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Die Strasse von Hormus soll komplett blockiert werden.
-/kyodo/dpa
Der Iran bricht laut der staatlichen Nachrichtenagentur alle Verhandlungen mit den USA per sofort ab. Stunden später widerspricht US-Präsident Donald Trump – die Gespräche würden «in hohem Tempo» fortgesetzt.
Dieser Artikel wurde zuletzt um 21.04 Uhr aktualisiert.
Der Iran hat alle Verhandlungen mit den USA per sofort abgebrochen. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Demnach habe sich der Iran per sofort von allen Verhandlungstischen zurückgezogen.
Wie die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim weiter berichtet, will die iranische Verhandlungsdelegation bis auf Weiteres keine Botschaften mehr über Vermittler an Washington übermitteln.
Dem Bericht zufolge sollen neue Kontakte erst dann wieder aufgenommen werden, wenn iranische Forderungen erfüllt werden.
Im Zentrum steht dabei die Forderung nach einem Ende der israelischen Militäraktionen gegen die Hisbollah im Libanon sowie gegen die Hamas im Gazastreifen.
Die Führung in Teheran argumentiert, die israelischen Angriffe stellten einen Verstoss gegen die am 8. April vereinbarte Waffenruhe zwischen Iran und den USA dar.
Mit dem Schritt erhöht die Islamische Republik den politischen Druck auf Washington. Die USA gelten zwar nicht als direkte Kriegspartei bei den israelischen Operationen, sind jedoch Israels engster Verbündeter und wichtigster militärischer Unterstützer.
Der vorläufige Verhandlungsstopp dürfte die diplomatischen Bemühungen zur Stabilisierung der Lage zusätzlich erschweren. Beobachter hatten zuletzt gehofft, dass die indirekten Kontakte zwischen Washington und Teheran dazu beitragen könnten, eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu verhindern.
Ob es sich um einen vorübergehenden Schritt oder um einen längerfristigen Abbruch der Gespräche handelt, ist derzeit offen.
US-Präsident Donald Trump hat den Angaben aus dem Iran indessen widersprochen. «Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran gehen in hohem Tempo weiter», schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon hätten ihm zudem ein Ende der gegenseitigen Angriffe zugesagt.
Trump schrieb dazu, er habe den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und die Hisbollah zu einer Deeskalation bewegt. Es würden «keine (israelischen) Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die bereits unterwegs sind, wurden bereits zurückbeordert», schrieb Trump nach einem «sehr produktiven» Telefonat mit Netanjahu.
«Zudem hatte ich über hochrangige Vertreter ein sehr gutes Gespräch mit der Hisbollah», schrieb Trump weiter. «Sie haben zugestimmt, dass alle Schusswechsel eingestellt werden – dass Israel sie nicht angreifen wird und sie Israel nicht angreifen werden».