Das passierte in der NachtTrump jubelt, Chamenei-Treue schwören Rache
dpa
1.3.2026 - 06:32
Staatsfernsehen bestätigt Tod von Ajatollah Khamenei – Iran vor ungewisser Zukunft
Das iranische Staatsfernsehen hat am Sonntagmorgen den Tod von Revolutionsführer Ajatollah Ali Khamenei bestätigt. Der 86-Jährige stand seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik.
01.03.2026
Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei ist tot, die Revolutionsgarden schwören Rache, Raketen schlagen in Israel ein. Das sind die dramatischen Entwicklungen der letzten Stunden.
DPA
01.03.2026, 06:32
01.03.2026, 08:54
dpa
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Ajatollah Ali Chamenei wurde bei amerikanisch-israelischen Angriffen getötet.
Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region.
In Teheran soll ein dreiköpfiger Rat vorübergehend die Führung übernehmen.
Der Tod von Ajatollah Ali Chamenei hat die Machtbalance im Nahen Osten erschüttert. Innerhalb weniger Stunden folgten Raketenangriffe, Rachedrohungen und politische Notmassnahmen in Teheran. Während Israel seine Luftschläge fortsetzt und Iran militärisch zurückschlägt, ringt das Regime zugleich um Stabilität im eigenen Land.
blue News fasst zusammen, was in der Nacht auf Sonntag passiert ist.
Irans oberster Führer Chamenei ist tot
Iranische Staatsmedien bestätigen den Tod des obersten Führers Chamenei. (Archivbild)
Vahid Salemi/AP
Irans Staatsmedien meldeten in der Nacht den Tod von Ajatollah Ali Chamenei infolge amerikanisch-israelischer Luftangriffe. Auch US-Präsident Donald Trump verkündete den Tod des Religionsführers öffentlich. Die Revolutionsgarden bestätigten die Nachricht in einer Erklärung und kündigten Vergeltung an.
Kurz nach den ersten Berichten kam es in Teilen Teherans zu spontanen Reaktionen. Exilmedien hatten die Nachricht verbreitet, Bewohner berichteten von Jubelszenen und Hupkonzerten. Gleichzeitig erklärte die iranische Regierung, das «grosse Verbrechen» werde nicht unbeantwortet bleiben.
Immer wieder kommt es zu Eskalationen im Nahen Osten. Jüngst sorgten die USA und Israel mit Angriffen auf den Iran für Unruhen. blue News informiert dich laufend über alle wichtigen Entwicklungen in Nahost.
Zudem griff Iran US-Stellungen und Verbündete in der Golfregion an. In Bahrain entstand bei einem Drohnenangriff Sachschaden am Flughafen. Auch aus Abu Dhabi und Dubai wurden Einschläge gemeldet. Israel setzte seinerseits die Luftangriffe auf iranische Ziele fort, darunter Abschussstellungen für ballistische Raketen und Luftabwehrsysteme.
Übergangsrat soll übernehmen
Parallel zur militärischen Eskalation stellte sich die Frage nach der politischen Führung Irans. Laut den Nachrichtenagenturen Mehr und Irna soll vorübergehend ein dreiköpfiger Rat die Aufgaben Chameneis übernehmen. Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Vertreter des Wächterrats sollen die Übergangsphase sichern.
Gemäss Verfassung ist der sogenannte Expertenrat zuständig, einen neuen obersten Führer zu bestimmen. Das Gremium aus 88 Geistlichen müsse nun umgehend einen Nachfolger benennen. Wer das sein könnte, ist offen. In der Vergangenheit wurde immer wieder Chameneis Sohn Modschtaba genannt, offiziell geäussert hatte sich der Religionsführer dazu nie. Mitten im Krieg dürfte es dem Staatsapparat jedoch schwerfallen, das Machtgefüge rasch neu zu ordnen.
Das sagt Trump
Donald Trump hat sich in der Nacht zum Tod Chameneis geäussert.
KEYSTONE
US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Tod Chameneis als «grösste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern». Auf die Frage nach möglichen Nachfolgern sagte er, er kenne geeignete Kandidaten, nannte jedoch keine Namen.$
Er kündigte an, die Angriffe würden fortgesetzt, bis Frieden in der Region erreicht sei.