrBbWDLf1
— Department of War 🇺🇸 (@DeptofWar) April 8, 2026 -
Mittwoch, 8. April 2026, 1.52 Uhr
USA und Iran einigen sich auf zweiwöchige Feuerpause
Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Irans Aussenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Strasse von Hormus an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung. US-Präsident Donald Trump hatte die Öffnung der Strasse kurz zuvor zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht.
Statement on behalf of the Supreme National Security Council of the Islamic Republic of Iran: pic.twitter.com/cEtBNCLnWT
— Seyed Abbas Araghchi (@araghchi) April 7, 2026Trump hatte damit gedroht, andernfalls den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken anzugreifen. Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2 Uhr Schweizer Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt. Auch Israel will sich an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter mitteilte. Die USA und Israel hatten den Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen.
88 Minuten vor Auslauf seines Ultimatums hat US-Präsident Donald Trump sich mit dem Iran auf eine 14-tägige Waffenruhe geeinigt. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree NikhinsonDas für gewöhnlich gut unterrichtete US-Nachrichtenportal Axios zitierte einen US-Beamten, wonach die Waffenruhe beginne, sobald der Iran die Strasse von Hormus öffne.
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, von den zuletzt angedrohten Angriffen abzusehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Man habe einen 10-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten und glaube, dass dieser eine «praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet.»
🚨 President Donald J. Trump makes a statement on Iran: pic.twitter.com/9mqTayL0Q3
— The White House (@WhiteHouse) April 7, 2026Laut der «New York Times» geht es bei den zehn Punkten darum, sämtliche gegen den Iran verhängten Sanktionen für den Iran aufzuheben. Laut Axios wollen US-Vertreter mit den iranischen Unterhändlern an diesem Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad verhandeln.
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23.05 Uhr
Irak: Entführte US-Journalistin Shelly Kittleson wieder frei
Die am 31. März in Bagdad entführte US-Journalistin Shelly Kittleson ist nach Angaben irakischer Regierungsvertreter wieder frei. Die 49-Jährige sei am Nachmittag (Ortszeit) freigekommen, sagten zwei irakische Regierungsvertreter am Dienstag. Bedingung sei, dass die 49-Jährige den Irak umgehend verlasse.
Zuvor hatte die vom Iran unterstützte irakische Miliz Kataib Hisbollah angekündigt, sie werde Kittleson «in Anerkennung der patriotischen Haltung des scheidenden Ministerpräsidenten Mohammed Schia al-Sudani» freilassen. Zwei Vertreter der Miliz sagten der Nachrichtenagentur AP, im Gegenzug seien mehrere im Irak festgesetzte Mitglieder der Gruppe freigekommen.
Das US-Aussenministerium äußerte sich zunächst nicht. Üblicherweise bestätigt es die Freilassung im Ausland entführter Landsleute erst, wenn sich diese in der Obhut der US-Behörden befinden oder das Land sicher verlassen haben. Kittlesons Mutter sagte in Wisconsin, ihre Tochter sei noch nicht frei. Nähere Angaben machte sie nicht.
Die US-Journalistin Shelly Kittleson am 30. März 2026 in einem Café in Bagdad. Bild: Keystone/AP PhotoDie freie Journalistin Kittleson war am 31. März an einer Strassenecke in der Hauptstadt Bagdad verschleppt worden. US-Vertreter hatten zuvor bereits den Verdacht geäussert, dass die Kataib Hisbollah hinter der Entführung steht. Diese äusserte sich jedoch nicht.
Ein Vertreter der irakischen Sicherheitskräfte sagte vor der Freilassung, die irakischen Behörden seien bereit, sechs Mitglieder der Kataib Hisbollah freizulassen. Die meisten von ihnen seien im Zusammenhang mit Angriffen auf einen US-Stützpunkt in Syrien inhaftiert. Die Kontaktaufnahme mit der Führung der Miliz gestalte sich jedoch schwierig. Deren Anführer, insbesondere die Kommandeure ihrer Bataillone, seien untergetaucht. Niemand kenne ihren Aufenthaltsort, und Kontakt herzustellen, sei äusserst kompliziert. Aus Angst, Ziel eines Angriffs zu werden, unterhielten sie keine aktiven Kommunikationsverbindungen mehr.
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22.31 Uhr
Pakistan: Friedensverhandlung könnten bald zu Ergebnissen kommen
Die Friedensverhandlungen im Iran-Krieg machen nach Angaben des Vermittlers Pakistan Fortschritte. Die diplomatischen Bemühungen schritten «stetig, entschlossen und kraftvoll voran und könnten in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen führen», teilte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf X mit. Er bitte daher US-Präsident Donald Trump eindringlich darum, sein Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern. Das Ultimatum, mit dem Trump den «Untergang einer ganzen Zivilisation androhte», soll nach Schweizer Zeit um 2 morgens in der Nacht zum Mittwoch auslaufen.
An den Iran richtete der pakistanische Premierminister die Bitte, die Strasse von Hormus als Geste des guten Willens für zwei Wochen zu öffnen. Ausserdem forderte er einen Waffenstillstand. Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen Washington und Teheran.
Aus den USA hiess es: «Der Präsident wurde über den Vorschlag informiert, und es wird eine Antwort folgen», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem Portal «Axios».
Diplomatic efforts for peaceful settlement of the ongoing war in the Middle East are progressing steadily, strongly and powerfully with the potential to lead to substantive results in near future. To allow diplomacy to run its course, I earnestly request President Trump to extend…
— Shehbaz Sharif (@CMShehbaz) April 7, 2026 -
22.23 Uhr
«Wirklich inakzeptabel» – Papst verurteilt Trumps Kriegsrhetorik
Papst Leo XIV. hat die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen die iranische Zivilisation als inakzeptabel zurückgewiesen. Angriffe auf die zivile Infrastruktur wären ein Verstoss gegen das Völkerrecht, sagte der in den USA geborene Leo am Dienstag, als er seinen Landsitz Castel Gandolfo südlich von Rom verliess. «Wie wir alle wissen, gab es heute diese Bedrohung für die gesamte iranische Bevölkerung. Das ist wirklich inakzeptabel», erklärte er.
Der Papst trat dem mit einer seiner bislang schärfsten Äusserungen zum Krieg der USA und Israels gegen den Iran entgegen. Er forderte die Amerikaner und andere Menschen guten Willens auf, sich mit ihren politischen Führern und Kongressabgeordneten in Verbindung zu setzen und sie aufzufordern, den Krieg abzulehnen und sich für den Frieden einzusetzen. Die Botschaft an die politische Führung müsse lauten: «Kommt zurück an den Tisch, lasst uns reden, lasst uns nach friedlichen Lösungen suchen und lasst uns vor allem an die unschuldigen Kinder, die Alten, die Kranken und die vielen Menschen denken, die bereits Opfer dieses anhaltenden Krieges geworden sind oder noch werden.»
Papst Leo XIV. warnte: «Wir haben eine weltweite Wirtschaftskrise, eine Energiekrise, eine sehr instabile Situation im Nahen Osten, die nur noch mehr Hass in der Welt schürt». Archivbild: Alessandra Tarantino/AP/dpa -
21.58 Uhr
Reichweitenstarke B-52-Bomber der US Air Force sind in Grossbritannien gestartet
Die US Air Force hat laut einem Post auf der Plattform X offenbar B-52-Bomber von einem Militärstützpunkt in Grossbritannien starten lassen. Die nun gestartete Bomberflotte könnte den Iran demnach in etwa sechs Stunden erreichen.
Bomber vom Typ B-52 sind bereits seit den 1950er-Jahren im Einsatz. Auch im aktuellen Iran-Krieg haben sie Angriffe geflogen. Ihr Vorteil ist die grosse Reichweite: Sie kann lange in der Luft bleiben und viel Munition tragen. Dabei muss sie nicht einmal direkt über das Zielgebiet fliegen, sondern kann Marschflugkörper und andere Lenkwaffen aus sicherer Entfernung abfeuern.
⚡️ B-52 could reach strike positions against Iran in about 6 hours
— NEXTA (@nexta_tv) April 7, 2026
U.S. bombers have taken off from a base in the UK and are heading toward the region. pic.twitter.com/4soHDmtAZz -
21.25 Uhr
Iran-Drohungen: US-Demokraten nennen Trump «wahnsinnig» und fordern Absetzung
Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer Auslöschung des Iran haben ihn Politiker der Demokraten als «Wahnsinnigen» bezeichnet und seine Absetzung gefordert. «Der Präsident hat den Verstand verloren», schrieb der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, am Dienstag im Onlinedienst X. Walz hatte bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 an der Seite der demokratischen Kandidatin Kamala Harris für das Amt des Vizepräsidenten kandidiert.
Scharfe Kritik kam auch von Demokraten im Kongress: «Der Kriegsverbrecher im Weissen Haus droht mit Genozid», erklärte die Abgeordnete Rashida Tlaib, eine in den USA geborene Tochter palästinensischer Einwanderer aus dem Bundesstaat Michigan. «Dieser Wahnsinnige sollte aus dem Amt entfernt werden», forderte sie. Sie hängte Trumps Online-Botschaft an, in der er unter Anspielung auf sein Ultimatum an den Iran gedroht hatte: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben.»
«Trump hat gerade gedroht, 100 Millionen Menschen abzuschlachten», empörte sich der Abgeordnete Shri Thanedar aus Michigan, der aus Indien stammt. Die Parlamentarierin Diana DeGette aus Colorado schrieb, Trump drohe «offen mit Kriegsverbrechen gegen die gesamte iranische Zivilisation». Sie rief den Kongress auf, ein Verfahren nach dem 25. Zusatzartikel der US-Verfassung einzuleiten. Nach dem Artikel von 1967 kann der Kongress den Präsidenten mit Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern für amtsunfähig erklären. Derzeit haben die Demokraten allerdings weder im Senat noch im Repräsentantenhaus eine Mehrheit.
The President has lost his mind.
— Tim Walz (@Tim_Walz) April 7, 2026 -
20.28 Uhr
UN: Vorläufige Erkenntnisse zu getöteten Blauhelm-Soldaten im Libanon
Nach dem Tod von drei UN-Blauhelmsoldaten im Südlibanon hat die UN-Friedensmission UNIFIL erste konkrete Hinweise auf mögliche Verantwortliche vorgelegt. Nach vorläufigen Erkenntnissen sei ein Angriff Ende März durch einen Panzer der israelischen Armee erfolgt, ein zweiter am Folgetag durch eine von der Hisbollah gelegte Sprengfalle, teilte ein UN-Sprecher am Dienstag in New York mit.
Demnach sei das Projektil, das am 29. März einen UN-Posten traf, «eine 120-Millimeter-Panzermunition», abgefeuert von einem Merkava-Panzer der israelischen Streitkräfte. Die Vereinten Nationen hätten Israel zuvor mehrfach die Koordinaten aller UN-Positionen übermittelt, um Zwischenfälle zu vermeiden. Der zweite Vorfall am 30. März sei hingegen höchstwahrscheinlich durch einen durch Draht ausgelösten Sprengsatz verursacht worden, der «aller Wahrscheinlichkeit nach» von der libanesischen Hisbollah gelegt worden sei.
Bei den Angriffen waren drei indonesische Blauhelmsoldaten getötet worden. Die Vereinten Nationen betonten, dass es sich um vorläufige Erkenntnisse auf Basis erster forensischer Untersuchungen handele. In beiden Fällen sollen offizielle Untersuchungsgremien eingesetzt werden. Die beteiligten Parteien seien aufgefordert, die Vorfälle strafrechtlich zu verfolgen und die Sicherheit von UN-Personal zu gewährleisten, so der UN-Sprecher. Angriffe auf UN-Friedenssoldaten könnten nach internationalem Recht Kriegsverbrechen darstellen.
Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Land wie ein Staat im Staate. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor. Die UN-Mission gerät derzeit immer wieder zwischen die Fronten. Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.
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19.46 Uhr
Iran droht mit Angriff auf israelische Gasfelder
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden droht mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: «3.30 Uhr Teheraner Zeit (2.00 MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!»
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18.56 Uhr
Iran: Millionen Menschen bereit zum Kriegsdienst
Rund 14,4 Millionen Iraner sollen sich nach Angaben von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf für einen freiwilligen Kriegsdienst registriert haben. Ghalibaf veröffentlichte die Zahl auf der Plattform X. Die Aktion trägt den Namen «Leben opfern». Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.
Laut dem staatlichen Sender Irib sollen die Freiwilligen im Konflikt mit den USA und Israel zusätzlich zu Revolutionsgarden und Armee eingesetzt werden. Zudem seien Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.
Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Aufnahmen von einer Menschenkette auf der Sefid-Brücke in der Stadt Ahwas im Südwesten, die Ziel von Angriffen werden könnte.
Zu den Registrierten sollen Irib zufolge auch Präsident Massud Peseschkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören. Auch der derzeit einflussreiche Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat sich registrieren lassen.
کاربر مکزیکی: ایران درخواست یک میلیون داوطلب کرد و بیش از ۱۴ میلیون نفر از جمله رئيس مجلس ایران تاکنون به این جمع پیوسته اند.
— شبکه رسمی هواداران قالیباف (@ghalibaffans) April 7, 2026
ایرانیان آماده اند تا برای آزادی خود بجنگند. آنها این جنگ را آغاز نکردند، اما با جان خود سعی خواهند کرد در آن پیروز شوند.
قلبم به درد می آید وقتی می بینم… https://t.co/jC4hFGvqYl -
18.10 Uhr
Libanon meldet mehr als 1500 Tote durch israelische Angriffe
Die israelischen Angriffe im Libanon haben seit Beginn des Iran-Kriegs laut dem örtlichen Gesundheitsministerium mehr als 1500 Menschen das Leben gekostet. Mehr als eine Million Menschen seien vertrieben worden, teilte das Ministerium am Dienstag mit.
Unter den 1530 Toten waren den Angaben zufolge 130 Kinder und 57 Sanitäter. Die Zahl der getöteten Mitglieder der schiitischen Hisbollah-Miliz ist unklar. Mehr als 4800 Menschen wurden in dem Krieg verletzt. Elf israelische Soldaten kamen ums Leben. Der Krieg begann, nachdem die Hisbollah am 2. März aus Solidarität mit dem Iran Raketen auf Nordisrael abgefeuert hatte.
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18.03 Uhr
Netanjahu: Israels Luftwaffe greift Bahnstrecken im Iran an
Israels Luftwaffe hat nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Iran Eisenbahnstrecken und Brücken angegriffen. Diese würden von den Revolutionsgarden genutzt und dafür «verwendet, Rohstoffe für Waffen, Waffen selbst sowie die operativen Kräfte zu transportieren, die uns, die USA und auch die Länder der Region angreifen – jene operativen Kräfte, die zugleich das iranische Volk unterdrücken», sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Die Vorwürfe lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Netanjahu sagte ferner, man zerschlage den iranischen Machtapparat «mit zunehmend wachsender Kraft». Die israelischen Attacken zielten nicht darauf ab, das iranische Volk anzugreifen, bekräftigte der Regierungschef. «Im Gegenteil – sie sollen das Schreckensregime schwächen und zerschlagen, das sie seit 47 Jahren unterdrückt.»
Israeli military officials said they carried out strikes on eight bridges in Iran today, which were used to transport weapons and military equipment. pic.twitter.com/2XPzC8CqXP
— Visegrád 24 (@visegrad24) April 7, 2026 -
14.10 Uhr
Trump droht mit «Untergang einer ganzen Zivilisation»
US-Präsident Donald Trump hat sich auf Truth Social zu den israelischen Angriffen auf den Iran geäussert. «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben, nie wieder zurückzukehren. Ich will nicht, dass das passiert, aber es wird wahrscheinlich so kommen», schrieb er am Dienstagmorgen (Ortszeit).
Gleichzeitig zeigte er sich vage optimistisch: Mit dem «vollständigen und totalen Regimewechsel» im Iran könnten nun «revolutionär wunderbare Dinge» geschehen. Die 47-jährige Herrschaft des Regimes – geprägt von «Erpressung, Korruption und Tod» – werde heute Nacht enden, so Trump. «Gott segne das grosse Volk des Irans.»
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14.02 Uhr
Angriffe sollen von US-Seite kommen
Laut Axios stecken die USA hinter den Angriffen auf die Ölinsel Charg. Quelle der Information sollen laut dem Bericht hochrangige US-Regierungsvertreter sein.
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13.36 Uhr
Weitere Angriffe landesweit gemeldet
BREAKING:
— Current Report (@Currentreport1) April 7, 2026
Israel has started strikes on railway infrastructure and bridges across Iran.
Meanwhile, US forces are targeting defensive installations on Kharg Island.
Airstrikes are continuing across the country. pic.twitter.com/qzDut04XrHIsrael hat laut iranischen Staatsmedien landesweit Verkehrsinfrastruktur attackiert. In der Provinz Ost-Aserbaidschan wurde eine Autobahn nach Einschlägen gesperrt; die Behörden forderten die Bevölkerung auf, nicht notwendige Reisen zu unterlassen.
Ebenfalls in der Provinz wurde eine Autobahnbrücke auf der Strecke zwischen der Millionenstadt Täbris und Sandschan angegriffen. Nahe der Pilgerstadt Ghom, südlich von Teheran, wurde eine Brücke an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt getroffen.
In Karadsch, einer Millionenstadt westlich der Hauptstadt, meldete die «Tehran Times» zudem Angriffe auf das Schienennetz. Bereits früher hatte der Iran Explosionen auf der Ölinsel Charg sowie Treffer auf eine Eisenbahnbrücke in Isfahan gemeldet – bei letzterem Angriff sollen zwei Menschen ums Leben gekommen sein.
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13.29 Uhr
Berichte über Explosionen auf Charg
Die iranische Insel Charg. IMAGO/dts NachrichtenagenturIsrael hat nach eigenen Angaben die strategisch wichtige iranische Ölinsel Charg angegriffen. Getroffen wurden offenbar ein Flughafen, ein Hafenareal sowie eine Basis der Revolutionsgarden. Über Charg laufen rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte – ein Grossteil davon geht nach China.
Das Öl wird per Pipeline aus dem Landesinneren auf die Insel transportiert; die tiefen Anlegestellen ermöglichen auch grossen Tankern das Beladen. Ein Angriff auf Charg trifft den Iran damit nicht nur militärisch, sondern vor allem wirtschaftlich: Teheran droht der sofortige Verlust eines Grossteils seiner Exporteinnahmen. Die Hintergründe der Angriffe sind noch unklar.
Warum Charg so wichtig ist, haben wir dir hier zusammengefasst:
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13.23 Uhr
Teheran droht zurück
Das «Faytuks Network» berichtet unter Berufung auf die staatliche iranische Nachrichtenagentur »Fars» von einer neuen Drohung der Revolutionsgarden: Diese würden demnach auch Ziele ausserhalb der Region angreifen, falls Donald Trump «rote Linien» überschreite.
Weiter heisst es, Teheran fühle sich nicht mehr «an frühere Überlegungen» gebunden, nach denen sich die Revolutionsgarden bei der Auswahl von Zielen im Nahen Osten einschränken könnten.
Der Hntergrund: Trump droht mit der «völligen Zerstörung» aller Brücken und Kraftwerke im Iran, falls Teheran nicht bis Mittwochnacht 2 Uhr MESZ die Strasse von Hormus wieder öffnet.
Frankreichs Aussenminister Jean-Noël Barrot warnt vor so einem Szenario: «Wenn wir uns alle gegen Angriffe auf zivile und energetische Infrastrukturen aussprechen, dann vor allem, weil sie nach den Regeln der Kriegsführung und dem Völkerrecht ausgeschlossen sind, und zweitens, weil sie im Falle des Krieges im Iran zweifellos eine neue Phase der Eskalation und Vergeltungsmaßnahmen einleiten würden», sagte Barrot dem Sender «France Info».
Diese würden die Region und die Weltwirtschaft in einen beunruhigenden Teufelskreis stürzen. «Wir erleben bereits einen sprunghaften Anstieg der Kraftstoffpreise. Würden die Energieinfrastrukturen angegriffen, ist mit Vergeltungsmassnahmen des iranischen Regimes zu rechnen, die eine ohnehin schon besorgniserregende Lage weiter verschärfen würden», sagte Barrot.
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13.12 Uhr
Israel warnt Iraner vor Bahn-Fahrten
Das israelische Militär hat die Bevölkerung im Iran davor gewarnt, mit dem Zug zu reisen oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. Wer sich dort aufhalte, gefährde sein Leben, hiess es in einem auf Farsi formulierten Post auf der Plattform X. Die Warnung gelte ab sofort bis 19.30 Uhr MESZ.
Die iranische Bevölkerung hat seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Die Iraner nutzen aber iranische Plattformen, die Telegram ähneln. Auf einer dieser Plattformen wurde die Warnung der Israelis sechs Minuten nach der Veröffentlichung auf X geteilt.
In Folge der Drohung wurde der Schienenverkehr auf einer der wichtigsten Routen im Land unterbrochen. In der nordöstlichen Millionenmetropole Maschhad stellten Züge aus Sicherheitsgründen ihren Betrieb ein, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete. Der Gouverneur in der Provinz sprach demnach von einer «unmoralischen Drohung» Israels.
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12.57 Uhr
Innenminister gibt Update zu Angreifern
Zur Schiesserei in Istanbul – siehe vorheriger Eintrag: Die beiden Polizisten sind nur leicht verletzt worden, teilt Innenminister Mustafa Çiftçi auf X mit.
İstanbul’da Yapı Kredi Plaza Blokları önünde görev yapan polislerimizle silahlı çatışmaya giren 3 kişi etkisiz hale getirilmiştir. Çatışmada iki kahraman polisimiz hafif yaralanmıştır.
— Mustafa ÇİFTÇİ (@mustafaciftcitr) April 7, 2026
Teröristlerin, kimlikleri tespit edilmiştir. İzmit’ten kiralık araçla İstanbul’a geldikleri…«Die Identitäten der Terroristen wurden ermittelt. Es wurde festgestellt, dass einer der Terroristen, der mit einem Mietauto aus Izmit nach Istanbul kam, in Kontakt mit einer Organisation stand, die Religion missbraucht», schreibt Çiftçi. Zwei der Angreifer seien Brüder, von denen einer wegen Drogen in Konflikt mit dem Gesetz gekommen sei.
#SONDAKİKA | İsrail Konsolosluğu önünde çatışma!https://t.co/CLxc6iOmKD pic.twitter.com/6eGr6yQdfZ
— Cumhuriyet (@cumhuriyetgzt) April 7, 2026 -
12.23 Uhr
Polizei streckt drei Angreifer nahe israelischem Konsulat in Istanbul nieder
Die Polizei in Istanbul hat bei einer Schiesserei nahe des israelischen Konsulates drei Angreifer erschossen, meldet «Reuters». Zwei Beamte seien verletzt worden.
Update 12.47 Uhr: Die BBC berichtet unter Berufung auf den Istanbuler Bürgermeister, dass einer der drei Angreifer getötet und die anderen beiden «neutralisiert» worden seien.
«Dank der Vorsichtsmassnahmen unserer Polizei wurde dieser grosse Angriff mit minimalem Schaden überstanden», wird Davut Gül zitiert. Der Hintergrund: Der Bereich um das Konsulat ist stets von einem Polizei-Aufgebot gesichert.
Dutzende Polizisten im Einsatz: Screenshot eines Videos von X. Im folgenden Video sind nur die Schüsse zu hören, die gefallen sind – es gibt eine akustischen Eindruck der Szene:
🇹🇷🇮🇱 A deadly shootout occurred near the Israeli consulate in Istanbul According to Turkish media reports, three people were killed. Two police officers were also injured. Law enforcement officers have launched an investigation.
— MAKS 25 👀🇺🇦 (@maks23.bsky.social) 7. April 2026 um 12:23
[image or embed]#SONDAKİKA | İsrail Konsolosluğu önünde çatışma!
— Cumhuriyet (@cumhuriyetgzt) April 7, 2026
Polis ekipleri 3 kişiyi etkisiz hale getirdihttps://t.co/CLxc6iOmKD pic.twitter.com/ylyIpPnXOR -
12.07 Uhr
Energie-Krise schlimmer «als die von 1973, 1979 und 2022 zusammen»
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat angesichts des Iran-Kriegs und der weitgehend blockierten Strasse von Hormus vor einer Zuspitzung der Probleme bei der Ölversorgung gewarnt.
«Man muss sich bewusst sein, dass der März zwar sehr schwierig war, der April aber noch viel schlimmer werden wird», sagte Birol in Paris der Zeitung «Le Figaro». Denn die Golfstaaten förderten nur noch etwas mehr als die Hälfte der vor dem Krieg geförderten Ölmenge, und Erdgas werde gar nicht mehr exportiert.
«Sollte die Meerenge tatsächlich den ganzen April über gesperrt bleiben, werden wir doppelt so viel Rohöl und Raffinerieprodukte verlieren wie im März. Wir stehen vor einem «schwarzen April»», sagte Birol. «Ich bin heute sehr pessimistisch, weil dieser Krieg eine der Lebensadern der Weltwirtschaft lahmlegt.
Nicht nur Öl und Gas, sondern auch Düngemittel, Petrochemikalien, Helium und vieles mehr.» Die Welt habe noch nie eine Störung der Energieversorgung in einem solchen Ausmass erlebt.
«Betrachtet man die drei großen Öl- und Gaskrisen der Vergangenheit, so ist die aktuelle Krise schwerwiegender als die von 1973, 1979 und 2022 zusammen. Wir stehen vor einem grossen Energie-Schock, der einen Öl-, einen Gas- und einen Nahrungsmittel-Schock vereint.»
Die von der IEA angeschobene Freigabe von Ölreserven lindere nur den Schmerz, sagte Birol. «Die einzige wirkliche Lösung liegt woanders: in der Wiederöffnung der Strasse von Hormus. Solange sie geschlossen bleibt, wird die Weltwirtschaft mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert sein.»
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10.32 Uhr
Teheran und weitere Städte im Visier
Aus der iranischen Hauptstadt Teheran sind Luftangriffe gemeldet worden. Dabei seien unter anderem Wohngebiete getroffen worden, berichtete das staatliche Fernsehen. Auch der schiitische Wallfahrtsort Ghom sei Ziel von Angriffen geworden.
🚨 Exclusive Report: A US Tomahawk missile is seen flying directly over Tehran citizens. The regime's defenses are completely blind. Apr 7, 2026. #SMK #Kurdistan #Kermashan #Ilam #Bakhtiari pic.twitter.com/F3TB4Eh3vB
— Rebaz Sharifi (@rebaz_sharifi) April 7, 2026Ziel waren dem Bericht zufolge Gebiete um Parchin, einen Militärstützpunkt, der dem iranischen Raketenprogramm zugeordnet wird, sowie Bereiche südlich der Teheraner Innenstadt.
US/Israeli forces are bombing Mehrabad Airport in Iran’s capital, Tehran, again tonight, with pillars of smoke and flame rising from the airfield. pic.twitter.com/8Y0HRjf1Ra
— OSINTtechnical (@Osinttechnical) April 7, 2026Auch der internationale Flughafen Chorramabad wurde heute angegriffen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. In der Vergangenheit richteten sich Angriffe auf Wohngebiete gegen Mitglieder der iranischen Regierung und der Sicherheitskräfte.
Sharif University of Technology — Iran’s top engineering university — was hit by US–Israeli airstrikes.
— Clash Report (@clashreport) April 6, 2026
Damage: labs, buildings, mosque, and possibly a data center; nearby gas facility hit.
Iran says a bunker-buster bomb was used.
Sharif is often called “Iran’s MIT” — a core… pic.twitter.com/SNvui8eHIA -
10.21 Uhr
Trump droht Journalisten mit Haft
US-Präsident Donald Trump fordert von einem Medium den Namen eines angeblichen Informanten zur Rettung der Kampfjet-Besatzung im Iran und droht mit Gefängnis.
Er kündigte an, man werde zu einem Medienunternehmen gehen, das die Infos veröffentlicht habe. Um welches Medium es geht, sagte er nicht. Er ergänzte, man werde unter Verweis auf die nationale Sicherheit die Herausgabe des Namens bei Androhung von Gefängnis verlangen.
Das US-Militär hatte nacheinander zwei Besatzungsmitglieder des abgeschossenen Kampfjets gerettet. Der Einsatz zog sich über Tage. Trump verkündete am Sonntag den Abschluss der Rettung.
Der Präsident sagte, man habe zunächst nicht über die erste Rettung - die des Piloten - gesprochen. Dann habe jemand etwas durchgestochen, ergänzte der Republikaner. Durch die Information zur Rettung des Piloten und deren Veröffentlichung sei im Iran klar gewesen, dass das zweite Besatzungsmitglied noch vermisst werde. Das habe die Rettung erschwert.
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9.47 Uhr
Drei Kinder bei Luftangriff nahe Teheran getötet
Bei einem Luftangriff nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind einem Bericht zufolge drei Kinder ums Leben gekommen. Bei der Attacke am frühen Morgen sei ein Wohnhaus in der Pendlerstadt Pardis getroffen worden.
Das berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Mehr. Insgesamt seien aus den Trümmern bislang sechs Leichen geborgen worden. Seit mehr als fünf Wochen nun führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran.
Augenzeugen in Teheran berichteten ebenfalls von schweren Bombardierungen in der vergangenen Nacht. In Pardis östlich der Millionenmetropole wurden in den vergangenen 15 Jahren riesige Neubausiedlungen für Teherans wachsende Bevölkerung errichtet. Viele Menschen in der Mittelschicht erwarben dort in den Hochhäusern Eigentum, oft in der Hoffnung auf erschwinglichen Wohnraum und einen sozialen Aufstieg am Rand der Hauptstadt.
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9.41 Uhr
Irans neuer oberster Führer soll im Koma liegen
Irans neuer oberster Führer Modschtaba Chamenei soll sich in einem kritischen Zustand befinden. Laut der britischen Zeitung «The Times» wird der 56-Jährige bewusstlos in der iranischen Stadt Ghom behandelt.
Mehr dazu liest du in unserem Artikel auf blue News.
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9.17 Uhr
Iran greift Grossraum Tel Aviv erneut mit Streumunition an
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Grossraum Tel Aviv hat der Iran nach israelischen Militärangaben erneut international geächtete Streumunition eingesetzt. Am Morgen heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören.
Der israelische TV-Sender berichtete, es habe etwa zehn Einschlagsorte gegeben. Dabei sei Sachschaden an Gebäuden und Fahrzeugen verursacht worden. Berichte zu Verletzten gab es zunächst nicht. Auch die Hafenstadt Eilat an der Südspitze Israels wurde nach Medienberichten mit Streumunition angegriffen.
Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem grossen Gebiet. Die kleinen Geschosse können von der israelischen Luftabwehr kaum abgefangen werden.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Bevölkerungszentren zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hiess es in dem Bericht.
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7.14 Uhr
Trump zu Hormus: «Was, wenn wir Gebühren erheben?»
Könnte Donald Trump sich aus dem Iran-Krieg zurückziehen, während der Iran Durchfahrtsgebühren für die Strasse von Hormus erhebt? Der 79-Jährige versteht die Frage des Journalisten zunächst falsch: «Dass wir Gebühren erheben?», fragt er nach.
Trump suggests the US should charge tolls in the Strait of Hormuz instead of Iran, because ‘we’re the winner’
— HatsOff (@HatsOffff) April 6, 2026
The man is delusional. pic.twitter.com/batON7d2Su«Der Iran», korrigiert der Reporter, doch Trump scheint die Idee zu gefallen. «Was ist, wenn wir Gebühren erheben?», fragt der New Yorker zurück. «Ziehen Sei das in Erwägung?», lautet die Gegenfrage. «Ich würde eher das machen als sie sie haben lassen», antwortet Trump. «Warum sollten wir es nicht? Wir sind die Gewinner. Wir haben gewonnen. Militärisch sind sie besiegt.»
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6.27 Uhr
Das ist in der Nacht passiert
Im Iran-Krieg tickt die Uhr: Trumps Ultimatum an Teheran rückt näher. Er fordert die Öffnung der Strasse von Hormus und droht mit «völliger Zerstörung». Und der Iran lehnt eine Waffenruhe jedoch ab. Das sind die Entwicklungen der vergangenen Stunden.
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4.47 Uhr
UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolution zur Strasse von Hormus ab
Der UN-Sicherheitsrat soll heute (17 Uhr MESZ) voraussichtlich über einen Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus abstimmen. In dem Entwurf werden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Massnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hiess. Dafür soll der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen. Um den Resolutionstext war tagelang im Hintergrund gerungen worden. In einer vorangegangenen Version des Dokuments wurde etwa explizit auf Kapitel 7 der Charta der Vereinten Nationen verwiesen, das dem Sicherheitsrat die Befugnis einräumt, Massnahmen von Sanktionen bis zu militärischer Gewalt zu ergreifen. Dagegen hätten sich etwa die Vertreter Russlands und Chinas gewehrt, hiess es.
Nachdem die USA und Israel Ende Februar den Iran angegriffen hatten, brachte Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus nahezu zum Erliegen. Die Meerenge ist wichtig für den weltweiten Handel mit Öl und Gas.
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4 Uhr
Pentagon sagt kurzfristig Pressekonferenz ab
Das Pentagon hat kurzfristig eine für Dienstag anberaumte Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine abgesagt. Aus einer Mitteilung an Pressevertreter ging nicht hervor, warum die Einladung für die um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14 Uhr MESZ) angekündigte Veranstaltung zurückgezogen wurde.
US-Verteidigungsminister (r.) am Montag bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus. Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree NikhinsonNach Schweizer Zeit läuft in der Nacht zum Mittwoch um 2 Uhr die Frist von US-Präsident Donald Trump für den Iran zur Öffnung der Strasse von Hormus ab. Der Republikaner hatte erst am Montag gedroht, nach Ende der Frist binnen weniger Stunden dann alle Brücken und Kraftwerke in dem Land zerstören zu wollen. Trump sagte zugleich, man wolle nicht, dass das passiert.
Die Meerenge ist für den globalen Öl- und Gashandel von enormer Bedeutung. Wegen des Krieges ist die Strasse von Hormus aber faktisch fast vollständig blockiert, das hat dramatische Folgen für die Ölpreise.
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2.12 Uhr
UN-Chef warnt vor Angriffen auf Irans zivile Infrastruktur
UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und Israel aufgefordert, Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche Angriffe würden gegen internationales Recht verstossen, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York. «Selbst, wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten», wenn «übermässige» Schäden für Zivilisten zu erwarten seien. Es sei «höchste Zeit, dass die Parteien diesen Konflikt beenden», sagte Guterres laut dem Sprecher.
Guterreswarnt vor Angriffen auf Irans zivile Infrastruktur. (Archivbild) Bild: Keystone/AP/Salvatore Di NolfiUS-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seines jüngsten Ultimatums gedroht. Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine «völlige Zerstörung» herbeiführen, sagte der Präsident im Weissen Haus. Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Strasse von Hormus gesetzt hat, läuft um 2.00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch ab.
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1.52 Uhr
Irans Armee weist Trumps «arrogante Rhetorik» zurück
Irans Militärführung hat die Warnungen von US-Präsident Donald Trump vor einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke des Landes als «arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen» abgetan. Trump sei «wahnhaft», sagte der Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfaqari, laut Staatsmedien. Die «rüpelhafte, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten» würden die Angriffe gegen die «amerikanischen und zionistischen Feinde» nicht stoppen, wurde der Militärsprecher zitiert.
Trump hatte dem Iran kurz zuvor mit einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seines jüngsten Ultimatums gedroht. Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine «völlige Zerstörung» herbeiführen, sagte der Präsident im Weissen Haus. Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Strasse von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um 2 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab.
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Dienstag, 7. April 2026, 0.23 Uhr
Kampfjet-Rettungsmission: Mehr als 150 Flugzeuge beteiligt
An der Rettung des Waffenoffiziers eines abgeschossenen US-Kampfjets im Iran waren nach Angaben von Präsident Donald Trump mehr als 150 Flugzeuge beteiligt. Ein grosser Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagte der Republikaner im Weissen Haus. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.
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22.56 Uhr
Trump droht Journalisten mit Haft wegen Infos zu Piloten-Rettung
US-Präsident Donald Trump fordert von einem Medium den Namen eines angeblichen Informanten zur Rettung der Kampfjet-Besatzung im Iran und droht mit Gefängnis. Er kündigte an, man werde zu einem Medienunternehmen gehen, das die Infos veröffentlicht habe. Um welches Medium es geht, sagte er nicht. Er ergänzte, man werde unter Verweis auf die nationale Sicherheit die Herausgabe des Namens bei Androhung von Gefängnis verlangen.
Das US-Militär hatte nacheinander zwei Besatzungsmitglieder des abgeschossenen Kampfjets gerettet. Der Einsatz zog sich über Tage. Trump verkündete am Sonntag den Abschluss der Rettung.
Der Präsident sagte, man habe zunächst nicht über die erste Rettung – die des Piloten – gesprochen. Dann habe jemand etwas durchgestochen, ergänzte der Republikaner. Durch die Information zur Rettung des Piloten und deren Veröffentlichung sei im Iran klar gewesen, dass das zweite Besatzungsmitglied noch vermisst werde. Das habe die Rettung erschwert.
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22.27 Uhr
Trump attackiert Verbündete im Pazifik wegen ausbleibender Iran-Hilfe
US-Präsident Donald Trump hat Verbündeten im Pazifik mangelnde Unterstützung im Krieg gegen den Iran vorgeworfen. «Wisst ihr, wer uns auch nicht geholfen hat? Südkorea hat uns nicht geholfen», sagte Trump am Montag bei einer langen Pressekonferenz im Weissen Haus. «Wisst ihr, wer uns auch nicht geholfen hat? Australien hat uns nicht geholfen. Wisst ihr, wer uns auch nicht geholfen hat? Japan», ergänzte er. «Wir haben 50'000 Soldaten in Japan, um sie vor Nordkorea zu schützen. Wir haben 45'000 Soldaten in Südkorea, um uns vor (Machthaber) Kim Jong Un zu schützen, mit dem ich mich sehr gut verstehe.»
Zudem beklagte er erneut, dass Nato-Verbündete sich weigerten, die Bemühungen um eine Wiederöffnung der vom Iran weitgehend blockierten Strasse von Hormus zu unterstützen und sich an Angriffen auf das Land zu beteiligen.
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21.19 Uhr
UN-Appell an USA: Angriffe auf zivile Infrastruktur illegal
UN-Generalsekretär António Guterres hat an die USA appelliert, von Angriffen auf die zivile Infrastruktur im Iran abzusehen. Solche Attacken seien nach dem Völkerrecht verboten, erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Montag. Selbst wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könne, wäre ein Angriff dennoch untersagt, wenn er das Risiko eines «übermässigen unbeabsichtigten Schadens für Zivilisten» berge.
Ob solche Angriffe als Kriegsverbrechen einzustufen seien, müsse ein Gericht entscheiden, ergänzte Dujarric.
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20.06 Uhr
Trump droht: Iran könnte morgen Nacht ausgeschaltet werden
US-Präsident Donald Trump hat seinen Druck auf den Iran am Tag vor dem Ablauf seines Ultimatums mit drastischen Worten erhöht. «Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen sein», sagte er am Mittag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Washington.
Eskaliert weiter: US-Präsident Donald Trump am Montag bei seiner Pressekonferenz im Weissen Haus. Bild: Keystone/EPA/Jim Lo Scalzo -
19.40 Uhr
Trump droht Teheran nach zurückgewiesener Waffenruhe erneut
US-Präsident Donald Trump setzt nach der von iranischen Staatsmedien vermeldeten Absage Teherans an einen Waffenruhe-Vorschlag weiter auf Drohgebärden. Der Iran wolle sich einfach nicht geschlagen geben, sagte Trump sinngemäss bei einer Osterveranstaltung am Montag im Weissen Haus. Aber das werde geschehen. Andernfalls werde es im Iran bald keine Brücken und keine Kraftwerke mehr geben. «Sie werden gar nichts mehr haben.»
Trump fügte eine weitere Drohung hinzu. Er wolle nicht weiter darauf eingehen, aber es gebe noch andere Möglichkeiten als die Zerstörung von Brücken und Kraftwerken, die noch schlimmer seien.
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19.05 Uhr
Trump: Rückhalt in Amerika für Öl-Pläne im Iran fehlt
US-Präsident Donald Trump sieht für seine Öl-Ambitionen im Iran nicht genügend Rückhalt in der eigenen Bevölkerung. «Leider möchte die amerikanische Bevölkerung, dass wir nach Hause kommen», sagte er bei einer Osterveranstaltung auf dem Gelände des Weissen Hauses. Wenn es nach ihm ginge, würde man das Öl übernehmen, das Öl behalten und sehr viel Geld verdienen. Aber er wolle auch die Menschen im eigenen Land glücklich machen.
US-Präsident fehlt die Unterstützung der Bevölkerung für seine Öl-Pläne im Iran. (Archivbild) Bild: Keystone/AP Photo/Alex BrandonTrump hatte im Ende Februar begonnenen Iran-Krieg zuletzt immer wieder die Idee vorgebracht, dass die USA das Öl im Iran übernehmen könnten. Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.
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17.21 Uhr
Teheran weist Waffenruhe-Vorschlag zurück
Der Iran hat den Vorschlag für eine Waffenruhe im Krieg mit den USA und Israel laut Staatsmedien zurückgewiesen. Die Islamische Republik strebe eine dauerhafte Beendigung des Krieges an, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag. Teheran habe den USA diese Antwort über Pakistan übermittelt.
Der Leiter der diplomatischen Mission des Irans in Kairo, Modschtaba Ferdussi Pur, sagte der Nachrichtenagentur AP am Montag, sein Land werde keine blosse Waffenruhe hinnehmen. «Wir akzeptieren ein Kriegsende nur mit Garantien, dass wir nicht erneut angegriffen werden.» Was die Strasse von Hormus angehe, arbeiteten Vertreter des Irans und des Omans an einem Mechanismus zur Verwaltung der strategisch wichtigen Meerenge, erklärte Pur.
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16.53 Uhr
Israel beschleunigt Produktion von Arrow-Abfangraketen
Angesichts fortwährender Raketenangriffe des Irans und seiner Verbündeten will Israel die Produktion von Abwehrraketen des Typs Arrow deutlich beschleunigen. Ein entsprechender Plan sei gebilligt worden, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Ziel sei «eine deutliche Erhöhung sowohl der Produktionsrate als auch des Vorrats an Arrow-Abfangraketen».
Raketenabwehrsystem Arrow 3 Bild: -/ISRAELI MINISTRY OF DEFENSE/dpaArrow 3 wurde gemeinsam von Israel und den USA entwickelt. Der «Pfeil» kann feindliche Flugkörper ausserhalb der Atmosphäre im beginnenden Weltraum durch einen direkten Treffer zerstören. Das System bildet damit die oberste Schicht eines Verteidigungssystems.
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16.34 Uhr
Irans Aussenministeriumssprecher bestätigt Kontakt mit Vermittlern
Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums hat Kontakt mit Vermittlern im Krieg mit den USA und Israel bestätigt. Es würden Botschaften ausgetauscht, sagte Esmail Baghaei am Montag zu Pressevertretern in Teheran. Jedoch seien Verhandlungen «völlig unvereinbar mit Ultimaten, Verbrechen und Drohungen von Kriegsverbrechen».
Zwei in die Vermittlungsbemühungen eingeweihte Personen aus der Nahost-Region hatten der Nachrichtenagentur AP zuvor bestätigt, dass der Iran und die USA einen Entwurf für einen Vorschlag erhalten hätten, der eine 45-tägige Waffenruhe und die Wiederöffnung der Strasse von Hormus vorsieht. Der Text sei von ägyptischen, pakistanischen und türkischen Vermittlern ausgearbeitet worden. Die Hoffnung sei, dass ein Zeitraum von 45 Tagen ausreichen werde, um in umfassenden Gesprächen ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen zu erreichen.
Irans Aussenministeriumssprecher bestätigt Kontakt mit Vermittlern. (Archivbild) Bild: Shadati)/XinHua/dpa -
13.57 Uhr
Israels Verteidigungsminister Katz will die iranische Führung jagen
Nach der Tötung des Geheimdienstchefs der iranischen Revolutionsgarde hat der israelische Verteidigungsminister Israel Katz auch der verbliebenen Führung der Islamischen Republik gedroht. «Die Revolutionsgarde schiesst auf Zivilisten, und wir eliminieren die Anführer der Terroristen», erklärte Katz am Montag.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz will die iranische Führung jagen. (Archivbild) Bild: Thanassis Stavrakis/AP/dpa«Die iranische Führung lebt in ständiger Angst. Wir werden sie weiterhin einen nach dem anderen jagen.» Katz erklärte weiter: «Wir werden die iranische Infrastruktur weiterhin zerstören und so zum Zusammenbruch des Terrorregimes und seiner Fähigkeit, Terror zu verbreiten und Israel anzugreifen, beitragen.»
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13.42 Uhr
Iran meldet Angriffe auf Gasindustrie am Persischen Golf
Der Iran hat einen neuen Angriff auf die Gasindustrie am Persischen Golf gemeldet. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete von mehreren Explosionen nahe einer Raffinerie in der Küstenstadt Asalujeh. Die Provinz gilt als Herz der iranischen Gasindustrie. Bereits Mitte März war sie Ziel israelisch-amerikanischer Luftangriffe.
Iranische Anlagen nahe dem grössten Gasfeld der Welt wurden angegriffen. (Archivbild) Bild: picture alliance / dpaDas Gasfeld «South Pars», das der Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit grösste bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Israel hatte bereits während des Zwölftageskrieges im Juni 2025 Anlagen auf dem Gasfeld angriffen.
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11.58 Uhr
Israel droht mit Zerstörung der iranischen Infrastruktur
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat mit der Zerstörung der Infrastruktur des Irans gedroht, sollten Raketenangriffe auf israelische Zivilisten weitergehen. «Wir haben die Stahl-Infrastruktur und die petrochemische Industrie schwer getroffen – und heute und an jedem weiteren Tag wird es weitergehen», sagte Katz nach Angaben seines Büros.
Man werde «die iranische nationale Infrastruktur weiter zerschlagen und das Terrorregime zermürben und zum Einsturz bringen – ebenso wie seine Fähigkeit, Terror voranzutreiben und auf den Staat Israel zu schiessen», sagte der Verteidigungsminister nach neuen Raketenangriffen des Irans auf israelische Städte, darunter die Küstenmetropole Tel Aviv.
Gemeinsame Liste strategischer Ziele mit den USA
Die «Jerusalem Post» berichtete, Israel und die Vereinigten Staaten hätten eine umfassende Liste strategischer Ziele ausgearbeitet, die im Iran angegriffen werden sollten, falls die Islamische Republik die Anforderungen des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump nicht erfülle.
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10.26 Uhr
Iran meldet Tod des Geheimdienstchefs der Revolutionsgarden
Der Iran hat im Krieg gegen Israel und die USA den Tod eines ranghohen Generals verkündet. In einer Mitteilung erklärten die mächtigen Revolutionsgarden, dass der Leiter ihrer Geheimdienstabteilung, Generalmajor Madschid Chademi, in den früheren Morgenstunden getötet worden sei. Weitere Details nannten die Revolutionsgarden nicht.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte mit, er sei vom Generalstabschef darüber informiert worden, dass die israelische Armee Chademi «ausgeschaltet» habe. Dieser sei unmittelbar verantwortlich für tödliche Raketenangriffe auf israelische Zivilisten. «Die Revolutionsgarden schiessen auf Zivilisten, und wir eliminieren die Köpfe der Terroristen», sagte Katz nach Angaben seines Büros.
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09.34 Uhr
Iran: USA beschiesst weitere Hochschule
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist iranischen Angaben zufolge eine weitere Hochschule Ziel bombardiert worden. Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen sei ein Gebäude der Scharif-Universität getroffen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bereits in den vergangenen Tagen waren iranische Hochschulen attackiert worden.
Universitätspräsident Massud Tadschrischi verurteilte den Luftangriff scharf. «Die Scharif-Universität ist eine wissenschaftliche Einrichtung, deren Aufgabe im Bereich der Kultur und Verbreitung von Wissen liegt», zitierte ihn die Staatsagentur. Todesopfer habe es nicht gegeben.
Irans Erstem Vizepräsidenten Mohammed-Resa Aref zufolge kamen bei der Attacke bunkerbrechende Bomben zum Einsatz. Dies sei ein «Symbol für den Wahnsinn und die Unwissenheit» von US-Präsident Donald Trump. «Er versteht nicht, dass das Wissen Irans nicht im Beton liegt», zitierten ihn iranische Medien. «Der eigentliche Schutzwall ist der Wille unserer Professoren.»
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06.47 Uhr
Iran: Strasse von Hormus öffnet erst nach Kriegsentschädigung
Der Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Strasse von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, «wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden», schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten.
Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Strasse von Hormus werde «niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel.» Der Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt.
Trump hat der Führung in Teheran erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit nicht einlenken. «Öffnet die verdammte Strasse (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen», schrieb er Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social.
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06.46 Uhr
Ölpreise klettern nach Trumps Drohungen weiter
Die Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter).
Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu.
Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Strasse von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer.
«Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen», sagte Trump dem «Wall Street Journal». Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an den Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. «Öffnet die verdammte Strasse (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen», schrieb er in einem Post am Ostersonntag.
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21.55 Uhr
Iranischer Funktionär droht mit Schliessung von Meerenge Bab al-Mandab
Ein ranghoher Vertrauter des obersten iranischen Führers hat mit der Schliessung der für den Welthandel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste Jemens gedroht. Die sogenannte Widerstandsfront könnte die Wasserstrasse am Roten Meer ins Visier nehmen, durch die in der Regel rund zwölf Prozent des Welthandels verlaufen, schrieb Ali Akbar Welajati, aussenpolitischer Berater des obersten Führers, am Sonntag in den sozialen Medien.
«Wenn das Weisse Haus daran denkt, seine dummen Fehler zu wiederholen, wird es schnell erkennen, dass der Fluss von globaler Energie und Handel mit einem einzigen Signal unterbrochen werden kann», ergänzte der ehemalige iranische Aussenminister mit Blick auf Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die Angriffe auf den Iran zu verschärfen.
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20.05 Uhr
Nach Trumps Drohungen: Iran warnt vor «gefährlichem Spiel»
Nach den wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Teheran hat der iranische Parlamentspräsident Mohammed‐Bagher Ghalibaf vor einem «gefährlichen Spiel» gewarnt. Auf der Plattform X schrieb Ghalibaf, mit «Kriegsverbrechen» lasse sich «nichts erreichen». Die einzige Lösung bestehe darin, «die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses gefährliche Spiel zu beenden». Ghalibaf, der seit Kriegsbeginn zu den einflussreichsten Politikern des Irans zählt, warnte, die «leichtsinnigen Schachzüge» könnten die gesamte Region in Flammen aufgehen lassen.
1/ Your reckless moves are dragging the United States into a living HELL for every single family, and our whole region is going to burn because you insist on following Netanyahu’s commands.
— محمدباقر قالیباف | MB Ghalibaf (@mb_ghalibaf) April 5, 2026
Make no mistake: You won’t gain anything through war crimes. -
19.45 Uhr
Trump verlängert Ultimatum an Iran bis 6. April
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Strasse von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben. «Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen», sagte Trump dem «Wall Street Journal».
In einem fast zeitgleich mit dem Interview veröffentlichten Post auf der Online-Plattform Truth Social nannte Trump die Angabe Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, lieferte jedoch keinen Kontext. Es liegt nahe, dass er sich damit auf die Frist an Teheran bezieht – diese würde damit nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch ablaufen. Sein voriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen.
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18.14 Uhr
Iran wirft Trump geplantes Kriegsverbrechen vor
Der Iran hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, ein Kriegsverbrechen zu planen. Trumps Drohung, iranische Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sei eine «direkte und öffentliche Aufforderung zur Terrorisierung der Zivilbevölkerung und ein eindeutiger Beweis für die Absicht, Kriegsverbrechen zu begehen», teilte die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen am Sonntag auf der Plattform X mit. «Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten sind rechtlich verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät.»
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15.16 Uhr
Trump legt mit provokantem Post in Richtung Iran nach
Angesichts des ablaufenden Ultimatums an den Iran hat US-Präsident Donald Trump mit scharfen Drohungen und Beleidigungen seiner Forderung nach Öffnung der Strasse von Hormus erneut Nachdruck verliehen. «Öffnet die verdammte Strasse (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen», schrieb er in einem Post am Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social.
Erneut drohte er mit Angriffen auf Energieanlagen und Infrastruktur wie Brücken, sollte der Iran nicht einlenken. «Am Dienstag ist im Iran gleichzeitig Tag des Kraftwerks und Tag der Brücke. Das wird ein unvergessliches Erlebnis!» schrieb Trump in Anspielung auf drohende Angriffe auf Kraftwerke und Brücken. Bereits am Samstag hatte er einen inhaltlich ähnlichen, aber bei weitem nicht so beleidigend formulierten Post abgesetzt.
Donald J. Trump Truth Social 04:05.26 08:03 AM EST
— Commentary Donald J. Trump Posts From Truth Social (@TrumpDailyPosts) April 5, 2026
Tuesday will be Power Plant Day, and Bridge Day, all wrapped up in one, in Iran. There will be nothing like it!!! Open the Fuckin’ Strait, you crazy bastards, or you’ll be living in Hell - JUST WATCH! Praise be to Allah.… -
Sonntag, 5. April, 06.35 Uhr
Trump: US-Soldat gerettet und in Sicherheit
Das zweite Besatzungsmitglied des über dem Iran abgeschossenen Kampfjets ist laut US-Präsident Donald Trump gerettet und in Sicherheit. «Wir haben ihn», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social in Grossbuchstaben. Es sei eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA gewesen. Dutzende Kampfflugzeuge waren demnach im Einsatz. Der Soldat sei verletzt worden, aber es werde ihm gut gehen, schrieb Trump. Der Pilot des am Freitag abgeschossenen Kampfjets war laut übereinstimmenden Medienberichten bereits zuvor gerettet worden.
Der arabische Sender Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es bei dem nächtlichen Rettungseinsatz des zweiten Besatzungsmitglieds zu einem «heftigen Feuergefecht» gekommen sei. Die den Revolutionsgarden nahestehende iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte von Luftangriffen in dem Gebiet berichtet, in dem sich der Vermisste befunden habe. Trump beschrieb den Einsatz mit dramatischen Worten: Der US-Soldat sei von «unseren Feinden gejagt worden», sie seien ihm stündlich näher gekommen.
«Doch er war nie wirklich allein», schrieb Trump weiter. Die Militärführung hätte seinen Standort in den Bergen «rund um die Uhr» überwacht und seine Rettung akribisch geplant. Hätte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst gefunden, hätte Teheran dies nach Einschätzung von Experten als Druckmittel nutzen können. Iranische Medien hatten von hohen Geldsummen berichte, die für die Ergreifung des US-Soldaten versprochen worden sein sollen.
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16.56 Uhr
Trump pocht auf sein Ultimatum: Drohung an den Iran
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit schweren Angriffen, sollte die Führung in Teheran sich nicht seinem Ultimatum zur Öffnung der Strasse von Hormus beugen. «Die Zeit läuft davon - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn der Iran einem Abkommen zustimme oder die Strasse von Hormus öffne.
Trump hatte gedroht, falls der Iran die Meerenge nicht vollständig und «ohne Drohungen» für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf «sehr gute» Gespräche an. In den vergangenen Tagen gab es aber weiterhin heftige Angriffe beider Seiten. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus liegt weiterhin weitgehend still.
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14.56 Uhr
Italiens Ministerpräsidentin Meloni sichert Golfstaaten Unterstützung zu
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat den Golfstaaten mit Blick auf iranische Vergeltungsangriffe Unterstützung zugesichert. Bei einem Besuch in Saudi-Arabien habe sie mit Kronprinz Mohammed bin Salman über Beistand bei der militärischen Verteidigung gesprochen, die Italien dem Königreich leiste, teilte ihr Büro am Samstag mit. Wie genau dieser Beistand aussieht, wurde nicht näher ausgeführt. Ausserdem hätten die beiden diplomatische Bemühungen für ein Ende des Krieges und des Kreislaufs der Gewalt in der Region besprochen, hiess es.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (Archivbild) Bild: Mauro Scrobogna/LaPresse/AP/dpaVon Saudi-Arabien reiste Meloni weiter nach Katar, wo sie Hilfe beim Wiederaufbau der durch iranische Angriffe beschädigten Energieanlagen zusagte. Die katarische Erdgasproduktion sei für die globale Energiesicherheit von entscheidender Bedeutung, sagte sie laut einer Mitteilung ihres Büros bei dem Treffen mit Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani. Beide bekräftigten zudem die Notwendigkeit, die Strasse von Hormus wieder zu öffnen, die seit Wochen durch den Konflikt blockiert ist.
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13.40 Uhr
Irans Parlamentspräsident deutet Angriffe auf weitere Meerenge an
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat die Möglichkeit von Angriffen auf eine weitere strategisch wichtige Seestrasse im Nahen Osten angedeutet. In einem Beitrag auf der Plattform X stellte Ghalibaf am Samstag die Frage, wie viele Tank- und Containerschiffe durch die Meerenge Bab al-Mandab fahren und welche Länder und Unternehmen sie besonders viel nutzten.
🇮🇷🇾🇪🇺🇸 The Speaker of Iran's Parliament, Ghalibaf, hinted at the potential blockade of the Bab-el-Mandeb Strait:
— The Daily News (@DailyNewsJustIn) April 4, 2026
“What portion of the world’s oil, LNG, wheat, rice, and fertilizer supplies passes through the Bab-el-Mandeb Strait?
Which countries and companies carry the… pic.twitter.com/eI4OrlXsirSein Posting wurde von Beobachtern als versteckte Drohung aufgefasst, dass die Meerenge unter Beschuss genommen werden könnte. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean und ist einer der verkehrsreichsten Engpässe im globalen Handel, den mehr als ein Zehntel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls und ein Viertel der Containerschiffe passieren. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen, der an die Meerenge Bab al-Mandab angrenzt, hat dort in der Vergangenheit schon Angriffe auf den internationalen Schiffsverkehr verübt.
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13.31 Uhr
Zwei Schiffe unter türkischer Flagge passieren Strasse von Hormus
Zwei von insgesamt 15 Schiffen unter türkische Flagge, die in der Nähe der Strasse von Hormus auf die Durchfahrt warten, haben diese inzwischen passieren dürfen. Das sagte der türkische Verkehrsminister Abdülkadir Uraloğlu dem Sender CNN Türk. Eines der beiden Schiffe habe bereits am 13. März die Meerenge passiert, berichtet der Sender TRT unter Berufung auf das Ministerium.
Für neun weitere Schiffe liefen Gespräche mit den zuständigen Behörden, um die Passage durch die strategisch wichtige Meerenge zu ermöglichen, sagte Uraloğlu. Die Verantwortlichen für vier weitere Schiffe hätten entschieden, dass diese vorerst vor Ort bleiben, darunter seien zwei schwimmende Kraftwerke.
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12.44 Uhr
Was wir über den vermissten US-Offizier wissen – und was nicht
Im Süden des Iran ist am Freitag ein US-Kampfjet des Typs F‑15E abgeschossen worden. Die Maschine, die in der Regel mit zwei Besatzungsmitgliedern unterwegs ist, wurde nach dem Absturz von amerikanischen Kräften erreicht – der Pilot konnte aus der Luft gerettet werden. Der Waffenoffizier, der ebenfalls an Bord war, gilt jedoch weiterhin als vermisst.
An der Rettungsoperation beteiligten sich zwei Helikopter und ein A‑10‑Kampfflugzeug vom Typ Warthog. Einer der Hubschrauber, der den Piloten aus dem F‑15E-Jet an Bord hatte, geriet unter Beschuss mit leichten Waffen. Mehrere Besatzungsmitglieder wurden verletzt, konnten die Maschine jedoch sicher landen. Auch die A‑10, die die Rettungsaktion unterstützte, wurde getroffen. Der Pilot konnte sich über dem Persischen Golf per Schleudersitz retten und wurde anschliessend geborgen.
Ein Kampfflugzeug vom Type F-15E ist über dem Iran abgeschossen worden. (Archivbild) Jonathan Brady/PA Wire/dpaNach Angaben aus Teheran will der Iran eine amerikanische A‑10 abgeschossen haben, die Teil der Such- und Rettungsmission gewesen sei. Gleichzeitig berichten staatliche Medien, iranische Behörden hätten eine Belohnung von rund 66’000 US-Dollar – für Hinweise auf den Aufenthaltsort des vermissten US-Offiziers ausgesetzt.
Wie weit die amerikanischen Such- und Rettungsmassnahmen inzwischen fortgeschritten sind, ist unklar. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine bestätigten Informationen darüber, ob der Vermisste gefunden wurde. Ebenso bleibt offen, ob der Offizier noch lebt – und ob es sich bei der von Teheran gemeldeten abgeschossenen A‑10 tatsächlich um das Flugzeug handelt, das Teil der US-Rettungsmission war.
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12.39 Uhr
Ausführliche Informationen zum vermissten Besatzungsmitglied findest du in diesem Artikel:
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12.48 Uhr
Erneuter Angriff nahe Irans Atomkraftwerk Buschehr
Der Iran meldet einen weiteren Luftangriff in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna schlug ein Geschoss nahe dem Grenzzaun ein. Als Folge der Explosion und herumfliegender Splitter sei ein Mitarbeiter des Sicherheitspersonals getötet und ein Nebengebäude des Kraftwerks beschädigt worden. Die Internationale Energieagentur (IAEA) teilte auf der Plattform X mit, sie sei vom Iran entsprechend informiert worden.
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna sind keine Schäden an den Hauptbereichen des Kraftwerks entstanden. Der Betrieb sei nicht beeinträchtigt.
Einen weiteren Luftangriff in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr. (Archivbild) ABEDIN TAHERKENAREH/epa/dpaDer Iran hatte zuletzt am Samstag vergangener Woche den Einschlag eines Projektils auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr gemeldet. Insgesamt ist es seit Kriegsbeginn Ende Februar der vierte Einschlag eines Geschosses nahe dem AKW beziehungsweise auf dessen Gelände.
Die Atomanlage, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
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11.48 Uhr
Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel
Der Iran hat erneut Israel angegriffen. Unter anderem in der Küstenmetropole Tel Aviv mussten sich zur Mittagszeit etliche Menschen in Schutzräume begeben. Israels Polizei meldete mehrere Einschläge. Israelischen Medienberichten zufolge wurden in Vororten von Tel Aviv Wohnhäuser schwerbeschädigt und eine Frau leicht verletzt. Den Angaben zufolge setzte der Iran bei dem Raketenangriff erneut international weitgehend geächtete Streumunition ein.
Israelische Medien meldeten zugleich, eine Drohne der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf dem Weg in die Stadt Eilat sei abgefangen worden.
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11.05 Uhr
Iran meldet Angriffe auf Petrochemie
Der Iran hat Luftangriffe auf die Sonderwirtschaftszone der Petrochemie in Mahschahr gemeldet. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf das Gouverneursamt, dass es drei Einschläge und heftige Explosionen gegeben habe.
Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Israels Armee wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Angriff äussern.
Tasnim berichtete unter Berufung auf den Sprecher für Notfallsituationen in der Sonderwirtschaftszone, dass eine vollständige Evakuierung aller aktiven Industrieeinheiten in der Region angeordnet worden sei.
Iran’s Petrochemical Special Economic Zone authorities said all personnel from operating industrial units were evacuated following a decision by its emergency committee.
— Iran International English (@IranIntl_En) April 4, 2026
Iranian media had earlier reported an attack on the petrochemical area in Mahshahr and Bandar Imam on Saturday…Mahschahr ist eine Hafenstadt in der iranischen Provinz Chusesten nahe der Grenze zum Irak.
Nach Angaben von Tasnim war auch der wichtige Grenzübergang Schalamtscheh in Chorramschahr Ziel eines amerikanisch-israelischen Luftangriffs. Es seien schwere Schäden entstanden. Es handelt sich um einen der wichtigsten Grenzübergänge für den Handel und Personenverkehr zwischen dem Iran und dem Irak.
Israels Armee meldete am Morgen unterdes Angriffe der Luftwaffe am Freitag auf wichtige Infrastruktureinrichtungen der iranischen Führung in Teheran. Ziele waren demnach unter anderem Anlagen zur Luftabwehr sowie zur Waffenproduktion.
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10.18 Uhr
Iran vollstreckt erneut Todesurteile gegen Dissidenten
Im Iran sind zwei weitere Männer im Zuge einer Hinrichtungswelle exekutiert worden. Laut Justizportal Mizan sollen Abolhassan Montaser und Vahid Bani-Amerian im Auftrag der oppositionellen Volksmudschaheddin Anschläge und Explosionen in Teheran geplant und durchgeführt haben. Die Justiz wirft ihnen ausserdem vor, dabei auch Raketenwerfer eingesetzt zu haben.
Menschenrechtsgruppen kritisieren jedoch, dass «Regimegegner» regelmässig mit diesem Vorwurf konfrontiert werden. Amnesty International spricht in den Fällen Montaser und Bani-Amerian von unfairen Verfahren und möglichen Foltergeständnissen. Sie hätten wiederholt alle Vorwürfe zurückgewiesen, gegen den Staat zu den Waffen gegriffen zu haben.
Iraner bei einem Protest gegen die Regierung in Teheran. (Archivbild) sdaDie Volksmudschaheddin sind eine iranische Oppositionsgruppe im Exil, die seit Jahrzehnten gegen das islamische System im Iran kämpft. Da die Gruppe im Iran als Terrororganisation eingestuft wird, wurden viele ihrer Mitglieder in den letzten Jahren hingerichtet.
Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt worden.
Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher «ohne Gnade und Nachsicht» zu vollstrecken. Ausser Spionage für die USA, Israel oder andere «feindliche Staaten» sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die «Angst und Schrecken» in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden.
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08.39 Uhr
Pentagon-Daten: Rund 370 US-Militärangehörige im Iran-Krieg verletzt
Seit dem Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran sollen in der Nahost-Region rund 370 US-Militärangehörige verletzt worden sein. Das ging mit Stand Freitag aus online verfügbaren Daten des Verteidigungsministeriums hervor. Unklar war, ob in der Zählung bereits mutmaßliche Opfer im Zusammenhang mit dem von Teheran für sich reklamierten Abschuss zweier US-Kampfflugzeuge enthalten waren.
Insgesamt schlüsselte das Pentagon 365 Verletzte auf, darunter 247 Soldaten des Heeres, 63 Angehörige der Marine, 19 US-Marines und 36 Angehörige der Luftwaffe. Die Zahl der Todesopfer wurde weiter mit 13 angegeben.
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Samstag, 4. April, 08.19 Uhr
Unklarheit nach Absturz von zweitem US-Kampfjet im Golf
Der Absturz eines zweiten US-Kampfflugzeugs in der Region am Persischen Golf wird von den US-Behörden offenbar noch nicht eindeutig als Abschuss durch den Iran verbucht. Ein US-Vertreter, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AP, es sei unklar, ob die Maschine des Typs A-10 wie von iranischen Staatsmedien behauptet von der Luftabwehr der Islamischen Republik abgeschossen worden sei oder aus anderen Gründen abstürzte.
Zuvor hatten iranische Staatsmedien am Freitag bereits den Abschuss eines Kampfjets des Typs F-15E vermeldet. In einer E-Mail des Pentagons, in die die AP Einblick erhielt, hiess es, das Militär sei über den Abschuss eines Kampfflugzeugs informiert worden. Israelische und US-Kreise bestätigten der Nachrichtenagentur AP anschliessend, dass ein Besatzungsmitglied bei einem Such- und Rettungseinsatz im Südwesten des Irans gerettet worden sei.
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23.01 Uhr
Erneut schwere Angriffe auf Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es am späten Abend (Ortszeit) zu neuen schweren Angriffen gekommen. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Strasse gelaufen.
Einem lokalen Medienbericht zufolge wurden am Abend auch Ziele im Stadtteil Niawaran angegriffen. Auch Bewohner des Westens der Stadt würden nach den umfangreichen Angriffen einander anrufen um sich zu versichern, dass sie noch am Leben seien, hiess es weiter. Laut Augenzeugen sei «überall Rauch», mehrere Einsatzwagen seien auf den Strassen. Details von offiziellen Stellen gab es zunächst nicht.
BREAKING:
— Visegrád 24 (@visegrad24) April 3, 2026
Powerful US/Israeli airstrikes are hitting Tehran and Karaj tonight pic.twitter.com/STgktbR9ym -
21.08 Uhr
Iran meldet Abschuss eines weiteren US-Kampfflugzeugs über dem Persischen Golf
Der Iran hat nach Angaben des Militärs ein weiteres US-Kampfflugzeug abgeschossen, dieses Mal über dem Persischen Golf. Die Luftabwehr habe ein Kampfflugzeug vom Typ A-10 in den südlichen Gewässern nahe der Strasse von Hormus ins Visier genommen und getroffen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Pressestelle der Armee. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Auch mehrere US-Medien berichten allerdings über ein zweites beschädigtes US-Flugzeug vom Typ A-10 - und verweisen dabei auf mehrere Details. Vor den Berichten zu dem zweiten beschädigten US-Flugzeug war bereits der Absturz des Kampfflugzeugs des Typs F-15E publik geworden.
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20.18 Uhr
Renommierte Universität in Teheran bei Luftangriffgetroffen
Bei den jüngsten Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran ist erneut eine renommierte Universität in der Hauptstadt Teheran getroffen worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wurden bei der Attacke am Nachmittag (Ortszeit) das medizinische Forschungsinstitut sowie das Laborgebäude der Beheschti-Universität fast vollständig zerstört. Zudem sei auch das Studentenwohnheim auf dem Uni-Gelände stark beschädigt worden.
Zu möglichen Opfern gebe es vorerst keine Angaben, hiess es bei Tasnim weiter. In den vergangenen Wochen hatte es Medienberichten zufolge bereits Angriffe auf Universitäten in Teheran und anderen Städten gegeben. Nach iranischen Angaben waren etwa die Technische Universität Isfahan und die Universität für Wissenschaft und Technologie in Teheran Ziel israelisch-amerikanischer Angriffe.
Rauchschwaden steigen auf, als während des amerikanisch-israelischen Militäreinsatzes Angriffe auf die Stadt erfolgen. Archivbild: Keystone -
18.49 Uhr
Besatzungsmitglied nach Absturz von US-Kampfjet im Iran gerettet
Nach dem Abschuss eines US-Kampfflugzeugs über dem Iran ist US-Medienberichten zufolge ein Besatzungsmitglied gerettet worden. US-Spezialeinheiten hätten das Crewmitglied in Sicherheit bringen können, berichteten am Freitag der Sender CBS und das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf informierte Kreise. Die Suche nach dem zweiten Crewmitglied dauere noch an.
US-Medien und iranische Medien hatten zuvor über den Abschuss berichtet. Es war der erste Abschuss eines US-Kampfjets über dem Iran seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf die Islamische Republik Ende Februar.
Laut der «New York Times» und dem «Wall Street Journal» handelte es sich bei der abgeschossenen Maschine um einen Kampfjet vom Typ F-15E. Dieser hat zwei Besatzungsmitglieder: Den Piloten und einen Waffensystemoffizier.
BREAKING:
— Visegrád 24 (@visegrad24) April 3, 2026
CBS reports one of the two U.S. airmen downed over Iran has been rescued by a U.S. rescue team pic.twitter.com/CJb0wIQntk -
17.08 Uhr
Medien: USA bestätigen Abschuss von Kampfjet im Iran
Die US-Regierung hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge bestätigt, dass ein Kampfflugzeug über dem Iran abgeschossen worden ist. Das amerikanische Militär habe eine Rettungsaktion gestartet, um die Besatzung zu finden, bevor iranische Soldaten zu den Piloten gelangen, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf amerikanische und israelische Regierungskreise.
Es werde nach zwei Besatzungsmitgliedern gesucht, berichtet die «Washington Post». Es wäre demnach der erste Verlust eines US-Kampfflugzeuges seit Kriegsbeginn im März. Ob die Besatzung überlebt hat, ist unklar. An der Suche im Westen Irans seien ein Tankflugzeug und zwei Helikopter des Typs HH-60G beteiligt, berichtet die «Washington Post». Laut CNN handelt es sich um die Provinz Chuzestan, im Südwesten des Landes.
BREAKING:
— Visegrád 24 (@visegrad24) April 3, 2026
Both Reuters and the Wall Street Journal report that a U.S. F-15E fighter jet has been shot down over Iran after speaking with their sources pic.twitter.com/hR8E0cUxZW -
14.41 Uhr
Bericht: US-Pilot löst im Iran Schleudersitz aus – Schicksal unklar
Ein US-Kampfpilot soll nach einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens bei einem Einsatz über dem Südwesten des Landes seinen Schleudersitz ausgelöst haben. «Wenn Sie den oder die feindlichen Piloten lebend gefangen nehmen und der Polizei übergeben, erhalten Sie eine wertvolle Belohnung», sagte ein Moderator am Freitag in einem örtlichen Sender in der Provinz Kohgiluje und Bojer Ahmad. Auf dem Bildschirm war zudem ein Banner mit dem Aufruf zu sehen: «Schiesst auf sie, wenn ihr sie seht!» Von den US-Streitkräften oder dem Weissen Haus lag zunächst kein Kommentar vor.
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8.41 Uhr
Iran: «Haben Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen»
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen. Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, hiess es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht. Von US-Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.
Ein US-amerikanischer F-35-Kampfjet führt ein Luftmanöver durch. Alejandro Granadillo/AP/dpaEs sei bereits der zweite Abschuss eines F-35, behaupteten die Revolutionswächter. «Aufgrund der völligen Zerstörung des Flugzeugs gibt es keine Informationen über das Schicksal des Piloten», hiess es in der Mitteilung. Es sei unwahrscheinlich, dass der Pilot überlebt habe.
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8 Uhr
Raffinerie in Kuwait von Drohnen getroffen
In Kuwait haben Drohnen am frühen Morgen die Mina Al-Ahmadi Raffinerie getroffen. Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilte, seien in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz, um die Brände zu löschen. Es gebe keine Berichte zu Opfern. KPC berichtete nicht, die Raffinerie abgeschaltet zu haben.
KPC Press Release on this morning's malicious attack on Mina Al-Ahmadi Refinery. pic.twitter.com/PUtETo1NVf
— KPC | مؤسسة البترول الكويتية (@kpcofficialkw) April 3, 2026Die Raffinerie war auch schon in der Vergangenheit Ziel von Angriffen geworden und vor zwei Wochen daher auch abgeschaltet worden. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
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Freitag, 3. April, 7.08 Uhr
Hegseth drängt Stabschef des US-Heeres zum Rücktritt
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will die Führung des Heeres neu aufstellen. Der Stabschef der Teilstreitkraft, General Randy George, trete mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück, schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X.
Der US-Sender CBS News berichtete, Hegseth habe den General zum Rücktritt aufgefordert. Ein Beamter des Ministeriums bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Bericht zutreffe. Andere US-Medien berichteten, Hegseth habe George gefeuert.
Der Führungswechsel beim Heer passiert, während die USA Krieg gegen den Iran führen. Einen Zusammenhang dazu oder einen anderen spezifischen Grund für den Schritt nannte CBS News nicht.
Hat seinen Posten verloren: US-General Randy George. KeystoneHegseth wolle jemanden in dem Amt haben, der die Vision umsetze, die Präsident Donald Trump und er für das Heer hätten, berichtete der Sender unter Berufung auf eine mit der Entscheidung vertraute Person. Der stellvertretende Stabschef des Heeres, Christopher LaNeve, wird den Posten dem Bericht zufolge nun kommissarisch übernehmen.
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21.35 Uhr
Israel meldet Tötung von iranischem Öl-Kommandeur in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei dem Angriff in der iranischen Hauptstadt Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben gekommen. Er sei Kommandeur des «Öl-Hauptquartiers» der iranischen Streitkräfte gewesen, hiess es weiter in der Mitteilung. Dieses ermögliche dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen.
Eshagi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete des Irans in der Region verantwortlich gewesen, darunter die libanesische Hisbollah sowie die Huthi-Miliz im Jemen. Eshaghi war auf einer Sanktionsliste des US-Finanzministeriums aufgelistet und dort als weltweit agierender Terrorist eingestuft.
Israel eliminated Jamshid Eshaqi, identified as the commander of Iran's Oil Headquarters responsible for funding military buildup and regional proxies, in a strike targeting the regime's financial and logistical structures. pic.twitter.com/T8XOlMHdPR
— Visegrád 24 (@visegrad24) April 2, 2026 -
19.30 Uhr
Trump zu zerstörter Brücke im Iran: Viel mehr wird folgen
Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. «Die grösste Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!», schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt. Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump.
Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran.
Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen den Iran angekündigt. «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören», sagte er in einer Rede an die Nation. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch Regierungsgegnern, löste dies grosse Empörung aus.
Trump posts footage of a strike on the bridge connecting Tehran and Karaj, warning: “Much more to follow... Iran should make a deal before it’s too late.” pic.twitter.com/qD2rzEVKYV
— Faytuks Network (@FaytuksNetwork) April 2, 2026 -
18.37 Uhr
Schweizer Anleger meiden Aktien vor dem Osterwochenende
Angesichts schwindender Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende haben sich die Anleger am Gründonnerstag von den Aktien ins Osterwochenende verabschiedet. Die Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation und die daraufhin deutlich steigenden Ölpreise haben eine dreitägige Erholungsphase an der Schweizer Börse und den meisten anderen grossen Börsen weltweit gestoppt. Auch die Edelmetalle gingen auf Talfahrt.
Trumps Rede an die Nation sorgte für Ernüchterung, nachdem der US-Präsident am Vortag noch Hoffnungen auf ein Kriegsende im Iran geschürt hatte. «Während der US-Präsident einerseits das Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen als greifbar nah skizzierte, jonglierte er im nächsten Satz mit Szenarien, die den Iran zurück in die ‹Steinzeit› befördern könnten», hiess es in einem Kommentar eines Marktbeobachters.
«Solche rhetorischen Volten sorgen natürlich für Verunsicherung, zumal die Entsendung weiterer Truppen und Flugzeuge eine deutliche Sprache spricht, die eher nach Bodenoffensive als nach diplomatischem Ausklang klingt», äusserte sich der Marktbeobachter.
Der Schweizer Leitindex SMI schloss am Donnerstag hauchdünn im Minus auf 12982 Punkten. In der verkürzten Börsenwoche hat der SMI damit ein Plus von 3,3 Prozent geschafft. Allerdings hatten sich viele Investoren schon in die Osterfeiertage verabschiedet. Die Handelsvolumina waren eher dünn. Am Karfreitag und Ostermontag findet kein Handel statt.
Immerhin: Der SMI hielt sich besser als der deutsche Dax (-0,8 Prozent) und der französische CAC 40 (-0,2 Prozent). Auch die US-Börsen gaben leicht nach. Symbolbild: Andreas Arnold/dpa -
18.08 Uhr
Wichtige Autobahnbrücke «B1» bei Teheran erneut bombardiert
Im Iran ist eine wichtige Autobahnbrücke zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden. In der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran, wurde die als «B1» bekannte Brücke erneut bei einem Luftangriff getroffen, wie iranische Medien übereinstimmend berichteten. Der neue Angriff ereignete sich, als Rettungskräfte vor Ort im Einsatz waren, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Fars.
Videos in den sozialen Medien zeigten dunkelgraue Rauchwolken nach den Raketeneinschlägen und Brückenelemente, die in sich zusammenstürzten. Das israelische Militär teilte auf Anfrage mit, nicht für den Angriff verantwortlich zu sein.
Bei dem ersten Angriff auf die Brücke, der erst im vergangenen Sommer fertiggestellt worden war, kamen iranischen Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen ums Leben. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran.
US and Israeli forces struck the B1 bridge connecting Tehran to western regions, hitting Iran’s highest bridge linking Tehran and Karaj, a major transport artery opened earlier this year. #Iran pic.twitter.com/Sb4y1t2Z6s
— NOELREPORTS 🇪🇺 🇺🇦 (@NOELreports) April 2, 2026 -
17.28 Uhr
Italien fordert «humanitären Korridor» für Düngemittel
Italien hat sich nach einem virtuellen Treffen von 40 Staaten zur Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus für einen «humanitären Korridor» für Düngemittel und andere humanitäre Güter ausgesprochen, um eine Ernährungskrise zu vermeiden. Aussenminister Antonio Tajani habe «die Notwendigkeit eines Prozesses im Rahmen der UNO betont, so schnell wie möglich einen ‹humanitären Korridor› einzurichten», teilte sein Ministerium in einer Erklärung mit.
Der Korridor solle vor allem «für Düngemittel dienen und alles, was erforderlich ist, um eine neue Nahrungsmittelkrise – insbesondere in den afrikanischen Ländern – zu verhindern», sagte Tajani, der an dem von Grossbritannien koordinierten Treffen teilnahm. Den Angaben zufolge unterstützen auch Tajanis niederländischer Amtskollege und der stellvertretende Aussenminister der Vereinigten Arabischen Emirate den Vorschlag.
Blick von Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf die Strasse von Hormus, wo sich Öltanker und Frachtschiffe aufreihen. Altaf Qadri/AP/dpa (Symbolbild)Die britische Aussenministerin Yvette Cooper, die den Vorsitz des Treffens hatte, unterstrich zum Auftakt die «dringende Notwendigkeit» einer Wiedereröffnung der Meerenge. Die «Rücksichtslosigkeit» des Iran bei der Blockierung der Strasse von Hormus «trifft unsere globale wirtschaftliche Sicherheit hart», sagte Cooper zu Beginn des Treffens.
Normalerweise wird etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases durch die Strasse von Hormus transportiert. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge aber weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Blockade durch die iranischen Revolutionsgarden hat zu einem dramatischen Anstieg der Erdölpreise, aber auch von Düngemitteln geführt.
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16.13 Uhr
Wut nach Angriffen auf zivile Infrastruktur im Iran
m Iran hat die Zerstörung ziviler Infrastruktur bei Anhängern der Regierung wie auch bei ihren Gegnern Wut und Fassungslosigkeit ausgelöst. Aussenamtssprecher Ismail Baghai kritisierte die Bombardierung des Pasteur-Instituts, eines Forschungszentrums für Biologie und Medizin in der Hauptstadt Teheran, scharf. «Herzzerreissend, grausam, verabscheuungswürdig und absolut empörend», schrieb er auf X. Es handle sich nicht nur um ein weiteres Kriegsverbrechen, sondern um «einen barbarischen Angriff auf grundlegende menschliche Werte».
Heartbreaking, cruel, despicable, and utterly outrageous: the American-Israeli aggressors have attacked the Pasteur Institute of Iran — the oldest and most prestigious research and public health center in Iran and the entire Middle East, founded in 1920 through an agreement… pic.twitter.com/DQvyiuxIw6
— Esmaeil Baqaei (@IRIMFA_SPOX) April 2, 2026Das Pasteur-Institut sei seit einem Jahrhundert eine Ikone des iranischen Gesundheitssystems und ein Symbol des modernen Iran, schrieb Vali Nasr, Professor an der Johns Hopkins University in Washington, auf X. Seine Zerstörung habe keinen anderen Zweck als die Geschichte des Iran, die Geschichte seiner Modernisierung und Entwicklung anzugreifen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen den Iran angekündigt. «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören», sagte er in einer Rede an die Nation. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch Regierungsgegnern, löste dies grosse Empörung aus.
In der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran, wurde unterdessen eine als «B1» bekannte Brücke einer Autobahn bei einem Luftangriff zerstört. Die Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte ein Foto des zerbombten Abschnitts, der erst im vergangenen Sommer fertiggestellt worden war. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran.
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13.58 Uhr
Israel tötet viele Hisbollah-Mitglieder
Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet.
In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützen Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hiess es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, Israels Armee dringe weiter im Südlibanon vor. Israels Armee erklärte, Bodentruppen hätten dort Dutzende Ziele der Schiitenorganisation Hisbollah zerstört, darunter Beobachtungsposten und Raketenabschussrampen. Die israelische Luftwaffe griff den Angaben zufolge ebenfalls Dutzende Stellungen wie etwa Waffenlager im Nachbarland an.
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13.35 Uhr
Iranischer Ex-Aussenminister Kamal Kharazi bei Anschlag schwer verletzt – Ehefrau getötet
Der frühere Aussenminister und einflussreiche Ex-Mullah Kamal Kharazi ist bei einem Angriff schwer verletzt worden, berichtet «Al Jazerra». Seine Ehefrau kam demnach bei dem Attentat ums Leben. Kharazi, zuletzt aussenpolitischer Berater des getöteten Mullah-Führers Ajatollah Ali Chamenei, gilt als einer der ranghöchsten Vertreter des iranischen Regimes.
Ex-Aussenminister Kamal Kharazi. KEYSTONE -
09.36 Uhr
Iran droht USA und Israel mit härteren Angriffen
Ein iranischer Armeesprecher am TV. Die Reaktion aus Teheran liess nicht lange auf sich warten. Nachdem US-Präsident Donald Trump in seiner Rede angekündigt hatte, den Iran «zurück in die Steinzeit» bomben zu wollen, wandte sich der Sprecher der iranischen Streitkräfte direkt an die USA und Israel – und wählte dabei eine Sprache, die keine Deeskalation erkennen lässt.
«Hofft nicht, ihr hättet unsere Raketenproduktionsstätten, unsere Langstreckendrohnen und unsere Spezialausrüstung zerstört. Mit einer solchen Vorstellung werdet ihr den Sumpf, in dem ihr euch befindet, nur noch vertiefen», sagte der Sprecher.
Besonders aufhorchen lässt eine konkrete Behauptung: Der Iran verfüge über versteckte Vorräte und Produktionsstätten, die den Gegnern vollständig unbekannt seien. «Die von euch anvisierten Zentren sind unbedeutend, und unsere strategische Militärproduktion findet an Orten statt, von denen ihr keine Kenntnis habt und die ihr niemals erreichen werdet», so der Sprecher laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.
Die bisherigen Angriffsziele der USA und Israels – darunter Produktionszentren für Raketen, Drohnen, Luftverteidigungssysteme und elektronische Kampfführung – seien ohne strategische Bedeutung gewesen. «Über unsere sehr umfangreichen und strategischen Kapazitäten wisst ihr nichts.»
Zum Abschluss seiner Ausführungen liess der Sprecher keinen Zweifel an der Entschlossenheit Teherans: «Mit Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird dieser Krieg so lange andauern, bis zu eurer endgültigen und unumstösslichen Demütigung und Kapitulation.» Und weiter: «Wartet auf noch härtere Massnahmen.»
Die Ausführungen aus Teheran gelten als direkte Replik auf Trumps Rede vom Mittwochabend.
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5.04 Uhr
Demokraten kritisieren Trumps Rede zum Krieg als unzureichend
Die Demokraten haben die Fernsehansprache von US-Präsident Donald Trump zum Krieg gegen den Iran scharf kritisiert. Die Rede sei «zusammenhangslos» gewesen und habe kaum Antworten auf «die grundlegendsten Fragen der amerikanischen Bevölkerung» geliefert. Das geht aus Erklärungen zweier demokratischer Senatoren hervor, die am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlicht wurden. Senator Chris Murphy aus Connecticut erklärte, die Rede habe «auf einer Realität basiert, die nur im Kopf von Donald Trump existiert». Murphy fügte hinzu, dass «nach dieser Rede niemand in Amerika weiss, ob wir eskalieren oder deeskalieren».
Anyone watching that speech has no idea whether Trump is escalating or deescalating the war with Iran. But to be fair, neither does he so🤷♂️.
— Chris Murphy 🟧 (@ChrisMurphyCT) April 2, 2026Senator Mark Warner aus Virginia erklärte, Trump schulde den Amerikanern mehr Antworten zu einem Konflikt, der die Benzinpreise in die Höhe getrieben habe – «zusammen mit steigenden Preisen für Diesel, Dünger, Aluminium und anderen wichtigen Gütern». Dies ziehe Folgen nach sich, die noch lange durch die Wirtschaft nachwirken werden, teilte Warner mit.
Mehr zu Trumps Rede der vergangenen Nacht hat unsere Kollegin Helene Laube in San Francisco für dich zusammengefasst:
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5.03 Uhr
Trump: Raketenangriffe, falls sich Iran dem Uran nähern sollte
US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung des wohl im Iran verschütteten hochangereicherten Urans heruntergespielt. Irans Atomanlagen seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen worden, dass es Monate dauern würde, um auch nur in die Nähe des Urans zu gelangen, sagte er. Man beobachte dies mit Hilfe von Satelliten intensiv. Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, würden sie «sehr hart» mit Raketen getroffen werden, sagte Trump in einer Rede am Mittwochabend (Ortszeit). Die USA hielten alle Karten in der Hand, die Iraner hätten keine Handlungsmöglichkeiten, sagte er.
Das hochangereicherte Uran, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, nannte Trump dabei nicht direkt. Stattdessen sprach er von «nuklearem Staub» – einen Begriff, den er bereits zuvor für Irans Uran-Vorrat genutzt hatte.
Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Das «Wall Street Journal» etwa hatte jüngst unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich ein Militäreinsatz zur Bergung des Urans für die dafür nötigen Bodentruppen wäre.
In einem Satellitenbild ist oben links ein Lkw zu sehen, der nach Einschätzung von Analysten hochangereichertes Uran zu einem Tunnel im Isfahan Nukleartechnologiezentrum im Iran transportiert. (9. Juni 2025) Bild: Keystone/Airbus Defence and Space© via APBevor Israel und die USA im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfügte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Für den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig – eine solche weitere Anreicherung wäre jedoch weniger aufwendig.
Nach Einschätzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dürfte sich das Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln und Lagerstätten in den Atomanlagen in Isfahan und Natans befinden. Beide waren bereits im vergangenen Jahr bombardiert worden. Der Iran hat stets betont, sein Atomprogramm diene nur zivilen Zwecken und nicht der Entwicklung von Atomwaffen.
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4.10 Uhr
Nichts Neues: Trump wärmt in Ansprache Truth-Social-Posts auf
US-Präsident Donald Trump hat seine Ansprache nach 19 Minuten beendet. Er sagte nichts Neues. Trump habe seine im Verlauf der vergangenen vier Wochen auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichten Posts «wieder aufgewärmt», schreibt die «New York Times».
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3.46 Uhr
Trump zu Energieengpässen: Kauft US-Öl
Von den aktuellen Öl-Engpässen betroffene Länder sollten nach Meinung von US-Präsident Donald Trump ihr Öl nun aus den USA beziehen. «Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel», sagte Trump in Washington mit Blick auf Länder, die momentan von dem gestörten Öl-Transport durch die Strasse von Hormus betroffen sind. Zudem mahnte er die Länder an, die Sicherung der Meerenge vor dem Iran zu übernehmen. Die USA sieht Trump nicht in der Hauptverantwortung, man werde aber helfen.
President Trump delivers remarks on Operation Epic Fury from the White House.
— The White House (@WhiteHouse) April 2, 2026
"Our enemies are losing. And America, as it has been for five years under my presidency, is winning." - President Donald J. Trump 🇺🇸 pic.twitter.com/zZ6YOaSJHZDer US-Präsident hatte im Iran-Krieg Länder, die Öl über den Transport durch die Strasse von Hormus beziehen, aufgefordert, bei der Sicherung zu helfen. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar kam die Schifffahrt dort quasi zum Erliegen. Hilfe blieb allerdings aus, was Trump harsch kritisierte. Dabei zeigte er sich auch enttäuscht von Nato-Verbündeten und hatte sie als «Feiglinge» bezeichnet.
US-Präsident Donald Trump bei seiner Ansprache im Weissen Haus am Mittwochabend (Ortszeit). in Washington. Bild: Keystone/AP Photo/Alex Brandon -
3.33
Trump-Rede: Hauptziele im Iran nahezu erreicht
Die USA haben nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump ihre Hauptziele im Iran-Krieg nahezu erreicht. Die iranische Marine und Luftwaffe seien zerstört und die Raketen des Landes so gut wie aufgebraucht oder unbrauchbar, sagte Trump im Weissen Haus in einer Ansprache an die Nation. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele «sehr bald» zu erreichen. Er werde nie erlauben, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange. Das Land werde innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen hart getroffen werden, kündigte er an.
Die USA haben seit Beginn der Kampfhandlungen diverse Angaben zu ihren Kriegszielen gemacht. Kritiker warfen Trump daher vor, keinen klaren Plan zu haben und einen Schlingerkurs zu verfolgen. Zu den häufig genannten Zielen zählt etwa die Zerstörung der Luftwaffe, Marine und des Raketenarsenals des Irans. Trump behauptete teils schon kurz nach Kriegsbeginn, dass diese Ziele beinahe erreicht seien. Der Iran wies dies zurück. Teheran beteuert auch seit langem, mit seinem Atomprogramm nicht nach Atomwaffen zu streben.
Der US-Präsident hatte seit Beginn des Kriegs vor mehr als einem Monat auch schon mehrfach erklärt, dass der Krieg fast vorbei sei – die Militärpräsenz der USA in der Region baute er zuletzt aber weiter aus. Zuletzt sagte Trump, er rechne mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen.
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3.10 Uhr
US-Militär: Bereits mehr als 12'300 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12'300 Ziele in dem Land angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.
Operation Epic Fury: April 1st Update pic.twitter.com/HfMcpjU2mZ
— U.S. Central Command (@CENTCOM) April 2, 2026Washingtons Verbündeter Israel flog nach eigenen Angaben bisher mehr als 800 Angriffe im Iran, wie die Armee am Mittwoch mitgeteilt hatte.
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Donnerstag, 2. April 2026, 3.07 Uhr
Trump vor Rede: Amerikaner wollen Ende des Krieges
Vor seiner Rede an die Nation zur Lage des Iran-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump über den innenpolitischen Druck für ein Ende des Militäreinsatzes gesprochen. Bei privaten Äusserungen während eines Oster-Mittagessens im Weissen Haus sagte er: «Ich bin mir nicht sicher, ob die Menschen in den USA die Geduld für einen Krieg gegen den Iran haben.» Und weiter: «Sie wollen sehen, dass es endet.»
Trump erklärte, die USA könnten «sehr leicht» Irans Öl übernehmen, fügte jedoch hinzu, dass es «bedauerlich» sei, dass unter den Amerikanern offenbar keine Geduld für einen solchen Einsatz bestehe. Zwar würde er es vorziehen, Irans Öl zu übernehmen, «aber die Menschen im Land sagen irgendwie: «Gewinnt einfach. Ihr gewinnt so gross. Gewinnt einfach. Kommt nach Hause.» Und das ist für mich auch in Ordnung», sagte der Präsident.
Ein Video der Aussagen wurde online von einem Reporter des «Business Insider» veröffentlicht. Dieser hatte bemerkt, dass das Weisse Haus ein Video der Veranstaltung hochgeladen hatte und lud es herunter, bevor es später privat gestellt wurde. Das Weisse Haus reagierte nicht auf Anfragen der AP, warum das Video entfernt wurde.
It seems the White House may have uploaded that video unintentionally. It's now been made private.
— bryan metzger (@metzgov) April 1, 2026
But I downloaded it, so here's the full WH feed of the Easter lunch earlier today.
Trump does sound a bit more candid here than he does in front of reporters. https://t.co/PicD2aCH4e pic.twitter.com/sqPjqur0cc -
21.27 Uhr
Irans Präsident schickt Botschaft an Amerikaner
In einem offenen Brief an die amerikanische Nation kritisiert Irans Präsident Massud Peseschkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine absurde und für die USA kostspielige Operation. «Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je,», schrieb der Präsident in seiner Botschaft.
Peseschkian wendet sich in einem offenen Brief an die Amerikaner. (Archivbild) Bild: Vahid Salemi/AP/dpaDer Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen. Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Peseschkian aber nur ein «Name der Schande». Die Entscheidung zwischen Krieg und Frieden würde die Zukunft ganzer Generationen prägen.
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19.33 Uhr
USA sichern iranischen Spitzenpolitikern Schutz vor Angriffen zu
Im Zuge der diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Iran-Krieges haben die USA laut Quellen der Nachrichtenagentur AP versichert, der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf würden nicht angegriffen. Das sagten zwei regionale Vertreter und eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi. (Archivbild) Bild: Marwan Naamani/dpaDie Person erklärte, Pakistan habe Washington um Intervention gebeten, um Israel dazu zu bewegen, die beiden iranischen Politiker von seiner Todesliste zu streichen. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten und das Militär reagierten zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
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17.41 Uhr
Offenbar grösster Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn
Der Iran hat Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen angegriffen. Allein in Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde.
Die «Times of Israel» berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den grössten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Die meisten habe die Luftabwehr abgefangen. Einige Raketen habe man in freies Gelände einschlagen lassen. Die israelische Armee teilte mit, dass sie Angriffe auf Dutzende «Terrorziele» im Zentrum Teherans gestartet habe.
Juden weltweit feiern das einwöchige Pessach-Fest. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Auch zum persischen Neujahrsfest am 20. März gab es in diesem Jahr nach iranischen Berichten amerikanisch-israelische Luftangriffe.
Das israelische Luftabwehrsystem Iron Dome wehrt Raketen aus dem Iran ab. Ohad Zwigenberg/AP/dpa (Archivbild) -
15.08 Uhr
Iran will eine Waffenruhe – doch der Preis ist hoch
Eskalation mit Ansage: US-Präsident Donald Trump sorgt erneut für Aufsehen. Auf seiner Plattform Truth Social verkündet er: Der Iran habe die USA um einen Waffenstillstand gebeten.
Doch Trump macht unmissverständlich klar: Ein Ende der Gewalt gibt es nur unter Bedingungen. «Wir werden darüber nachdenken, sobald die Strasse von Hormus offen, frei und sicher ist», schreibt der Präsident. Bis dahin werde der Iran «in Grund und Boden gestampft».
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14.31 Uhr
Trump spricht von Nato-Austritt: «Papiertiger»
US-Präsident Donald Trump und sein Aussenminister Marco Rubio haben erneut den Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato angedroht.
Trump bezeichnete die Allianz im Gespräch der britischen Zeitung «The Telegraph» als «Papiertiger». Es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges überdacht werden müsse.
Rubio hatte sich zuvor in einem Interview des Senders Fox News ähnlich geäussert. «Ich denke also, dass es leider keinen Zweifel gibt, dass wir nach Abschluss dieses Konflikts diese Beziehung neu bewerten müssen», sagte der US-Aussenminister dem Transkript seines Ministeriums zufolge. «Wir werden den Wert der Nato und dieses Bündnisses für unser Land neu prüfen müssen.» Letztlich sei es eine Entscheidung des Präsidenten. «Und er wird sie treffen müssen», sagte Rubio.
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10.21 Uhr
Öltanker vor Katar von Rakete getroffen
Ein Öltanker ist in katarischen Hoheitsgewässern von einer Rakete getroffen worden. Es gebe keine Verletzten, teilte das Verteidigungsministerium von Katar auf X mit.
Drei Marschflugkörper seien aus dem Iran abgefeuert worden. Zwei davon konnten abgefangen werden, wie es in der Mitteilung weiter heiss. Das getroffene Schiff sei vom staatlichen Energiekonzern QatarEnergy gechartert gewesen. Massnahmen, um die Crew des Schiffs zu evakuieren, seien eingeleitet.
Über das Ausmass der Schäden am Schiff oder austretendes Öl wurde zunächst nichts bekannt.
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10.18 Uhr
Rubio: «Zerstören gerade den Grossteil ihrer Waffenfabriken»
Die Regierungen der USA und des Irans stehen in direktem Kontakt miteinander. Das bestätigte US-Aussenminister Marco Rubio in einem Interview mit Al Jazeera. «Es gibt direkte Gespräche zwischen Vertretern im Iran und den Vereinigten Staaten, vor allem über Mittelsmänner, aber es haben bereits Gespräche stattgefunden», sagt Rubio. Seine wichtigsten Aussagen siehst du im Video:
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9.15 Uhr
Hier kündigt Trump baldiges Kriegsende an
US-Präsident Donald Trump hat im Weissen Haus angekündigt, der US-Angriff auf den Iran werde in wenigen Wochen beendet sein (siehe Ticker-Eintrag um 1.01 Uhr). Hier sind seine wichtigsten Zitate im Video:
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5.03 Uhr
Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen
Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.
The Public Authority for Civil Aviation (PACA) announced on Wednesday that Kuwait International Airport's fuel depots were targeted by an Iranian drone attack, causing a massive blaze at the scene. PACA's Official Spokesperson stated that the assault, carried out by Iran and its… pic.twitter.com/XPeBFXiN1G
— Kuwait News Agency - English Feed (@kuna_en) April 1, 2026Der Iran greift auch mehr als vier Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen sich immer wieder seine benachbarten Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, mit Raketen und Drohnen an.
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4.30 Uhr
Drohnenbeschuss in Kurdenregion im Nordirak
Im Norden des Iraks ist es zu Drohnenangriffen gekommen. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, habe es in der Nacht Attacken mit rund 20 Drohnen gegeben, teilte eine Quelle in der Regionalregierung Kurdistan der Deutschen Presse-Agentur mit. Es gebe erheblichen Schaden an zivilen Gebäuden in mehreren Stadtteilen aufgrund herabfallender Trümmerteile. Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Rauch nach einer Explosion am Flughafen in Erbil am 11. März 2026. Bild: Keystone/AP Photo/Leo CorreaAuch war unklar, wer für die Angriffe verantwortlich war. Im Zuge des Iran-Kriegs waren zuvor iranisch-kurdische Gruppen im Irak zunehmend ins Visier Teherans geraten. Zum Teil wurden jüngste Angriffe im Irak mit dem Iran verbündeten Milizen zugeschrieben.
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Journalistin im Irak entführt – USA arbeiten an Freilassung
Im Irak ist nach staatlichen Angaben eine ausländische Journalistin entführt worden. Das Innenministerium teilte laut staatlicher Nachrichtenagentur INA mit, die Journalistin sei am Abend in Bagdad «von Unbekannten entführt» worden. In der Stellungnahme wurde nicht deutlich, um welche Journalistin es sich handelt. Ein Vertreter des US-Aussenministeriums schrieb allerdings auf der Plattform X, man habe Kenntnis über die berichtete Entführung einer amerikanischen Journalistin in Bagdad.
The U.S. Department of State is aware of the reported kidnapping of an American journalist in Baghdad, Iraq.
— Dylan Johnson (@ASDylanJohnson) March 31, 2026
The State Department previously fulfilled our duty to warn this individual of threats against them and we will continue to coordinate with the FBI to ensure their…Das Aussenministerium sei zuvor seiner Pflicht nachgekommen, diese Person vor gegen sie gerichtete Drohungen zu warnen, hiess es weiter. Man werde sich weiterhin mit der Bundespolizei FBI abstimmen, um eine schnellstmögliche Freilassung sicherzustellen. Eine Person mit Verbindungen zu der dem Iran nahestehenden Miliz Kataib Hisbollah, die mutmasslich an der Entführung beteiligt gewesen sei, sei von den irakischen Behörden festgenommen worden.
In der irakischen Stellungnahme hiess es ebenfalls, dass bei Fahndungsmassnahmen ein mutmasslicher Entführer festgenommen worden sei. Weitere Massnahmen liefen, um die Journalistin zu befreien und die Beteiligten aufzuspüren.
Der Vertreter des US-Aussenministeriums betonte in seinem Post, man rate Amerikanern weiterhin, nicht in den Irak zu reisen beziehungsweise das Land unverzüglich zu verlassen. Das Aussenministerium lege allen Amerikanern – auch Pressevertretern – nachdrücklich nahe, alle Reisehinweise zu befolgen.
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4 Uhr
Trump kündigt «wichtige» Rede zum Krieg an
US-Präsident Donald Trump hat eine «wichtige» Rede zum Stand des Iran-Kriegs angekündigt. Er werde am Mittwoch um 21.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein «wichtiges Update» zum Iran geben, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit.
US-Präsident Donald Trump am Dienstag im Oval Office, nachdem er eines seiner Dekrete unterzeichnet hatte. Bild: Keystone/AP Photo/Alex BrandonKurz zuvor hatte Trump gesagt, die USA würden ihre Angriffe im Iran in zwei bis drei Wochen beendet haben. Er denke, sein Land werde noch «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» brauchen, sagte er. Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben, sagte Trump. Das sei «irrelevant», da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten. Die USA führen zusammen mit Israel seit bereits mehr als vier Wochen Krieg gegen den Iran.
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1.40 Uhr
Israel bombardiert erneut Ziele in Beirut
Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht erneut schwere Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgeführt. Es seien ein ranghoher Kommandeur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz sowie ein weiterer «Terrorist» getroffen worden, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Nach vorläufigen Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen mindestens fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt.
Brände in Beirut nach einem israelischen Luftangriff am frühen Mittwochmorgen. Bild: Keystone/AP Photo/Hussein MallaBewohner berichteten von lauten Explosionen und Bränden in der Nähe des internationalen Flughafens von Beirut. Die Hisbollah hatte zuvor erneut Raketen und Drohnen auf den Norden Israels gefeuert. Der israelische Rettungsdienst meldete mehrere Verletzte, darunter auch ein Kind, das leicht verletzt worden sei.
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1.01 Uhr
Trump: Ende der US-Angriffe in zwei bis drei Wochen
Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben. Er denke, sein Land werde noch «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» brauchen, sagte er im Weissen Haus.
Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben. Das sei «irrelevant», da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten, sagte Trump. Andererseits könne es auch vor dem von ihm anberaumten Zeitraum für ein Ende der US-Angriffe eine Einigung geben, wenn der Iran dazu bereit sei, sagte Trump. Und wenn das Land später wieder in der Lage sein sollte, Atomwaffen zu entwickeln, werde es einen Präsidenten wie ihn geben, der wieder angreifen werde.
Trump bekräftigte, dass es nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Strasse von Hormus zu bekommen – als Beispiel nannte er etwa Frankreich. «Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und aufgefüllt werden und sich um sich selbst kümmern. «Wir haben keinen Grund, das zu tun.»
Der Iran hatte nach Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe mit Attacken und Drohungen dafür gesorgt, dass kaum noch Schiffe durch die Strasse von Hormus fahren. Die Meerenge ist ein zentraler Transportweg für Erdöl und Flüssiggas aus der Region. Deswegen führt die Blockade zu steigenden Energiepreisen rund um die Welt – und Sorgen um die Konjunktur. Die USA importieren verhältnismässig wenig Rohöl aus den Staaten des Persischen Golfs - doch steigende Weltmarktpreise treffen alle.
Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran befindet sich in der fünften Woche. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.
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Mittwoch, 1. April 2026, 0.52 Uhr
Israel: Fabrik für Irans Chemiewaffen-Entwicklung attackiert
Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmassliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.
Fentanyl ist ein Narkosemittel. Es gelte in hohen Dosen als hochgiftig, hiess es. Die Firma habe «diese tödliche Substanz» wissentlich und systematisch an eine Organisation des iranischen Verteidigungsministeriums geliefert, die sie für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen nutzte, erklärte Israels Armee.
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21.23 Uhr
Netanjahu geht von Sturz der iranischen Führung aus
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass Irans Regierung früher oder später stürzen wird. «Das Ayatollah-Regime im Iran ist schwächer denn je», sagte er in einer am Abend ausgestrahlten Videobotschaft und fügte hinzu: «Und ich sage Ihnen, früher oder später wird es stürzen.» Wann und wie genau sich ein Machtwechsel vollziehen könnte, liess er offen.
Der Kampf gegen die iranische Führung sei noch nicht vorbei, sage Netanjahu zugleich. Der Iran kann demnach Israel noch immer bedrohen, allerdings nicht mehr seine Existenz gefährden. Teheran sei inzwischen etwa nicht mehr in der Lage, Zehntausende ballistische Raketen und Marschflugkörper auf Israel zu feuern.
Der israelische Regierungschef hatte sich bereits mehrfach direkt an das iranische Volk gewandt und dabei zum Sturz der Führung in Teheran aufgerufen.
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19.15 Uhr
Trump wettert gegen Frankreich: «Die USA werden sich daran erinnern»
Im Streit um die Nutzung von Luftraum für den Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump Frankreich attackiert. «Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert», teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Frankreich habe sich in Bezug auf den Iran-Krieg sehr unkooperativ verhalten, fügte er hinzu. «Die USA werden sich daran ERINNERN.»
Eine Sperrung des Luftraums für Flugzeuge, die mit dem Iran-Krieg in Verbindung stehen, gibt es in Frankreich aber nicht, wie aus einer Reaktion des Élysée-Palasts und Recherchen der Zeitung «Le Monde» hervorgeht. «US-Flugzeuge dürfen unter Einhaltung der internationalen Vorschriften für den Überflug von Staatsluftfahrzeugen französisches Hoheitsgebiet überfliegen», sagte eine diplomatische Quelle der Zeitung.
Wie «Le Monde» unter Verweis auf drei offizielle Quellen berichtete, die namentlich nicht genannt werden wollten, müsse für Kampfflugzeuge und Transportflugzeuge mit Militärgütern gegenwärtig jeweils für jeden Flug eine Erlaubnis in Frankreich eingeholt werden, eine sogenannte «diplomatic overflight clearance». Möglich ist also, dass einzelne Flüge nicht sofort die Erlaubnis erhielten und dies zu Trumps Reaktion führte.
Der Élysée-Palast äusserte sich «überrascht» über die Mitteilung des US-Präsidenten. «Frankreich hat seine Haltung seit dem ersten Tag nicht geändert, und wir bekräftigen diese Entscheidung, die mit der französischen Position seit Beginn dieses Konflikts im Einklang steht», hiess es lediglich aus dem Élysée-Palast.
Zuvor hatte Italien mehreren US-Flugzeugen die Landung für den Krieg gegen den Iran verweigert, dabei ging es um einen Stützpunkt auf Sizilien. Die spanische Regierung sperrte ihren Luftraum sogar für alle Flugzeuge, die mit dem Krieg gegen den Iran in Verbindung stehen. Auch die britische Regierung liegt mit den USA wegen der Nutzung von Stützpunkten der Luftwaffe im Clinch.
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19.10 Uhr
Unicef: Mehr als 340 getötete Kinder seit Beginn des Iran-Kriegs
Gut einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef in der Nahost-Region bereits mehr als 340 Kinder getötet und Tausende verletzt worden. Demnach starben im Iran 216 Kinder, im Libanon 124, in Israel 4 Kinder, in Kuwait kam ein Kind ums Leben, wie die Organisation mitteilte. Verletzt wurden im Iran demnach mehr als 1.700 Kinder, im Libanon mehr als 400, in Israel mehr als 850. Auch in Bahrain und Jordanien wurden Kinder verletzt.
Unicef forderte ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten. Alle Konfliktparteien sollten grösstmögliche Zurückhaltung üben. Die Zivilbevölkerung – insbesondere Kinder – sowie zivile Einrichtungen müssten jederzeit geschützt werden. «Alle Konfliktparteien müssen dringend handeln, um das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen und die Rechte von Kindern zu wahren», sagte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell.
Die meisten Kinder kamen Unicef zufolge am ersten Tag des Krieges bei einem Angriff auf Schule im Iran ums Leben – laut Berichten wurden dabei allein 168 Kinder getötet. Auch im Gazastreifen und dem Westjordanland kamen laut Unicef in diesem Zeitraum Kinder ums Leben. Dort seien 16 getötete Kinder registriert worden.
Das Kinderhilfswerk wies darauf hin, dass durch die Angriffe auch Infrastruktur beschädigt und zerstört werde, auf die besonders Kinder angewiesen sei - darunter Krankenhäuser, Schulen sowie die Wasser- und Sanitärversorgung. Mehr als 1,2 Millionen Kinder seien in der Region vertrieben worden, hiess es weiter. Viele Kinder erlebten traumatische Ereignisse und verlören alles, was ihnen bisher Halt und Sicherheit gegeben habe.
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17.18 Uhr
«Keine Gnade»: Iran verschärft Todesstrafe
Die iranische Justiz will die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher «ohne Gnade und Nachsicht» vollstrecken. Das sagte Justizsprecher Asghar Dschahangir dem staatlichen Sender Irib. Zudem sollen die Behörden das gesamte Vermögen der Betroffenen im Land einziehen.
Laut Dschahangir betreffen die Massnahmen nicht mehr nur Spionage für die USA, Israel oder andere «feindliche Staaten». Auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die «Angst und Schrecken» in der Bevölkerung auslösten, sollen mit der Todesstrafe geahndet werden. Personen, die durch Fotos oder Videos dem Feind Zielhinweise gäben, würden auch mit der Todesstrafe und der Einziehung ihres gesamten Vermögens bestraft.
Seit den landesweiten Unruhen im Dezember und Januar sowie seit Kriegsbeginn am 28. Februar hat der Staat nach eigenen Angaben Hunderte mutmassliche Agenten oder Söldner der USA und Israels festgenommen. Kritiker widersprechen: Unter den Festgenommenen seien auch Bürgerinnen und Bürger, die die Lage für politischen Widerstand genutzt hätten. In den vergangenen 48 Stunden wurden bereits vier Dissidenten hingerichtet.
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16.25 Uhr
Hegseth: «Verhandeln in der Zwischenzeit mit Bomben»
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. «In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt – die kommenden Tage werden entscheidend sein», sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington.
Sieht entscheidende Tage im Iran-Krieg: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. KeystoneHegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. «In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln.» Er sagte, die neue iranische Führung solle sich klüger verhalten als die alte und einem Abkommen zustimmen. US-Präsident Donald Trump sei dazu bereit. «Wenn der Iran nicht bereit ist, wird das US-Kriegsministerium mit noch grösserer Intensität weitermachen.»
Obwohl auch am Dienstag unter anderem Israel, Saudi-Arabien und Kuwait iranische Angriffe meldeten, bei denen es Verletzte und Schäden gab, bekräftigte Hegseth die Darstellung, der Iran sei militärisch am Ende. «Ja, sie feuern noch ein paar Raketen ab. Aber wir fangen sie ab.» Nie zuvor im Krieg sei die Zahl der vom Iran abgefeuerten Drohnen und Raketen so gering gewesen wie in den vergangenen 24 Stunden.
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14.24 Uhr
Trump wütet gegen Europäer: «Holt euch euer eigenes Öl»
US-Präsident Donald Trump hat Länder mit Schwierigkeiten bei der Kerosinversorgung aufgefordert, künftig amerikanisches Öl zu kaufen, oder selbst für freien Zugang zur Strasse von Hormus zu sorgen. Auf seiner Plattform Truth Social forderte er die betroffenen Staaten auf, sich den Treibstoff notfalls «einfach zu nehmen».
Mit seiner Äusserung erhöhte Trump zugleich den politischen Druck auf Partnerländer, die sich bislang nicht an den US-geführten Angriffen auf Iran beteiligt hatten:
Trumps Nachricht auf Truth Social. Screenshot Truth Social«All jene Länder, die wegen der Strasse von Hormus kein Kerosin bekommen können, wie etwa das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der Enthauptung Irans zu beteiligen: Ich habe einen Vorschlag für euch. Erstens: Kauft in den USA, wir haben reichlich davon. Und zweitens: Legt euch etwas verspäteten Mut zu, fahrt in die Strasse und NEHMT ES EUCH EINFACH. Ihr werdet lernen müssen, für euch selbst zu kämpfen. Die USA werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen – genauso wenig, wie ihr für uns da wart. Iran ist im Wesentlichen dezimiert. Der schwierige Teil ist erledigt. Holt euch euer eigenes Öl!»
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10.37 Uhr
Italien verweigert US-Militär Landung auf Stützpunkt
Italien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien für den Krieg gegen den Iran verweigert.
Nach Informationen der Tageszeitung «Corriere della Sera» gab Verteidigungsminister Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Erlaubnis, den Militärflughafen Sigonella zu nutzen, um dann in den Nahen Osten weiterzufliegen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt.
Demnach wurde Italien von dem Vorhaben des US-Militärs erst informiert, als die Flugzeuge längst in der Luft waren. Zuvor habe niemand eine Genehmigung beantragt oder den Nato-Partner auch nur informiert, hiess es. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich handle.
Der Militärflugplatz Sigonella liegt auf Sizilien. Google EarthDer Flugplatz Sigonella liegt in der Nähe von Catania im Osten von Sizilien. Dort befindet sich ein Stützpunkt sowohl der italienischen Luftwaffe als auch der US Navy. Das Gelände wird auch von der Nato, dem westlichen Verteidigungsbündnis, genutzt.
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07.40 Uhr
Bericht: Massiver US-Angriff auf Munitionsdepot in Isfahan
Die USA haben einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein grosses Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durchgeführt.
Dafür hätten sie in der Nacht eine grosse Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten. Darüber berichteten auch mehrere Zeitungen.
US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigte. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan.
Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte.
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6.11 Uhr
Trump offenbar bereit, Krieg zu beenden – ohne Strasse von Hormus wieder zu öffnen
US-Präsident Donald Trump soll seinen Beratern mitgeteilt haben, er sei bereit, den Krieg gegen den Iran zu beenden, selbst wenn die Strasse von Hormus weitgehend gesperrt bleibe. Das berichtet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Regierungsvertreter. Dies würde Teherans festen Griff um die Wasserstrasse wahrscheinlich verlängern und die komplexe Operation, mit der die Meerenge wieder geöffnet werden könnte, auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, schrieb die Zeitung.
In den vergangenen Tagen seien Trump und seine Berater zum Schluss gekommen, dass ein Einsatz zur Öffnung der Meerenge den Konflikt über seinen Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen hinaus verlängern würde. Trump habe entschieden, dass sich die USA auf ihre Hauptziele wie das Vorgehen gegen die Marine und die Raketenbestände des Irans konzentrieren sollten – und gleichzeitig diplomatisch Druck auf Teheran ausüben sollten, die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Sollte das nicht gelingen, würden die USA Druck auf Verbündete in Europa und am Golf ausüben, bei Bemühungen um die Öffnung der Meerenge die Führung zu übernehmen.
Die Informationen der Zeitung liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Trump ist dafür bekannt, viele seiner Positionen immer wieder zu verändern.
Im Persischen Golf liegen wichtige Häfen und Verladestationen für den globalen Handel mit Öl und Gas. Von dort bringen Schiffe ihre Fracht über die strategisch wichtige – hier abgebildete – Strasse von Hormus auf den Weltmarkt. Bild: Keystone/AP Photo/Bill Foley -
5.04 Uhr
Menschenrechtsorganisation verurteilt Rekrutierung von Kindern im Iran
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat die Rekrutierung von Kindern durch die iranischen Revolutionsgarden scharf verurteilt. «Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern im Militär stellen eine schwerwiegende Verletzung der Kinderrechte dar und gelten als Kriegsverbrechen, wenn die Kinder jünger als 15 Jahre sind», hiess es in einer Erklärung der Organisation. «Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass die iranischen Behörden offenbar bereit sind, das Leben von Kindern für etwas zusätzliche Arbeitskraft zu riskieren», sagte Bill Van Esveld, Vizedirektor in der HRW-Abteilung für Kinderrechte, laut der Mitteilung.
Hintergrund sind Aufrufe einer den mächtigen Revolutionsgarden unterstellten Organisation, die in der Hauptstadt Teheran Freiwillige mobilisieren will. Interessierte könnten sich in Moscheen und an Stützpunkten registrieren, sagte Rahim Nadali, stellvertretender Leiter der Kulturabteilung der Revolutionswächter in der Millionenmetropole. Die Kampagne mit dem Titel «Kämpfer zur Verteidigung der Heimat Iran» sei offen für alle ab 12 Jahren.
Ein Polizist einer Spezialeinheit steht auf seinem Einsatzwagen in Teheran. (30 März 2026) Bild: Keystone/AP Photo/Vahid SalemiZu den Aufgaben der Freiwilligen gehören einem Bericht der Nachrichtenagentur Mehr zufolge die Teilnahme an Aufklärungspatrouillen sowie «operativen Einsätzen». Teilnehmer der Kampagne unterstützen im Krieg gegen die USA und Israel demnach auch im Bereich Logistik sowie bei der Versorgung, etwa in der Küche und der Verteilung von Gütern. In welchem Bereich Kinder tätig sein sollen, blieb unklar.
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4.30 Uhr
Bericht: Jungfreisinnige fordern «Iron Dome» für Schweiz
Die Jungfreisinnigen haben laut den Tamedia-Zeitungen in einem neuen Positionspapier eine massive Erhöhung des Schweizer Armeebudgets gefordert. Sie würden verlangen, die Verteidigungsausgaben auf 2 Prozent des BIP zu steigern, was rund 17 Milliarden Franken entspreche und nahezu eine Verdreifachung des heutigen Budgets bedeute. Parteipräsident Jonas Lüthy schlage vor, dass sich die Schweiz an der israelischen Luftabwehr «Iron Dome» orientiere, die weit über 90 Prozent der Geschosse vom Himmel hole. SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf bezeichnete die Pläne gegenüber «Tamedia» als «völlig unrealistisch».
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4.27 Uhr
Bericht: USA bombardieren Munitionsdepot in Isfahan mit Bunkerbrechern
Die USA haben einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein grosses Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durchgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine grosse Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten.
Das Nukleartechnologiezentrum nahe der Stadt Isfahan – der grösste Forschungs- und Produktionskomplex des iranischen Atomprogramms. (Archivbild) Bild: Keystone/AFP Photo/Satellite image ©2026 VantorUS-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigte. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte.
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4 Uhr
Trump: USA führen Gespräche mit Irans Parlamentspräsidenten
Die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Donald Trump mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. Der Präsident bestätigte die Gespräche mit Ghalibaf in einem Interview mit der «New York Post», das am Montag veröffentlicht wurde. Er sagte der Zeitung, dass er «in etwa einer Woche Bescheid geben» werde, als er gefragt wurde, ob der Parlamentspräsident jemand sei, mit dem die USA zusammenarbeiten könnten.
Ghalibaf, ein 64-jähriger Pilot und ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarde, hat bestritten, dass es Gespräche mit den USA gegeben habe, trotz Berichten, wonach er als Verhandlungspartner Washingtons ins Gespräch gebracht worden sei.
Soll mit den USA verhandeln: Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf. (Archivbild) Bild: Keystone/AFP Photo/Ho/Islamic Consultative Assembly (ICANA) -
3 Uhr
Rubio: Nato darf «keine Einbahnstrasse sein»
US-Aussenminister Marco Rubio hat Spanien und andere Nato-Partner für mangelnde Unterstützung im Krieg gegen den Iran kritisiert – und eine spätere Neubewertung der Allianz durch die USA nahegelegt. Die USA müssten in einer Zeit, in der man die Verbündeten brauche, feststellen, dass Nato-Mitglied Spanien, zu dessen Verteidigung man sich verpflichtet habe, den Vereinigten Staaten die Nutzung seines Luftraums verweigere und damit prahle, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera laut einer Mitschrift seines Ministeriums. Er bemängelte zudem, dass die USA in Spanien und andernorts auf Widerstand bei der Nutzung von Stützpunkten gestossen seien.
US Secretary of State Marco Rubio told Al Jazeera it was “very disappointing” that NATO allies such as Spain blocked the use of their airspace and bases for the US’s war on Iran. He warned that Washington will re-examine the value of NATO after the war is over. pic.twitter.com/5hfGBGZHzM
— Al Jazeera English (@AJEnglish) March 30, 2026Die Nato sei nützlich für die USA, weil es dem Land ermögliche, Soldaten und militärische Ausrüstung an anderen Orten zu stationieren. Wenn es bei der Allianz aber nur darum gehe, dass die USA Europa im Falle eines Angriffs verteidigten, den Vereinigten Staaten aber die Nutzung von Stützpunkten verweigert werde, wenn sie es bräuchten, sei das keine gute Vereinbarung. Da falle es schwer, dabei zu bleiben und zu sagen, dass das gut für die USA sei, meinte Rubio weiter.
Nach dem Krieg müssten die USA all das neu bewerten, betonte er. Die Nato sei ein Bündnis und dürfe als solches «keine Einbahnstrasse sein». Rubio fügte hinzu: «Hoffen wir, dass wir das in Ordnung bringen können.»
Die spanische Regierung sperrte jüngst ihren Luftraum für alle Flugzeuge, die mit dem Krieg gegen den Iran in Verbindung stehen. Bereits kurz nach Kriegsbeginn vor gut einem Monat hatte sie den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón für die Einsätze gegen den Iran untersagt. Diese Stützpunkte in Andalusien im Süden des Landes werden seit Jahrzehnten gemeinsam von Spanien und den USA betrieben.
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2.27 Uhr
Kuwaitischer Öltanker vor Hafen von Dubai beschossen
Ein riesiger kuwaitischer Öltanker ist vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er sei Ziel eines iranischen Angriffs geworden, während er vor dem Hafen von Dubai im Persischen Golf vor Anker lag, teilte die Kuwait Petroleum Corporation nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit. Dabei brach ein Brand aus. Die Feuerwehr rückte aus, wie die Behörden in Dubai meldeten. Es habe aber keine Berichte über Verletzte gegeben. Die 24-köpfige Besatzung sei in Sicherheit.
Dicker schwarzer Rauch steigt auf, nachdem Trümmer nach einem Einsatz der Luftabwehr den Hafen von Dubai trafen. (1. März 2026) Bild: Keystone/EPAZuvor hatte bereits die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitgeteilt, dass ein nicht näher beschriebenes Projektil ein Schiff rund 57 Kilometer nordwestlich von Dubai getroffen und einen Brand ausgelöst habe. Von wo und von wem das Geschoss abgefeuert wurde, ging aus der Mitteilung der Behörde nicht hervor. Zuvor hatten nach ihren Angaben zwei Geschosse im Persischen Golf vor der Küste Saudi-Arabiens ein Containerschiff verfehlt.
UKMTO WARNING 029-26
— UKMTO Operations Centre (@UK_MTO) March 30, 2026
Click here to view the full warning.https://t.co/UGR5vLAKQi#MaritimeSecurity #Marsec pic.twitter.com/LyI3EV6kMfIm Persischen Golf liegen wichtige Häfen und Verladestationen für den globalen Handel mit Öl und Gas. Von dort bringen Schiffe ihre Fracht über die strategisch wichtige Strasse von Hormus auf den Weltmarkt. Der seit mehr als vier Wochen von den USA und Israel angegriffene Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die Preise für Rohöl und Flüssiggas sind seither deutlich angestiegen.
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1.59 Uhr
Beschuss von Golfstaaten geht weiter – Iran warnt
Der Iran setzt seinen Beschuss benachbarter Golfstaaten fort. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldete in der Nacht wiederholte Angriffe mit ballistischen Raketen. Die Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden, hiess es. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb kurz zuvor auf der Plattform X, sein Land betrachte das Königreich als brüderliche Nation. Es sei aber für Saudi-Arabien «höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen».
Iran respects the Kingdom of Saudi Arabia and considers it a brotherly nation.
— Seyed Abbas Araghchi (@araghchi) March 30, 2026
Our operations are aimed at enemy aggressors who have no respect for Arabs or Iranians, nor can provide any security. Just look at what we did to their aerial command.
High time to eject U.S. forces. pic.twitter.com/yYNBpebN8iDerweil meldete auch Kuwait Beschuss durch Raketen und Drohnen. Ebenso heulten in Bahrain in der Nacht wieder die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Trümmer nach einem Einsatz der Luftabwehr ein leerstehendes Gebäude und lösten einen Brand aus, wie die Behörden mitteilten. Vier Menschen in der Umgebung seien leicht verletzt worden.
The siren has been sounded .. Citizens and residents are urged to remain calm and head to the nearest safe place.
— Ministry of Interior (@moi_bahrain) March 30, 2026Trotz der seit mehr als vier Wochen andauernden Angriffe der USA und Israels ist der Iran weiter zu Gegenschlägen in der Lage. Teheran greift dabei unter anderem die Länder am Persischen Golf an, die US-Militärstützpunkte beherbergen.
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1.30 Uhr
Rubio: Strasse von Hormus wird «so oder anders» offen sein
US-Aussenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird – «so oder anders». Entweder werde sich der Iran bereiterklären, «sich an internationales Recht zu halten» und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. «Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist».
Rubio äusserte sich nicht weiter dazu, was genau er mit «dafür sorgen» meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran «wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt», sagte Rubio.
Zugleich nannte er als zentrale Ziele der Kampfhandlungen die Zerstörung der Luftwaffe und Marine des Irans sowie eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Raketen-Abschussrampen. Diese Ziele werde man in «Wochen und nicht Monaten» komplett erreichen - und dann vor der Frage der Meerenge von Hormus stehen, sagte der US-Aussenminister.
Die Strasse von Hormus ist ein wichtiger Weg für Tankschiffe mit Erdöl und Flüssiggas aus der an Vorkommen reichen Region. Der Iran legte mit Attacken und Drohungen den Schiffsverkehr dort weitgehend lahm – und liess bisher nur wenige Tanker durch. Das sorgt seit Wochen für steigende Energiepreise rund um die Welt und stört unter anderem auch die Versorgung mit Dünger.
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Dienstag, 31. März 2026, 0.01 Uhr
Trump könnte arabische Länder um Kriegskosten-Anteil bitten
Das Weisse Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äussern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.
Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Grossteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.
Karoline Leavitt, Sprecherin des Weissen Hauses, am Montag im Pressezentrum. Bild: Keystone/AP Photo/Julia Demaree NikhinsonIn den vergangenen Wochen wurde wichtige Infrastruktur unter anderem im Energie-Sektor in den Ländern am Persischen Golf von iranischen Raketen und Drohnen getroffen.
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23.52 Uhr
Medien: US-Spezialeinheiten im Nahen Osten angekommen
Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. Darunter befinden sich auch Soldaten der Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des US-Heeres gelten, sowie der Navy Seals, einer Eliteeinheit der US-Marine, wie die «New York Times» und der Sender CBS News übereinstimmend berichten. Die US-Medien berufen sich dabei auf zwei US-Militärbeamte beziehungsweise mit dem Einsatz vertraute Quellen.
Sie schlössen sich Tausenden Marineinfanteristen und Fallschirmjägern des Heeres an, die ebenfalls in der Region angekommen seien - die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump im Krieg mit dem Iran würden damit erweitert, hiess es. Die Soldaten könnten demnach etwa in Operationen zum Einsatz kommen, die auf die Öffnung der Strasse von Hormus abzielen, auf die Einnahme der für den iranischen Ölexport zentralen Insel Charg oder die Bergung von Irans hochangereichertem Uran.
U.S. Marines have arrived in the Middle East, according to CENTCOM.
— NEXTA (@nexta_tv) March 28, 2026
The amphibious assault ship USS Tripoli is already in the region. pic.twitter.com/EbP5eJicAo -
20.21 Uhr
Zwei Blauhelmsoldaten sterben bei Einsatz im Libanon
Zwei Soldaten der internationalen UN-Friedenstruppe (Unifil) sind im Libanon bei einer Explosion ums Leben gekommen. Zwei weitere Blauhelmsoldaten seien verletzt worden, einer davon schwer, gab die Mission bekannt. Die Explosion, bei der ihr Fahrzeug zerstört wurde, ereignete sich demnach in der Nähe von Bani Haian im Südlibanon.
Die Mission gerät derzeit zwischen die Fronten der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und dem israelischen Militär. Die Mission teilte allerdings nicht mit, ob die jüngste Explosion mit der Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hisbollah zusammenhing.
Nach Unifil-Angaben ist der Zwischenfall der zweite innerhalb von 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe sterben. Erst am Sonntag war ein indonesischer Blauhelmsoldat bei einer Explosion getötet worden.
Two UNIFIL peacekeepers were tragically killed in south Lebanon today, when an explosion of unknown origin destroyed their vehicle near Bani Hayyan. A third peacekeeper was severely injured, and a fourth was also hurt.
— UNIFIL (@UNIFIL_) March 30, 2026 -
20.05 Uhr
Todesstrafe für Terroristen: Israels Parlament stimmt zu
Das israelische Parlament hat einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen gebilligt. 62 der 120 Abgeordneten der Knesset stimmten für den höchst umstrittenen Vorstoss der Partei Otzma Jehudit des rechtsextremen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir. 48 Abgeordnete stimmten gegen das Gesetz, der Rest war abwesend oder enthielt sich. Auch der rechtskonservative Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab seine Stimme für den Vorstoss ab. Kritiker sehen das Gesetz als rassistisch an, weil es de facto nur Palästinenser betrifft.
Palästinenser, die vor Militärgerichten in den besetzten Gebieten wegen eines terroristisch motivierten Mordes verurteilt werden, droht die Todesstrafe, die Richter in so einem Fall verhängen müssen. Das Urteil kann angefochten werden. Im Falle einer Verurteilung soll die Todesstrafe binnen 90 Tagen durch Erhängen von einem Gefängniswärter vollstreckt werden.
Vor zivilen Gerichten in Israel kann nach dem Gesetzentwurf eine Person, die wegen eines terroristisch motivierten Mordes mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel verurteilt wird, entweder mit der Todesstrafe oder mit lebenslanger Haft bestraft werden.
Sitzung im israelischen Parlament in Jerusalem. (Archivbild) Archivbild: Stringer/dpa -
18.13 Uhr
Nato fängt erneut Rakete aus dem Iran in der Türkei ab
In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es habe sich um eine ballistische Rakete gehandelt, teilte die Sprecherin des Verteidigungsbündnisses, Allison Hart, auf X mit.
Vom türkischen Verteidigungsministerium hiess es, alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, teilte das Ministerium nicht mit.
Es war bereits der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben.
BREAKING:
— Visegrád 24 (@visegrad24) March 30, 2026
Iran has fired another ballistic missile at Turkey.
The missile, which was shot down by NATO air defense assets, probably targeted the U.S. Incirlik Air Base in southern Turkey. pic.twitter.com/GmzCcgkSVp -
14.34 Uhr
Trump: «Ohne Deal wird Irans Infrastruktur ausgelöscht»
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit massiven Angriffen, falls es keine rasche Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Strasse von Hormus gibt.
Zugleich schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, die USA führten «ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG», um die Militäroperation zu beenden.
Es seien «grosse Fortschritte erzielt» worden. Sollte es jedoch keine Einigung geben und die Strasse von Hormus nicht wieder geöffnet werden, «werden wir unseren netten ‹Aufenthalt› im Iran abschliessen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen», schrieb der US-Präsident.
Diese Ziele habe man bislang bewusst nicht angegriffen. Dies wäre Vergeltung für getötete US-Soldaten und andere Opfer, die der Iran während der «47-jährigen ‹Terrorherrschaft› des alten Regimes abgeschlachtet und getötet» habe.
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10.15 Uhr
Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran
US-Präsident Donald Trump soll einen Militäreinsatz im Iran prüfen – mit dem Ziel, rund 400 Kilogramm hochangereichertes Uran zu sichern oder zu beschlagnahmen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Mehr dazu haben wir dir hier in unserem separaten Artikel zusammengefasst.
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9.51 Uhr
Iran hängt zwei Mullah-Kritiker
Im Iran sind zwei Mitglieder einer dort verbotenen Oppositionsgruppe hingerichtet worden. Nach Angaben der Justiz wurden die Männer am Morgen durch Erhängen exekutiert, wie der staatliche Rundfunk berichtete.
Es war die Rede von «Elementen der terroristischen Gruppe der Heuchler», eine Anspielung auf die Volksmudschahedin. Sie sollen Angriffe geplant haben, zititierte die Nachrichtenagentur Fars die Justiz. In ihrer Wohnung seien Waffen sichergestellt worden.
Menschenrechtsaktivisten bezeichneten sie als politisch Gefangene. «Sie wurden über einen längeren Zeitraum in Einzelhaft gehalten, gefoltert und hatten keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand», schrieb Mahmood Amiry-Moghaddam, Direktor der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO), auf X.
Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äusserster Härte gegen Kritiker vor. Mehrere Männer wurden seitdem bereits wegen mutmasslicher Spionage für Israel hingerichtet.
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9.39 Uhr
Was hat der Iran-Krieg für Auswirkungen auf die Wirtschaft?
Der eskalierende Iran-Krieg und ein steigender Ölpreis hat den Börsen in Ostasien teilweise heftig zugesetzt. Auch in der Schweiz gleichen die Kurse derzeit einer Achterbahnfahrt.
Mehr zu den aktuellen Ereignissen an der Börse findest du in unserem Wirtschafts-Ticker.
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9.02 Uhr
Israelische Soldaten carven in den Libanon
Im Konflikt mit der Schiitenmiliz Hisbollah führt das israelische Militär derzeit Bodeneinsätze im Süden des Libanons durch. Dabei greifen die Soldaten auch auf unkonventionelle Methoden zurück: Aufnahmen, die die israelische Armee am Sonntag veröffentlichte, zeigen nach eigenen Angaben Soldaten ihrer Alpinist-Einheit, wie sie mit Skis an den Füssen vom syrischen Berg Hermon in das Gebiet um den Berg Dov im Südlibanon vorstossen.
Die Einheit habe das Ziel, «das Gebiet zu erkunden, Informationen zu sammeln und die Infrastruktur feindlicher Terroristen in der Region ausfindig zu machen», heisst es in einer Erklärung der Armee.
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5.34 Uhr
Israels Armee setzt Angriffe in Teheran fort
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Angriffe im Iran fort. Es werde «militärische Infrastruktur» in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilte die Armee am frühen Morgen ohne nähere Angaben mit. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, das US-Militär habe «viele seit langem verfolgte Ziele» im Iran angegriffen und zerstört.
Ein zerstörtes Geschäftshaus in Teheran. (29. März 2026) Bild: Keystone/EPA/Abedin Taherkenareh -
5.11 Uhr
Trump meldet Zerstörung weiterer Ziele im Iran
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump im Iran mehrere wichtige Ziele angegriffen und zerstört. «Grosser Tag im Iran», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Viele seit langem verfolgte Ziele seien vom «grossartigen» US-Militär, dem besten und tödlichsten der Welt, ausgeschaltet und zerstört worden, erklärte er. Weitere Einzelheiten dazu nannte Trump jedoch nicht.
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4.33 Uhr
Trump: Würde am liebsten das Öl im Iran nehmen
US-Präsident Donald Trump würde nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen. «Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen», sagte der Republikaner in einem Interview mit der britischen Zeitung «Financial Times» (FT). Er fügte demnach hinzu: «Aber einige dumme Leute in den USA sagen: <Warum tust du das?> Aber das sind dumme Leute.»
Donald Trump says US could ‘take the oil in Iran’ https://t.co/KzClIl2PWJ
— Financial Times (@FT) March 29, 2026Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.
Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10'000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. «Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen», wurde Trump von der FT zitiert. «Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten.» Auf die Frage nach dem Stand der iranischen Verteidigung auf der Insel antwortete er: «Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen.» Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären.
Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump der Zeitung zufolge, dass die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Trump hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren – andernfalls drohen US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor. Die Frist läuft am 7. April um 2.00 Uhr nachts Schweizer Zeit ab.
Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Strasse von Hormus wieder öffnen würde, lehnte Trump es dem Bericht zufolge ab, konkrete Details zu nennen. «Wir haben noch etwa 3000 Ziele übrig – wir haben 13'000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns», wurde er zitiert. «Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen», meinte er demnach.
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4.30 Uhr
Tourismus in Griechenland, Zypern spürt Folgen des Kriegs
Griechenland und Zypern spüren vor Ferienbeginn die Folgen des Krieges im Nahen Osten. Während direkte Gefahren in Griechenland kaum zu spüren sind, sorgt die Unsicherheit über steigende Kosten und wirtschaftliche Entwicklungen bei vielen Hotels für Sorgenfalten. Auf Zypern hingegen wirkt sich die Nähe zur Krisenregion stärker aus – und die Branche empfindet die Folgen des Krieges intensiver. In Athen beobachten Branchenvertreter eine spürbare Verlangsamung bei den Reservierungen.
Viele Feriengäste zögern und warten ab, wie sich die wirtschaftliche Lage weiterentwickelt, sagen Reiseagenturen und Hoteliers. Griechenlands Tourismusministerin Olga Kefalogianni sprach im Rundfunk von der psychologischen Belastung durch den Krieg. Zugleich verwies sie auf die Erfahrung der Branche im Umgang mit Krisen. Mögliche Chancen sieht sie in einer Verschiebung der Reiseströme: Touristen könnten sich in der aktuellen Lage auf als sicher geltende Ziele konzentrieren – darunter Griechenland, das weit von der eigentlichen Krisenregion entfernt liegt.
Der zyprische Tourismusminister Kostas Koumis betont, dass besonders der Wegfall wichtiger Quellmärkte wie Israel und mehrerer arabischer Staaten problematisch sei. Auch die zunehmende Zurückhaltung europäischer Touristen und steigende Flugpreise belasteten die Nachfrage. Nach den Briten zählen Touristen aus Israel zu den zweitgrössten Besuchergruppen auf Zypern. Für zusätzliche Unsicherheit sorgte Anfang März eine Drohne iranischer Bauart, die den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol traf und leichten Schaden anrichtete. Beobachter sehen in solchen Vorfällen eine Belastung des Images der Insel.
Der britische Zerstörer HMS «Dragon» befindet sich auf dem Weg vor die Küste Zyperns, um dort wegen des Iran-Kriegs für die Sicherheit der britischen Militärbasen zu sorgen. (Archivbild) Bild: Keystone/EPA/Neil HallGeografisch liegt Zypern nur 150 bis 250 Kilometer von Israel und dem Libanon entfernt. Damit ist die Insel der EU-Staat, der der Krisenregion am nächsten liegt. Eine Nähe, die die Tourismusbranche besonders sensibel für politische Entwicklungen macht.
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3.12 Uhr
Golfstaaten melden abermals Beschuss
Kuwait und andere Golfstaaten stehen weiter unter Beschuss durch den Iran. Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage. Ein indischer Arbeiter sei ums Leben gekommen.
#Kuwait's Ministry of Electricity, Water and Renewable Energy: A service building at one of the power and water distillation plants was damaged in a brutal Iranian attack, resulting in the death of a worker of Indian nationality
— Kuwait News Agency - English Feed (@kuna_en) March 30, 2026
The technical and emergency teams have immediately… pic.twitter.com/CgHNhr959sDie Luftabwehr in Saudi-Arabien fing unterdessen erneut fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mitteilte.
Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, berichtete der arabische Fernsehsender Al Jazeera. Die Geschosse seien abgefangen worden.
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Montag, 30. März 2026, 1.33 Uhr
Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet
Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilte. «Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren», mahnte die Mission der Vereinten Nationen.
A peacekeeper was tragically killed last night when a projectile exploded in a UNIFIL position near Adchit Al Qusayr. Another was critically injured. No one should ever lose their life serving the cause of peace.
— UNIFIL (@UNIFIL_) March 29, 2026Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter.
Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten.
Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7500 Soldat*innen aus fast 50 Ländern beteiligt.
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1.21 Uhr
IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen
Irans Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hiess es.
Based on independent analysis of satellite imagery and knowledge of the installation, the IAEA has confirmed the heavy water production plant at Khondab, which Iran reported had been attacked on 27 March, has sustained severe damaged and is no longer operational. The installation… pic.twitter.com/omnomOmsNQ
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) March 29, 2026 -
0.55 Uhr
Israel: Erneut Drohnen der Huthi-Miliz abgefangen
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat Israel erneut mit Drohnen angegriffen. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult.
Die islamistische Huthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen den Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Huthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden.
Die Miliz kontrolliert weite Teile des Jemens und erhält von der iranischen Führung militärische Unterstützung. Während des Gaza-Kriegs hatte sie Israel regelmässig beschossen, aber auch im Roten Meer und dem sich südlich anschliessenden Golf von Aden Handelsschiffe attackiert.
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Montag, 30. März 2026, 0.50 Uhr
Nach Kritik: Netanjahu gewährt Kardinal Zugang zur Grabeskirche
Nach heftiger Kritik hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angeordnet, dem höchsten Vertreter der katholischen Kirche im Heiligen Land Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem zu gewähren. Er habe die zuständigen Behörden angewiesen, Kardinal Pierbattista Pizzaballa «uneingeschränkten und sofortigen Zugang» zur Grabeskirche einzuräumen, schrieb Netanjahu in der Nacht zum Montag auf der Plattform X.
Pizzaballa war am Sonntag von der israelischen Polizei am Zugang zur Grabeskirche in der Altstadt von Jerusalem gehindert worden. Der Italiener habe in der Kirche die traditionelle Messe zum Palmsonntag feiern wollen, sei aber von israelischen Polizisten angehalten und zur Umkehr aufgefordert worden, hatte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem mitgeteilt. Es bezeichnete den Vorfall als «schwerwiegenden Präzedenzfall».
Today, out of special concern for his safety, Jerusalem police prevented the Latin Patriarch Cardinal Pizzaballa from holding mass this morning at the Church of the Holy Sepulchre. Again, there was no malicious intent whatsoever, only concern for his safety and that of his party.
— Prime Minister of Israel (@IsraeliPM) March 29, 2026Mehrere hochrangige Politiker hatten das Vorgehen scharf verurteilt. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte, der verhinderte Zutritt für Pizzaballa stelle eine «Beleidigung nicht nur für die Gläubigen, sondern für jede Gemeinschaft dar, die Religionsfreiheit anerkennt».
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Was war zuvor wichtig?
Alles, was zuvor wichtig war, kannst du hier nachlesen.