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Strasse von Hormus vollständig blockiert

Iran bricht Verhandlungen mit den USA ab – Trump dementiert

Die Strasse von Hormus soll komplett blockiert werden. 

Die Strasse von Hormus soll komplett blockiert werden. 

-/kyodo/dpa

Der Iran bricht laut der staatlichen Nachrichtenagentur alle Verhandlungen mit den USA per sofort ab. Stunden später widerspricht US-Präsident Donald Trump – die Gespräche würden «in hohem Tempo» fortgesetzt.

Sven Ziegler

Sven Ziegler

01.06.2026, 15:46•01.06.2026, 21:05

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Iran stoppt laut Staatsmedien den indirekten Nachrichtenaustausch mit den USA.
  • Teheran verlangt ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon und im Gazastreifen.
  • Die Führung in Teheran sieht die Angriffe auf die Hisbollah als Verstoss gegen die Waffenruhe vom 8. April.
  • US-Präsident Donald Trump hat den Angaben indessen widersprochen. Die Gespräche würden «in hohem Tempo» fortgesetzt.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Dieser Artikel wurde zuletzt um 21.04 Uhr aktualisiert.

Der Iran hat alle Verhandlungen mit den USA per sofort abgebrochen. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Demnach habe sich der Iran per sofort von allen Verhandlungstischen zurückgezogen. 

Wie die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim weiter berichtet, will die iranische Verhandlungsdelegation bis auf Weiteres keine Botschaften mehr über Vermittler an Washington übermitteln.

Dem Bericht zufolge sollen neue Kontakte erst dann wieder aufgenommen werden, wenn iranische Forderungen erfüllt werden.

Im Zentrum steht dabei die Forderung nach einem Ende der israelischen Militäraktionen gegen die Hisbollah im Libanon sowie gegen die Hamas im Gazastreifen.

Iran sieht Waffenruhe verletzt

Die Führung in Teheran argumentiert, die israelischen Angriffe stellten einen Verstoss gegen die am 8. April vereinbarte Waffenruhe zwischen Iran und den USA dar.

Mit dem Schritt erhöht die Islamische Republik den politischen Druck auf Washington. Die USA gelten zwar nicht als direkte Kriegspartei bei den israelischen Operationen, sind jedoch Israels engster Verbündeter und wichtigster militärischer Unterstützer.

Neue Unsicherheit für die Region

Der vorläufige Verhandlungsstopp dürfte die diplomatischen Bemühungen zur Stabilisierung der Lage zusätzlich erschweren. Beobachter hatten zuletzt gehofft, dass die indirekten Kontakte zwischen Washington und Teheran dazu beitragen könnten, eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu verhindern.

Ob es sich um einen vorübergehenden Schritt oder um einen längerfristigen Abbruch der Gespräche handelt, ist derzeit offen. 

Trump dementiert

US-Präsident Donald Trump hat den Angaben aus dem Iran indessen widersprochen. «Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran gehen in hohem Tempo weiter», schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon hätten ihm zudem ein Ende der gegenseitigen Angriffe zugesagt.

Trump schrieb dazu, er habe den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und die Hisbollah zu einer Deeskalation bewegt. Es würden «keine (israelischen) Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die bereits unterwegs sind, wurden bereits zurückbeordert», schrieb Trump nach einem «sehr produktiven» Telefonat mit Netanjahu.

«Zudem hatte ich über hochrangige Vertreter ein sehr gutes Gespräch mit der Hisbollah», schrieb Trump weiter. «Sie haben zugestimmt, dass alle Schusswechsel eingestellt werden – dass Israel sie nicht angreifen wird und sie Israel nicht angreifen werden».

00:44

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Keine Bewegung in der Strasse von Hormus. Spektakuläre Drohnenaufnahmen zeigen den riesigen Stau der Schiffe, während die USA und der Iran weiterhin über ein Abkommen verhandeln.

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